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Fabel

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Datei:Reineke Fuchs - Kaulbach (150110537).jpg
Wilhelm von Kaulbach: Illustration (1857) zu Goethes Reineke Fuchs
Datei:San Giovanni Evangelista in Ravenna, funeral of the fox.jpg
Der Leichenzug des Fuchses nach einer Fabel von Äsop auf einem Kirchenfußboden aus dem 13. Jahrhundert in Ravenna

Die Fabel (lateinisch fabula, „Geschichte, Erzählung, Sage“) bezeichnet eine in Versen oder Prosa verfasste, kürzere Erzählung mit belehrender Absicht, in der vor allem Tiere, aber auch Pflanzen und Dingliches oder fabelhafte Mischwesen menschliche Eigenschaften besitzen (Personifikation) und auch menschlich handeln (Bildebene). Die Dramatik der Fabelhandlung zielt auf eine Schlusspointe hin, an die sich meist eine allgemeingültige Moral (Sachebene) anschließt. Durch die (leichte) Erkennbarkeit der Lehre unterscheidet sich die Fabel von anderen Formen didaktischer Dichtung wie dem Gleichnis oder der Parabel. Die Moral bietet oft einen Interpretationsspielraum.

Gattungsgeschichte[Bearbeiten]

Außereuropäisches Altertum[Bearbeiten]

In Sumer wurden Mitte des 3. Jahrtausends v. Chr. Erzählungen wie die Fabel vom klugen Wolf und den neun dummen Wölfen als Lehrtexte in den Schulen verwendet. 1927 übersetzte der Altorientalist Erich Ebeling antike vorderasiatische Fabeln ins Deutsche.<ref>Erich Ebeling: Die Babylonische Fabel und ihre Bedeutung für die Literaturgeschichte. 1927.</ref>

Fabeln sind in unterschiedlichen Sprachen aus Mesopotamien, Anatolien und der Levante überliefert. Die zweisprachigen hethitisch-hurritischen Fabeln (hethitische Fassung ca. 1400 v. Chr., hurritische Überlieferung ca. 16.–17. Jahrhundert v. Chr.) gehören zu den wichtigsten Fabelsammlungen des Altertums. Aus dem alten Ägypten sind keine Fabeltexte, aber Bilder von Tierfabeln (oder Tiermärchen) bekannt. Die Ninurta-Uballitsu-Fabelsammlung (Assyrien, 716 v. Chr.) ist die älteste, datierte Sammlung, deren Herausgeber bekannt ist.<ref>Kazya Akimoto: Ante-Aesopica: Fable Traditions of Ancient Near East. Nashville 2010 (UMI/ProQuest AAT 3441951).</ref>

Bekannt sind die altindische Fabelsammlung Panchatantra, sowie deren Übersetzung und Bearbeitung ins Arabische (vermittelt über das Persische) Kalīla wa Dimna und schließlich die Fabeln des Arabers Luqman.

Europäische Antike[Bearbeiten]

Als Begründer der europäischen Fabeldichtung gilt Äsop, der um 600 v. Chr. als Sklave in Griechenland lebte. Äsops Fabeln fanden über Phaedrus, Babrios und Avianus Eingang in das mittelalterliche Europa.

Die älteste überlieferte Fabel findet sich in Hesiods Lehrgedicht Werke und Tage. In der Antike wurde die Fabel nicht als literarische Gattung angesehen. Sie wurde häufig als rhetorisches Element verwendet. So schreibt Aristoteles in seiner Rhetorik über Beispiele in Reden und nennt die Fabel von Äsop (als fingiertes Beispiel) und das historische Ereignis. Beispiele für die Verwendung in der lateinischen Literatur finden sich bei Horaz (Die Fabel von der Stadtmaus und der Landmaus. Sermo II,6 Zeile 79–105) und bei Livius (Die Fabel vom Magen und von den Gliedern.).

Erst Phaedrus schrieb Fabelbücher, die vor allem durch eine Prosabearbeitung, das Romulus-Corpus, verbreitet wurden.

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Seite aus: Der Edelstein, gedruckt von Albrecht Pfister, Bamberg 1461

Europäisches Mittelalter[Bearbeiten]

Als eine mit der Fabel verwandte epische Großform mit anthropomorphisierten Tieren als handelnden Figuren entstehen ab dem 11. Jahrhundert in Deutschland Tierepen wie die Ecbasis captivi der Reineke Fuchs oder der Ysengrimus. Als ältester Fabeldichter in deutscher Sprache kann der mittelhochdeutsche Dichter Der Stricker gelten, dessen Werke ab Mitte des 13. Jahrhunderts datiert werden. Die älteste deutschsprachige Fabelsammlung ist wohl Ulrich Boners Edelstein (etwa 1324). Unter dem Titel Dialogus creaturarum (Gespräch der Geschöpfe) wurde eine um 1400 entstandene und bis ins 16. Jahrhundert anonyme Sammlung von 122 Fabeln in lateinischer Sprache bekannt, die ins Niederländische und Französische übersetzt und ab 1480 in Gouda, Antwerpen, Köln und Stockholm mit Holzschnittillustrationen auch im Druck.

Europäische Frühe Neuzeit[Bearbeiten]

Die Fabelliteratur verbreitete sich seit Beginn der Frühen Neuzeit in ganz Europa als eine standesübergreifende populäre Literaturgattung. Philipp Melanchthon (1497–1560) empfahl 1528 die Lektüre der Fabeln Äsops gleich nach dem Erwerb der Lesefähigkeit für die zweite Klasse einer für alle Kinder im Kurfürstentum Sachsen als verpflichtend vorzusehenden Lateinschule.<ref>Philipp Melanchthon: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Nickel Schirlentz, Wittenberg 1528, s.p. [fol. 44v]Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);.Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref> Martin Luther (1483–1546) erklärte in der Vorrede zu seiner deutschen Übersetzung der Fabeln des Äsop, dass die „Fürsten und Herrn“ die Wahrheit, die sie sonst von keinem Weisen hören und ertragen möchten, „unter einer lustigen Lügenfarbe und lieblichen Fabeln kleiden“ und „durch Thierer und Bestien mund“ zu hören bekommen könnten, warnt dann aber doch, dass dennoch selbst Äsop „umb der Warheit willen ertödtet sey/ und jn nicht geholfen hat/ das er in Fabeln weise/ als ein Narr […] / solche Warheit die Thiere hat reden lassen/ Denn die Warheit ist das unleidlichste ding auff Erden.“<ref>Martin Luther: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Martin Luther: Der Fünffte Teil aller Bücher und Schrifften des thewren, seligen Mans Gottes Doct. Martini Lutheri. Vom XXX. jar an / bis auffs XXXIII. Christian Rödingers Erben, Jena 1557, fol. 285v–290r, hier fol. 286r–v.Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);.Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref>

Datei:Coe ende Osse (BM 1868,0612.118).jpg
Eduard De Dene (Text), Marcus Gheeraerts (Radierung): Die Kuh und der Ochse, 97 × 113 mm. Eduard De Dene [Text], Marcus Gheeraerts [Radierungen]: De warachtighe fabulen der dieren. Pieter de Clerck , Brügge 1567, S. 12.<ref name=":311" group="Anm.">S. 12
Eduard De Dene (Text), Marcus Gheeraerts (Radierung): De warachtighe fabulen der dieren. Pieter de Clerck , Brügge 1567, S. 12–13:

Die Kuh und der Ochse:
S. 12
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Deutsche Übersetzung:
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Mit der Ausgabe von Les Fables du tresancien Esope Phrigien,<ref>Gilles Corrozet: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Denis Janot, Paris 1542Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar); (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref> bei der eine französische Paraphrase jeder Fabel des Aesop durch ein Emblem aus einem kurzen französischen Lemma, einem Holzschnitt als Ikon und einem vierzeiligen französischen Epigramm eingeleitet wird, erfand Gilles Corrozet (1510–1568) 1542 ein neues Format,<ref>Gilles Corrozet: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Denis Janot, Paris 1542Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar); (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref> das als „emblematische Fabel“ bezeichnet wird.<ref name=":0">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> In zahlreichen Auflagen etwa mit den sorgfältiger gestalteten Holzschnitten von Bernard Salomon (1506–1561)<ref>Gilles Corrozet: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Jean de Tournes, Guillaume Gazeau, Lyon 1549 (mit Illustrationen von Bernard Salomon)Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar); (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref> oder in eigenständigen lateinischen Nachdichtungen wie der des Gabriello Faerno (1510–1561) von 1567<ref>Gabriello Faerno: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Christoffel Plantijn, Antwerpen 1567Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar); (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref> fand die emblematische Fabel reiche Nachfolge<ref name=":0" /><ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref><ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref><ref>Paul J. Smith: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Verloren, Hilversum 2006, ISBN 90-6550-855-4Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar); (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref> und beförderte die weite Verbreitung der Fabel im 16. und 17. Jahrhundert als ethikdidaktische<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> und politisch-kritische<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> Bild- und Literaturgattung in ganz Europa. Bald schon folgten niederländische Nachdichtungen wie die des Eduard De Dene (1505–1576) mit den erzählerisch reichen Radierungen des Marcus Gheeraerts des Älteren (etwa 1520/1521 bis nach 1586 und vor 1604) von 1567,<ref>Eduard De Dene [Text], Marcus Gheeraerts [Radierungen]: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Pieter de Clerck , Brügge 1567Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar); (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref><ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> die von Philipp Galle (1537–1612) opulent bebilderte anonyme französischsprachige Fabelsammlung von 1578<ref>Anonym: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Gerard Smits für Philipp Galle, Antwerpen 1578Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar); (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref> und die niederländische Fabeledition Joost van den Vondels (1587–1679) von 1617 mit den noch einmal szenisch gesteigerten Radierungen.<ref>Joost van den Vondel: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Dirk Pietersz. Pers, Amsterdam 1617Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar); (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref> In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts waren besonders die französischsprachige Nachdichtung Pierre Millots von 1646 nach Äsop<ref>Pierre Millot: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Joseph Tainturier, Bourg-en-Bresse 1646Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar); (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref> und Jean de La Fontaines (1621–1695) Anthologie großenteils selbst verfasster Fabeln von 1668 in ganz Europa bekannt.<ref>Jean de La Fontaine: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Denys Thierry, Paris 1668Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar); (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref>

Im deutschsprachigen Raum erreichte die Fabeldichtung während des 18. Jahrhunderts ihren Höhepunkt. Die schlichte lehrhafte Fabel wurde nun als Opposition zum abgelehnten ‚Schwulst‘ des höfischen Pathos stilisiert.<ref>Vgl. Kristin Eichhorn: Die Kunst des moralischen Dichtens. Positionen der aufklärerischen Fabelpoetik im 18. Jahrhundert. Würzburg 2013, S. 45 ff.</ref> Angestoßen wurde die deutsche Fabeldichtung vor allem durch Antoine Houdar de la Mottes (1672–1731) Discours sur la Fable (1719). La Mottes Fabelbuch wurde von Dichtern wie Daniel Wilhelm Triller (1695–1782) zum Ausgangspunkt genommen, um Anschluss an die deutsche Fabeltradition des Humanismus zu finden. Erst in den 1740er-Jahren setzte mit Christian Fürchtegott Gellert (1715–1769) auch eine stilistische Rezeption der französischen Fabeldichtung, insbesondere derer von Jean de La Fontaine, ein. Charakteristisch für die Fabeln von La Fontaine ist u. a. der Verzicht auf ein belehrendes Epimythion zugunsten von Ironie. Dies wurde von den deutschen Fabeldichtern übernommen. Ziel war es nun, den Leser indirekt zum richtigen Urteilen zu erziehen, statt ihm explizite Lebensratschläge zu geben. Die Fabeln des mittleren 18. Jahrhunderts sind stark selbstreferenziell und weichen vom klassischen Fabelpersonal ab: Es gab jetzt mehr Menschenfabeln, und auch die Zahl der Singvögel in den Fabeln wuchs an.<ref>Vgl. Eichhorn 2013, S. 103 ff.</ref> Dies ist auch bei Gotthold Ephraim Lessing (1729–1781) zu beobachten. Lessing plädierte für eine Rückkehr zum antiken Fabelmodell und schrieb seine Fabeln (1759) durchgängig in Prosa. Er ist der bedeutendste Referenzautor für die heutigen Fabeldefinitionen.

François-Joseph Terrasse Desbillons SJ (1711–1789) verfasste in der Tradition der europäischen Antike wieder lateinische Fabeln.

Eine reiche Fabeltradition hat sich auch in Polen entwickelt. Zu nennen ist hier besonders Ignacy Krasicki (1735–1801).

Moderne und Gegenwart[Bearbeiten]

In Deutschland haben Matthias Claudius (1740–1815), Franz Grillparzer (1791–1872) , Heinrich Heine (1797–1856), Wilhelm Busch (1832–1908), Franz Kafka (1883–1924), Wolfdietrich Schnurre (1920–1989) und Reiner Kunze (* 1933) vereinzelt Fabeln veröffentlicht.

In Russland ist Iwan Andrejewitsch Krylow (1769–1844) der bedeutendste Fabeldichter.

1945 veröffentlichte George Orwell mit Farm der Tiere eine Parabel auf die Geschichte der jungen Sowjetunion. Die Tiere repräsentieren hier gesellschaftliche Gruppen, einige können sogar mit historischen Persönlichkeiten identifiziert werden.

In den 1950er-Jahren reaktivierte vor allem James Thurber (1894–1961) (Fables of Our Time und New Fables of Our Time) die seit dem Biedermeier marginalisierte Gattung.

Zu nennen sind auch die Fabeln des Südamerikaners Augusto Monterroso (1921–2003).

Der deutsche Schriftsteller und Illustrator Walter Moers veröffentlichte 2024 das Buch Das Einhörnchen, das rückwärts leben wollte. In diesem Werk schrieb er zwanzig „Flabeln“ auf, eine Literaturgattung aus Moers Fantasyuniversum „Zamonien“. Der Begriff „Flabel“ sei hierbei eine Abkürzung des Begriffs „Lachfabel“. Moers modernisiert seiner eigenen Aussage nach die Fabel und holt diese in das 21. Jahrhundert durch Kritik an der Gattung, Ironie und Witz.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>

Charakteristische Merkmale einer Fabel[Bearbeiten]

Datei:Reineke.jpg
Reineke Fuchs
  • In Fabeln werden meistens kein genauer Ort und keine Zeit genannt.
  • Im Mittelpunkt der Handlung stehen oft Tiere, seltene Pflanzen oder Dinge, denen menschliche Eigenschaften zugeordnet sind.
  • Die Tiere handeln, denken und sprechen wie Menschen und stellen meist charakteristische Stereotype dar.
  • Die Fabel will belehren und unterhalten (fabula docet et delectat).
  • Nach Lessing soll die Fabel einen allgemeinen moralischen Satz auf einen besonderen Fall zurückführen und diesen dann in Form einer Geschichte darstellen.
  • Die Personifikation der Tiere dient dem Autor häufig als Schutz vor Bestrafung o. Ä., denn er übt keine direkte Kritik, etwa an Zeitgenossen.
  • Häufiges Fabelthema, vor allem im Zeitalter der Aufklärung, ist die Ständeordnung und die Kritik an ihr.
  • In der Fabel herrscht eine Einheit von Ort, Zeit und Handlung. Die Situation findet nur an einem einzigen Ort und in einer kurzen Zeitspanne statt.
  • Es gibt nur eine Haupthandlung und keine Nebenhandlungen.<ref>R. Dithmar: Die Fabel. Paderborn 1971 (=UTB 73), S. 103–107.</ref>
  • Eine Fabel bedient sich meist einer einfachen Sprache, um allgemein verständlich zu sein.
  • Die Auswahl der Tiere beschränkt sich auf bekannte Tiere, die der Gemeinschaft geläufig sind (beispielsweise Fuchs, Rabe, Lamm).<ref>G.E. Lessing: Definition einer Fabel, Gebrauch von Tieren in einer Fabel (Z. 5–15), Leipzig 1774.</ref>

Möglicher Aufbau einer Fabel[Bearbeiten]

Anamythion oder Promythion: Ein vorangestellter Lehrsatz (eher selten)

  • Ausgangssituation
  • Konfliktsituation
    • Aktion oder Rede
    • Reaktion oder Gegenrede
  • Lösung / Ergebnis

Epimythion: Ein nachgestellter Lehrsatz (vgl. „Die Moral von der Geschicht’“).

In der Regel enthält eine Fabel entweder ein Anamythion oder ein Epimythion. Ein solcher Lehrsatz wird manchmal gar nicht explizit genannt, damit der Leser ihn selbst herausfindet oder weil er ganz offensichtlich ist. Die Fabel dient bei vorgestelltem Lehrsatz als plastische Verdeutlichung einer Lehre, im häufiger vorkommenden nachgestellten Lehrsatz ist sie die Geschichte, die den Leser auf ein Problem stößt.

Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden.Tierfabel[Bearbeiten]

Tierfabeln sind Fabeln, in denen Tiere wie Menschen handeln und menschliche Eigenschaften haben. Anders als im Roman entwickeln sich die Figuren in der Regel nicht weiter, sondern weisen stabil bleibende Charakterzüge auf. Den Tieren werden dabei in der Regel Eigenschaften zugeschrieben, die sich in fast allen Fabeln gleichen, sodass der Fuchs z. B. als listig dargestellt wird, der Esel als dumm und der Wolf als böse.<ref name = uni>Elena Weber: Merkmale einer Fabel erkennen. Tiere und Pflanzen Unicum, abgerufen am 30. Mai 2024</ref>

In der Tierfabel wird der personifizierte Charakter des Fabeltieres durch einen charakteristischen Namen unterstrichen.

Tiere und ihre Fabelnamen[Bearbeiten]

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Name Tier
Eigenschaften
Anmerkungen; Literaturbeispiel
Adelheid, Alheid Gans geschwätzig, naiv, gutgläubig „Fuchs und Gans“<ref>Wilhelm Busch: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Projekt Gutenberg-DE; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref> aus der Gedichtsammlung "Zu guter Letzt" von Wilhelm Busch; „Reineke Fuchs“ von Johann Wolfgang von Goethe
Äugler Kaninchen vorlaut, frech „Reineke Fuchs“ von Johann Wolfgang von Goethe
Bartolt Storch hochmütig, stolz, gelehrt „Reineke Fuchs“ von Johann Wolfgang von Goethe
Bellyn Widder ängstlich, schwach, klug „Reineke Fuchs“ von Johann Wolfgang von Goethe
Bokert Biber fleißig, arbeitsam, arbeitswütig „Reineke Fuchs“ von Johann Wolfgang von Goethe
Boldewyn Esel störrisch, faul „Reineke Fuchs“ von Johann Wolfgang von Goethe
Braun Bär gutmütig, stark, kriegerisch, naiv, tumb „Reineke Fuchs“ von Johann Wolfgang von Goethe
Ermelyn Fähe schlau, hinterlistig, lügnerisch „Reineke Fuchs“ von Johann Wolfgang von Goethe
Gieremund Wölfin böse, dem Bauch gehorchend „Reineke Fuchs“ von Johann Wolfgang von Goethe
Grimbart Dachs bedächtig, ruhig „Reineke Fuchs“ von Johann Wolfgang von Goethe
Henning Hahn eitel, schlau, mutig, kühn „Reineke Fuchs“ von Johann Wolfgang von Goethe
Hermen Bock stur, angriffslustig „Reineke Fuchs“ von Johann Wolfgang von Goethe
Hinze Kater schläfrig, eigenwillig „Reineke Fuchs“ von Johann Wolfgang von Goethe
Hylax Hund treu, gutherzig In Lessings Fabel explizit für den Wolfshund verwendet; „Das beschützte Lamm<ref>Gotthold Ephraim Lessing: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Projekt Gutenberg-DE; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref>“ von Gotthold Ephraim Lessing
Isegrim Wolf böse, dem Bauch gehorchend „Reineke Fuchs“ von Johann Wolfgang von Goethe
Kantart Hahn eitel, schlau, mutig, kühn „Reineke Fuchs“ von Johann Wolfgang von Goethe
Kratzefuß Henne fleißig, einfältig „Reineke Fuchs“ von Johann Wolfgang von Goethe
Kreyant Hahn eitel, schlau, mutig, kühn „Reineke Fuchs“ von Johann Wolfgang von Goethe
Lampe, Meister Lampe Hase vorlaut, übermütig, ängstlich „Reineke Fuchs“ von Johann Wolfgang von Goethe, „Meister Lampes lustige Streiche und Abenteuer“ von Martin Boelitz
Lupardus Leopard stolz, mächtig, gefährlich In „Reineke Fuchs“ als Verwandter von König Nobel, dem Löwen, bezeichnet; „Reineke Fuchs“ von Johann Wolfgang von Goethe
Lütke Kranich bürokratisch „Reineke Fuchs“ von Johann Wolfgang von Goethe
Lynx Luchs vorsichtig „Reineke Fuchs“ von Johann Wolfgang von Goethe
Markart Häher vorlaut „Reineke Fuchs“ von Johann Wolfgang von Goethe
Martin Affe eitel, intrigant „Reineke Fuchs“ von Johann Wolfgang von Goethe
Merkenau Krähe geschwätzig, naseweis „Reineke Fuchs“ von Johann Wolfgang von Goethe
Metke Ziege meckernd, stur, unnachgiebig „Die zwei Ziegen“ von Albert Ludwig Grimm, „Reineke Fuchs“ von Johann Wolfgang von Goethe
Nobel Löwe stolz, mächtig, gefährlich „Reineke Fuchs“ von Johann Wolfgang von Goethe
Petz, Meister Petz Bär gutmütig, stark, kriegerisch, naiv, tumb „Der Tanzbär“ von Christian Fürchtegott Gellert
Pflückebeutel Rabe eitel, besserwisserisch, diebisch „Reineke Fuchs“ von Johann Wolfgang von Goethe
Quackeler Rabe eitel, besserwisserisch, diebisch „Reineke Fuchs“ von Johann Wolfgang von Goethe
Reineke Fuchs schlau, hinterlistig, lügnerisch „Reineke Fuchs“ von Johann Wolfgang von Goethe, „Matten Has“ von Klaus Groth
Ryn Dogge „Reineke Fuchs“ von Johann Wolfgang von Goethe
Scharfenebbe Krähe geschwätzig, naseweis „Reineke Fuchs“ von Johann Wolfgang von Goethe
Tybbke Ente einfältig, dumm, unachtsam „Reineke Fuchs“ von Johann Wolfgang von Goethe
Wackerlos Hündchen affektiert, mitteilsam „Reineke Fuchs“ von Johann Wolfgang von Goethe

Bekannte Tierfabeln[Bearbeiten]

Pflanzenfabel[Bearbeiten]

Beispiele:

Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden.Fabeldichter und -übersetzer (Auswahl)[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Gedruckte Fabelsammlungen[Bearbeiten]

Mittelalter[Bearbeiten]

Dyalogus creaturarum. Dat is Twispraec der creaturen. Gheraert Leeu, Gouda 1481 (Digitalisat in Internet Archive).

Frühe Neuzeit[Bearbeiten]

Moderne und Gegenwart[Bearbeiten]

  • Theodor Etzel: Fabeln und Parabeln der Weltliteratur. Komet Verlag, Köln o. J., ISBN 3-89836-388-0 (Neuausgabe, mit 101 Originalillustrationen).
  • Fabeln aus drei Jahrtausenden, Auswahl und Nachwort von Reinhard Dithmar, mit 23 Holzschnitten, davon 16 koloriert, Manesse Verlag, Zürich 1998, ISBN 3-7175-1520-9.
  • Dirk Seliger: Fabeln. Buch 1–3. amicus Verlag, Föritz 2002, 2005 und 2006, ISBN 978-3-935660-11-2, ISBN 978-3-935660-24-2, ISBN 978-3-935660-86-0 (mit zahlreichen Illustrationen aus der Hand des Autors).
  • Irmgard Harrer (Hrsg.): Das Fabelbuch von Aesop bis heute. Annette Betz Verlag im Verlag Carl Ueberreuter, Wien / München 2003, ISBN 3-219-11104-1 (illustriert von Silke Leffler, ausgezeichnet in Österreich als schönstes Buch des Jahres 2003).
  • Florian Russi: Der verliebte Schwan und 35 weitere Fabeln. Mitteldeutscher Verlag, Halle 2016, ISBN 978-3-95462-708-0.

Literatur[Bearbeiten]

  • Reinhard Dithmar: Die Fabel. Geschichte, Struktur, Didaktik. 4. Auflage. Schöningh, Paderborn 1974, ISBN 3-506-99152-3.
  • Klaus Doderer: Fabeln. Formen, Figuren, Lehren. dtv, München 1982, ISBN 3-423-04276-1.
  • Hans-Joachim Fischer: Fabeltiere – im Spiegel der Tiere den Menschen erblicken. In: Sache – Wort – Zahl, 86 (2007) S. 4–7.
  • Niklas Holzberg: Die antike Fabel. Eine Einführung. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1993, 2., verbesserte und erweiterte Auflage 2001, 3., bibliographisch aktualisierte Auflage 2012.
  • Erwin Leibfried: Fabel (Sammlung Metzler, Band 66). 4., durchgesehene und ergänzte Auflage. J.B. Metzler. Stuttgart 1982, ISBN 978-3-476-14066-1.
  • Eleanor Marston: Fabelhaft. Die Welt der Fabeltiere. Ein Ratespiel. edition Büchergilde, Frankfurt am Main 2011, EAN 4260118010339.
  • Max Plessow: Geschichte der Fabeldichtung in England bis zu John Gay (1726). Nebst Neudruck von Bullokars „Fables of Aesop“ 1585, „Booke at large“ 1580, „Bref Grammar for English“ 1586, und „Pamphlet for Grammar“ 1586. Mayer und Müller, Berlin 1906 (Digitalisat in Internet Archive)
  • Barbara Tiemann: Fabel und Emblem. Gilles Corrozet und die französische Renaissance-Fabel. In: Humanistische Bibliothek. Reihe 1, Abhandlungen 18. Fink, München 1974.
  • Baltmannsweiler 2009, ISBN 978-3-8340-0563-2, S. 172–173, 179–181, 273–279.
  • Bernd A. Weil: Fabeln: Verstehen und Gestalten. Fischer, Frankfurt am Main 1982, ISBN 3-88323-379-X.
  • Joachim Wittkowski: Docet fabula? Anmerkungen zu neuen Fabeln. In: Beiträge Jugendliteratur und Medien, 57. Jahrgang, Heft 2, 2005.
  • Das Fabellied. Ursprung und Entwicklung, in: Szene und Musik. Festschrift für W. Braun. Herausgegeben von R. Appel, K.W. Geck und H. Schneider, Saarbrücken 2001, S. 145–222.

Weblinks[Bearbeiten]

[[wikt:Skriptfehler: Ein solches Modul „WLink“ ist nicht vorhanden.|Wiktionary: Skriptfehler: Ein solches Modul „WLink“ ist nicht vorhanden.]] – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

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Wiktionary: fabula – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

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Wikisource: Fabel – Quellen und Volltexte

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Wikiquote: Fabel – Zitate

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Zitat mit Übersetzung[Bearbeiten]

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