Dienstadt
Dienstadt Stadt Tauberbischofsheim
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(345)&title=Dienstadt 49° 38′ N, 9° 37′ O
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| Höhe: | 299 m ü. NN | |||||
| Einwohner: | 345 (27. Apr. 2019)<ref name="OrtsteileTBB" /> | |||||
| Eingemeindung: | 1. Januar 1972 | |||||
| Postleitzahl: | 97941 | |||||
| Vorwahl: | 09341 | |||||
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Dienstadt ist einer von sieben Stadtteilen von Tauberbischofsheim im Main-Tauber-Kreis in Baden-Württemberg.<ref name="LEO-BW.de_Dienstadt">Dienstadt - Altgemeinde~Teilort - Detailseite - LEO-BW. In: leo-bw.de. Abgerufen am 13. Mai 2020.</ref> Der Ort hat 345 Einwohner.<ref name="OrtsteileTBB">Stadt Tauberbischofsheim: Start >> Stadt & Politik >> Unser TBB >> Stadtteile >> Dienstadt. Online auf www.tauberbischofsheim.de. Abgerufen am 27. April 2019.</ref>
Geographie[Bearbeiten]
Geographische Lage[Bearbeiten]
Dienstadt liegt etwa vier Kilometer westlich von Tauberbischofsheim im Rinderbachtal.<ref name="OrtsteileTBB" /> Das kleine Dorf liegt in Talrichtung an einer Weitung am Oberlauf des in den Mittleren Muschelkalk eingetieften Rinderbachs. Seit 1966 wuchs der Ort im Gewann Kirchberg. Auf der Gemarkung liegt außer dem Dorf Dienstadt kein weiterer Wohnplatz.<ref name="LEO-BW.de_Dienstadt" />
Nachbargemeinden[Bearbeiten]
Jenseits des Dorfes grenzt im Südwesten Königheim an, im Nordwesten Eiersheim, im Nordosten Hochhausen und im Westen Tauberbischofsheim.<ref name="LEO-BW.de_Dienstadt" />
Schutzgebiete und Naturdenkmale[Bearbeiten]
Auf Teilen der Dienstädter Gemarkung gibt es seit 1942 mit dem Stammberg eines der ältesten Naturschutzgebiete des Landes Baden-Württemberg. Die anderen Teile liegen auf der Tauberbischofsheimer Gemarkung. Das Naturschutzgebiet umfasste zunächst 31,1 Hektar. 1970 wurden 23 Hektar des Stammbergs als Bannwald ausgewiesen. 1997 kam es zu einer Erweiterung des Naturschutzgebietes auf eine Fläche von 79,6 Hektar.<ref name="Stammberg_Literatur">Reinhard Wolf, Ulrike Kreh (Hrsg.): Die Naturschutzgebiete im Regierungsbezirk Stuttgart. Thorbecke, Ostfildern 2007, S. 366–368 (Stammberg).</ref>
Daneben gibt es ein flächenhaftes Naturdenkmal: Naturdenkmal Felspartie Schlüsseläcker Im Grund (Schutzgebiets-Nr. 81281150008); 0,3 ha; flächenhaftes Naturdenkmal; seit dem 10. März 1992 (siehe auch: Liste der Naturdenkmale in Tauberbischofsheim).<ref>LUBW Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg: 81281150008 Felspartie Schlüsseläcker Im Grund. Online auf udo.lubw.baden-wuerttemberg.de. Abgerufen am 18. Oktober 2016.</ref>
Geschichte[Bearbeiten]
Mittelalter[Bearbeiten]
Im Jahre 1314 wurde das Dorf Dienstadt erstmals urkundlich als Distad erwähnt. Es handelt sich um eine Ausbausiedlung der Merowingerzeit. Der Ort wurde bei der Erstnennung des Hofes des Eberhard von Rosenberg erwähnt.<ref name="LEO-BW.de_Dienstadt" /> Bereits im Jahre 1341 wurde der Ort umbenannt in Dienstadt. Im 14./15. Jahrhundert ging der Ort durch einen Kauf vollständig in den Besitz des Hospitals von Bischofsheim über.<ref name="OrtsteileTBB" /> Dienstadt stand danach wohl stets in engem Zusammenhang mit Tauberbischofsheim. Im Jahre 1433 gehörte der Ort der Stadt Tauberbischofsheim und sollte im Tausch unmittelbar unter das erzbischöfliche Amt kommen.<ref name="LEO-BW.de_Dienstadt" />
Neuzeit[Bearbeiten]
Noch im Jahre 1668 stand das Niedergericht jedoch dem Spital Tauberbischofsheim zu. Alle übrigen Herrschaftsrechte und Amtszugehörigkeiten sind vergleichbar mit der Geschichte von Tauberbischofsheim.<ref name="LEO-BW.de_Dienstadt" /> Bis 1803 gehörte Dienstadt zu Mainz, dann bis 1806 zu Leiningen, anschließend kam es zu Baden.<ref name="OrtsteileTBB" />
Ab 1813 gehörte der Ort zum Bezirksamt Tauberbischofsheim, das wiederum im Landkreis Tauberbischofsheim und 1973 im Main-Tauber-Kreis aufging. Am 1. Januar 1972 wurde Dienstadt im Zug der Gebietsreform in Baden-Württemberg nach Tauberbischofsheim eingemeindet.<ref></ref>
Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]
| Jahr | Dienstädter Bevölkerung | Sonstiges |
|---|---|---|
| 1961 | 243 | Volks-, Berufs- und Arbeitsstättenzählungen in Westdeutschland vom 6. Juni 1961 (Gemeindeverzeichnis) |
| 1970 | 258 | Volks-, Berufs- und Arbeitsstättenzählungen in Westdeutschland vom 27. Mai 1970 (Gemeindeverzeichnis) |
| 2015 | 336 | Fortgeschriebene Daten der Stadt Tauberbischofsheim anhand der Volkszählung in der Europäischen Union 2011 (Zensus) |
Quellen: Gemeindeverzeichnis<ref></ref> und Angaben der Stadt Tauberbischofsheim
Politik[Bearbeiten]
Ortschaftsrat und Ortsvorsteher[Bearbeiten]
Der Ortschaftsrat besteht aus drei Personen.
Ortsvorsteher ist Falk Meindl. Sein Stellvertreter ist Horst Meltzer.<ref>Der Ortschaftsrat von Dienstadt. Abgerufen am 10. September 2024.</ref>
Wappen[Bearbeiten]
Das Wappen von Dienstadt zeigt in Silber auf grünem Boden den heiligen Jakob in rotem Ornat und mit goldenem Nimbus, in der Rechten ein goldenes Buch, in der Linken einen goldenen Pilgerstab haltend.<ref>Hans Georg Zier, Julius Friedrich Kastner: Wappenbuch des Landkreises Tauberbischofsheim. Fränkische Nachrichten, Tauberbischofsheim 1967.</ref>
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Wirtschaft[Bearbeiten]
Wasserversorgung[Bearbeiten]
Verkehr[Bearbeiten]
In Tauberbischofsheim besteht nach etwa fünf Kilometern Anschluss an die Bahnstrecke Lauda–Wertheim.
Bei Tauberbischofsheim befindet sich nach etwa sieben Kilometern seit 1972 die Anschlussstelle Tauberbischofsheim an die Bundesautobahn 81.
Wohnen und Bauen[Bearbeiten]
Dienstadt verfügt über ein Baugebiet „Wanne“.<ref>Stadt Tauberbischofsheim: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Stadtteil Dienstadt - Baugebiet "Wanne" ( des Vorlage:IconExternal vom 27. Mai 2015 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.. online auf www.tauberbischofsheim.de. Abgerufen am 26. Mai 2015.</ref>
Medien[Bearbeiten]
Tauberbischofsheim AKTUELL informiert als städtisches Mitteilungsblatt jeweils zum ersten und dritten Donnerstag eines Monats.<ref>Stadt Tauberbischofsheim: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Tauberbischofsheim AKTUELL ( des Vorlage:IconExternal vom 25. Mai 2016 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.. online auf www.tauberbischofsheim.de. Abgerufen am 25. Mai 2016.</ref>
Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]
Bauwerke und Baudenkmäler[Bearbeiten]
Jakobuskirche[Bearbeiten]
Die römisch-katholische Pfarrkirche St. Jakobus in Dienstadt ist eine im 16. Jahrhundert erbaute Kirche. Sie ist eine Filiale der Stadtkirche St. Martin in Tauberbischofsheim.<ref name="Jakobuskirche">Katholische Kirchengemeinde Tauberbischofsheim: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Jakobuskirche ( des Vorlage:IconExternal vom 24. April 2019 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.. Online auf www.kath-kirche-tbb.de. Abgerufen am 8. Januar 2018.</ref>
Da es in Dienstadt keine evangelische Kirche gibt, besuchen die evangelischen Gottesdienstteilnehmer die evangelische Christuskirche in Tauberbischofsheim.
Mariengrotte[Bearbeiten]
An einer Felsenwand hinter der Jakobuskirche befindet sich eine Mariengrotte.<ref>R. Wallisch: Grotte an der Kirche St. Jakobus (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2023. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.). Online auf www.kath-kirche-tbb.de. Abgerufen am 23. Februar 2018.</ref>
Jakobusbrunnen[Bearbeiten]
Ein Jakobusbrunnen steht ebenfalls im Ort bei der Jakobuskirche.<ref name="OrtsteileTBB" />
Muttergotteskapelle[Bearbeiten]
Unterhalb des Dienstädter Friedhofs befindet sich eine kleine Muttergotteskapelle von 1782.<ref name="OrtsteileTBB" />
Dorfgemeinschaftshaus[Bearbeiten]
Das 1886 erbaute Schulgebäude steht unter Denkmalschutz. 1988/89 wurde es durch einen Anbau zum Dorfgemeinschaftshaus erweitert.<ref name="OrtsteileTBB" />
Gaststätten[Bearbeiten]
Das Gasthaus „Zum deutschen Kaiser“ ist seit mehr als 100 Jahren in Familienbesitz.<ref name="OrtsteileTBB" />
Bildstöcke und Wegkreuze[Bearbeiten]
Mehrere Bildstöcke und Wegkreuze sind charakteristisch für das Madonnenländchen.
Naherholung[Bearbeiten]
Dienstadter See[Bearbeiten]
Der Dienstadter See wurde 2011 durch den Heimatverein Dienstadt als Naherholungsgebiet am Wiesengrund im Rinderbachtal geschaffen.<ref name="See">Dienstädter See: Bademöglichkeiten und Bootssteg / Neues Naherholungsgebiet für alle Naturliebhaber. In: Fränkische Nachrichten. online auf www.fnweb.de. Abgerufen am 26. Mai 2015.</ref> Das Wasser des Sees fließt in den Rinderbach, der von links in den Brehmbach mündet, bevor dieser wiederum bei Tauberbischofsheim von links in die Tauber fließt.
- Ansichten des Naherholungsgebiets am Dienstadter Wiesengrund
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Eine kleine Brücke über den Zulauf zum Dienstadter See
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Kneipp-Anlage und Beachvolleyballfeld
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Hütte am Dienstadter Wiesengrund, der See nebenan
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Rad- und Wanderwege[Bearbeiten]
Der ausgeschilderte Jakobsweg Main-Taubertal führt seit einigen Jahren durch Dienstadt.<ref>Jakobsweg Main-Taubertal (Pilgerweg) - wanderkompass.de. In: wanderkompass.de. Abgerufen am 3. August 2020.</ref> Als ein alter Handelsweg führt dieser von Tauberbischofsheim über Dienstadt, Königheim, Külsheim und Miltenberg nach Frankfurt am Main. Daneben ist Dienstadt auch an den Taubertalradweg angeschlossen.
Die etwa 40 Kilometer lange und ausgeschilderte Mountainbiketour Links der Tauber führt ebenfalls durch Dienstadt.<ref name="MTB">Stadt Tauberbischofsheim: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Mountainbiketour "Links der Tauber" ( des Vorlage:IconExternal vom 29. August 2016 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.. online auf www.tauberbischofsheim.de. Abgerufen am 26. Mai 2015.</ref>
Kulinarische Spezialitäten[Bearbeiten]
Eine funktionsfähige Grünkerndarre wird im Zweijahresrhythmus in Betrieb genommen, um nach altem Brauch Grünkern zu darren. Durch das Darren wird Dinkelgetreide zum Grünkern, eine Spezialität des Taubertals.
Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]
Regelmäßige Veranstaltungen und Feste in Dienstadt sind:<ref name="OrtsteileTBB" />
- Das „Jakobifest“ (letztes Juliwochenende)<ref name="Feste">Stadt Tauberbischofsheim: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Wiederkehrende Feste in den Ortsteilen ( des Vorlage:IconExternal vom 13. Juli 2016 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.. Online auf www.tauberbischofsheim.de Abgerufen am 13. Juli 2016.</ref>
Vereine[Bearbeiten]
In Dienstadt gibt es sechs Vereine.<ref name="OrtsteileTBB" /> Darunter befinden sich unter anderem:
- Heimatverein Dienstadt e. V.
- Musikkapelle Dienstadt e. V.
Literatur[Bearbeiten]
- Franz Gehrig/Burkard Gassenbauer: „Dienstadt 1314 – 2014“, herausgegeben anlässlich des 700. Jubiläums der urkundlichen Ersterwähnung.
- Corinna Egerer, Michael Latzel: Tauberbischofsheim. Fränkische Nachrichten, Tauberbischofsheim 2005, ISBN 3-924780-48-X, S. 148–161 (Kapitel: „Stadtteile“ Tauberbischofsheims).
- Hans Georg Zier, Julius Friedrich Kastner: Wappenbuch des Landkreises Tauberbischofsheim. Fränkische Nachrichten, Tauberbischofsheim 1967, DNB 458728101.
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references responsive />
- Wikipedia:Seite mit Skriptfehlern
- Seiten mit TemplateStyles-Fehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Literatur/Interner Fehler
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Archivlinks 2019-04
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Archivlinks 2023-04
- Wikipedia:Weblink offline IABot
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Botmarkierungen 2023-04
- Stadtteil von Tauberbischofsheim
- Ort im Main-Tauber-Kreis
- Ehemalige Gemeinde (Main-Tauber-Kreis)
- Ersterwähnung 1314
- Gemeindeauflösung 1972