Europäischer Dachs
Vorlage:Hinweisbaustein <templatestyles src="Vorlage:Taxobox/styles.css" />
| Europäischer Dachs | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Datei:Badger-badger.jpg
Europäischer Dachs (Meles meles) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
| ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Meles meles | ||||||||||||
| (Linnaeus, 1758) |
Der Europäische Dachs (Meles meles) ist ein Raubtier aus der Familie der Marder und eine von vier Arten der Gattung Meles, die noch bis Anfang der 2000er Jahre in einer Art zusammengefasst waren.<ref name="wilsonetal">Don E. Wilson, DeeAnn M. Reeder et al.: Mammal Species of the World. A Taxonomic and Geographic Reference, 3. Auflage, Johns Hopkins University Press, Baltimore 2005, ISBN 978-0-8018-8221-0</ref><ref name="Abramov & Puzachenko">Alexei V. Abramov & Andrey Yu. Puzachenko: The taxonomic status of badgers (Mammalia, Mustelidae) from Southwest Asia based on cranial morphometrics, with the redescription of Meles canescens. Zootaxa 3681 (1): 044–058, Jun. 2013, doi:10.11646/zootaxa.3681.1.2</ref> Volkstümlich wird der Dachs auch – vor allem in der Fabel – als „Grimbart“ bezeichnet.
Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich über ganz Europa sowie ostwärts bis zur Wolga, zum Kaukasus und bis nach Afghanistan. Dachsen in anderen Gebieten Asiens, die lange als Unterarten geführt wurden, wird mittlerweile Artstatus zugewiesen. Der Dachs bewohnt meist hügelige, wald- und gehölzbestandene Landschaften, wo er seine umfangreichen Baue meist an Hängen anlegt. Er nutzt ein sehr breites Nahrungsspektrum, das je nach Jahreszeit mehr aus tierischer oder aus pflanzlicher Kost bestehen kann. Einen großen Anteil machen Regenwürmer aus, aber auch Insekten, Kleinsäuger, Feldfrüchte oder Beeren werden gefressen.
Beschreibung[Bearbeiten]
| 3 | · | 1 | · | 4 | · | 1 | = 38 |
| 3 | · | 1 | · | 4 | · | 2 |
Der Dachs ist ein kompakter, gedrungener Erdmarder mit einem schlanken Kopf, einer rüsselartigen Schnauze und kräftigen Grabpfoten. Die Kopf-Rumpf-Länge liegt zwischen 64 und 88 cm, die Schwanzlänge zwischen 11 und 18 cm. Die Gewichtsspanne reicht von 7 bis 14 kg, selten bis 17 kg. Äußerlich unterscheiden sich die Geschlechter nur geringfügig. Weibchen sind in der Regel kleiner, schlanker und leichter als Männchen. Letztere sind kräftiger gebaut; ihr Schädel ist breiter und oben stärker gerundet. Im Profil wirken die Schnauze stumpfer, der Kopf insgesamt kürzer und der Hals fülliger. Zudem ist der Schwanz oft dünner und mit weißen Haaren durchsetzt. Im Vergleich ist das Weibchen schlanker, trägt einen schmaleren, oberseits flacheren Kopf.<ref>Neal (1986), S. 29f, s. Literatur</ref>
Charakteristisch ist vor allem die schwarz-weiße Zeichnung des Kopfes. Dieser ist oberseits inklusive Lippen und Kinn überwiegend weiß. Schwarze Streifen ziehen von den Mundwinkeln beiderseits der Schnauze nach hinten, wobei sie sich verbreitern. So „maskieren“ sie die Augen, während die Ohren durch weiße Ränder auffallen. Im Nacken werden die Streifen heller und verlaufen in das silbrige Grau der Oberseite und der Flanken. Die Grannenhaare erreichen teils eine Länge bis 11 cm, an den Flanken bis 12 cm.
Die Flanken können einen strohgelben Farbton aufweisen. Die einzelnen Haare der Oberseite sind hell und nur auf dem hinteren Drittel dunkel gefärbt. Die komplette Unterseite einschließlich der Kehle und der Halsunterseite ist schwarzbraun, wobei der Bauch einen besonders bräunlichen Ton zeigt. Dort und in der Leistengegend ist der Haarwuchs dünn, so dass die Haut durchscheint. Im ersten Lebensjahr ist der Farbkontrast am deutlichsten; ältere Dachse werden zunehmend heller.
Die recht kleinen Augen zeigen eine dunkelbraune Iris und runde Pupillen. Die rüsselartige Nase ragt mindestens 1,5 cm über die Unterlippe hinaus. Die Vorderpfoten tragen lange, hornfarbene und abwärts gebogene Krallen, die zum Graben gut geeignet und doppelt so lang wie die der Hinterpfoten sind. Die Art ist kein reiner Sohlengänger. Beim Auftreten liegen nur die Fingerballen und der Handballen auf dem Boden auf, während der Handwurzelballen – ähnlich wie bei den Zehengängern – denselben nicht berührt.<ref>Lüps/Wandeler (1993), S. 889 sowie Neal (1986), S16, siehe Literatur</ref>
Der bis zu 154 mm lange Schädel des Dachses ist massig und schwer und zeigt einen bis zu 16 mm hohen Scheitelkamm. Mit Computertomografie vermaßen Veterinärmediziner von fünf erwachsenen Dachsen die Schädel. Deren Volumina ergaben als Mittelwert 61.831 mm³.<ref>Yesim Aslan Kanmaz, Baris C Güzel, Saime B Baygeldi, Meryem Karan: Three-dimensional modelling and morphometric analysis of skull of badger (Meles meles) with computed tomography images. In: Vet Med Sci 10, 2, 2024: e1360. PDF.</ref> Das Gebiss ist zum Schneiden und Zermahlen ausgelegt. Die Reißzähne der Brechschere sind wenig ausgeprägt. Die Zahnformel lautet I 3/3 – C 1/1 – P 4/4 M 1/2. Abweichungen von der üblichen Gesamtzahl von 38 Zähnen sind aber nicht ungewöhnlich, da oft die ersten Prämolaren nicht ausgebildet sind.
Wie bei allen Mustelidae finden sich bei dieser Art zwei Analbeutel und zudem zwischen Schwanzwurzel und Anus eine 2–6 cm tiefe und breite Analdrüse. Mit deren Sekret werden Territoriumsgrenzen und Material in Baunähe sowie Artgenossen markiert. So könnte über die Gruppenzugehörigkeit der Tiere informiert werden.
Weibchen besitzen im Allgemeinen drei Paar Zitzen, selten weniger oder mehr. In Gefangenschaft können Dachse bis zu 15 Jahre alt werden.<ref name="Pelztieratlas">Heinrich Dathe, Paul Schöps, unter Mitarbeit von elf Fachwissenschaftlern: Pelztieratlas. VEB Gustav Fischer Verlag Jena, 1986, S. 181</ref>
Verbreitung[Bearbeiten]
Das Verbreitungsgebiet des Europäischen Dachses reicht von den Britischen Inseln und der Iberischen Halbinsel ostwärts bis zur Wolga und zum Kaukasusvorland. Die Dachspopulationen südlich des Kaukasusvorlandes und Zentralasiens werden heute zum Transkaukasischen Dachs (M. canescens) gerechnet.<ref name="Abramov & Puzachenko" /> Vorkommenslücken gibt es in Europa auf einigen nördlicher gelegenen Britischen Inseln, den Westfriesischen Inseln, in Flandern und der italienischen Poebene. Die Nordgrenze des Areals reicht in Nordeuropa westlich der Ostsee bis etwa 65° N, östlich davon teils bis 66° N. Hier hat vermutlich zudem eine leichte Arealausdehnung nach Norden stattgefunden. Im Süden reicht die Verbreitung bis zum Mittelmeerraum, wo der Dachs auf den meisten Inseln mit Ausnahme der Balearen, Kreta und Rhodos fehlt.
Systematik[Bearbeiten]
Bis Ende der 1990er Jahre wurde der Dachs als einzige rezente Art der Gattung Meles angesehen. Neuere morphologische Untersuchungen des Baculums<ref>Alexei V. Abramov: Variation of the baculum structure of the Palearctic badger (Carnivora, Mustelidae, Meles), Russian Journal of Theriology 1/2002, S. 57–60, PDF</ref> und der Molaren<ref name="Abramov & Puzachenko" /><ref name="molaren">Gennady F. Baryshnikov, Andrey Yu. Puzachenko, Alexei V. Abramov: New analysis of variability of cheek teeth in Eurasian badgers (Carnivora, Mustelidae, Meles), Russian Journal of Theriology, 2002, 1 (2), S. 133–149</ref> sowie Untersuchungen der mitochondrialen DNA<ref>Naoko Kurose, Yayoi Kaneko, Alexei V. Abramov, Boripat Siriaroonrat, Ryuichi Masuda: Low genetic diversity in Japanese populations of the Eurasian badger Meles meles (Mustelidae, Carnivora) revealed by mitochondrial cytochrome b gene sequences. Zoological Science 18, 2001, S. 1145–1152.</ref> haben aber ergeben, dass die vier bislang beschriebenen Subspeziesgruppen jeweils Artstatus verdienen. Die Art wurde daher aufgeteilt in den Europäischen Dachs (Meles meles), den Asiatischen Dachs (Meles leucurus), den Transkaukasischen Dachs (Meles canescens) und den Japanischen Dachs (Meles anakuma).<ref name="wilsonetal" /><ref name="Abramov & Puzachenko" />
Geografische Variation[Bearbeiten]
Aufgrund der Gesamtgröße, der Schädelmaße und der Maße und Ausprägung der Molaren und des Baculums wurden zahlreiche Unterarten beschrieben, von denen heute vier anerkannt sind.<ref name="wilsonetal" /><ref name="Abramov & Puzachenko" /> Ein weiteres variierendes Merkmal ist die Färbung der Oberseite, die bei einigen Unterarten mehr ins Bräunliche spielt, sowie die der Flanken, die bei einigen Populationen stark gelblich getönt sind. Die östliche Form M. m. heptneri leitet in mehreren Merkmalen zum Asiatischen Dachs (Meles leucurus) über.
- Meles meles meles (<templatestyles src="Person/styles.css" />Linnaeus, 1758; früher Ursus meles <templatestyles src="Person/styles.css" />L.) – Europa bis zur Wolga und zum Ural, außer Iberische Halbinsel, Rhodos und Kreta
- Meles meles heptneri <templatestyles src="Person/styles.css" />Ognev, 1931 – Nordkaukasus, Kalmückien, Wolgadelta
- Meles meles marianensis <templatestyles src="Person/styles.css" />Graëlls, 1897 – Iberische Halbinsel, eventuell zählen auch die Dachse der südfranzösischen Mittelmeerküste zu dieser Form.<ref>Lüps/Wandeler (1993), S. 865, s. Literatur</ref>
- Meles meles milleri <templatestyles src="Person/styles.css" />Baryshnikov, Puzachenko & Abramov, 2003 – südwestliches Norwegen<ref name="molaren" />
Lebensraum[Bearbeiten]
Der Dachs besiedelt meist hügelige, reich strukturierte Landschaften mit Waldungen, Gehölzen oder Hecken. Bevorzugt werden Laubmischwälder mit einer ausgeprägten Strauchschicht. Weitgehend gemieden werden große, geschlossene Waldgebiete, reine Koniferenbestände, Dünenlandschaften und ausgedehnte Feuchtgebiete. Baue werden oft in Waldrandhabitaten und an Hängen angelegt, die oft nach Süden oder Westen hin ausgerichtet sind. Sie werden oft über Generationen hinweg genutzt. Zur Nahrungssuche werden nicht selten offene, landwirtschaftlich genutzte Flächen aufgesucht. Diese können im Umkreis von mehreren hundert Metern des Baues liegen.
Die obere Grenze der Höhenverbreitung liegt meist bei 1200–1700 m, seltener ist die Art auch noch in höheren Lagen bis 2000 m in den Alpen oder 2500 m im Kaukasus anzutreffen. Hier gibt es dann aber nur sehr selten noch Baue, es handelt sich größtenteils um Nachweise von Einzeltieren.
Zunehmend sind Dachse auch in Parks und im Randbereich von Siedlungen und Gärten zu finden.<ref>https://www.jagd-stmk.at/wildtiere/dachs-2/; https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/saeugetiere/sonstige-saeugetiere/11730.html</ref>
Ernährung[Bearbeiten]
Im Unterschied zu anderen Mardern ist der Dachs kein ausgesprochener Fleischfresser, sondern nimmt überwiegend pflanzliche Kost zu sich, zu denen Wildobst, Wurzeln, Beerenobst, Samen und Pilze zählen. Als Allesfresser zählen jedoch auch kleine Tiere, wie Würmer, Schnecken, Kleinsäuger und Insekten sowie Nestlinge und Eier von bodenbrütenden Vögeln, zu seinem Nahrungsspektrum.<ref name = NAB>Dachse lieben alte Wälder Naturwald Akademie, aufgerufen am 1. September 2022</ref><ref name = NWA>Der Dachs. Meles meles Naturschutzbund Deutschland, aufgerufen am 1. September 2022</ref>
Bei der pflanzlichen Kost, die vor allem in Sommer und Herbst eine Rolle spielt, wird das jahreszeitliche Angebot genutzt, das aus Getreide, Mais und Feldfrüchten aller Art, Obst, Beeren, Sämereien, Wurzeln und Knollen bestehen kann. Insbesondere im Mais kann Wildschaden entstehen. In Mastjahren werden Eicheln intensiv als Nahrung genutzt.
Einen großen Anteil der tierischen Nahrung machen, neben Regenwürmern<ref name = NAB />, Insekten aus, wobei insbesondere die Imagines von Hautflüglern, Larven von Mai- und Mistkäfern, Nachtfaltern sowie Laufkäfer beliebt sind. Weitere Wirbellose wie Schnecken oder Muscheln spielen eine untergeordnete Rolle. Bei den Kleinsäugern sind mit einem großen Anteil vor allem Wühlmäuse vertreten. Seltener gehören Spitzmäuse, Maulwürfe oder junge Wildkaninchen zur Beute.
Als natürliche Feinde des Igels sind Dachse in der Lage, diese mit ihren Krallen aufzurollen und zu verzehren, wobei sie ihre Schnauze in die kleine Lücke an der Bauchseite des zusammengerollten Stacheligels stecken. Daher zählen sie in Mitteleuropa neben den Uhus zu deren größten Fressfeinden.<ref>Stachliger Überlebenskünstler Bayerischer Rundfunk, aufgerufen am 1. September 2022</ref>
Größere Säugetiere werden allenfalls als Aas aufgenommen<ref name = NWA />. Amphibien, Reptilien oder Fische sind eher Zufallsbeute, können aber auch mancherorts einen hohen Gewichtsanteil an der Nahrung ausmachen.
Verhalten[Bearbeiten]
Der Dachs gräbt sich im Waldboden einen Bau, der meist größer als beim Fuchs ist. Dachsbaue können Jahrzehnte alt sein und enorme Ausmaße mit mehreren Etagen annehmen. Dachse gehen gern in die Tiefe.<ref>Haseder, S. 150</ref> In etwa fünf Meter Tiefe liegt der Wohnkessel, der über zahlreiche Gänge mit der Oberfläche verbunden ist. Diese Gänge dienen der Luftzufuhr und als Ein- und Ausgänge. Im Gegensatz zum Fuchs polstert der Dachs den Kessel seines Baues mit trockenem Laub, Moos oder Farnkraut aus.
Ein Dachsbau kann über sehr lange Zeit benutzt werden. Jede Generation dehnt ihn weiter aus und fügt weitere Wohnkammern hinzu. Ein in England untersuchter Dachsbau umfasste 50 Kammern und 178 Eingänge, die durch insgesamt 879 Meter Tunnel miteinander verbunden waren. In einem bei Malchin in Mecklenburg-Vorpommern untersuchten Bau wurden mindestens 13.000 Jahre alte Knochenreste gefunden.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Tagesspiegel, Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden. ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref>
Die Unterscheidung eines Dachsbaues von einem Fuchsbau ist insofern einfach, als sich in der Nähe von Dachsbauen regelmäßig sogenannte Dachsabtritte befinden. Der Dachs setzt seinen Kot in dafür von ihm gegrabene kleine Erdlöcher. Typisch ist auch die ausgetretene Rinne (Geschleif) am Eingang zum Bau, die in einen deutlich erkennbaren Pfad (Dachs-Pass) übergeht. Nicht selten werden die Baue auch von Fuchs und Dachs gemeinsam bewohnt.
Dachse sind meist nachtaktiv. Beim Überqueren von Straßen werden sie oft Opfer des Fahrzeugverkehrs. In den kälteren Gegenden halten sie eine Winterruhe, die je nach Wetterbedingungen mit Unterbrechungen einige Tage bis mehrere Monate dauern kann.
Fortpflanzung[Bearbeiten]
Wenn auch ein Fall von Trächtigkeit im ersten Jahr beschrieben wurde,<ref name="HBS881">Lüps/Wandeler (1993), S. 881, siehe Literatur</ref> werden weibliche Dachse vermutlich im zweiten Lebensjahr geschlechtsreif. Trächtigkeitsrate und Wurfgröße sind allerdings bei einjährigen geringer als bei mehrjährigen Tieren.<ref name="HBS881" /><ref name="Neal 1986">Neal (1986), S. 162, siehe Literatur</ref> Männchen erreichen die Geschlechtsreife vermutlich im Alter von 13 bis 18 Monaten.<ref name="HBS883">Lüps/Wandeler (1993), S. 883, siehe Literatur</ref>
Innerhalb eines Clans herrscht Promiskuität oder Polyandrie. Während eines Östrus kann sich ein Weibchen in Folge mit mehreren Männchen, aber auch mehrmals mit demselben Männchen paaren. Männchen verlassen den Clan manchmal auch, um Weibchen eines anderen Clans zu decken. Kopulationen sind während des ganzen Jahres zu beobachten, die meisten und am längsten andauernden aber zwischen Februar und Mai – also in der Zeit nach der Geburt der Jungen. Der Paarung gehen teilweise verschiedene Lautäußerungen, Schwanzheben und ein gegenseitiges Markieren mit den Analdrüsen voraus. Die Dauer der Kopulation variiert zwischen wenigen Minuten und bis zu einer Stunde. Meist findet sie offenbar außerhalb des Baues statt.<ref name="HBS897">Lüps/Wandeler (1993), S. 897, siehe Literatur</ref>
Wie bei einigen anderen Marderartigen auch ist beim Dachs die Tragzeit aufgrund einer Keimruhe und herausgezögerter Nidation verlängert – ein Umstand, der in der Literatur zu vielen widersprüchlichen Aussagen zu Paarungszeiten und der Länge der Tragzeit geführt hat. Ist die Eizelle befruchtet, entwickelt sie sich zunächst nur zur Blastocyste. Bis auf ein Wachstum der Zona pellucida ruht sie dann bis zum Winter. In dieser Phase vor der eigentlichen Tragzeit kommt es auch weiterhin zu Ovulationen, Östrusverhalten und Kopulationen. Weitere Blastozysten bilden sich aber anscheinend nur in seltenen Fällen. Erst zwischen Anfang Dezember und Mitte Januar nistet sich die Eizelle dann in die Gebärmutterschleimhaut ein und entwickelt sich regulär fort. Die folgende Tragzeit beträgt 45 Tage, so dass die meisten Jungen zwischen ausgehendem Winter und spätem Frühjahr geboren werden. Der Termin variiert geografisch und teils auch nach Höhenlage; in Mitteleuropa werden die meisten Jungen Anfang März geboren.<ref name="HBS881f">Lüps/Wandeler (1993), S. 881f, siehe Literatur</ref><ref>Neal (1986), S. 159f, siehe Literatur</ref>
Ein Wurf besteht aus ein bis fünf, meist aber aus zwei oder drei Jungen.<ref name="Neal 1986" /><ref name="HBS882">Lüps/Wandeler (1993), S. 882, siehe Literatur</ref> Bei der Geburt sind sie 120–180 mm lang, durchschnittlich zwischen 90 und 110 g schwer mit einem schütteren, weißlichen Haarkleid bedeckt und blind. Bereits nach einer Woche entwickelt das Haarkleid die zunächst noch schwache, arttypische Färbung mit schwarz-weißer Gesichtsmaske, die Augen öffnen sich erst nach vier bis fünf Wochen.<ref name="HBS886f">Lüps/Wandeler (1993), S. 886 f, siehe Literatur</ref> Im Alter von sechs bis sieben Wochen bewegen sich die Jungen frei in den Gängen des Baues, verlassen ihn aber meist erst nach neun bis zehn Wochen das erste Mal.<ref>Neal (1986), S. 164, siehe Literatur</ref> Mindestens zwölf Wochen werden sie gesäugt, bei Nahrungsknappheit kann sich die Säugezeit bis in den Sommer hinein ausdehnen.<ref>Neal (1986), S. 166 f, siehe Literatur</ref> Das Gebiss entwickelt sich innerhalb von 15 bis 17 Wochen.<ref name="HBS886f" /> Die Gewichts- und Größenzunahme erfolgt rasch und stetig bis in den Dezember hinein. Innerhalb von neun bis zehn Monaten sind die Jungen etwa so schwer wie Alttiere, erreichen jedoch noch nicht deren Wintergewicht. Ab Januar erfolgt dann meist eine Gewichtsabnahme, da die Jungen von den Fettreserven zehren.<ref name="HBS886f" /><ref>Neal (1986), S. 165f, siehe Literatur</ref>
Bis zum zweiten Lebensjahr bleiben die Jungen meist im Clan, dann beginnen sie abzuwandern. Dies geschieht häufiger bei Weibchen als bei Männchen. Einige Tiere bleiben dauerhaft bei ihrer ursprünglichen Familie.<ref name="HBS886f" /><ref>Neal (1986), S. 170, siehe Literatur</ref>
Erkrankungen[Bearbeiten]
Aelurostrongylus falciformis ist ein Parasit und verursacht Lungenschädigungen.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> Außerdem können sich Dachse mit der Fuchsräude infizieren.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden. ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref>
Mensch und Dachs[Bearbeiten]
„Nützling“[Bearbeiten]
Einst hatte der Dachs in vielerlei Hinsicht große Bedeutung für den Menschen, heute jedoch kaum noch. In manchen Regionen wird Dachsfleisch gegessen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/WaybackSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplUtl“ ist nicht vorhanden.</ref> Dachsfett bzw. Dachsschmalz (das ausgelassene Fett aus dem Fettgewebe des Dachses, früher auch „Dachsschmer“ genannt)<ref>Gundolf Keil: Die „Cirurgia“ Peters von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes (= Forschungen zur Geschichte der Stadt Ulm. Band 2). Stadtarchiv, Ulm 1961 (zugleich Philosophische Dissertation Heidelberg 1960: Peter von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes), S. 363 (Dachssmaltz, synonym: Dachssmer und dahses smer).</ref><ref>Vgl. auch Dieter Lehmann: Zwei wundärztliche Rezeptbücher des 15. Jahrhunderts vom Oberrhein. Teil I: Text und Glossar. Horst Wellm, Pattensen/Han. 1985, jetzt bei Königshausen & Neumann, Würzburg (= Würzburger medizinhistorische Forschungen. Band 34), ISBN 3-921456-63-0, S. 166.; und Jürgen Martin: Die „Ulmer Wundarznei“. Einleitung – Text – Glossar zu einem Denkmal deutscher Fachprosa des 15. Jahrhunderts. Königshausen & Neumann, Würzburg 1991 (= Würzburger medizinhistorische Forschungen. Band 52), ISBN 3-88479-801-4 (zugleich Medizinische Dissertation Würzburg 1990), S. 124 (dahssmalz).</ref> war als Einreibung beispielsweise bei „Verrenkungen“ und gegen Rheumatismus in mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Apotheken ein Standardartikel.<ref>Vgl. auch Christian Hünemörder, Gundolf Keil: Dachs. In: Lexikon des Mittelalters. München/Zürich 1977 ff., Band 3, 1986, Sp. 427–428.</ref> Im Aberglauben wurden dem Dachs, einem der „elbischen Seelentiere“, apotropäische Eigenschaften zugeschrieben. Dachsfell sollte, etwa am Kummet von Zugtieren angebracht, Schadenzauber abwehren.<ref>Max Höfler: Die volksmedizinische Organotherapie und ihr Verhältnis zum Kultopfer. Stuttgart/Berlin/Leipzig 1908, S. 73.</ref><ref>Matthias Kreienkamp: Das St. Georgener Rezeptar. Ein alemannisches Arzneibuch des 14. Jahrhunderts aus dem Karlsruher Kodex St. Georgen 73, Teil II: Kommentar (A) und textkritischer Vergleich, Medizinische Dissertation Würzburg 1992, S. 92 f.</ref> Dachshaare wurden für Bürsten und werden noch heute für hochwertige Rasierpinsel verwendet, den sogenannten Dachszupf. Dachshaarpinsel finden in der Malerei Anwendung. Heute ist diese Verarbeitung selten geworden. Dachshaare kommen heute meist aus China. Den Hut des Jägers schmückte ein „Dachsbart“. Gezähmte Dachse konnten auch als Stöbertiere, wie der Dackel genannte Dachshund, bei der Jagd eingesetzt werden.
Der Dachs war das Wildtier des Jahres 2010 in Deutschland und Österreich.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/WaybackSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplUtl“ ist nicht vorhanden. bei der Schutzgemeinschaft Deutsches Wild, abgerufen am 3. Dezember 2010</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/WaybackSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplUtl“ ist nicht vorhanden. beim Naturschutzbund Österreich, abgerufen am 23. März 2012</ref>
„Schädling“[Bearbeiten]
Dachsbaue können je nach Anzahl und Ausdehnung die Stabilität von Dämmen<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Bundesanstalt für Wasserbau, Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden. ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref> bzw. Verkehrswegen<ref>Westfälischer Anzeiger, 13. November 2023, S. Nordrhein-Westfalen: Dachse bremsen die Bahn aus Fröndenberg – Wegen Dachsbauten unter einem Eisenbahndamm bleibt die Bahnstrecke von Fröndenberg nach Unna voraussichtlich für mehrere Jahre gesperrt.</ref> beeinträchtigen. Im Jahr 2023 wurde die Bahnstrecke von Fröndenberg nach Unna für voraussichtlich mehrere Jahre gesperrt. Nach Angabe der Bahn waren bis dahin 140 Dachsbau-Eingänge entdeckt worden, die den Damm auf elf Kilometer instabil machten. Die Reparatur kommt einem Neubau gleich.<ref>Wegen Dachsbauten muss Bahnstrecke gesperrt werden. In: Rheinische Post, 13. November 2023, S. A6; Fröndenberg–Unna: Massive Schäden durch Dachse. In: Eisenbahn-Revue International 1/2024, S. 6.</ref>
In den Niederlanden steht der Dachs unter Schutz, was zu einer Vergrößerung der Population geführt hat. In der Folge kam es dort zu massiven Interessenkollisionen zwischen Dachs und Mensch, wo sich die Tiere in Infrastruktur-Bauten ansiedeln und diese so destabilisieren. Im März 2023 mussten aus diesem Grund zwei Bahnstrecken vorübergehend für den Betrieb gesperrt werden, weil die Bahndämme instabil zu werden drohten, darunter die Hauptstrecke Breda–Eindhoven.<ref>Dachsschäden in den Niederlanden. In: Eisenbahn-Revue International 5/2023, S. 230.</ref>
Dachse sind als Überträger der Rinder-Tuberkulose veterinärmedizinisch vor allem auf den britischen Inseln von Bedeutung.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. BBC News, Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden. ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref> In England wurde im Juni 2013 aufgrund des starken Anstiegs der Tuberkulose-Fälle bei Rindern ein Programm zur Dezimierung des Dachsbestandes durch Bejagung begonnen, das allerdings auf den Protest von Tierschützern stieß.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. BBC News, Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden. ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref> Die gezielte Bejagung sollte vor allem in den Grafschaften Somerset, Gloucestershire, Worcestershire, Herefordshire und Dorset stattfinden.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. BBC News, Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden. ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref> In Wales wird versucht, dieses Problem durch Impfungen von Dachsen zu lösen.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. The Guardian, Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden. ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref>
Bejagung[Bearbeiten]
Die massenhafte, behördlich angeordnete Begasung von Rotfuchsbauen hat in Deutschland bis in die 1970er-Jahre zu einem dramatischen Bestandsrückgang des Dachses geführt. Inzwischen erholten sich die Bestände wieder und der Dachs ist stellenweise wieder recht häufig anzutreffen. So gelten in den meisten Bundesländern inzwischen, vom Bundesjagdgesetz z. T. abweichende, unterschiedliche Jagdzeiten. Dabei argumentierten Jäger mit der Schädlichkeit des Dachses für das Niederwild. Allerdings gelingt es dem Jäger nur selten, den nachtaktiven und aufmerksamen Dachs während der kurzen Jagdzeit zu schießen. Häufig wird der Dachs durch Fallenjagd bejagt. Die Jagdstrecke stieg in den letzten Jahren kontinuierlich<ref>Paul Müller, Klaus Pohlmeyer, Klaus Höppner: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/WaybackSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplUtl“ ist nicht vorhanden. (PDF; 3 MB) S. 31.</ref> und lag bereits 2009 wieder bei über 50.000 Tieren.<ref>Komitee gegen den Vogelmord e. V.: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/WaybackSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplUtl“ ist nicht vorhanden.</ref> Nimmt man die Jagdstatistik zur Grundlage, scheinen innerhalb Deutschlands starke Unterschiede vorzuliegen und Süddeutschland mit Abstand die größte Population zu besitzen. Der jährliche Abschuss in Bayern und Baden-Württemberg machte insgesamt in den letzten fünf Jagdjahren unverändert jeweils 42 Prozent der gesamten deutschen Jagdstrecke aus. Diese lag 2015/16 bei etwa 71.100 Individuen. In den Neuen Bundesländern lag der Anteil mit insgesamt 15.700 Tieren bei 22 Prozent der Gesamtstrecke und damit noch unter der Strecke von Bayern mit 18.700 Dachsen.<ref>Jahresstrecke Dachse, abgerufen am 4. August 2017</ref> Die österreichische Jagdstrecke betrug 2015/16 etwa 8.000 Dachse und die Schweizer Strecke lag bei 3.500 Tieren. In der Jägersprache wird der Dachs „Schmalzmann“ genannt.<ref>Deutsches Jagd Lexikon</ref>
Etymologie[Bearbeiten]
Das Wort Dachs kommt vom mittelhochdeutschen/althochdeutschen dahs, wohl von urgermanisch *þahsuz (verwandt mit spätlateinisch taxus/taxo und mittellateinisch daxus) aus dem indogermanischen Wortstamm *taks- (bauen) bzw. *teks- (zimmern).<ref>Friedrich Kluge, Alfred Götze: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 25. Aufl., hrsg. von Elmar Seebold, De Gruyter, Berlin / Boston 2011, ISBN 978-3-11-022364-4, S. 177.</ref><ref>Hans-Dieter Willkomm: Die Weidmannssprache. Begriffe, Wendungen und Bedeutungswandel des weidmännischen Sprachgutes. Deutscher Landwirtschaftsverlag, Berlin 1990, ISBN 3-331-00434-0, S. 180–186.</ref> Das Tier kann somit nach seiner Baukunst benannt worden sein (Vergleiche auch altindisch táksati „zimmert, verfertigt“, táksan „Zimmermann“, und griechisch tékton „Zimmermann“).<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>
Der Begriff junger Dachs ist eine veraltete umgangssprachliche Bezeichnung für einen unerfahrenen, jungen Mann.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref> Der Frechdachs hat vermutlich nichts mit dem Dachs zu tun, siehe dazu Frechheit #Frechdachs.
Philatelistisches[Bearbeiten]
Mit dem Erstausgabetag 7. April 2022 gab die Deutsche Post AG ein Postwertzeichen in der Serie Junge Wildtiere mit dem Abbild eines Dachses im Nennwert von 85 Eurocent heraus. Der Entwurf stammt von der Grafikerin Jennifer Dengler aus Bonn.<ref>Serie „Junge Wildtiere“: Dachs und Luchs auf bundesfinanzministerium.de, abgerufen am 22. April 2022</ref>
Bereits am 2. Februar 1968 hatte die Deutsche Bundespost eine Zuschlagsmarke zu 30 Pfennig aus der Reihe Bedrohte Tiere mit gleichem Motiv an den Schaltern.
Literatur[Bearbeiten]
- Ilse Haseder, Gerhard Stinglwagner: Knaurs Großes Jagdlexikon, Augsburg 2000, ISBN 3-8289-1579-5
- P. Lüps, A. I. Wandeler: Meles meles (Linnaeus, 1758) – Dachs. In: Michael Stubbe, Franz Krapp (Hrsg.): Handbuch der Säugetiere Europas, Raubsäuger (Teil 2). Aula Verlag, Wiesbaden 1993, ISBN 978-3-89104-029-4, S. 856–906.
- Dieter Mehlhardt: Der Dachs. Lebensbild eines heimischen Wildsäugetiers. Naturkundliche Korrespondenz, Berlin-Kleinmachnow 1947.
- Earnest G. Neal: The Natural History of Badgers. Croom Helm Ltd., London/Sidney 1986, ISBN 0-7099-1831-3.
- Don E. Wilson, Russell A. Mittermeier (Hrsg.): Handbook of the Mammals of the World. Volume 1: Carnivores. Lynx Edicions, 2009, ISBN 978-84-96553-49-1.
Weblinks[Bearbeiten]
Vorlage:Wikidata-Registrierung
Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.
- Literatur von und über Skriptfehler: Ein solches Modul „WLink“ ist nicht vorhanden. im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- [[[:Vorlage:IUCN/Weblink]] Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:IUCN“ ist nicht vorhanden.] in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2008. Eingestellt von: A. Kranz u. a., 2008. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.
- Europäischer Dachs – Tierspuren Datensammlung
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
<templatestyles src="BoxenVerschmelzen/styles.css" />