Delamanid
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| Allgemeines | |||||||||||||||||||
| Name | Delamanid | ||||||||||||||||||
| Andere Namen |
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| Summenformel | C25H25F3N4O6 | ||||||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | |||||||||||||||||||
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| Arzneistoffangaben | |||||||||||||||||||
| ATC-Code | |||||||||||||||||||
| Eigenschaften | |||||||||||||||||||
| Molare Masse | 534,49 g·mol−1 | ||||||||||||||||||
| Schmelzpunkt |
195–196 °C<ref name="SDS"/> | ||||||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | |||||||||||||||||||
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| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | |||||||||||||||||||
Delamanid (Handelsname Deltyba, Hersteller Otsuka Pharmaceutical) ist ein Arzneistoff aus der Gruppe der Dihydro-Nitroimidazooxazole, der in der Behandlung von multiresistenter Tuberkulose eingesetzt wird.<ref name="roempp">Eintrag zu Delamanid. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum</ref>
Anwendungsgebiet[Bearbeiten]
Am 28. April 2014 erteilte die Europäische Kommission Delamanid als Deltyba eine Zulassung zur Behandlung der multiresistenten Tuberkulose in der gesamten Europäischen Union.<ref>Zusammenfassung des EPAR für die Öffentlichkeit. EMA, April 2014, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 19. März 2017; abgerufen am 4. April 2017. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., EU/1/13/875, abgerufen am 11. Mai 2020.</ref> In der EU hat Deltyba den Status eines Orphan-Arzneimittels.<ref>Union Register of medicinal products for human use – Deltyba, EU/1/13/875, abgerufen am 12. Mai 2020.</ref> Es wird eingesetzt, wenn die Standardmedikamente Isoniazid (INH), Rifampicin (RMP), Ethambutol (EMB), Pyrazinamid (PZA) und Streptomycin (SM) versagen.<ref>Medscape Deutschland: Multiresistente Tuberkulose: Bald zwei neue Wirkstoffe in der EU zugelassen?, 16. Januar 2014.</ref>
Erstmals beschrieben wurde der Wirkstoff 2003 unter dem Entwicklungscode OPC-67683.<ref></ref>
Wirkungsmechanismus[Bearbeiten]
Delamanid stört den Zellwandaufbau über eine Hemmung der Biosynthese von Mykolsäuren (IC50 = 0,036 μg/mL bzw. 0,021 μg/mL).<ref name="roempp" />
Wechselwirkungen[Bearbeiten]
Delamanid interagiert mit starken Induktoren des Leberenzyms Cytochrom P450 3A4, zum Beispiel Carbamazepin, sowie mit anderen Arzneimitteln, die die QT-Zeit verlängern.<ref>D. Biermann: EU-Zulassung von Delamanid gegen multiresistente Tuberkulose, Pharmazeutische Zeitung, 14. Mai 2014.</ref>
Aufnahme und Verteilung im Körper[Bearbeiten]
Nach oraler Aufnahme wird nach 4–5 h die maximale Konzentration erreicht. Die Halbwertszeit nach Ende der Einnahme liegt bei 38 h. Nach 10–14 Tagen wird das Steady state (Gleichgewichtskonzentration) erreicht.<ref>A. S. Xavier, M. Lakshmanan: Delamanid: A new armor in combating drug-resistant tuberculosis. In: Journal of Pharmacology & Pharmacotherapeutics. Band 5, Nummer 3, Juli 2014, S. 222–224, doi:10.4103/0976-500X.136121, PMID 25210407, PMC 4156838 (freier Volltext).</ref>
Siehe auch[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
Weblinks[Bearbeiten]
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- ATC-J04
- Stoff mit Verdacht auf reproduktionstoxische Wirkung
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