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Decanal

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Strukturformel
Strukturformel von Decanal
Allgemeines
Name Decanal
Andere Namen
  • Caprinaldehyd
  • 1-Decanal
Summenformel C10H20O
Kurzbeschreibung

farblose Flüssigkeit mit charakteristischem Geruch<ref name="GESTIS" />

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 203-957-4
ECHA-InfoCard 100.003.598
PubChem 8175
ChemSpider 7883
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1492: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1492: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 156,3 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig<ref name="GESTIS" />

Dichte

0,83 g·ml−1<ref name="GESTIS">Eintrag zu Decanal in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>

Schmelzpunkt

7 °C<ref name="GESTIS" />

Siedepunkt

207–209 °C<ref name="GESTIS" />

Dampfdruck

8,2 Pa (20 °C)<ref name="GESTIS" />

Löslichkeit

praktisch unlöslich in Wasser (48 mg·l−1 bei 25 °C)<ref name="GESTIS" />

Brechungsindex

1,428<ref name="Sigma">Datenblatt Decanal ≥98% bei Sigma-AldrichVorlage:Abrufdatum (PDF).</ref>

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="GESTIS" />
Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 319​‐​412
P: 273​‐​305+351+338<ref name="GESTIS" />
Toxikologische Daten
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C

Decanal ist ein Aldehyd (anderer Name „Decylaldehyd“)<ref>Fritz Ullmann, Wilhelm Foerst: Encyklopädie der technischen Chemie, Band 14, 1963, S. 736</ref> mit der Halbstrukturformel CH3(CH2)8CHO.

Vorkommen[Bearbeiten]

Datei:OrangeBloss wb.jpg
Das Öl von Orangen enthält natürlicherweise Decanal

Decanal ist ein natürlicher Bestandteil der ätherischen Öle verschiedener Zitrusfrüchte, zum Beispiel von Orangenschalenöl<ref name="Ullmann" /><ref name="Jürgen Falbe, Manfred Regitz" /> und Neroliöl<ref name="Ullmann" /><ref name="Jürgen Falbe, Manfred Regitz" /> und kommt in Früchten bzw. Schalen von Limetten,<ref name="Dr.Dukes 52575" /> Citrus limon,<ref name="Dr.Dukes 52575" /> Calamondinorangen,<ref name="Dr.Dukes 52575" /> Grapefruits,<ref name="Dr.Dukes 52575" /> Mandarinen,<ref name="Dr.Dukes 52575" /> und Orangen,<ref name="Dr.Dukes 52575" /> vor. Die Blätter von Crotalaria ochroleuca enthalten über 4 % Decanal.<ref name="ZFN"/> Daneben kann Decanal auch in Malabargras,<ref name="Dr.Dukes 58554" /> Echtem Johanniskraut,<ref name="Dr.Dukes 58554" /> Bolivianischem Koriander,<ref name="Dr.Dukes 58554" /> Ingwer,<ref name="Dr.Dukes 58554" /> Zitronenstrauch,<ref name="Dr.Dukes 52575" /> Dill,<ref name="Dr.Dukes 52575" /> Papaya,<ref name="Dr.Dukes 52575" /> Färberdistel,<ref name="Dr.Dukes 52575" /> Echtem Kümmel,<ref name="Dr.Dukes 52575" /> Echtem Koriander,<ref name="Dr.Dukes 52575" /> Zitronengras<ref name="Dr.Dukes 52575" /> und Cynara cardunculus,<ref name="Dr.Dukes 52575" /> nachgewiesen werden.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Decanal kann durch Oxidation von Decan-1-ol mit Chromtrioxid/Pyridin in Dichlormethan gewonnen werden.<ref name="DOI10.15227/orgsyn.055.0084">OXIDATION WITH THE CHROMIUM TRIOXIDE-PYRIDINE COMPLEX PREPARED in situ:1-DECANAL. In: Organic Syntheses. Band 55, 1976, S. 84, doi:10.15227/orgsyn.055.0084.</ref>

Eigenschaften[Bearbeiten]

Decanal ist eine farblose Flüssigkeit mit charakteristischem Geruch. Sie bildet bei erhöhter Temperatur entzündliche Dampf-Luft-Gemische. Die Verbindung hat einen Flammpunkt von 90 °C.<ref name="GESTIS" /><ref name="Brandes">E. Brandes, W. Möller: Sicherheitstechnische Kenngrößen – Band 1: Brennbare Flüssigkeiten und Gase, Wirtschaftsverlag NW – Verlag für neue Wissenschaft GmbH, Bremerhaven 2003.</ref> Die Zündtemperatur beträgt 195 °C.<ref name="GESTIS" /><ref name="Brandes" /> Der Stoff fällt somit in die Temperaturklasse T4.

Verwendung[Bearbeiten]

Decanal hat einen süßen, blumigen Geruch, der an Orangenschalen erinnert. Es wird deshalb unter anderem als Aromastoff in der Lebensmittelindustrie und als Duftstoff in der Parfumindustrie eingesetzt.<ref name="Jürgen Falbe, Manfred Regitz" /> Bekannt ist der Einsatz als „Aldehydakkord“ (Decanal, Undecanal, Dodecanal 1:1.1) im Parfüm Chanel Nº 5, der diesem den spezifischen Geruch gab.<ref>Beschreibung Chanel Nº 5 auf Parfumo, abgerufen am 9. Dezember 2016.</ref>

Weblinks[Bearbeiten]

Wiktionary: Decanal – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="Dr.Dukes 52575">Vorlage:DrDukesDB</ref> <ref name="Dr.Dukes 58554">Vorlage:DrDukesDB</ref> <ref name="Jürgen Falbe, Manfred Regitz">Jürgen Falbe, Manfred Regitz: RÖMPP Lexikon Chemie, 10. Auflage, 1996–1999 Band 2: Cm - G. Georg Thieme Verlag, 2014, ISBN 978-3-13-199981-8, S. 228 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> <ref name="Ullmann">Ullmanns Encyklopädie der technischen Chemie. Wiley, 1981, ISBN 3-527-20020-7, S. 206 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> <ref name="ZFN">H. J. Bestmann, M. Pietschmann, K. Steinmeier, O. Vostrowsky: Flüchtige Inhaltsstoffe von Crotalaria ochroleuca und deren Wirkung auf Schadinsekten / Volatile Constituents from Crotalaria ochroleuca and Their Effect on Pest Insects. In: Zeitschrift für Naturforschung C. 46, 1991, S. 579–584 (PDF, freier Volltext).</ref> </references>