Curio TI
| TI ist das Kürzel für den Kanton Tessin in der Schweiz. Es wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Curio zu vermeiden. |
| Curio | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Staat: | Vorlage:CHE2 | |||||
| Kanton: | ||||||
| Bezirk: | Bezirk Lugano | |||||
| Kreis: | Kreis Breno | |||||
| Gemeinde: | Lema | |||||
| Postleitzahl: | 6986 | |||||
| frühere BFS-Nr.: | 5181 | |||||
| Koordinaten: | 710495 / 95498
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| Höhe: | 569 m ü. M. | |||||
| Höhenbereich: | 338–1101 m ü. M. | |||||
| Fläche: | 2,75 km² | |||||
| Einwohner: | 587 (31. Dezember 2024) | |||||
| Einwohnerdichte: | 213 Einw. pro km² | |||||
| Website: | www.lema.ch | |||||
Kirche San Pietro
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| Karte | ||||||
Curio ist ein Dorf in der politischen Gemeinde Lema im Schweizer Kanton Tessin. Bis zum 6. April 2025 bildete es eine eigenständige Gemeinde.
Geographie[Bearbeiten]
Das Dorf liegt im mittleren Malcantone rund 3 Kilometer westlich von Agno im Südwesten des Kantons. Es liegt auf 556 m ü. M. am Südhang des 746 m ü. M. hohen Sciaroni (auch Gheggio) über dem Tal der Magliasina am Bach Riale di Molge. Dieser bildet unterhalb des Dorfes eine kleine Schlucht, ehe er in die Magliasina mündet, die die komplette östliche und nordöstliche Gemeindegrenze markiert. Im Südwesten erhebt sich der 813 m ü. M. hohe bewaldete Hügel I Mundínn (Monte Mondini), an dessen Westhang sich ein rund 0,1 km² grosses Gebiet erstreckt, das nur durch einen schmalen Korridor mit dem restlichen Gemeindegebiet zusammenhängt. Nordwestlich von Curio liegt auf 588 m ü. M. unterhalb des Monte Lema am Südosthang des Motto Croce die Exklave Bombinasco.
Geschichte[Bearbeiten]
Im Jahr 1196 wird das Dorf erstmals als Coira schriftlich erwähnt, später (1298) erscheint es als Cuyri. Im Jahr 1352 wird eine dem heiligen Petrus geweihte Kirche erwähnt. Um Bombinasco, einen Weiler zwischen Astano, Bedigliora und Sessa TI, stritten sich die Gemeinden Curio und Bedigliora lange; 1850 wurde er endgültig zu Curio geschlagen. Die heutige Dorfkirche stammt aus dem Jahr 1609.<ref>Bernardino Croci Maspoli: Curio. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 17. Februar 2023.</ref><ref>Bombinasco auf biblio.unibe.ch/digibern/hist_bibliog_lexikon_schweiz (abgerufen am 27. Juni 2017).</ref>
Am 4. November 2014 ereignete sich in der Gemeinde Curio ein schwerer Erdrutsch vom Malcantone, bei dem zwei Menschen starben.<ref>Erdrutsch tötet Mutter und dreijährige Tochter. In: 20min.ch/schweiz/news/story, abgerufen am 13. Juli 2024.</ref> Die Landstrasse nach Bombinasco (Fraktion der Gemeinde Curio) wurde darauf zwischen Astano und Banco gesperrt.
Am 26. November 2023 wurde in einer konsultativen Volksabstimmung der Vorschlag angenommen, mit den Nachbargemeinden Astano, Bedigliora, Miglieglia und Novaggio zur neuen Gemeinde Lema zu fusionieren und damit die 20 Jahre zuvor abgelehnte Idee wieder aufzugreifen.<ref>Medio Malcantone Lema, «i cittadini ci hanno dato fiducia» auf cdt.ch (italienisch)</ref> Die Fusion wurde am 6. April 2025 vollzogen.
Curio und Bombinasco bilden zusammen nach wie vor eine eigenständige Bürgergemeinde.<ref>Patriziato di Curio-Bombinasco. In: Elenco patriziati. Repubblica e Cantone Ticino, Bellinzona, abgerufen am 30. August 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Bevölkerung[Bearbeiten]
Verkehr[Bearbeiten]
Das Dorf liegt an einer Nebenstrasse zwischen Novaggio und Pura. Diese führt über Pura nach Caslano am Luganersee, wo sie in die Hauptstrasse 398 einmündet. Oberhalb von Curio zweigt eine Nebenstrasse ab, die über Banco zum Weiler Bombinasco führt. Eine weitere Nebenstrasse verbindet Curio mit Bedigliora.
Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]
Das Dorfbild ist im Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS) als schützenswertes Ortsbild der Schweiz von nationaler Bedeutung eingestuft.<ref>Curio. In: Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz von nationaler Bedeutung ISOS. Bundesamt für Kultur BAK, 2005, abgerufen am 7. April 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
- Pfarrkirche San Pietro<ref name="Martinoli">Simona Martinoli und andere: Guida d’arte della Svizzera italiana. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, ISBN 978-88-7713-482-0, S. 390–409.</ref>
- In der Pfarrkirche San Pietro: Gemälde des Patrons und Reliquienschrein<ref name="Martinoli" />
- Wallfahrtskapelle Madonna della Morella mit Fresko im Innern: Madonna und Heilige Lucia und Caterina, 1597 gemalt von Domenico Banchini aus Curio<ref name="Martinoli" />
- Ehemalige Zeichenschule (heute «Museo del Malcantone»), Architekt: Luigi Fontana (1812–1877) aus Muggio; das Museum wurde 1989 eröffnet und befindet sich in einem neoklassizistischen Gebäude aus dem Jahre 1853. Es befasst sich mit der Kultur und Geschichte des Malcantone.<ref name="Martinoli" /><ref>Website des Museo del Malcantone. In: museodelmalcantone.ch, abgerufen am 13. Juli 2024 (mit Fotos).</ref> Am 10. September 1854 fand die Einweihung des Gebäudes statt.
- In der Kirche della Santissima Trinità im Ortsteil Bombinasco: Paliotto in Stuckmarmor#Scagliola<ref name="Martinoli" />
Sport[Bearbeiten]
- Associazione Calcistica Lema<ref>Associazione Calcistica Lema. In: matchcenter-ftc.football.ch, abgerufen am 13. Juli 2024 (mit Foto).</ref>
Persönlichkeiten[Bearbeiten]
Wappen[Bearbeiten]
Das Dorf Curio hat im Wappen einen Wolfskopf. Die Legende besagt, dass im Jahr 1885 ein Wolf das Dorf terrorisiert habe. Die Bewohner beschlossen, ihn zu jagen. Aber da brach ein Brand in einem Haus aus, in dem ein Kleinkind schlief. Aus dem brennenden Haus habe der Wolf das Kleinkind herausgetragen.
Bilder[Bearbeiten]
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Museo del Malcantone
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Madonna della Morella
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Madonna della Morella, Innenansicht
Literatur[Bearbeiten]
- Ernesto W. Alther, Ermanno Medici: Curio e Bombinasco dagli albori. Armando Dadò Editore, Locarno 1993.
- Virgilio Chiesa: Curio. In: Lineamenti storici del Malcantone. Tipografia Gaggini-Bizzozero, Lugano 1961.
- Bernardino Croci Maspoli: Curio. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 17. Februar 2023.
- Renato Giovannoli: Il Vello d’Oro e il mistero di Garavee. In: Giornale del Popolo. 20. August 2011, S. 22–23.
- Luigi G. Herz: Di lasco e di bolina. Una disputa medico-farmacologica sul «solfato indigeno febbrifugo», tra Lombardia e Ticino, 1846–1848. In: Archivio Storico Ticinese. Nr. 147. Casagrande, Bellinzona 2010.
- Simona Martinoli und andere: Guida d’arte della Svizzera italiana. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, ISBN 978-88-7713-482-0, S. 390–409.
- Ermanno Medici: Curio. Note di storia. Florenz 1960.
- Nicola Navone (Hrsg.): Dalle rive della Neva. Epistolari di tre famiglie di costruttori nella Russia degli zar. Mendrisio Academy Press, Mendrisio 2009.
- Giovanni Maria Staffieri: Curio. In: Malcantone. Testimonianze culturali nei comuni malcantonesi. Lugano-Agno 1985, S. 32–35, 37, 61.
- Celestino Trezzini: Curio. In: Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz. Band 2: Basel – Egnach. Attinger, Neuenburg 1924, S. 654 (Digitalisat).
Weblinks[Bearbeiten]
- Curio TI auf der Plattform ETHorama
- Amt für Statistik des Kantons Tessin: Curio (italienisch)
- Vorlage:ISOS
- Curio: Kulturgüterinventar des Kantons Tessin
- Website des Museums des Malcantone
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references responsive />
Caslano | Magliaso | Neggio | Pura
Ehemalige Gemeinden: Curio | Ponte Tresa
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