Zum Inhalt springen

Dan Gertler

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:דן גרטלר.jpg
Dan Gertler (2020)

Dan Gertler (* Dezember 1973) ist ein israelischer Milliardär und Geschäftsmann der Diamanten- und Rohstoffindustrie mit einem Vermögen von etwa 1,5 Milliarden US-Dollar (Forbes, Stand 2024).<ref>Dan Gertler. In: Forbes. 7. August 2024, abgerufen am 7. August 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Er unterhielt gute Kontakte zu dem autoritären Regime von Joseph Kabila in der Demokratischen Republik Kongo und verhandelte für die weltweit größten Rohstoffhändler, wie den Schweizer Konzern Glencore, Minen-Geschäfte im Milliardenumfang. Die Paradise Papers belegen, dass zu seiner Geschäftspraxis auch Schmiergeldzahlungen an das Regime gehörten<ref name=":0">Ben Doherty, Oliver Zihlmann: Revealed: Glencore's secret loan to secure DRC mining rights. In: The Guardian. 5. November 2017, ISSN 0261-3077 (theguardian.com [abgerufen am 6. November 2017]).</ref>; und die Panama Papers zeichneten einige seiner Geschäfte mittels seiner von Mossack Fonseca registrierten Offshore Firmen nach.

Am 21. Dezember 2017 verfügte die Regierung der USA unter Bezug auf den Magnitsky Act, dass Gertlers Vermögen zu jenen in den USA befindlichen Vermögenswerten gehört, die aufgrund von Korruption und Menschenrechtsverletzungen vollständig einzufrieren sind.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Executive Order Blocking the Property of Persons Involved in Serious Human Rights Abuse or Corruption.] In: Whitehouse.gov. Whitehouse.gov, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.whitehouse.govVorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref><ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Issuance of Global Magnitsky Executive Order; Global Magnitsky Designations.] In: Treasury.gov. United States Department of the Treasury, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Leben[Bearbeiten]

Dan Gertler stammt aus einer der bekanntesten Familien des Diamantenhandels in Israel. Sein Großvater war der Unternehmer Moshe Schnitzer.

1997 ging er in die Demokratische Republik Kongo und baute seitdem enge Kontakte zur dortigen Regierung auf.<ref name=":1">Ben Doherty: Everything you need to know about Glencore, Dan Gertler and their interest in DRC. In: The Guardian. 5. November 2017, ISSN 0261-3077 (theguardian.com [abgerufen am 6. November 2017]).</ref> Die kongolesischen Teile des Copperbelt weisen reiche Vorkommen an Kupfer- und Kobalterzen auf.

2001 berichteten die Vereinten Nationen, Gertler habe einen Deal verhandelt, im Zuge dessen er den Diamantenmarkt im Kongo übernehmen könne. Im Gegenzug erhielt der Präsident des Kongo 20 Millionen USD für den Kauf von Waffen.<ref name=":1" />

2012 gab Gertler in einem Interview mit Bloomberg Markets an, er hätte einen Nobelpreis für seine „Entwicklungshilfe“ im Kongo verdient.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Gertler Earns Billions as Mine Deals Leave Congo Poorest.] , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 27. November 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

2013 schätzte das Africa Progress Panel, dass der Kongo allein innerhalb einer Periode von drei Jahren 1,3 Milliarden USD verlor, weil sie Bergbaubetriebe unter Wert an Konzerne verkaufte, die in Verbindung mit Gertler stehen.<ref name=":1" />

Karriere[Bearbeiten]

1996 gründete Gertler die Unternehmensgruppe Dan Gertler International (DGI).<ref>Gertler, Dan (DGI Group). In: rough-polished.com. 3. Dezember 2009, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 13. November 2011; abgerufen am 15. Oktober 2021.</ref> Im folgenden Jahr kaufte er in der DR Kongo seine erste Mine.<ref name="Q1">Dan Gertler $1.22 B. In: forbes.com. 6. November 2017, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 7. November 2017; abgerufen am 15. Oktober 2021.</ref>

Glencore-Geschäfte im Kongo[Bearbeiten]

Das schweizerische Unternehmen Glencore betreibt mittels angeschlossener Firmen mehrere Minen im Kongo. Formal muss die staatliche kongolesische Minengesellschaft dem Abbau zustimmen. Glencore übernahm im Februar 2017 die Minen in Mutanda und Katanga für 960 Millionen USD. Gertler erhielt 534 Millionen USD vor Steuern für seine Vermittlung.<ref name="Q1" />

Glencore schaltete Gertler als Chef-Verhandlungsführer ein, als die Verhandlungen mit der staatlichen kongolesischen Minengesellschaft ins Stocken gerieten. Sein Auftrag wurde geheim gehalten. 2009 erhielt Gertler von Glencore einen Kredit über 45 Millionen USD mit der Klausel, das Geld könne sofort zurückgefordert werden, sollte nicht innerhalb von 3 Monaten der Minenvertrag mit einer zu Glencore gehörenden Firma im Kongo unterzeichnet werden. Nachdem die Geschäfte von Glencore in dem bitterarmen Kongo kontrovers öffentlich diskutiert wurden, entband Glencore Gertler von seinen Aufgaben.<ref name=":0" />

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein