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Daniel Cormier

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Daniel Cormier
Datei:Daniel Cormier taking a picture with a fan..jpg
Daniel Cormier (2017)
Daniel Cormier (2017)
Daten
Kampfname DC
Größe 1,80 m
Gewicht Schwergewicht
Nationalität Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Geburtsdatum 20. März 1979
Geburtsort Lafayette
Team American Kickboxing Academy in San José
Kampfstil Ringen
MMA-Statistik
Siege 22
K. o. 10
Aufgabe 5
Punkte 7
Niederlagen 3
K. o. 1
Punkte 2
Abbrüche 1

Daniel Ryan Cormier (* 20. März 1979 in Lafayette, Louisiana) ist ein ehemaliger US-amerikanischer Ringer und MMA-Kämpfer, der seine Profikarriere 2020 beendete.

Als Freistilringer im Schwergewicht war er unter anderem sechsfacher US-Meister und Gewinner der Panamerikameisterschaft 2002 sowie der Panamerikaspiele 2003. Darüber hinaus war er Teilnehmer der Olympischen Spiele 2004 (Platz 4) und 2008 (Nichtantritt). Als MMA-Kämpfer gewann er 2011/12 den Schwergewichts-Grand Prix von Strikeforce und konnte in der UFC 2015 den Titel im Halbschwergewicht sowie 2018 zusätzlich den Titel im Schwergewicht gewinnen, womit er der erst zweite gleichzeitige Champion zweier Gewichtsklassen der Organisation wurde.

2019 erhielt er von der National Wrestling Hall Of Fame – als bis dahin neunter Empfänger – mit dem George Tragos Award eine Auszeichnung für außergewöhnliche Ringer, die ihre Fähigkeiten und ihren Kampfgeist erfolgreich in den MMA-Sport eingebracht haben.<ref>National Wrestling Hall Of Fame, George Tragos Award</ref> Im gleichen Jahr wurde er zudem bei den ESPY-Awards als bis dahin erster MMA-Kämpfer des Jahres ausgezeichnet, wobei er sich in der Abstimmung gegen Henry Cejudo, Amanda Nunes und Israel Adesanya durchgesetzt hatte.<ref>Two-time Olympic wrestler Daniel Cormier becomes the first to win the ESPY as Best MMA Fighter</ref>

2022 wurde er in die UFC Hall of Fame<ref>UFC Hall of Fame - Daniel Cormier</ref> und 2024 in die Louisiana Sports Hall of Fame aufgenommen.<ref>Daniel Cormier Inducted into Louisiana Sports Hall of Fame</ref>

Karriere im Ringen[Bearbeiten]

Cormier war als Ringer an der Northside High School in Lafayette aktiv, wo er eine Gesamtbilanz von 101 Siegen und 9 Niederlagen erreichte, wobei er von 1995 bis 1997 dreimal in Folge den Landesmeistertitel von Louisiana der Division I (LHSAA) gewinnen konnte. Bei den Kadetten-Weltmeisterschaften 1995 in Budapest gewann er Bronze im griechisch-römischen Stil (83 kg). Am Colby Community College in Kansas erzielte er eine makellose Ringerbilanz von 61-0 und war 1998 sowie 1999 jeweils nationaler Meister der NJCAA. An der Oklahoma State University erzielte er eine Bilanz von 53-10 und erreichte in seinem Abschlussjahr 2001 nach einer Finalniederlage gegen Cael Sanderson den zweiten Platz der NCAA Division I (83,5 kg), womit seine Auszeichnung als All-American verbunden war.<ref>Daniel Cormier, National Wrestling Hall Of Fame</ref> Zudem gewann er mit seinem Team zweimal die Big 12 Conference.<ref>50th Anniversary Homecoming Set for Oct. 27-Nov. 1</ref> Cormier wurde 2009 in die Hall of Fame der NJCAA, 2014 in die Hall of Fame des Colby Community College und 2021 in die Louisiana High School Sports Hall of Fame aufgenommen.<ref>Colby Community College Hall of Fame</ref>

Als Freistilringer gewann er in der Schwergewichts-Klasse (96 kg) von 2003 bis 2008 sechsmal in Folge die US-Meisterschaften<ref>Cormier Named Honorary World Cup Captain</ref> sowie 2002 die Panamerikameisterschaften in Caracas und 2003 die Panamerikaspiele in Santo Domingo.<ref>Daniel Cormier WIns Gold at Pan Am Games</ref> Bei der Weltmeisterschaft 2003 in New York City erreichte er nach einer Niederlage gegen Alireza Heidari Platz 5 und konnte an den Olympischen Spielen 2004 in Athen teilnehmen, wo er Radovan Valach und Bartłomiej Bartnicki bezwang, ehe er im Halbfinale gegen Chadschimurad Gazalow ausschied. Beim Kampf um Bronze unterlag er erneut gegen Alireza Heidari.<ref>Daniel Cormier Finishes Fourth in Olympic Debut</ref>

Beim Weltcup 2005 in Taschkent erreichte er mit dem US-Team den vierten Platz, während er in der Individualwertung den 2. Platz belegte, nachdem er sich gegen Ruslan Chintschagow, Hadi Pouralijan, Michel Batista und Xetaq Qazyumov durchgesetzt und nur einen Kampf gegen Wasili Tesmenetzki verloren hatte.<ref>U.S. places fourth in Freestyle World Cup, going 2-3 in dual meets; Abas wins all five matc</ref> 2007 gewann er jeweils Bronze bei den Panamerikaspielen in Rio de Janeiro und der Weltmeisterschaft in Baku. Bei der WM hatte er Ian Wardell und Ruslan Sheikhau besiegt, ehe er gegen Saeid Ebrahimi ausgeschieden war und in die Hoffnungsrunde musste. Dort sicherte er sich den dritten Platz mit Siegen gegen Kiyotaka Kodaira und Aleksei Krupnyakow.<ref>Daniel Cormier wins bronze medal as U.S. places fourth in team race at World Championships</ref>

Mit diesem Erfolg war er für die Olympischen Spiele 2008 in Peking qualifiziert und wurde zum Teamkapitän der Freistilringer ernannt,<ref>Cormier named captain of the U.S. Olympic freestyle wrestling team</ref> konnte jedoch aufgrund gesundheitlicher Probleme nicht antreten und schied kampflos aus.<ref>Daniel Cormier Hospitalized, Withdraws From 2008 Olympic Games</ref><ref>Daniel Cormier, Wrestling Records</ref>

Karriere im MMA[Bearbeiten]

Cormier bestritt von September 2009 bis Januar 2013 elf siegreiche MMA-Kämpfe, acht davon bei Strikeforce. Er wurde als Ersatzkämpfer für den acht Mann umfassenden Strikeforce-Grand Prix im Schwergewicht 2011 aufgestellt und festigte diese Position mit einem siegreichen Ausscheidungskampf gegen Jeff Monson. Er konnte dann im Halbfinale den aufgrund einer Verletzung aus dem Turnier ausgeschiedenen Alistair Overeem ersetzen und siegte per K.o. in der ersten Runde gegen Antônio Silva, womit er sich für den Finalkampf qualifizierte, den er am 19. Mai 2012 im kalifornischen San José einstimmig gegen Josh Barnett gewann.<ref>Why the Strikeforce Grand Prix Was a Huge Failure</ref>

Nachdem Strikeforce 2011 von der UFC-Muttergesellschaft Zuffa gekauft worden war, wurden ab Januar 2013 alle Kämpfer der Organisation in die UFC übernommen.<ref>Die Invasion von Strikeforce</ref><ref>Fighter of the Decade Resume: Daniel Cormier</ref> Cormier gewann sein Debüt am 20. April 2013 bei UFC on Fox 7 in San José durch einstimmige Punktentscheidung gegen den ehemaligen UFC-Schwergewichtschampion Frank Mir.<ref>UFC on FOX 7 Live Blog: Frank Mir vs. Daniel Cormier</ref> Nach einem weiteren einstimmigen Sieg, am 19. Oktober 2013 gegen Roy Nelson,<ref>UFC 166 Results: Daniel Cormier Decisions Roy Nelson in Last Fight at Heavyweight</ref> wechselte Cormier vom Schwer- in das Halbschwergewicht. Dort gewann er seinen ersten Kampf am 22. Februar 2014 durch TKO in Runde 1 gegen Patrick Cummins, der mit nur zehn Tagen Vorlaufzeit als Ersatzgegner für den eigentlich vorgesehenen Rashad Evans eingesprungen war.<ref>UFC 170 Results: Daniel Cormier Crushes Patrick Cummins' “Rocky” Dream with Quick Stoppage</ref> Am 24. Mai 2014 gewann er mit einem Würgegriff per Submission in der dritten Runde gegen Dan Henderson, ein ehemaliger Strikforce-Champion und zweifacher UFC-Titelherausforderer, der ebenfalls als Ringer zweimal an Olympischen Spielen teilgenommen hatte.<ref>UFC 173 results, photos: Daniel Cormier chokes out Dan Henderson</ref>

Am 3. Januar 2015 konnte er bei UFC 182 in Las Vegas gegen den Halbschwergewichts-Titelträger Jon Jones antreten, nachdem dessen ursprünglicher Herausforderer Alexander Gustafsson verletzungsbedingt aus dem Kampf ausgestiegen war. Cormier und Jones lieferten sich schon seit Jahren in den Medien einen Schlagabtausch über einen möglichen Kampf und auch während der Pressekonferenz zur Bewerbung des Titelkampfes war es zu einer tätlichen Auseinandersetzung beider Sportler gekommen, die erst vom Sicherheitspersonal geschlichtet werden konnte.<ref>Jon Jones, Daniel Cormier go at it</ref> Den Titelkampf selbst verlor Cormier dann einstimmig nach Punkten.<ref>UFC 182 results: Jon Jones tested, but defends title against Daniel Cormier</ref>

Nachdem Jones der Titel im April 2015 aberkannt worden war,<ref>Jon Jones stripped of light heavyweight title, suspended by UFC</ref> konnte Cormier am 23. Mai 2015 bei UFC 187 in Las Vegas um den nun vakanten Titel kämpfen und siegte dabei mit einem Würgegriff per Submission in Runde 3 gegen die Nummer 1 der Herausforderer, Anthony Johnson.<ref>On This Day: DC Strikes Gold at 205 Pounds</ref> Seine erste Titelverteidigung gewann er am 3. Oktober 2015 durch Punktentscheidung gegen Alexander Gustafsson<ref>Cormier outlasts Gustafsson for split decision</ref> und gewann am 9. Juli 2016 in einem Nichttitelkampf auch einstimmig nach Punkten gegen Anderson Silva, der mit nur zwei Tagen Vorlaufzeit als Ersatzgegner für Jon Jones einsprang, welcher aufgrund eines Dopingvergehens aus dem Kampf ausgeschieden war.<ref>Daniel Cormier defeats Anderson Silva by unanimous decision</ref> Eine weitere Titelverteidigung gewann er am 8. April 2017 durch einen Würgegriff per Submission in Runde 2 in einem Rematch gegen Anthony Johnson.<ref>UFC 210 results: Daniel Cormier submits Anthony Johnson, who retires</ref>

Am 29. Juli 2017 kam es bei UFC 214 in Anaheim zum Rückkampf zwischen Cormier und Jones, wobei Jones durch TKO in der dritten Runde gewinnen konnte. Der Kampfausgang wurde jedoch im September 2017 durch die kalifornische Sportkommission annulliert und als wertungslos gewertet (No Contest), nachdem Jones positiv auf das verbotene Steroid Turinabol getestet worden war.<ref>Jon Jones vs. Daniel Cormier at UFC 214 overturned to no-contest</ref> Cormier wurde wieder zum Champion ernannt und verteidigte seinen Titel als Nächstes am 20. Januar 2018 durch TKO in der zweiten Runde gegen Volkan Özdemir.<ref>Daniel Cormier outwrestles, then finishes, Volkan Oezdemir in second round</ref>

Seinen nächsten Kampf bestritt er am 7. Juli 2018 bei UFC 226 in Las Vegas gegen den Titelträger im Schwergewicht, Stipe Miočić und gewann durch K.o. in der ersten Runde.<ref>UFC 226 results, highlights: Daniel Cormier knocks out Stipe Miocic for heavyweight title</ref> Er vereinte damit die Titel im Halbschwer- sowie Schwergewicht und wurde damit zum zweiten gleichzeitigen Doppelchampion der Organisation nach Conor McGregor.<ref>UFC 226 results: Daniel Cormier KOs Stipe Miocic to win second title, calls out Brock Lesnar</ref> Den Schwergewichtstitel verteidigte er am 3. November 2018 per Würgegriff durch Submission in Runde 2 gegen Derrick Lewis.<ref>UFC 230: Daniel Cormier makes easy work of Derrick Lewis to defend heavyweight title</ref> Den Halbschwergewichtstitel legte er schließlich im Dezember 2018 nieder.<ref>Jon Jones on Daniel Cormier: 'It wasn't ever really his belt'</ref>

Am 17. August 2019 verlor er seinen Schwergewichtstitel im Rahmen eines Rückkampfes durch TKO in der vierten Runde an Stipe Miočić.<ref>UFC 241 results: Stipe Miocic avenges loss to Daniel Cormier, regains heavyweight title</ref> Fast ein Jahr später, am 15. August 2020, kämpfte Cormier erneut gegen Miočić um den Titel, verlor jedoch einstimmig nach Punkten und beendete seine Karriere.<ref>UFC 252: Stipe Miocic outpoints Daniel Cormier in Las Vegas to retain heavyweight title</ref>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Daniel Cormier – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />