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Demidowo (Kaliningrad)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Siedlung
Demidowo
Groß Uderballen (Großudertal) und Augstupöhnen (Uderhöhe)

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Flagge Wappen
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Föderationskreis Nordwestrussland
Oblast Kaliningrad
Rajon Gwardeisk
Gegründet 1684 (Groß Uderballen),
1689 (Augstupöhnen)
Frühere Namen Uderballen (vor 1785),
Groß Uderballen (bis 1938),
Großudertal (1938–1946);
Austupoehnen (nach 1820),
Augstupöhnen (bis 1938),
Uderhöhe (1938–1946)
Bevölkerung 68 Einwohner
(Stand: 1. Okt. 2021)<ref name="einwohner_aktuell">Таблица 1.10 «Численность населения городских округов, муниципальных районов, муниципальных округов, городских и сельских поселений, городских населенных пунктов, сельских населенных пунктов» Программы итогов Всероссийской переписи населения 2020 года, утвержденной приказом Росстата от 28 декабря 2021г. № 963, с данными о численности постоянного населения каждого населенного пункта Калининградской области. (Tabelle 1.10 „Bevölkerungsanzahl der Stadtkreise, munizipalen Rajons, Munizipalkreise, städtischen und ländlichen Siedlungen [insgesamt], städtischen Orte, ländlichen Orte“ der Ergebnisse der Allrussischen Volkszählung von 2020 [vollzogen am 1. Oktober 2021], genehmigt durch die Verordnung von Rosstat vom 28. Dezember 2021, Nr. 963, mit Angaben zur Zahl der Wohnbevölkerung jedes Ortes der Oblast Kaliningrad.)</ref>
Zeitzone UTC+2
Telefonvorwahl (+7) 40159
Postleitzahl 238222
Kfz-Kennzeichen 39, 91
OKATO 27 206 000 013
Geographische Lage
Koordinaten 54° 44′ N, 21° 0′ OKoordinaten: 54° 44′ 14″ N, 21° 0′ 30″ O
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Groß Uderballen (Großudertal) und Augstupöhnen (Uderhöhe)
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Demidowo (Kaliningrad) (Europäisches Russland)
Demidowo (Kaliningrad) (Europäisches Russland)
Lage im Westteil Russlands
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Demidowo (Kaliningrad) (Oblast Kaliningrad)
Lage in der Oblast Kaliningrad

Demidowo ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist ein Ort in der russischen Oblast Kaliningrad. Er gehört zur kommunalen Selbstverwaltungseinheit Stadtkreis Gwardeisk im Rajon Gwardeisk.

Geographische Lage[Bearbeiten]

Demidowo am Udergraben (russisch: Slawnaja) im östlichen Samland liegt an der Kommunalstraße 27K-174 von Slawinsk (Goldbach) an der Regionalstraße 27A-028 (ex R512) nach Ossinowka (Stampelken). Eine Bahnanbindung besteht nicht. Bis 1945 war Slawinsk die nächste Bahnstation an der Bahnstrecke Tapiau-Labiau (Gwardeisk-Polessk) der Wehlau–Friedländer Kreisbahnen, die nicht mehr in Betrieb ist.

Geschichte[Bearbeiten]

Datei:Elbing-Königsberg1910.jpg
Groß Uderballen, östlich von Königsberg, auf einer Landkarte von 1910.

Groß Uderballen (Großudertal)[Bearbeiten]

Das einstige Groß Uderballen<ref>D. Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Großudertal</ref> wurde 1684 als Schatulldorf gegründet. Im Jahre 1874 wurde der Ort in den neu errichteten Amtsbezirk Groß Fritschienen (russisch: Ostrikowo, nicht mehr existent) eingegliedert,<ref name="Jehke">Rolf Jehke, Amtsbezirk Groß Fritschienen</ref> der bis 1945 bestand und zum Kreis Wehlau im Regierungsbezirk Königsberg der preußischen Provinz Ostpreußen gehörte.

In Groß Uderballen mit dem Ortsteil Klein Uderballen (1938–1945 Kleinudertal, russisch: Talalichino, nicht mehr existent) waren 1910 insgesamt 306 Einwohner gemeldet.<ref name="Uli">M. W. Ehrenreich: Landkreis Wehlau. In: Gemeindeverzeichnis 1900. U. Schubert, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 5. März 2016; abgerufen am 20. Dezember 2025 (Stand 1. Dezember 1910).</ref> Ihre Zahl betrug 1933 noch 252 und belief sich 1939 auf 255.<ref name="Rade">Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref> Aus politisch-ideologischen Gründen wurde Groß Uderballen am 3. Juni 1938 (bestätigt am 16. Juli 1939) in „Großudertal“ umbenannt.

Augstupöhnen (Uderhöhe)[Bearbeiten]

Fünf Jahre nach Groß Uderballen wurde – ebenfalls als Schatulldorf – der Nachbarort Augstupöhnen gegründet. Auch er wurde 1874 dem neu gebildeten Amtsbezirk Groß Fritschienen (russisch: Ostrikowo, nicht mehr existent) zugeordnet<ref name="Jehke" /> und gehörte somit bis 1945 zum Kreis Wehlau im Regierungsbezirk Königsberg der preußischen Provinz Ostpreußen.

Zu Augstupöhnen gehörte der Ortsteil Klein Grünlauken (russisch: Wekowoje, nicht mehr existent). Die Einwohnerzahl beider Orte belief sich 1910 auf 139,<ref name="Uli" /> betrug 1933 noch 122 und 1939 bereits wieder 134.<ref name="Rade" /> Augstupöhnen bekam am 3. Juni 1938 mit Bestätigung vom 16. Juli 1938 die Umbenennung in „Uderhöhe“.

Demidowo[Bearbeiten]

Nachdem der Ort Großudertal in Folge des Zweiten Weltkriegs mit dem nördlichen Ostpreußen der Sowjetunion zugeordnet worden war, bekam er 1947 (als Groß Uderballen) die russische Bezeichnung Demidowo und wurde gleichzeitig dem Dorfsowjet Slawinski selski Sowet im Rajon Gwardeisk zugeordnet.<ref>Durch den Указ Президиума Верховного Совета РСФСР от 17 ноября 1947 г. «О переименовании населённых пунктов Калининградской области» (Verordnung des Präsidiums des Obersten Rats der RSFSR "Über die Umbenennung der Orte der Oblast Kaliningrad" vom 17. November 1947)</ref> Allem Anschein nach ohne einen Erlass wurde auch das benachbarte Augstupöhnen/Uderhöhe mit in Demidowo einbezogen. Von 2005 bis 2014 gehörte Demidowo zur Landgemeinde Slawinskoje selskoje posselenije und seither zum Stadtkreis Gwardeisk.

Kirche[Bearbeiten]

Groß Uderballen mit Klein Uderballen (bzw. Großudertal mit Kleinudertal) sowie Augstupöhnen (bzw. Uderhöhe) mit Klein Grünlauken waren aufgrund ihrer mehrheitlich evangelischen Bevölkerung in das Kirchspiel der Kirche Goldbach (Ostpreußen) eingepfarrt. Es gehörte zum Kirchenkreis Wehlau (heute russisch: Snamensk) in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union. Letzter deutscher Geistlicher war Pfarrer Ernst Struwe.

Heute liegt Demidowo im Einzugsbereich der neu entstandenen evangelisch-lutherischen Gemeinde in Gwardeisk (Tapiau), einer Filialgemeinde der Auferstehungskirche in Kaliningrad (Königsberg) in der Propstei Kaliningrad<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Evangelisch-lutherische Propstei Kaliningrad (Memento vom 29. August 2011 im Internet Archive)</ref> der Evangelisch-lutherischen Kirche Europäisches Russland.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang Stadt: Gwardeisk (Tapiau)

Siedlungen: Belowo (Perpolken) | Berjosowka (Groß Ottenhagen) | Bolschaja Poljana (Paterswalde) | Bolschije Gorki ((Groß) Weißensee) | Borskoje (Schiewenau) | Cholmy (Adlig Popelken) | Dalneje ((Groß) Schirrau) | Demidowo (Augstupöhnen/Uderhöhe und Groß Uderballen/Großudertal) | Detskoje (Götzendorf) | Diwnoje (Alt Ilischken) | Gordoje (Bürgersdorf) | Gribki (Langhöfel) | Istrowka (Schaberau und Zargen) | Jablonowka (Bartenhof) | Jagodnoje (Lindendorf) | Jarki (Karpau) | Jassenskoje ((Groß) Kuglack) | Jelnjaki (Frischenau) | Jerschowo (Grünlinde) | Kalinkowo (Irglacken) | Komsomolsk (Löwenhagen) | Krasny Bor (Starkenberg) | Krasny Jar (Parnehnen) | Kruglowka (Neuendorf) | Kuibyschewskoje (Petersdorf) | Kurgan (Kuxtern) | Liwny (Stobingen) | Losowoje (Kremitten und Podollen) | Lunino (Sanditten) | Malinowka (Biothen und Podewitten) | Olchowka (Köllmisch Damerau und Kawerninken/Kawernicken) | Oserki (Groß Lindenau) | Osjornoje (Groß Barthen und Klein Hohenhagen) | Ossinowka (Stampelken) | Ostrowskoje (Seewalde) | Poddubnoje (Groß Keylau) | Prigorodnoje (Haselberg) | Prudnoje (Alt Wehlau) | Prudy (Genslack) | Ratnoje (Freudenberg) | Retschnoje (Magotten) | Roschtschino (Possindern) | Rownoje (Romau) | Rutschji (Bieberswalde) | Sabarje (Moterau) | Saretschje (Pregelswalde) | Semjonowo (Fuchsberg und Marienhagen) | Slawinsk (Goldbach) | Snamensk (Wehlau) | Sokolniki (Langendorf) | Soldatowo (Friedrichsthal) | Sorino (Poppendorf) | Suchodolje (Klein Nuhr) | Suworowo (Zohpen) | Swenjewoje (Popehnen) | Talpaki (Taplacken) | Telmanowo (Richau) | Tumanowka (Gauleden) | Welikolukskoje (Wargienen) | Wessjoly (Linkehnen) | Wischnjowoje (Kapkeim) Vorlage:Klappleiste/Ende