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Cuspidaria

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Cuspidaria
Datei:Flickr - João de Deus Medeiros - Cuspidaria floribunda.jpg

Cuspidaria floribunda

Systematik
Kerneudikotyledonen
Asteriden
Euasteriden I
Ordnung: Lippenblütlerartige (Lamiales)
Familie: Trompetenbaumgewächse (Bignoniaceae)
Gattung: Cuspidaria
Wissenschaftlicher Name
Cuspidaria
DC.

Cuspidaria ist eine Pflanzengattung, die zur Familie der Trompetenbaumgewächse (Bignoniaceae) gehört. Die etwa 19 Arten sind von Mexiko bis nach Argentinien und Paraguay verbreitet; das Zentrum der Artenvielfalt ist Brasilien.<ref name="WCSP" />

Beschreibung[Bearbeiten]

Datei:Cuspidaria sceptrum — João de Deus Medeiros 001.jpg
Zygomorphe Blüte im Detail von Cuspidaria sceptrum

Vegetative Merkmale[Bearbeiten]

Arten der Gattung Cuspidaria sind Lianen, die in der Jugend keine abweichende Wuchsform aufweisen und nicht stark riechend sind. Die Stängel weisen im Querschnitt vier Phloem-Keile auf, das Mark ist fest. Die Zweige sind zylindrisch, behaart und spärlich mit Korkporen versehen. Zwischen den Blattstielen stehen Drüsen, eine Rinne zwischen den Blattstielen ist unterbrochen oder kann gelegentlich auch fehlen. Die Epidermis schält sich nicht ab. Die Vorblätter der achselständigen Knospen sind winzig, dreieckig und drüsenlos.<ref name="Lohmann14" />

Die Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die Blattspreite ist einfach oder in zwei bis drei Teilblätter geteilt, nur in der Art Cuspidaria inaequalis sind sie biternat (doppelt dreifach) geteilt. Das vordere Teilblatt ist oftmals durch eine einfache Ranke ersetzt, die weder klebende Haltepunkte noch eine hakenförmige Spitze besitzt. In den Verzweigungen der Blattadern der Teilblätter stehen Gruppen von Drüsen, diese können auch spärlich auf der restlichen Blattspreite zu finden sein. Durchscheinende Punkte fehlen auf den Blattspreiten, Domatien können vorhanden sein. Die Stielchen der Teilblätter sind nicht gewinkelt. Die Blattstiele sind zylindrisch, nie in eine Ranke umgebildet und nicht gewinkelt.<ref name="Lohmann14" />

Blüten[Bearbeiten]

Die Blüten sind fünfzählig und zygomorph mit doppelter Blütenhülle. Der Kelch ist becherförmig, häutig und mit fünf kurzen Kelchlappen, Spitzen oder Borsten besetzt. Die Außenseite der Kelchblätter ist fein oder feinfilzig behaart, entlang der Ränder finden sich Gruppen von Drüsen. Die Krone ist magenta, pink oder rot gefärbt, meist trichterförmig mit gerader Kronröhre, nur bei Cuspidaria cinera ist die gesamte Krone röhrenförmig. Saftmale fehlen, die Außenseite ist unbehaart, nur bei Cuspidaria cinera ist sie feinfilzig behaart. Die fünf Kronlappen überdecken sich dachziegelartig.<ref name="Lohmann14" />

Die vier Staubblätter stehen nicht über die Krone hinaus, sie besitzen deutlich ausgeprägte Staubfäden. Die Staubbeutel sind unbehaart, die Theken sind vorwärts gebogen. Die Pollenkörner treten in Tetraden auf, sind kolpat, ihr Exine ist psilat (ohne Ornamentation). Der Fruchtknoten ist aufsitzend, glatt und an der Außenseite fein geschuppt. Die Samenanlagen stehen in zwei Reihen an jeder Plazenta. Die Narbe ist rhombisch und unbehaart. Der Blütenboden ist kreisförmig.<ref name="Lohmann14" />

Früchte und Samen[Bearbeiten]

Die zweifächerigen Kapselfrüchte sind linealisch, flach, gerade und ledrig. Die Fruchtschale ist feinflaumig behaart, mit Korkzellen besetzt, aber drüsenlos. Die Früchte können geflügelt sein, sind meist glatt, häufig ist aber die Mittelrippe in zwei längs verlaufende Rinnen umgebildet. Der Kelch ist nicht an der Frucht beständig. Die Samen sind glatt und unbehaart, mit durchscheinenden, linealischen Flügeln versehen.<ref name="Lohmann14" />

Standorte[Bearbeiten]

Die Cuspidaria-Arten wachsen in feuchten bis trockenen Wäldern und der Cerrado-Vegetation.<ref name="Lohmann14" />

Datei:Arrabidaea pulchra 2 João de Deus Medeiros.jpg
Blütenstand von Cuspidaria pulchra
Datei:Cuspidaria sceptrum.jpg
Zweig mit Laubblättern und Blütenstand von Cuspidaria sceptrum
Datei:Cuspidaria sceptrum — João de Deus Medeiros 002.jpg
Cuspidaria sceptrum

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Die Gattung Cuspidaria wurde 1838 durch Augustin-Pyrame de Candolle in Bibliothèque Universelle de Genève, Serie 2, Band 17, Seite 125 aufgestellt. Die Typusart ist Cuspidaria pterocarpa Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Cham.) DC.<ref name="Tropicos" /> Synonyme für Cuspidaria Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.DC. nom. cons. sind: Blepharitheca Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Pichon, Cremastus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Miers, Lochmocydia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Mart. ex DC., Nouletia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Endl., Saldanhaea Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Bureau nom. illeg., Setilobus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Baill., Tetrastichella Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Pichon.<ref name="WCSP" />

Die Cuspidaria-Arten sind in der Neotropis von Mexiko bis nach Brasilien, Argentinien und Paraguay verbreitet.<ref name="Lohmann14" />

Seit Lohmann et al. 2014 gibt es in der Gattung Cuspidaria 19 Arten:<ref name="Lohmann14" /><ref name="WCSP" />

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="Tropicos"> Cuspidaria bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum</ref> <ref name="IPCN"> Cuspidaria bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum</ref> <ref name="WCSP"> Vorlage:WCSP </ref> <ref name="Lohmann14"> Lúcia G. Lohmann, Charlotte M. Taylor: A New Generic Classification of Tribe Bignonieae (Bignoniaceae). In: Annals of the Missouri Botanical Garden, Band 99, Nummer 3, 2014. S. 348–489. doi:10.3417/2003187</ref> </references>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Cuspidaria – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien