Bundesliga (Ligaverband)
| Bundesliga e. V. | |
|---|---|
| Rechtsform | eingetragener Verein |
| Gründung | 18. Dezember 2000 |
| Sitz | Frankfurt am Main |
| Leitung | Hans-Joachim Watzke (Präsident) |
Der Bundesliga e. V. (2000–2016: Die Liga – Fußballverband e. V., 2016–2026: DFL Deutsche Fußball Liga e. V.) ist der Zusammenschluss der in den deutschen Profifußballligen Bundesliga und 2. Bundesliga vertretenen Vereine und Kapitalgesellschaften, der deren eigenständige Interessenvertretung vor allem gegenüber dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) darstellt, in diesem aber auch Mitglied ist und vier stimmberechtigte Mitglieder im DFB-Präsidium, davon einen Vizepräsidenten stellt.
Seit dem 1. Juli 2001 organisiert und vermarktet die Bundesliga-Gruppe GmbH (2001–2026: DFL Deutsche Fußball Liga GmbH, kurz DFL) als hundertprozentige Tochter des Vereins die Bundesliga und die 2. Bundesliga sowie seit 2012 die Virtual Bundesliga (VBL) als E-Sport-Liga.
Das Pendant für den Frauenfußball soll der im Dezember 2025 gegründete Frauen-Bundesliga FBL e. V. werden.
Geschichte[Bearbeiten]
Gründung und Aufbau[Bearbeiten]
Am 18. Dezember 2000 gründeten die 36 Vereine und Kapitalgesellschaften der Bundesliga und 2. Bundesliga mit dem Die Liga – Fußballverband e. V. einen Ligaverband, der seitdem für den Profifußball in Deutschland verantwortlich zeichnet.<ref>25 Jahre Ligaverband: „Eine wegweisende, weitsichtige Entscheidung“. Bundesliga-Gruppe GmbH, 18. Dezember 2025, abgerufen am 5. August 2026.</ref><ref>Struktur Bundesliga e. V. Bundesliga-Gruppe GmbH, abgerufen am 5. August 2026.</ref> Dieser ist deren eigenständige Interessenvertretung vor allem gegenüber dem Deutschen Fußball-Bund (DFB), in diesem aber auch Mitglied, und stellt vier stimmberechtigte Mitglieder im DFB-Präsidium, davon einen Vizepräsidenten.<ref>Präsidium des DFB. Deutscher Fußball-Bund, abgerufen am 5. August 2026.</ref> Zur Wahrnehmung des operativen Geschäfts wurde am 9. April 2001 im Handelsregister am Amtsgericht Frankfurt am Main die hundertprozentige Tochtergesellschaft DFL Deutsche Fußball Liga GmbH eingetragen.<ref name="Historie" /> Diese nahm zum 1. Juli 2001 den Betrieb auf und übernahm die Organisation und Vermarktung der Bundesliga und 2. Bundesliga sowie seit 2012 der Virtual Bundesliga (VBL) als E-Sport-Liga.<ref name="Struktur Bundesliga-Gruppe">Struktur Bundesliga-Gruppe. Bundesliga-Gruppe GmbH, abgerufen am 5. August 2026.</ref><ref name="Satzung Bundesliga-Gruppe GmbH">Satzung Bundesliga-Gruppe GmbH. (PDF) Bundesliga-Gruppe GmbH, 1. Juli 2026, abgerufen am 5. August 2026.</ref>
Im Laufe der Jahre dominierte die Bezeichnung der Tochterfirma DFL, die ab 24. August 2016 schließlich auch für den Ligaverband übernommen wurde.<ref>Struktur Bundesliga e.V. Bundesliga-Gruppe GmbH, abgerufen am 17. August 2026.</ref><ref name="Historie">Erfolgsstory mit Anlauf: Die Historie von Ligaverband und -organisation. Bundesliga-Gruppe GmbH, abgerufen am 5. August 2026.</ref>
Geplanter Investoreneinstieg[Bearbeiten]
Im Dezember 2023 beschloss die DFL in einer geheimen Abstimmung mit der erforderlichen Zweidrittel-Mehrheit (24 von 36 Vertretern der Vereine stimmten dafür) eine Investoren-Beteiligung mit 900 Millionen bis 1 Milliarde Euro für 20 Jahre. Von ursprünglich vier Interessenten aus dem Private-Equity-Bereich (Advent, Blackstone, CVC und EQT)<ref>Vladimir Milutinovic: DFL-Investor: Nur noch zwei Interessenten übrig. kicker, 17. Januar 2024, abgerufen am 17. Januar 2024.</ref> verblieb nach mehreren Rückzügen nur noch CVC.<ref>Jona Spreter, Oliver Fritsch, Lea-Katharina Krause, Reuters: Blackstone: Investor verlässt Bieterverfahren um Bundesligamedienrechte. In: Die Zeit. 13. Februar 2024, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 15. Februar 2024]).</ref> Für die Dauer der Beteiligung sollte der Investor an den Einnahmen der DFL aus Medienrechten beteiligt werden. Die hierfür erhaltene Summe sollte (neben einer teilweisen Kompensation der Vereine für die geringeren Medienerlöse in den ersten Jahren der Beteiligung) unter anderem zum Voranbringen der Digitalisierung und zur Vermarktung im Ausland verwendet werden.<ref>Chaled Nahar, Marcus Bark: Investor steigt ein | Eine Milliarde Euro - was die DFL mit dem Geld plant. Sportschau, 11. Dezember 2023, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 14. November 2025.</ref>
Der geplante Investoreneinstieg sorgte für massiven und anhaltenden Protest bei Fangruppierungen, der sich im Werfen von Gegenständen wie Schokotalern und Tennisbällen auf das Spielfeld äußerte und teils zu längeren Unterbrechungen der Spiele führte.<ref>Iven Yorick Fenker: Fußballfans protestieren erneut gegen Investor-Einstieg in DFL. Die Zeit, 10. Februar 2024, abgerufen am 10. Februar 2024.</ref> Im Mittelpunkt der Kritik stand der Vorwurf, dass die exakte Zweidrittelmehrheit bei der geheimen Abstimmung dadurch entstanden sei, dass Martin Kind von Hannover 96 entgegen der Weisung seines eigenen Vereins abgestimmt habe, was einen Verstoß gegen die 50+1-Regel darstelle. Die DFL habe, so der Vorwurf des Vereins Hannover 96, im Vorfeld der Abstimmung von Kinds beabsichtigtem Weisungsverstoß gewusst und die Abstimmungsmodalitäten vorsätzlich so gestaltet, dass dieser nicht öffentlich bekannt würde.<ref>Öffentliche Stellungnahme des Hannoverschen Sportvereins von 1896 e. V. Hannover 96, 15. Februar 2024, abgerufen am 16. Februar 2024.</ref><ref>Benni Hofmann: Hannover 96 e. V. erhebt Vorwürfe gegen DFL. kicker, 15. Februar 2024, abgerufen am 16. Februar 2024.</ref> Die DFL wies diese Vorwürfe zurück.<ref>DFL weist Vorwürfe der Führung von Hannover 96 e. V. zurück. NDR, 17. Februar 2024, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 11. Februar 2025.</ref> Mehrere Vereine, darunter Hannover 96, forderten eine erneute Abstimmung.<ref>DFL-Investor: 96-Vorstand und andere Clubs fordern neue Abstimmung. NDR, 9. Februar 2024, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 2. November 2024.</ref>
Am 21. Februar 2024 gab das Präsidium bekannt, dass die Pläne nach massiven Fanprotesten nicht weiter verfolgt würden.<ref>Nach Fan-Protesten: DFL lässt Pläne für Investoren-Einstieg fallen. tagesschau.de, 21. Februar 2024, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 9. Februar 2026.</ref>
Einheitliche Marke Bundesliga[Bearbeiten]
Zum 1. Juli 2026 erfolgte eine erneute Umbenennung in Bundesliga e. V., um mit den Ligen unter einer einheitlichen Marke auftreten zu können. In diesem Zuge wurde auch die GmbH in Bundesliga-Gruppe GmbH umbenannt.<ref name="Umbenennung">Aus DFL wird Bundesliga. Bundesliga-Gruppe GmbH, 1. Juli 2026, abgerufen am 1. Juli 2026.</ref><ref>Jörn Petersen: DFL benennt sich in Bundesliga um. kicker, 3. März 2026, abgerufen am 3. März 2026.</ref>
Rechtliches[Bearbeiten]
Der Interessensverein ist seit 2001 ordentliches Mitglied des DFB. Die Beziehungen zwischen DFB und Bundesliga e. V. (Ligaverband) sowie dessen gemeinsame Geschäftstätigkeit mit dem Tochterunternehmen Bundesliga-Gruppe GmbH wurde in folgenden Rechtsdokumenten geregelt:
- Satzung des DFB
- Grundlagenvertrag zwischen DFB und Bundesliga e. V.
- Satzung des Bundesliga e. V.<ref name="Satzung Bundesliga e. V.">Satzung Bundesliga e. V. (PDF) Bundesliga-Gruppe GmbH, 1. Juli 2026, abgerufen am 5. August 2026.</ref>
- Satzung der Bundesliga-Gruppe GmbH<ref name="Satzung Bundesliga-Gruppe GmbH" />
Da DFB und der Bundesliga e. V. die Wettbewerbe der Bundesliga gemeinsam veranstalten, gilt seit Beginn der Saison 2004/05 ein Grundlagenvertrag, der die Rechte und Pflichten beider Parteien bestimmt. Insbesondere gewährt er dem Bundesliga e. V. das Recht, die dem DFB gehörenden Vereinseinrichtungen Bundesliga und 2. Bundesliga zu organisieren. Darüber hinaus spricht er dem Verein die vollständigen Vermarktungsrechte an den Bundesligen zu. Nicht im Grundlagenvertrag geregelt sind die Wettbewerbe, die vom Bundesliga e. V. autonom ausgerichtet werden können (wie der vormalige DFL-Ligapokal und der vormalige DFB-Hallenpokal).
Darüber hinaus beinhaltet der Grundlagenvertrag konkrete Festlegungen zu Anstoßzeiten und Übertragung der Zusammenfassungen im Free-TV. Der Grundlagenvertrag konnte sowohl vom DFB als auch dem Ligaverband erstmals 2012 gekündigt werden und verlängert sich ansonsten um drei Jahre. 2013 und 2017 wurden jeweils neue Fassungen des Vertrags verabschiedet, wobei der ehemalige DFB-Präsident Theo Zwanziger 2017 harsche Kritik an der sehr niedrigen Deckelung der Pachtbeteiligung des DFB und des Amateurfußballs an den Fernseh- und Ticket-Erlösen der Vereine der DFL übte, eine Maßnahme, die 2009 als zeitweilige Unterstützung in einer unsicheren Lage gedacht gewesen sei.<ref>Benni Hofmann: Grundlagenvertrag erhitzt die Gemüter | Zwanziger: 30 Millionen Euro fehlen den Amateuren. kicker, 4. Mai 2017, abgerufen am 18. März 2020.</ref> Dennoch stimmte der DFB-Bundestag nach 2016 auch 2017 noch einmal einstimmig dem Vertrag zu, der bis 2023 galt.<ref>DFB bestätigt Grundlagenvertrag. Die Zeit, 8. Dezember 2017, abgerufen am 18. März 2020.</ref> Im Juni 2023 einigten sich DFB und DFL auf einen neuen Grundlagenvertrag mit Laufzeit bis zum 30. Juni 2029.<ref>DFL und DFB einigen sich auf neuen Grundlagenvertrag bis 2029. DFL Deutsche Fußball Liga GmbH, 23. Juni 2023, abgerufen am 22. Juli 2025.</ref>
Außerdem gibt es die 2008 gegründete Bundesliga Stiftung (2017–2026: DFL Stiftung), die sich als Dach der sozialen Aktivitäten der Profiklubs versteht.
Bundesliga-Gruppe GmbH[Bearbeiten]
| Bundesliga-Gruppe GmbH | |
|---|---|
| Rechtsform | Gesellschaft mit beschränkter Haftung |
| Gründung | 9. April 2001<ref name="Historie" /> |
| Sitz | Frankfurt am Main |
| Leitung | Marc Lenz und Steffen Merkel (Vorsitzende der Geschäftsführung) Hans-Joachim Watzke (Aufsichtsratsvorsitzender) |
| Mitarbeiterzahl | 307 |
| Umsatz | 113,64 Mio. Euro (Konzern) |
| Website | bundesliga-gruppe.de |
| Stand: 8. Dezember 2022 | |
Zur Wahrnehmung des operativen Geschäfts besteht die Bundesliga-Gruppe GmbH (2001–2016: DFL Deutsche Fußball Liga GmbH), die seit 1. Juli 2001 die Organisation und Vermarktung der Bundesliga und 2. Bundesliga übernimmt. Seit der Gründung ist der einzige Gesellschafter der GmbH der Verein Bundesliga e. V., der das Stammkapital in Höhe von 1 Million Euro erbracht hat.<ref>Amtsgericht Frankfurt am Main, HRB 52086: Liste der Gesellschafter der DFL Deutsche Fußball Liga GmbH. Dokument vom 21. Oktober 2020</ref><ref name="Satzung Bundesliga-Gruppe GmbH" />
Aufgaben[Bearbeiten]
Die GmbH selbst unterteilt ihr operatives Geschäft in die Bereiche Spielbetrieb, Lizenzierung und Vermarktung. Zum Geschäftsbereich „Spielbetrieb“ gehören insbesondere die Leitung des Spielbetriebs der Lizenzligen und die Durchführung der weiteren Wettbewerbe des Bundesliga e. V.
Der Geschäftsbereich „Vermarktung“ umfasst die Vergabe der Übertragungsrechte für die Lizenzligen in Fernsehen, Hörfunk und Internet. Der dritte Geschäftsbereich („Lizenzierung“) besteht in einer Umsetzung und Weiterentwicklung des früheren DFB-Lizenzierungsverfahrens. Die DFL wendet das Verfahren für die Klubs der Bundesliga und der 2. Bundesliga an. Dabei überprüft die Liga mittels des von den Bundesliga e. V.-Mitgliedern gewählten Lizenzierungsausschusses, inwiefern die einzelnen Klubs die Anforderungen zur Teilnahme an einem Profi-Fußball-Wettbewerb erfüllen. Zum Anforderungskatalog gehören sportliche, finanzielle, rechtliche, infrastrukturelle, personelle, administrative, medientechnische und sicherheitstechnische Kriterien. Größte Bedeutung hat dabei das finanzielle Kriterium der Liquidität; dadurch soll sichergestellt sein, dass alle Klubs der jeweiligen Liga über eine bis zum Saisonende ausreichende Liquidität verfügen, um den Spielbetrieb solange aufrechterhalten zu können.
Mit 23 weiteren nationalen Profiliga-Verbänden ist die Bundesliga Gründungsmitglied des im Februar 2016 in Zürich gegründeten World Leagues Forum, dessen Ziel es unter anderem ist, die Interessen der Profiligen zentral zu bündeln und deren gemeinsame Ansichten vor dem Weltverband FIFA sowie weiteren Institutionen aus Sport und Politik zu vertreten.<ref>Zusammenschluss der Top-Ligen | WLF macht der Fifa Konkurrenz. Der Spiegel (online), 25. Februar 2016, abgerufen am 5. August 2026.</ref>
Tochterfirmen[Bearbeiten]
Zur Bundesliga-Gruppe GmbH gehören folgende Tochterunternehmen:<ref>Tochtergesellschaften der Bundesliga-Gruppe GmbH. Bundesliga-Gruppe GmbH, abgerufen am 5. August 2026.</ref>
- Bundesliga Media GmbH
- Sportcast GmbH
- Das hundertprozentige Tochterunternehmen Sportcast GmbH mit Sitz in Köln produziert seit der Saison 2006/07 die Bilder von allen Spielen der Bundesliga und der 2. Bundesliga sowie seit der Saison 2008/09 von allen Partien im DFB-Pokal.<ref>Sportcast. Bundesliga-Gruppe GmbH, abgerufen am 5. August 2026.</ref> Die Sportcast GmbH hält 35 % der Anteile an der TVN LIVE PRODUCTION GmbH, einem TV-Produktionsdienstleister.<ref>Amtsgericht Hannover, HRB 204483: Liste der Gesellschafter der TVN LIVE PRODUCTION GmbH. Dokument vom 9. Dezember 2021</ref>
- Sportec Solutions AG (zu 49 %)
- Liga Travel GmbH (zu 51 %)
Die Bundesliga-Gruppe GmbH ist zudem mit 49 % an der DFB Schiri GmbH beteiligt.<ref>Amtsgericht Frankfurt am Main, HRB 125154: Liste der Gesellschafter der DFB Schiri GmbH. Dokument vom 23. Januar 2023</ref>
Organe[Bearbeiten]
Bis zum Jahr 2019 hatte der DFL Deutsche Fußball Liga e. V. einen Präsidenten, der zugleich dem Aufsichtsrat der DFL Deutsche Fußball Liga GmbH vorstand und dem Präsidium und Vorstand des DFB angehörte, um dort neben den Amateurvertretern die Interessen des Profifußballs zu vertreten. Erster Präsident des Ligaverbandes war bis zu seinem Tod im Januar 2007 Werner Hackmann aus dem Vorstand des HSV. Anschließend hatte Wolfgang Holzhäuser von Bayer 04 Leverkusen das Amt kommissarisch bis August 2007 inne. Dann wurde Reinhard Rauball von Borussia Dortmund zum Präsidenten des Ligaverbands (der sich in seiner Amtszeit umbenannte) gewählt und übte das Amt zwölf Jahre bis August 2019 als letzter DFL-Präsident aus. An seine Stelle war infolge einer Organisationsreform, die auf seinen Abschied hin umgesetzt wurde, der Geschäftsführer der DFL GmbH Christian Seifert als Sprecher des Präsidiums des DFL e. V. getreten, der den Profifußball nun auch als Vizepräsident im DFB vertrat. Die Rolle des Aufsichtsratsvorsitzenden übernahm nun der stellvertretende Präsidiumssprecher und bisherige Vizepräsident Peter Peters als ranghöchster Vereinsvertreter nach Seifert. Rauball wurde wie zuvor auch Werner Hackmann von der DFL-Generalversammlung zum Ehrenpräsidenten der DFL gewählt. Vom 1. Januar 2022 bis zu ihrer vorzeitigen Ablösung am 7. Dezember 2022 übernahm Donata Hopfen den Vorsitz der Geschäftsführung der DFL GmbH und wurde satzungsgemäß auch Sprecherin des Präsidiums des DFL e. V. Am 8. Dezember gab die DFL bekannt, dass Axel Hellmann (Vorstand Eintracht Frankfurt) und Oliver Leki (Vorstand SC Freiburg) bis zum 30. Juni 2023 interimsmäßig gemeinsam zu Geschäftsführern bestellt wurden.<ref>Axel Hellmann und Oliver Leki zu Geschäftsführern der DFL Deutsche Fußball Liga bestellt. DFL Deutsche Fußball Liga GmbH, 8. Dezember 2022, abgerufen am 8. Dezember 2022.</ref> Zum 1. Juli 2023 wurden Marc Lenz und Steffen Merkel zu gemeinsamen Geschäftsführern der DFL GmbH bestellt.<ref>Dr. Marc Lenz und Dr. Steffen Merkel zu Geschäftsführern der DFL GmbH bestellt. DFL Deutsche Fußball Liga GmbH, 8. Juni 2023, abgerufen am 9. Juni 2023.</ref> Sprecher des Präsidiums des DFL e. V. wurde Hans-Joachim Watzke von Borussia Dortmund. Im Zuge einer größeren Organisationsreform und anschließender Umfirmierung zum Bundesliga e. V. wurde die Position des Sprechers des Präsidiums wieder in Präsident umbenannt. Das Amt wurde nach der Umfirmierung weiterhin von Watzke ausgeübt, ebenso behielten Lenz und Merkel ihr Amt als Geschäftsführer der GmbH.<ref name="Umbenennung" />
Verein[Bearbeiten]
Organe des Bundesliga e. V. sind das Präsidium, die Mitgliederversammlung und der Lizenzierungsausschuss.<ref name="Satzung Bundesliga e. V." />
| Name | Funktion |
|---|---|
| Hans-Joachim Watzke | Präsident |
| Oliver Leki | 1. Vizepräsident |
| Oke Göttlich | 2. Vizepräsident |
| Jan-Christian Dreesen | Mitglied |
| Axel Hellmann | Mitglied |
| Marc Lenz | Mitglied |
| Steffen Merkel | Mitglied |
| Steffen Schneekloth | Mitglied |
| Holger Schwiewagner | Mitglied |
| Zeitraum | Name |
|---|---|
| 2001–2007 | Werner Hackmann |
| 2007 (kommissarisch) | Wolfgang Holzhäuser |
| 2007–2019 | Reinhard Rauball |
| 2019–2021 | Christian Seifert |
| 2022 | Donata Hopfen |
| seit 2022 | Hans-Joachim Watzke |
GmbH[Bearbeiten]
Organe der Bundesliga-Gruppe GmbH sind die Geschäftsführer, der Aufsichtsrat und die Gesellschafterversammlung.<ref name="Satzung Bundesliga-Gruppe GmbH" />
Geschäftsführung[Bearbeiten]
| Name | seit | Funktion |
|---|---|---|
| Geschäftsführung | ||
| Marc Lenz | 2023 | Geschäftsführer |
| Steffen Merkel | 2023 | Geschäftsführer |
| Geschäftsleitung | ||
| Jörg Degenhart | 2010 | Direktor Finanzen, IT und Organisation |
| Jürgen Paepke | 2015 | Direktor Recht |
| Philip Sagioglou | 2025 | Direktor Kommunikation & Unternehmensentwicklung |
| Benjamin Schmedes | 2026 | Sportdirektor der Bundesliga |
Aufsichtsrat[Bearbeiten]
| Name | Funktion |
|---|---|
| Hans-Joachim Watzke | Vorsitzender |
| Oliver Leki | stv. Vorsitzender |
| Anne Baumann | Mitglied |
| Fernando Carro | Mitglied |
| Ralf Huschen | Mitglied |
| Eric Huwer | Mitglied |
Auszeichnungen[Bearbeiten]
Der Ehrenpreis der Bundesliga (zwischenzeitlich auch Ehrenpreis der DFL) stellt seit 2007 eine Anerkennung für besondere und herausragende Leistungen rund um den deutschen Profifußball dar. Bisherige Preisträger (Stand 2026): Heribert Bruchhagen, Karl-Heinz Heimann (posthum), Jupp Heynckes, Ottmar Hitzfeld, Uli Hoeneß, Horst Hrubesch, Karl-Heinz Körbel, Udo Lattek, Lothar Matthäus, Tim Meyer, Wolfgang Overath, Claudio Pizarro, Fritz Pleitgen, Otto Rehhagel, Uwe Seeler, Rudi Völler.<ref>Ehrenpreisträger. Bundesliga-Gruppe GmbH, abgerufen am 17. August 2026.</ref>
Der Bundesliga Rookie Award ist eine Auszeichnung, mit der die Bundesliga seit der Saison 2016/17 monatlich den besten jungen Bundesliga-Spieler kürt.
Der Spieler des Monats (POTM) ist eine offizielle Auszeichnung der Bundesliga, die von der Bundesliga GmbH in Kooperation mit dem nordamerikanischen Videospielentwickler und -publisher EA Sports vergeben wird. Der Preis wurde erstmals für den September 2018 vergeben.
Kritik[Bearbeiten]
Im Januar 2018 gab die DFL eine offizielle Partnerschaft mit dem maltesischen Wettanbieter Tipico bekannt. Dies wurde von der Antikorruptionsorganisation Transparency International Deutschland kritisiert. Sowohl DFL als auch DFB engagierten sich nicht ausreichend gegen Spielsucht und wettbezogene Korruption. Transparency International forderte unter anderem ein Wettverbot für aktive Spieler sowie mehr Engagement in der Präventionsarbeit gegen Spielmanipulationen. Ebenso wurde die Partnerschaft angesichts der unklaren Rechtslage des Glücksspiels in Deutschland grundsätzlich kritisiert.<ref>Transparency Deutschland fordert von der DFL gesellschaftliche Verantwortung beim Thema Sportwetten. In: transparency.de. 10. Januar 2018, abgerufen am 15. Juli 2018.</ref>
Auch organisierte Fangruppierungen wie die Ultras verschiedener Vereine der 1. und 2. Bundesliga üben regelmäßig Kritik an der DFL. Inhaltlich geht es unter anderem gegen häufig als fanunfreundlich empfundene, nicht traditionelle Anstoßzeiten oder gegen die zunehmende Vermarktung des professionellen Fußballs. Außerdem wird an der DFL kritisiert, dass sie die Interessen der übertragungsrechteinnehabenden Fernsehstationen über die Interessen der hiesigen Fußballfans stelle. Bei den Protestaktionen organisierter Fans wurden und werden stellenweise DFL und DFB inhaltlich gleichgesetzt oder verwechselt.<ref>Fan-Proteste gegen DFB und DFL - Verständnis und Kritik. In: sueddeutsche.de. /dpa/Süddeutsche Zeitung, 26. August 2018, abgerufen am 11. September 2020.</ref>
Weblinks[Bearbeiten]
- Website der Bundesliga-Gruppe
- Satzung des Ligaverbandes (Stand: 1. Juli 2026) (PDF, 327 kB)
- Satzung der Bundesliga-Gruppe GmbH (Stand: 1. Juli 2026) (PDF, 97 kB)
- Grundlagenvertrag zwischen DFB und Ligaverband (PDF, 42 kB)
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />