Dittwar
Dittwar Stadt Tauberbischofsheim
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|---|---|---|---|---|---|---|
| Das Ortswappen bitte nur als Dateipfad angeben! | ||||||
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(693)&title=Dittwar 49° 35′ N, 9° 38′ O
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| Höhe: | 234 (225–334) m ü. NN | |||||
| Fläche: | 10,38 km² | |||||
| Einwohner: | 693 (27. Apr. 2019)<ref name="OrtsteileTBB" /> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 67 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. Januar 1975 | |||||
| Postleitzahl: | 97941 | |||||
| Vorwahl: | 09341 | |||||
Dittwar ist einer von sieben Stadtteilen von Tauberbischofsheim im Main-Tauber-Kreis mit 693 Einwohnern.<ref name="OrtsteileTBB">Stadt Tauberbischofsheim: Start >> Stadt & Politik >> Unser TBB >> Stadtteile >> Dittwar. Online auf www.tauberbischofsheim.de. Abgerufen am 27. April 2019.</ref>
Geographie[Bearbeiten]
Geographische Lage[Bearbeiten]
Vorlage:Hinweis Seiten-Koordinaten
Dittwar liegt etwa sechs Kilometer südwestlich von Tauberbischofsheim entfernt im Muckbachtal, einem Seitental des Mittleren Taubertals der naturräumlichen Einheit Taubergrund. Zum Stadtteil Dittwar gehören das Dorf Dittwar (⊙
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Nachbargemeinden[Bearbeiten]
Jenseits des Dorfes grenzen im Norden Tauberbischofsheim mit dem Dittwarer Bahnhof an, im Nordosten Dittigheim mit Hof Steinbach, im Osten Hof Steinbach und Distelhausen, im Südosten Oberlauda, im Süden Heckfeld, im Westen Gissigheim und im Nordwesten Königheim.
| Königheim | Bahnhof Dittwar | Tauberbischofsheim, Dittigheim |
| Gissigheim | Hof Steinbach, Distelhausen | |
| Brehmen | Heckfeld | Oberlauda, Lauda |
Schutzgebiete und Naturdenkmale[Bearbeiten]
Auf der Dittwarer Gemarkung gibt es folgende Schutzgebiete und Naturdenkmale (siehe auch: Liste der Naturdenkmale in Tauberbischofsheim):
- Naturdenkmal 1 Linde Dittwar Obere Seegärten (Schutzgebiets-Nr. 81281150014); Einzelgebilde; eine Linde; Gissigheimer Straße, an der Abzweigung in den Eisgrundgraben; seit dem 10. März 1992.<ref>LUBW Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg: 81281150014 1 Linde Dittwar Obere Seegärten. Online auf udo.lubw.baden-wuerttemberg.de. Abgerufen am 29. Juli 2016.</ref>
- Naturdenkmal Steinriegel Dittwar Burghelle (Schutzgebiets-Nr. 81281150013); 1,2 ha; flächenhaftes Naturdenkmal; seit dem 10. März 1992.<ref>LUBW Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg: 81281150013 Steinriegel Dittwar Burghelle. Online auf udo.lubw.baden-wuerttemberg.de. Abgerufen am 29. Juli 2016.</ref>
- Wasserschutzgebiet Dittwar/Königheim/Gissigheim/Heckfeld/Oberlauda (WSG-Nr. 128208); 5986,90 ha; seit dem 22. Juli 1994.<ref>LUBW Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg: Wasserschutzgebiete im Main-Tauber-Kreis. Online auf udo.lubw.baden-wuerttemberg.de. Abgerufen am 29. Juli 2016.</ref> Es ist damit eines der größten Wasserschutzgebiete im Main-Tauber-Kreis.
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Die Naturdenkmale 1 Linde Dittwar Obere Seegärten
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Steinriegel Dittwar Burghelle
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und das Wasserschutzgebiet am Muckbachtalradweg.
Klima[Bearbeiten]
Dittwar's Klima wird als warm und gemäßigt klassifiziert. Der Jahresniederschlag beträgt 662 mm. Es gibt ganzjährig deutliche Niederschläge, wobei selbst der trockenste Monat März noch vergleichsweise hohe Niederschlagsmengen aufweist. Am meisten regnet es im Juni. In Dittwar herrscht im Jahresdurchschnitt eine Temperatur von 9,6 °C. Die durchschnittlichen Temperaturen schwanken im Jahresverlauf um 18,6 °C zwischen dem wärmsten Monat im Juli (mit durchschnittlich 18,5 °C) und dem kältesten im Januar (mit durchschnittlich -0,1 °C).<ref name="Klima_Dittwar" />
Geschichte[Bearbeiten]
Frühzeit[Bearbeiten]
Prähistorische Funde, unter anderem ein Opferstein am Heidenkessel, deuten darauf hin, dass das heutige Dittwarer Siedlungsgebiet bereits in der Zeit v. Chr. besiedelt war. Am „Wetterkreuz“ trafen sich die beiden Keltenfernstraßen Main-Neckar und Spessart-Hohenlohe. Auch der Opferstein am Heidenkessel ist wahrscheinlich keltischen Ursprungs.<ref name="Maninger" />
Mittelalter[Bearbeiten]
Um das Jahr 1100 wurde Dittwar erstmals urkundlich erwähnt als „Tieteburen“. Noch vor dem Jahre 900 wird eine Besiedelung des Ortes als Ausbauort auf Kosten des abgegangenen Willenzheim angenommen.<ref name="Dittwar_LEO" /> Im Jahre 1169 folgte eine weitere urkundliche Erwähnung, als Henricus de Luden sein Castrum „Dietebure“ dem Fürstbischof Herold zu Würzburg vermachte und wieder als Lehen zurückbekam. In der Folge durfte das Kloster Gerlachsheim Abgaben von den Dittwarer Bürgern verlangen. Die längste Zeit seiner nachweisbaren Geschichte gehörte Dittwar den Fürstbischöfen von Würzburg und später von Mainz. Die Burg hatte innerhalb der bischöflichen Oberhoheit verschiedene Herren. 1197 mussten die Einwohner Dittwars auf Anordnung der Herren von Rineck, die Erben und Nachfahren der de Luden waren, bedeutende Sachwerte an das Kloster Gerlachsheim abliefern. Ab 1222 wurde die Gemeinde als selbständige Pfarrei genannt. 1245 wurde Conradus zu Tieteburen als erster Ortsadeliger genannt. 1369 wurde die Dittwarer Burg „Helle“ im Besitz des Münch aufgeführt, bevor diese 1371 von den Herren von Riedern übernommen wurde.<ref name="Maninger" />
Der Ortsname entwickelte sich von „Ditebure“ (dit (mhd) = Volk, Leute, gemein, gewöhnlich; bure (mhd) = Bauer, Nachbar)<ref>Findebuch zum mittelhochdeutschen Wortschatz von Kurt Gärtner, Christoph Gerhardt, Jürgen Jaehrling, Ralf Plate, Walter Röll, Erika Timm. Datenverarbeitung: Gerhard Hanrieder. Mit einem rückläufigen Index. Stuttgart: S. Hirzel 1992.</ref> über „Dydebuor“, „Dytbuer“, „Dietbur“, „Dytewure“, „Dietwar“ zu „Dittwar“. Ein zweiter Deutungsansatz für bure weist auf das mittelhochdeutsche Wort burc hin. Da die Erstnennung Dittwars im Zusammenhang mit der Schenkung des Castrum Dietebure von Graf Henricus de Luden an den Fürstbischof von Würzburg steht, könnte damit auch eine einfache Burg gemeint sein. Im 12. Jahrhundert waren dies meist einfache Holz- oder Steintürme auf natürlichen oder künstlichen Erhöhungen. Für Dittwar ist eine solche Burg auf dem Gewann Losenhof, der Anhöhe zwischen Dittwar und Hof Steinbach, nachgewiesen. Von dort konnte der Eingang zum Muckbachtal und damit der Zugang nach Oberlauda und Heckfeld überwacht werden. In der umgangssprachlichen Ortsbezeichnung „Dibba“ sind die mittelhochdeutschen Wurzeln noch erkennbar.<ref name="Maninger" /> In den folgenden Schreibweisen wurde Dittwar im Laufe der Geschichte urkundlich erwähnt:
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- 1100 Tieteburen
- 1169 Ditebure, auch Dietebure
- 1343 Dydebuor
- 1368 Dytbuer
- 1371 Dietbur
- 1383 Dytewure
- 1407 Dietwar
- 1615 Dittwar
Neuzeit[Bearbeiten]
Im Jahre 1502 wurde Willetzheim (manchmal auch Willenzheim oder Wieletzheim genannt) – eine alte, vermutlich frühmittelalterliche Siedlung auf der historischen Gemarkung von Dittwar – beim Amt Grünsfeld urkundlich erwähnt. 1560 wurde das vor der Gebietsreform in Baden-Württemberg auf der Dittwarer Gemarkung liegende Dorf Willetzheim erneut urkundlich erwähnt. Als der Ort in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts oder der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts wohl aufgegeben wurde, blieb er nur noch als Flurname zwischen Dittwar und Dittigheim erhalten.<ref name="Willenzheim" /><ref>Franz Gehrig, Hermann Müller: Tauberbischofsheim. Verein Tauberfränkische Heimatfreunde e. V., Tauberbischofsheim 1997, S. 20–23 (Abgegangene Siedlungen: Willetzheim und Farental).</ref><ref>Benachbarte Orte. Willetzheim und andere verschwundene Siedlungen. (…) Wieletzheim Zinsen auf Martini (1502). Veröffentlicht in: 300 Jahre Kreuzkapelle, Lauda, StieberDruck 1983.</ref>
1581 wurde ein Kauf „der Mühlen und des zugehörigen Güterstandes“ in Dittwar urkundlich erwähnt. 1591 erlangte das Fürstbistum Mainz die Oberhoheit über Dittwar bis zu dessen Säkularisation 1803. 1631 wurde die Dittwarer Burg „Helle“ zerstört. 1660 wurden zwei Figuren am Kreuzhölzlein aufgefunden, welche die spätere Wallfahrt zum Kreuzhölzle Dittwar begründeten. 1668 kam es zur ältesten bekannten Volkszählung. 1803 erhielt der Fürst zu Leiningen auf Grund des Napoleonischen Entschädigungsvertrages unter anderem Dittwar mit seiner Gemarkung. Nach Auflösung des Fürstentums durch die Rheinbundakte gehörte Dittwar ab 1806 dann zum neuen Großherzogtum Baden und ab 1919 zum Land Baden, das aus dem Großherzogtum Baden hervorging, bevor der Ort ab 1871 zum Deutschen Reich gehörte. Als es 1952 zur Gründung des Südweststaates kam, löst sich Baden in seiner Selbständigkeit auf und Dittwar gehörte fortan zum neu geschaffenen Bundesland Baden-Württemberg.<ref name="Maninger" />
In der Nachkriegszeit wurden im Ort neue Wohngebiete in den Gewannen Mühläcker (im Jahr 1950) und Kirchenberg (im Jahr 1963) geschaffen.<ref name="Dittwar_LEO" /> Im Bereich Dittwar-Oberlauda fand von 1969 bis 1989 die Flurbereinigung durch das Amt für Flurneuordnung und Landentwicklung Tauberbischofsheim statt.<ref>Heimat- und Kulturverein Dittwar e. V.: Flurbereinigung Dittwar-Oberlauda von 1969–1989. online auf www.hkvdittwar.de. Abgerufen am 19. Oktober 2014.</ref>
Ab 1813 gehörte der Ort zum Bezirksamt Tauberbischofsheim, das wiederum im Landkreis Tauberbischofsheim und 1973 im Main-Tauber-Kreis aufging. Am 1. Januar 1975 wurde die zuvor selbstständige Gemeinde Dittwar gemeinsam mit Distelhausen und Dittigheim während der Gebietsreform in Baden-Württemberg nach Tauberbischofsheim eingemeindet.<ref></ref>
Am 21. Juni 1984 zerstörte ein Jahrhunderthochwasser, die Fronleichnamsflut, große Teile des Dittwarer Ortskernes und der umliegenden Gemeinden, insbesondere in Königheim.<ref name="OrtsteileTBB" /><ref name="FN_Artikel_2016">Harald Fingerhut: Welle wälzt sich mit Wucht durch Weinort. Die Fronleichnamsflut am 21. Juni 1984 richtete vor allem in Königheim, aber auch in Kupprichhausen und Dittwar enorme Schäden an. In: Fränkische Nachrichten. 22. Juli 2016. Online auf www.fnweb.de. Abgerufen am 20. November 2016.</ref> Der baden-württembergische Ministerpräsident Lothar Späth besuchte Dittwar, einen der am schwersten betroffenen Orte im Katastrophengebiet, am 23. Juni 1984.<ref name="Unwetterkatastrophe_MTK_S.4">Landratsamt des Main-Tauber-Kreises (1984): Dokumentation der Unwetterkatastrophe im Main-Tauber-Kreis, S. 4.</ref> Daraufhin erfolgte eine große, mit Mitteln des Landes Baden-Württemberg geförderte Sanierung.<ref name="OrtsteileTBB" />
Vom 19. bis 21. Juli 2019 wird im Rahmen des Dorffestes das 850-jährige Bestehen von Dittwar gefeiert.<ref>Fränkische Nachrichten: 850 Jahre Dittwar. Vorbereitungen für das Festwochenende vom 19. bis 21. Juli laufen auf Hochtouren. 30. März 2019. Online unter www.fnweb.de. Abgerufen am 17. Juli 2019.</ref> Diesbezüglich plant der Heimat- und Kulturverein Dittwar eine neue Ortschronik vorzustellen, die sich mit der Zeit ab 1960 beschäftigen wird.<ref name="Maninger" />
Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]
| Jahr | Dittwarer Bevölkerung | Sonstiges |
|---|---|---|
| 1668 | 357 | „80 Herdstätten, 80 Männer, 85 Weiber, 100 Söhne und 92 Töchter“ wurden genannt (Ortschronik) |
| 1852 | 779 | Beiträge zur Statistik der Inneren Verwaltung des Großherzogthums Baden (Die Volkszählung im Dezember 1852). |
| 1871 | 744 | Volkszählungsergebnisse |
| 1880 | 736 | Volkszählungsergebnisse |
| 1890 | 737 | Volkszählungsergebnisse |
| 1895 | 750 | „darunter zwölf aktive Priester“ (Ortschronik) |
| 1900 | 745 | Volkszählung im Deutschen Reich (Ortschronik) |
| 1910 | 680 | Volkszählungsergebnisse |
| 1925 | 686 | Volkszählungsergebnisse |
| 1933 | 685 | Statistik des Deutschen Reichs. Band 451: Volks-, Berufs- und Betriebszählung vom 16. Juni 1933. |
| 1939 | 630 | Statistik des Deutschen Reichs. Band 552: Volks-, Berufs- und Betriebszählung vom 17. Mai 1939. |
| 1950 | 779 | Volkszählungsergebnisse |
| 1956 | 745 | Volkszählungsergebnisse |
| 1961 | 745 | Volks-, Berufs- und Arbeitsstättenzählungen in Westdeutschland vom 6. Juni 1961 (Gemeindeverzeichnis; Ortschronik) |
| 1970 | 782 | Volks-, Berufs- und Arbeitsstättenzählungen in Westdeutschland vom 27. Mai 1970 (Gemeindeverzeichnis) |
| 2015 | 764 | Fortgeschriebene Daten der Stadt Tauberbischofsheim anhand der Volkszählung in der Europäischen Union 2011 (Zensus) |
Quellen: Chronik der Gemeinde Dittwar, Statistiken des Deutschen Reichs, Volkszählungsergebnisse,<ref>LEOGRAPH-BW.de: Bevölkerungsentwicklung: Dittwar. Online unter www.leograph-bw.de. Abgerufen am 17. Juli 2019.</ref> Gemeindeverzeichnis<ref></ref> und Angaben der Stadt Tauberbischofsheim
Dialekt[Bearbeiten]
Der im Ort gesprochene Dialekt gehört der taubergründischen Mundart an. Diese wird dem Ostfränkischen Sprachraum zugerechnet.<ref>Tauber-Franken-Online: Jürgen Wohlfarth: Bischmerisch gesprochen und geschrieben. Versuch einer Bischemer Wörtersammlung. (PDF; 501 KB; 245 Seiten). 28. März 2015. Online auf www.büscheme.de. Abgerufen am 3. Dezember 2017.</ref>
| im Dittwarer Dialekt | Hochdeutsch | Regionale Zuordnung, Anmerkungen |
|---|---|---|
| Aale (n) | Ei | |
| Aache (f)) | Eiche | |
| Äarbt/Ärwet (f) | Arbeit | |
| ausschdaffiere (ver) | ausstatten | |
| babbelt (ver) | spricht | |
| Bäch (n) | Pech | ugs. für Unglück |
| Bäsche (m) | Besen | |
| Ba(r)ble (m) | Regenschirm | |
| Bendel (m) | Schnur | ugs. auch für Kordel |
| Biereboom (m) | Birnenbaum | |
| bläide (ver) | fortgehen | |
| Bläss (m) | Kopf | |
| Blood (n) | Blatt | |
| Boach (f/m) | Bach | ugs. auch (die) Boach, statt der Bach<ref name="DittwarerMundart_S.165">300 Jahre Kreuzkapelle, Lauda, StieberDruck 1983, S. 165.</ref> |
| Bobbe (f) | Puppe | |
| Bool (m) | Ball | |
| Boolich (m) | Balg | ugs. für Blasebalg |
| Boom (m) | Baum | |
| Boude (m) | Boden | ugs. für Fußboden, Ackerboden, sowie für Speicher bzw. Dachboden<ref name="DittwarerMundart_S.165" /> |
| Bouz (f) | Vogelscheuche | |
| Büscheme | Tauberbischofsheim | ehemals als Bischofsheim bezeichnet |
| Daaf (f) | Taufe | |
| dabbit (adj) | ungeschickt | |
| Dadde (m) | Vater | |
| Daihenger (m) | (Schimpfwort) | |
| Dausch (f) | Mutterschwein | |
| Deigschel (f) | Deichsel | ugs. auch für Lenkstange<ref name="DittwarerMundart_S.165" /> |
| Denn (f) | Tenne | ugs. auch für Scheunenboden |
| Diesch (m) | Tisch | |
| Döz (m) | dicker Kopf | |
| Doofel (f) | Tafel | ugs. für Schreibtafel |
| Dorr (f) | Grünkerndarre | |
| Dout (f/m) | Pate | |
| Drääg (m) | Dreck | ugs. auch für Schmutz<ref name="DittwarerMundart_S.165" /> |
| Eemez (f) | Ameisen | |
| Fäld (n) | Feld | ugs. auch für Acker |
| Fasöle (f) | Bohnenkerne | |
| Flaasch (n) | Fleisch | |
| Flogsch | Flachs | |
| Förscht (m) | Fürst | |
| Foos (n) | Faß | |
| Frad (f) | Freude | |
| Freckling (m) | (Schimpfwort) | |
| Frousch (m) | Frosch | |
| Gääld (n) | Geld | |
| ge vörri (ver) | geh vor | |
| getli (adj) | günstig/gelegen | |
| giegse (ver) | stechen | |
| Gloosch (n) | Glas | |
| Gmoon (f) | Gemeinde | |
| Göüger (m) | Gockel | ugs., eine süddeutsche Bezeichnung für den Hahn<ref name="DittwarerMundart_S.165" /> |
| go onne (ver) | hau ab/geh fort | |
| Goore (m) | Garn | |
| gornet (adv) | gar nicht | |
| Groache (m) | Kragen | |
| groos (adj) | groß | |
| Gruuch (m) | Krug | |
| gsoat (ver) | gesagt | |
| gwiesch (adv) | gewiss | |
| haal (adj) | heil | ugs. für unversehrt |
| Hampfel | Handvoll | Sandhi-Bildung |
| haschblich (adj) | nervös | |
| Hawwer (m) | Hafer | |
| Heerle (m) | Opa | |
| Hejfe (f) | Hefe | |
| Hertle | Lattenrost für Dürrobst | |
| hinnerschi | rückwärts | |
| Hoomer (m) | Hammer | |
| hortli (adj) | schnell | |
| hot (adv) | rechts | |
| Houls (n) | Holz | |
| Housche (f) | Hose | |
| Jösses no | Jesus nein | ugs. Ausruf des Erschreckens, Erstaunens o. Ä. |
| kaafe (ver) | kaufen | |
| Kärch (f) | Kirche | |
| Kinn (Pl) | Kinder | ugs. für die Ein- als auch die Mehrzahl von Kind<ref name="DittwarerMundart_S.165" /> |
| Klumpe | Quark | |
| Koder (m) | Kater | männliche Katze |
| Kümmerling | Gurke | |
| Kummet | Geschirr für ein Gespann | |
| läsche (ver) | lesen | |
| Läwe (n) | Leben | |
| Latwerch/Laberches (f) | Zwetschgenmarmelade | |
| Lemeszeit | Spätnachmittag | |
| letscht | vor kurzem | |
| meschugge | durcheinander/verrückt | |
| minnanner | miteinander | |
| Moud (m) | Schlamm | |
| Mouscht (m) | Most | ugs. auch für Apfelwein<ref name="DittwarerMundart_S.166">300 Jahre Kreuzkapelle, Lauda, StieberDruck 1983, S. 166.</ref> |
| Näwel (m) | Nebel | |
| Noopf (m) | Napf | ugs. auch für Schüssel |
| nü (adv) | hinüber | ugs. auch nüber |
| nuff (adv) | hinauf | |
| nunner (adv) | hinunter | |
| Ocksch (m) | Ochse | |
| Ohmer (m) | Eimer | |
| Ohmet (m) | Zweiter Heuschnitt | |
| ohner | einer | |
| Ohroa (f) | Hang | ugs. für Böschung |
| Opfel (m) | Apfel | |
| oube (adv) | oben | |
| Plootz (m) | flacher Hefeteigkuchen | |
| pressiere | eilen | |
| protze (ver) | angeben | |
| Raaf (m) | Reif | ugs. für Raureif |
| Rächt (n) | Recht | |
| reduur | zurück | |
| rejde (ver) | reden | |
| rü (adv) | herüber | ugs. auch rüber |
| sabberlott | toll | ugs. Ausruf der Freude o. Ä. |
| schdagse (ver) | stottern | |
| Schdeuber | Stütze | |
| schdribbse (ver) | stehlen | |
| Schinger (m) | flacher Tragekorb | |
| Schlabbe (f) | Hausschuhe | |
| Schlagg (m) | großer Kerl/Mann | |
| Schlejchel (m) | Schlegel | ugs. für Schlägel (Werkzeug) bzw. für Keule (Fleisch) |
| schlejcht (ver) | schlägt | |
| Schohle (f) | Tasse | |
| Schoude (m) | böser Mann/Draufgänger | |
| Schrulle (f) | unansehnliche Frau | |
| Schwaaß (m) | Schweiß | |
| schwätzt (ver) | spricht | |
| Sester (m) | Dickkopf | steht auch für ein altes Trockenhohlmaß; Scheffel |
| spaatze (ver) | spucken | |
| Staach (f) | Steige | ugs. für den Steigenweg von Dittwar in Richtung Oberlauda, am Rand des Steigegrabens |
| Staffel (f) | Treppe | |
| Straad (m) | Streit | |
| Stütze (f) | Holzkrug | |
| Sunn (f) | Sonne | |
| taguff | wohlauf | |
| udädele | kleiner Schaden | |
| übberzwerch | durcheinander | ugs. für kreuz und quer |
| Überzüchle (n) | Kopfkissen | |
| uffgschwänzt/uffgedackelt | aufgetakelt | ugs. für sehr auffällig kleiden, zurechtmachen |
| verhawe (ver) | verhauen | |
| verlechelt (adj) | ausgetrocknet | |
| Vodder (m) | Vater | |
| vörschi (adv) | vorwärts | |
| Wäch (m) | Weg | ugs. auch für Straße |
| Waschlavoor (f) | Waschschüssel | |
| Wejd/Weed (f) | Tränke | ugs. für eine breite Wasserstelle |
| Wejert (m) | Weinberg | |
| Wiesche (f) | Wiese | |
| wist (adv) | links | |
| woar | war | |
| zammegedatscht | ein-/zusammengefallen | |
| Zemmel (m) | Zweig | |
| Zichle (n) | Kopfkissen | ugs. auch Überzüchle<ref name="DittwarerMundart_S.166" /> |
| Zohne (m) | Korb | |
| Zoo (m) | Zahn | |
| n = neutrum, f = feminin, m = maskulin, Pl = Plural, adj = Adjektiv, adv = Adverb, ver = Verb | ||
Religion[Bearbeiten]
Christentum[Bearbeiten]
Das Christentum fand in Dittwar wohl schon in der Zeit nach dem heiligen Bonifatius Einzug, als dieser das Bistum Würzburg gründete und im Jahr 722 im benachbarten Tauberbischofsheim eine Kirche einweihte. Im Jahre 1222 wurde in Dittwar eine selbständige Pfarrei mit eigener Kirche genannt.<ref name="Maninger" /> 1232 wurde ein Leutpriester erwähnt. Trotz bestehender Pfarrpfründe unter Mainzer Patronat wurde Dittwar bis 1618 von der Martinskirche in Königheim, dann von der Stadtkirche St. Martin aus Tauberbischofsheim pastoriert.<ref name="Dittwar_LEO" /> Im Jahre 1702 wurde in Dittwar eine Pfarrei neu errichtet.<ref name="S.18">Franz Gehrig: Das Kreuzhölzle: Kapelle – Kreuzweg – Wallfahrt zu Dittwar; heute: Tauberbischofsheim-Dittwar. Katholische Pfarrgemeinde St. Laurentius Dittwar, Dittwar 1982, S. 33 (Die Pfarrer von Dittwar nach Neuerrichtung der Pfarrei im Jahre 1702).</ref>
Pfarrgemeinde St. Laurentius[Bearbeiten]
Es gibt eine römisch-katholische Pfarrgemeinde St. Laurentius Dittwar mit einer 1754 erbauten Barockkirche.<ref>kath-kirche-tbb.de: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.St. Laurentius, Dittwar ( vom 24. April 2019 im Internet Archive)</ref> Da es in Dittwar keine evangelische Kirche gibt, besuchen die evangelischen Gottesdienstteilnehmer die evangelische Christuskirche in Tauberbischofsheim.<ref name="Dittwar_LEO" />
Wallfahrt zum Kreuzhölzle[Bearbeiten]
Im Jahre 1669 fanden Kinder beim Holzsammeln zwei Figuren, Maria und Johannes, in einer Eiche. Über dem Baumstumpf wurde 1683 der Altar der heutigen Kreuzkapelle errichtet.<ref name="OrtsteileTBB" /> Seit 1670 ist eine Wallfahrt zum Kreuzhölzle nachgewiesen. Der aus Dittwar stammende OPraem Gottfried Hammerich stiftete die Mittel für den Bau einer Kreuzkapelle.<ref>Heimat- und Kulturverein Dittwar e. V.: Wallfahrt zum Kreuzhölzle. online auf www.hkvdittwar.de. Abgerufen am 14. Oktober 2014.</ref> 1730 erhielt die Kreuzkapelle eine Sakristei. In der Folge wurden auch eine Orgel eingebaut und der Dittwarer Kreuzweg erhielt bis 1747 kleine Steinkapellen für jede der 14 Kreuzwegstationen.<ref name="Maninger" /> Die 12. Kapelle wurde „Kalvarienberg“ genannt, da sie größer als die Übrigen war und sich in der „Kalvarienbergkapelle“ ein Altar zur Erinnerung an die Kreuzigung befand.<ref name="Kreuzhölzle_1">Pfarrer Rupert Kleemann: Wallfahrt zum Kreuzhölzle. In: Festschrift: 300 Jahre Kreuzkapelle – Dittwarer Heimatfest 9./10. und 11. September 1983. Online verfügbar gemacht auf www.hkvdittwar.de. Abgerufen am 17. August 2017.</ref> Ursprünglich handelte es sich beim Dittwarer Kalvarienbergkapelle um eine Behausung der Einsiedler. Diese wurde aber von einem Freiherrn Bettendorff aus Gissigheim zu einem Kapellchen umgebaut.<ref name="Maninger" /> Die Einweihung des Kreuzweges erfolgte im Jahre 1759 durch die Tauberbischofsheimer Franziskaner. In den 1790er-Jahren wurde 60 Schritte hinter der Kreuzkapelle eine Mariengrotte mit Travertinbrocken von der Dittwarer Gemarkung Heidenkessel erbaut und bald darauf vergrößert. 2009 wurde die 250-jährige Einweihung des Kreuzweges mit einem Kreuzfest gefeiert.<ref>Fränkische Nachrichten: Kreuzfest mit Jubiläum. 2. Mai 2009. online auf www.fnweb.de. Abgerufen am 29. Dezember 2014.</ref> Heute finden jährlich im Mai zur Kreuzauffindung und im September zur Kreuzerhöhung Wallfahrten statt.<ref name="OrtsteileTBB" />
- Kreuzweg zur Dittwarer Kreuzkapelle
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I. Jesus wird zum Tode verurteilt
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II. Jesus nimmt das Kreuz auf seine Schultern
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III. Jesus fällt zum ersten Mal unter dem Kreuze
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IV. Jesus begegnet seiner hl. Mutter
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V. Simon von Cyrene hilft Jesus das Kreuz tragen
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VI. Veronika reicht Jesus das Schweißtuch
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VII. Jesus fällt zum zweiten Mal unter dem Kreuze
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VIII. Jesus tröstet die weinenden Frauen von Jerusalem
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IX. Jesus fällt zum dritten Mal unter dem Kreuze
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X. Jesus wird seiner Kleider beraubt
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XI. Jesus wird an das Kreuz genagelt
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XII. Jesus stirbt am Kreuze, im Hintergrund die Kalvarienbergkapelle
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XIII. Der Leichnam Jesu wird vom Kreuze abgenommen
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XIV. Jesus wird in das Grab gelegt
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Kreuzkapelle (Kreuzhölzle) bei Dittwar, eingeweiht 1683
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Mariengrotte am Dittwarer Kreuzhölzle, in den 1790er Jahren errichtet
Judentum[Bearbeiten]
Dittwar hatte keine eigenständige jüdische Gemeinde. Im 18. und 19. Jahrhundert in Dittwar lebende Juden besuchten die Synagoge der ehemaligen jüdischen Gemeinde Dittigheim, die dem früheren Bezirksrabbinat Wertheim zugeteilt war.<ref name="Alemannia_Judaica_Dittigheim">Alemannia Judaica: Dittigheim (Stadt Tauberbischofsheim, Main-Tauber-Kreis) Jüdische Geschichte / Betsaal / Synagoge. online auf www.alemannia-judaica.de. Abgerufen am 19. Mai 2015.</ref>
Politik[Bearbeiten]
Schultheiße, Vögte und Bürgermeister[Bearbeiten]
Folgende Personen sind seit 1670 als Schultheiße, Vögte oder Bürgermeister von Dittwar belegt:<ref>300 Jahre Kapellenfest – Heimat- und Kulturverein Dittwar e. V. In: hkvdittwar.de. Abgerufen am 23. Mai 2021.</ref>
| Amtszeit | Schultheiße, Vögte, Bürgermeister |
|---|---|
| 1670 | Matthus Honickel |
| 1678 | Lorentz Hammerich |
| 1758 | Johann Teston |
| 1768 | Joseph Testen |
| 1803 | Joseph Steffan |
| 1807 | Stephan (Schulth.) + Johann Anton Honickel (Bürgerm.) |
| 1811 | Honikel (Vogt) |
| 1837 | Hammerich (Bürgerm.) |
| 1844 | Joseph Anton Honickel |
| 1850 | Honickel |
| 1879 | Ferdinand Honickel |
| 1884 | Boller |
| 1885–1891 | Th. Both |
| 1891–1918 | Franz Joseph Zegowitz |
| 1919–1933 | Lothar Both |
| 1933–1945 | Hermann Both |
| 1945–1953 | Lothar Both |
| 1953–1961 | Isidor Maninger |
| 1961–1974 | Andreas Schmitt<ref>Staatsarchiv Wertheim-Bronnbach: Archivalieneinheit über Bürgermeister Andreas Schmitt, Dittwar, Laufzeit: 1961–1974. Online auf www.landesarchiv-bw.de. Abgerufen am 5. Februar 2018.</ref> |
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Ortschaftsrat[Bearbeiten]
Der Ortschaftsrat besteht aus fünf Personen.<ref name="O-Vorsteher_und_Rat">Stadt Tauberbischofsheim: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Der Ortschaftsrat der Ortschaft Dittwar ( vom 24. September 2015 im Internet Archive). online auf www.tauberbischofsheim.de. Abgerufen am 24. August 2015.</ref> Ortsvorsteher ist Mathias Lotter (CDU). Sein Stellvertreter ist Dieter Rudolf.<ref>Kreisstadt Tauberbischofsheim: Dittwar. In: tauberbischofsheim.de. Abgerufen am 10. April 2021.</ref> Seit die zuvor selbstständige Gemeinde am 1. Januar 1975 nach Tauberbischofsheim eingemeindet wurde, gab es in Dittwar die folgenden Ortsvorsteher:
| Amtszeit | Ortsvorsteher |
|---|---|
| 1975 | Heinz Haberkorn<ref>300 Jahre Kapellenfest – Heimat- und Kulturverein Dittwar e. V. In: hkvdittwar.de. Abgerufen am 23. Mai 2021.</ref> |
| 1975–1999 | Heinrich Hafner<ref>Die Entwicklung Dittwars geprägt – Fränkische Nachrichten. In: fnweb.de. Abgerufen am 24. Mai 2020.</ref> |
| 1999–2003 | Reinhard Lochner |
| 2003–2009 | Hans-Dieter Hellinger<ref name="konst-O-Rat">Fränkische Nachrichten: Carsten Lotter wieder als Ortsvorsteher vorgeschlagen. 10. Juli 2014. online auf www.fnweb.de. Abgerufen am 20. Oktober 2014.</ref> |
| 2009–2014 | Kurt Hammrich<ref name="Pilotprojekt">swp.de: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Pilotprojekt könnte Anstoß geben Mittendrin ist in: Förderprogramm läuft an ( vom 20. Oktober 2014 im Webarchiv archive.today)</ref> |
| 2014–2019 | Carsten Lotter<ref name="konst-O-Rat" /><ref>Drei Ortsvorsteher wollen aufhören – Tauberbischofsheim – Nachrichten und Informationen. In: fnweb.de. Abgerufen am 10. April 2021.</ref> |
| 2019–heute | Mathias Lotter<ref>Drei von sechs Ortsvorstehern sind neu im Amt – Tauberbischofsheim – Nachrichten und Informationen. In: fnweb.de. Abgerufen am 10. April 2021.</ref> |
Gemeindepartnerschaft[Bearbeiten]
1979 wurde eine Städtepartnerschaft mit der Gemeinde Vanault-les-Dames in Frankreich geschlossen. 2009 wurde deren 30-jähriges Bestehen bei einem gemeinsamen Austausch gefeiert.<ref>l'union L'Ardennais: Vanault-les-Dames Dittwar: 30 ans de jumelage. 14. Januar 2009. online auf www.lunion.presse.fr. Abgerufen am 14. Oktober 2014.</ref>
Wappen[Bearbeiten]
Das Dittwarer Wappen zeigt: „In gespaltenem Schild vorne in Rot eine gestürzte goldene Pflugschar, hinten in Silber eine blaue Weintraube an einem grünen Stiel mit zwei grünen Blättern.“<ref>Hans Georg Zier, Julius Friedrich Kastner: Wappenbuch des Landkreises Tauberbischofsheim. Fränkische Nachrichten, Tauberbischofsheim 1967, DNB 458728101.</ref>
Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]
Wasserversorgung[Bearbeiten]
Als der Bau eines Hochbehälters auf der Gemarkung „Lämmerberg“ unmittelbar bevorstand, beschäftigte sich Maninger in der Ortschronik von 1968 mit der Geschichte des Wassers in Dittwar. Dabei vermerkte er über die Wasserversorgung des Ortes:
„Bevor das erste gemeinsame und allgemeine Rohrnetz verlegt wurde, wurde die Bevölkerung hauptsächlich durch Brunnen und den Ortsweiher versorgt. Noch vor wenigen Jahrzehnten waren eine Vielzahl von intakten Brunnen im Ort vorhanden; so z. B. bei den Anwesen Häfner, Kornel Zegowitz, Vinzenz Stephan (an der Brunnenstaffel), Alois Both, Fabian Lotter, Wöppel, Fridolin Honickel, Emil Honickel und Schüßler. Noch nach dem Zweiten Weltkrieg konnte man an heißen Sommertagen viele Bauern mit ihren Holzkrügen zum Weiher laufen sehen, die dort von dem erfrischenden Naß mit aufs Feld nahmen.“
Die Rohrleitungen der Dittwarer Wasserversorgung von 1968 wurden laut Maninger im Jahre 1899 erbaut. Bei der Planung der Wasserzufuhr sei die Qual der Wahl zwischen den beiden Quellen am örtlichen Dittwarer Weiher („Wäid“) und am Pfaffenbrunn so groß gewesen, dass man einen Sachverständigen aus Karlsruhe kommen ließ und von beiden Quellen Wasserproben entnahm, die dann im Labor untersucht wurden. Obwohl der verantwortliche örtliche Polizeidiener laut Maninger beide Probenflaschen mit „Wäid-Wasser“ befüllte, habe der amtliche Befund das angebliche Pfaffenbrunn-Wasser günstiger bewertet als das der Quelle am Ortsweiher, die angeblich ungesundes Wasser spende. Deshalb wurde zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Dorfchronik allein der Pfaffenbrunn zur Wasserversorgung des Ortes genutzt. Untersuchungen aus den 1950er Jahren erlaubten den Genuss des Weiher-Wassers nur in gekochtem Zustand. Zur Schüttung der Weiher-Quelle vermerkt Maninger: „Die Wasserstärke dieser Quelle ist allerdings so groß, daß die Bischofsheimer Feuerwehr bei Bränden sie nicht erschöpfen konnte, obwohl sie es darauf angelegt hatten.“<ref name="Maninger" />
Maninger meinte bereits 1968, dass die Dittwarer Wasserversorgung in der Zukunft wohl an die Gemeinschaftsversorgung Tauberbischofsheim-Dittigheim angeschlossen werden würde, denn eigene Bohrungen auf der Gemarkung kämen der Gemeinde langfristig zu teuer, weil hierfür wegen der verfügbaren Gemeinschaftsquellen kein öffentlicher Zuschuss zu erwarten sei.<ref name="Maninger" /> Maningers Voraussicht bewahrheitete sich knapp 50 Jahre später, als Dittwar 2017 an den durch das Land Baden-Württemberg geförderten Zweckverband Wasserversorgung Mittlere Tauber mit Sitz im Wasserwerk Taubertal bei Dittigheim angeschlossen wurde. Bis zum Jahr 2019 soll dort das Wasser aus 26 Entnahmestellen, 22 Brunnen und vier Quellen von drei Städten und drei Gemeinden zentral zusammengeführt werden.<ref>mainpost.de: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Ab 2017 Trinkwasser aus Dittigheim ( vom 19. Februar 2018 im Internet Archive)</ref><ref name="WVMT_TBB">Stadt Tauberbischofsheim: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Wasserzweckverband geht online ( vom 19. Februar 2018 im Internet Archive). Online unter www.tauberbischofsheim.de. Abgerufen am 19. Februar 2018.</ref>
Weinanbau[Bearbeiten]
Die Darstellung der Weintraube im Dittwarer Wappen bezeugt, dass der Weinbau einst eine starke Stellung im dörflichen Leben einnahm. Ehemals waren alle rundum das Dorf liegenden Hänge mit Weinreben bewachsen. Im Jahre 1803 gab es noch 107 Hektar Rebflächen in Dittwar, ehe die Reblaus und der Falsche Mehltau der Weinrebe den Weinanbau zum Erliegen brachten.<ref name="Dittwarer_Ölkuchen">Günther E. Ascher (Autor): Faszination Winzer Wein Weinkultur im „Lieblichen Taubertal“. Verlag Regionalkultur 2015, S. 114 (Der „Dittwar Ölkuchen“).</ref>
Mit der Flurbereinigung wurde Dittwar 1977 wieder zum Weinort. Etwa zwölf Hektar Rebfläche wurden im Gewann „Dittwarer Ölkuchen“ angelegt; die gleichnamige Einzellage ist Teil der Großlage Tauberklinge, die dem Bereich Tauberfranken des Weinanbaugebietes Baden zugeordnet ist. Die 27 Dittwarer Winzer, welche 1977 eine Weinbaugemeinschaft gründeten, begannen mit zwei Rebsorten, Müller-Thurgau auf etwa sieben Hektar und Schwarzriesling auf etwa fünf Hektar. Diese Sorten werden weiterhin angebaut und wurden inzwischen durch Dornfelder, Grau-, Weiß- und Spätburgunder ergänzt. Besonders die aus Dittwar stammenden Schwarzriesling-Weine trugen dazu bei, dass das Dorf im Öl- und Muckbachtal mit dem „Dittwarer Ölkuchen“ bei Weinliebhabern im weiteren Umkreis bekannt wurde.<ref name="OrtsteileTBB" /><ref name="Dittwarer_Ölkuchen" /> Von den ursprünglich 27 Winzern bewirtschafteten 2015 noch 19 Winzer insgesamt etwa sieben Hektar Rebflächen. Das Weingut Geier aus Königheim übernahm Teile der Dittwarer Rebflächen, um hier seinen prämierten Schwarzriesling anzubauen.<ref name="Dittwarer_Ölkuchen" /> Ein Teil der Dittwarer Winzer ist der Becksteiner Winzer eG angeschlossen.<ref>Becksteiner Winzer eG: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Weinlagen und Terroir ( vom 27. April 2015 im Internet Archive). Online auf www.becksteiner-winzer.de. Abgerufen am 31. Oktober 2014.</ref>
Verkehr[Bearbeiten]
Die L 578 führt von Dittwar in Richtung Heckfeld und zum Bahnhof Dittwar. Ab dem Bahnhof Dittwar hat man sowohl Anschluss an die B 27 als auch über Tauberbischofsheim an die B 290. Über die B 27 besteht an der Anschlussstelle Tauberbischofsheim eine Verbindung zur Bundesautobahn A 81.
Die Bahnstrecke Tauberbischofsheim–Dittwarer–Königheim war eine 6,4 Kilometer lange eingleisige Nebenbahn, die als Stichstrecke in Tauberbischofsheim von der Bahnstrecke Lauda–Wertheim abzweigte. Die Großherzoglich Badischen Staatseisenbahnen (BadStB) eröffneten den Betrieb am 1. Dezember 1914. Der Personenverkehr endete am 26. Mai, der Güterverkehr am 31. Dezember 1968. Der Gleisrückbau von Königheim bis zur Gemarkungsgrenze Dittwar begann 1969. Der Abschnitt bis zum Dittwarer Industriegebiet blieb bis in die 1990er Jahre als Anschlussgleis erhalten. Ein geplanter Anschluss von Königheim bis zur Bahnstrecke Walldürn–Hardheim wurde nie fertiggestellt.<ref>Uwe Büttner: 100 Jahre Bahnstrecke Tauberbischofsheim – Königheim: Blick zurück zum „Brehmbachtalblitz“. Fränkische Nachrichten Verlags-GmbH, 4. Januar 2014, abgerufen am 19. Oktober 2014.</ref>
Die Buslinie 850 der VerkehrsGesellschaft Main-Tauber führt durch Dittwar. Dort gibt es zwei Haltestellen: Abzweigung Hof Steinbach, Tauberbischofsheim-Dittwar sowie Dittwar Ort, Tauberbischofsheim. Die Buslinie führt von Dittwar aus in zwei Richtungen: bis zur Haltestelle Hardheim Post und Richtung Sonnenplatz, Tauberbischofsheim bzw. Tauberbischofsheim ZOB.<ref>Deutsche Bahn: Haltestellen in Tauberbischofsheim, Haltestelle Abzw. Dittwar – Bus 850 (Dittwar Ort, Tauberbischofsheim). online auf www.meine-deutsche-bahn.de. Abgerufen am 2. November 2014.</ref>
Wohnen und Bauen[Bearbeiten]
Mit dem „Götzenberg“ verfügt Dittwar über ein Baugebiet mit 13 Parzellen.<ref name="Götzenberg">Stadt Tauberbischofsheim: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Stadtteil Dittwar – Baugebiet „Götzenberg“ ( vom 19. Oktober 2014 im Internet Archive). online auf www.tauberbischofsheim.de. Abgerufen am 19. Oktober 2014.</ref> Im Neubaugebiet am Götzenberg ergänzt die Mittlere Sonnenhalde die bereits zuvor bestehende Obere Sonnenhalde und Untere Sonnenhalde.<ref name="konst-O-Rat" /> Im Rahmen des vom Land Baden-Württemberg aufgelegten Programmes „Flächen gewinnen durch Innenentwicklung“ wurde 2013 ein Pilotprojekt im Ortsteil Dittwar gestartet, dessen Ziel ist, einen kompakten und lebenswerten Ortskern zu gestalten.<ref name="Pilotprojekt" />
Energie[Bearbeiten]
Solarparks[Bearbeiten]
Im September 2011 wurde die Genossenschaft Bürgerenergie Tauberfranken 2 „Solarpark Dittwar“ gegründet.<ref>swp.de: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Investition in die Zukunft ( vom 20. Oktober 2014 im Webarchiv archive.today)</ref> Mit seinen 7612 Solarmodulen erzielt der „Solarpark Dittwar“ eine elektrische Leistung von 1.796 kWp.<ref>BürgerEnergie Tauberfranken eG: Solarpark Dittwar. online auf buergerenergie-tauberfranken.de. Abgerufen am 29. Dezember 2014.</ref>
2019 wurde mit dem „Solarpark Dittwar – westlich A 81“ eine zweite Photovoltaik-Freiflächenanlage mit einer elektrischen Leistung von 749 kWp in privater Trägerschaft auf der Gemarkung von Dittwar errichtet.
Windkraftanlagen[Bearbeiten]
2001 wurde vom Projektbetreiber BadenWind eine Windkraftanlage an der A 81 errichtet mit einer installierten Leistung von 1,8 Megawatt.<ref>Proplanta – Informationszentrum für die Landwirtschaft: Windkraftanlage Dittwar. online auf proplanta.de. Abgerufen am 29. Dezember 2014.</ref>
2015 wurde von der Firma juwi auf der Gemarkung Dittwars ein 102 Meter hoher Windmessmast errichtet, der in einer Testphase die örtlich vorherrschenden Windverhältnisse für den Bau weiterer Windkraftanlagen erfassen sollte.<ref>mainpost.de: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Firma juwi startet Windmessung bei Dittwar ( vom 6. August 2016 im Webarchiv archive.today)</ref> Nach erfolgreichen Tests und Genehmigungen wurde 2017 vom Projektbetreiber juwi der „Windpark Dittwar“ mit drei Windräder auf dem Neuberg errichtet.<ref>Fränkische Nachrichten: Das erklärte Ziel ist eine Bürgerbeteiligung. 21. Juli 2017. Online unter www.fnweb.de. Abgerufen am 28. September 2019.</ref>
Sender Dittwar[Bearbeiten]
Der Sender Dittwar ist eine Sendeeinrichtung des SWR am Götzenberg in Dittwar, oberhalb des Neubaugebietes. Er verwendet als Antennenträger einen Stahlbetonturm. Bis zur Umstellung auf DVB-T gegen Ende des Jahres 2008 diente der Senderstandort weiterhin für analoges Fernsehen.<ref>swr.de: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Abschaltung von analogen Sendern und Füllsendern Anfang November in Baden-Württemberg aufgrund der DVB-T-Umstellung ( vom 7. Dezember 2008 im Internet Archive; PDF; 57 KB)</ref>
Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]
Die Laurentiushalle dient der Öffentlichkeit als Veranstaltungsort.<ref>Stadt Tauberbischofsheim: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Antrag auf Anmietung der Laurentiushalle Dittwar ( vom 1. November 2014 im Internet Archive). online auf www.tauberbischofsheim.de. Abgerufen am 1. November 2014.</ref> Als Teil der Freiwilligen Feuerwehr Tauberbischofsheim gibt es in Dittwar eine eigene Abteilung mit einer Jugendfeuerwehr. Sie verfügt über ein Feuerwehrhaus in der Ortsmitte sowie einen Gerätewagen mit Tragkraftspritze (GW-TS).<ref name="FWF-Dittwar">feuerwehr-tauberbischofsheim.de: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Beiträge – Abteilungen ( vom 19. Oktober 2014 im Internet Archive)</ref> Das Rathaus der ehemaligen Gemeinde Dittwar im Mittelort wird heute für Ortschaftsratsitzungen genutzt.
Bildung[Bearbeiten]
Es gibt mit der kath. Kindertagesstätte St. Elisabeth einen Kindergarten. Die „Kita“ nimmt Kinder ab zwei Jahren auf.<ref name="Götzenberg" /><ref>kath-kirche-tbb.de: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Kita Dittwar ( vom 1. November 2014 im Webarchiv archive.today)</ref> Früher gab es in Dittwar eine eigene Volksschule. Eines der ersten Schulgebäude befand sich im alten Rathaus, das 1857 erbaut wurde. Zuvor war die Schule im Haus gegenüber untergebracht. Später war die Schule im Obergeschoss des neuen Rathauses untergebracht, bevor sie 1961 in die heutige Laurentiushalle wanderte.<ref name="Maninger" /> 1975 wurde die Schule geschlossen.<ref>300 Jahre Kapellenfest – Heimat- und Kulturverein Dittwar e. V. In: hkvdittwar.de. Abgerufen am 10. Oktober 2020.</ref>
Medien[Bearbeiten]
Als Mitteilungsblatt der örtlichen Vereine berichtet ’s Ölbachblättle wöchentlich über das Dittwarer Vereinsgeschehen.<ref>’s Ölbachblättle: ’s Ölbachblättle. online auf www.oelbachblaettle.de. Abgerufen am 24. Oktober 2014.</ref> Tauberbischofsheim AKTUELL informiert als städtisches Mitteilungsblatt jeweils zum ersten und dritten Donnerstag eines Monats.<ref>Stadt Tauberbischofsheim: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Tauberbischofsheim AKTUELL ( vom 25. Mai 2016 im Internet Archive). online auf www.tauberbischofsheim.de. Abgerufen am 24. Oktober 2014.</ref> 2009 begann der Heimat- und Kulturverein Dittwar das Dorfleben in mehreren Heimatfilmen festzuhalten.<ref>Heimat- und Kulturverein Dittwar e. V.: Filme. online auf www.hkvdittwar.de. Abgerufen am 30. Oktober 2014.</ref>
Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]
Bauwerke und Baudenkmale[Bearbeiten]
Burg Dittwar[Bearbeiten]
Die Burg Dittwar (auch: Burg Helle),<ref name="Maninger" /> die heute nicht mehr vorhanden ist, wurde im Jahre 1196 erstmals urkundlich erwähnt, als diese durch Schenkung des Heinrich von Lauda ans Hochstift Würzburg gelangte.<ref name="Dittwar_LEO" /> Im Jahre 1631 wurde die Burg zerstört.<ref name="Maninger" />
Katholische Kirche St. Laurentius[Bearbeiten]
Die katholische Kirche St. Laurentius Dittwar wurde 1754 als Barockkirche erbaut. Sie verfügt über mehrere barocke Portale und reich verzierte Bildstöcke. Im Chor ist eine gotische Sakramentsnische aus der Zeit um 1500 eingelassen.<ref name="OrtsteileTBB" /> Sie verfügt zudem über eine virtuose Hochaltarkomposition und eine Orgel von Wilhelm Schwarz & Sohn (1905).<ref>kath-kirche-tbb.de: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Laurentiuskirche ( vom 19. Oktober 2014 im Webarchiv archive.today)</ref>
Kleindenkmale[Bearbeiten]
Es gibt mehr als 30 Bildstöcke und Steinkreuze auf der Gemarkung Dittwars,<ref name="OrtsteileTBB" /> die im 2017 erschienenen Buch Kleindenkmäler in Dittwar beschrieben werden.<ref>Fränkische Nachrichten: Heimat- und Kulturverein. Buch über örtliche Kleindenkmale. 9. November 2017. Online veröffentlicht unter www.fnweb.de. Abgerufen am 11. August 2019.</ref> Darunter befinden sich zwei um 1520 verzierte Steine der Adelsfamilie von Bettendorff, die vor Beginn des Deutschen Bauernkrieges (1524–1526) den Bau eines Schlosses in Dittwar planten und erst 1980 beim Umbau eines Wohnhauses gefunden wurden.<ref>Heimat- und Kulturverein Dittwar e. V.: Steine der Familie von Bettendorf. online auf www.hkvdittwar.de. Abgerufen am 16. Mai 2015.</ref> Ein Bildstock aus dem Jahre 1592 steht am Ortseingang aus Richtung Tauberbischofsheim.<ref>Heimat- und Kulturverein Dittwar e. V.: Bildstock am Ortseingang. Online auf www.hkvdittwar.de. Abgerufen am 18. Dezember 2015.</ref>
Aufgrund der Dittwarer Leiden unter den Schweden im Dreißigjährigen Krieg wurde 1644 das „Schwedenkreuz“ errichtet.<ref>Heimat- und Kulturverein Dittwar e. V.: Das Schwedenkreuz. online auf www.hkvdittwar.de. Abgerufen am 16. Mai 2015.</ref>
Zum „ewigen Andenken“ an einen großen Gewitterschaden wurde 1714 ein „Wetterkreuz“ errichtet, das auf vielen Wanderkarten ausgewiesen ist. Dessen Postament bildet den Grenzstein zu den Gemarkungen von fünf Altgemeinden (Oberlauda, Lauda, Distelhausen, Dittigheim und Dittwar), deren Ortswappen darauf abgebildet sind.<ref>Fränkische Nachrichten: 300 Jahre Wetterkreuz: Sternmarsch aus den Anrainer-Gemeinden Oberlauda, Lauda, Distelhausen, Dittigheim und Dittwar sowie Heckfeld: Resonanz übertraf alle Erwartungen. 16. September 2014. online auf www.fnweb.de. Abgerufen am 29. Dezember 2014.</ref><ref>Heimat- und Kulturverein Dittwar e. V.: Das Wetterkreuz. Online auf www.hkvdittwar.de. Abgerufen am 16. Mai 2015.</ref> Das Wetterkreuz wurde von einem Grünsfelder Bildhauer geschaffen.<ref>Elmar Weiß: Dittigheim: Eine alte Siedlung im Taubertal. Interessengemeinschaft Heimatbuch Dittigheim, Tauberbischofsheim 1987, S. 247f.</ref>
Ein 1747 aus Stein gemeißelter und reichlich verzierter Bildstock, der die Krönung Marias zeigt, befindet sich im Ortskern von Dittwar.<ref>Heimat- und Kulturverein Dittwar e. V.: Bildstock am Haus Noll. online auf www.hkvdittwar.de. Abgerufen am 16. Mai 2015.</ref> Zwischen 1876 und 1879 wurden in und um Dittwar drei sehr ähnliche Bildstöcke mit Pietà-Darstellungen errichtet.<ref>Heimat- und Kulturverein Dittwar e. V.: Pieta Darstellungen. Online auf www.hkvdittwar.de. Abgerufen am 18. Dezember 2015.</ref> Ein weiterer Bildstock im Ort zeigt das Blutwunder von Walldürn. Er steht am Rande eines Wallfahrtsweges über Dittwar nach Walldürn.<ref>Heimat- und Kulturverein Dittwar e. V.: Bildstock Blutwunder. Online auf www.hkvdittwar.de. Abgerufen am 18. Dezember 2015.</ref>
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde zum Dank für die Verschonung des Dorfes vor Angriffen ein großes Holzkreuz an einem ehemaligen Steinbruch oberhalb der damaligen Volksschule (heutige Laurentiushalle) errichtet.<ref name="Maninger" /> Im Jahr 1988 erfolgte eine Erfassung aller Bildstöcke in den Ortsteilen von Tauberbischofsheim durch das Landesdenkmalamt Baden-Württemberg.
- Kleindenkmale in Dittwar (Auswahl)
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Bildstock am Ortseingang aus dem Jahre 1592
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Pietà-Darstellung
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Bildstock zum Blutwunder von Walldürn
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Bildstock an der Talstraße
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Nepomukstatue an der Süßbrücke
Auf der Gemarkung Dittwars befinden sich zwei Mordkreuze aus Buntsandstein. Das „Hegeleinskreuz“ von 1607 befindet sich etwa 2,5 Kilometer südwestlich der Ortsmitte an einem Wegesrand im Eisgrundgraben. Ein Dittwarer Bauer soll an dieser Stelle beim Pflügen getötet worden sein. In der Dittwarer Ortschronik schildert Maninger, dass der Volksmund von diesem Kreuz fälschlicherweise berichtet, dass es an der Stelle stehen würde, wo ein anderer Dittwarer Bauer pflügend von Schweden gefunden wurde.<ref>Heimat- und Kulturverein Dittwar: Stein im Eisgrund. Online auf www.hkvdittwar.de. Abgerufen am 9. August 2017.</ref> Das „Schwedenkreuz“ von 1644 befindet sich etwa 1,1 Kilometer westlich von Dittwar hinter den Rammersbergsteinbrüchen im Walde, ca. 5 Meter von einem Weg entfernt. Ein Dittwarer Bauer pflügte, als plötzlich ein schwedischer Reitertrupp am Waldrand erschien. Der Bauer spannte sofort seine Pferde aus und ritt mit ihnen los. Als ihn die schwedischen Reiter erreichten, erschossen sie ihn.<ref>Heimat- und Kulturverein Dittwar: Das Schwedenkreuz. Online auf www.hkvdittwar.de. Abgerufen am 9. August 2017.</ref>
Am Dittwarer Friedhof befindet sich ein Kriegerdenkmal für die gefallenen Soldaten des Ortes im Ersten und Zweiten Weltkrieg. Auf Steinplatten sind die Namen der Gefallenen verewigt.<ref>Onlineprojekt Gefallenendenkmäler: Dittwar, Stadt Tauberbischofsheim, Main-Tauber-Kreis, Baden-Württemberg. Online unter www.denkmalprojekt.org. Abgerufen am 11. August 2019.</ref>
Musik und Orchester[Bearbeiten]
Bereits im Jahre 1864 wurde der Gesangverein Liederkranz Dittwar gegründet,<ref name="Gesangverein_Liederkranz_Dittwar">Festschrift und Chronik : 125 Jahre Gesangverein Liederkranz Dittwar 1864 e. V. Jubiläumsfest vom 25. bis 29. Mai 1989.</ref> der bis heute besteht.<ref>Stadt Tauberbischofsheim: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Gesangverein Liederkranz Dittwar ( vom 9. November 2014 im Internet Archive). online auf www.tauberbischofsheim.de. Abgerufen am 9. November 2014.</ref> Daneben gibt es den Katholischen Kirchenchor Dittwar<ref>Stadt Tauberbischofsheim: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Katholischer Kirchenchor Dittwar ( vom 9. November 2014 im Internet Archive). online auf www.tauberbischofsheim.de. Abgerufen am 9. November 2014.</ref> und die im Jahre 1923 gegründete Musik- und Feuerwehrkapelle Dittwar.<ref name="Musikkapelle">1923–1983. 60 Jahre Musik- und Feuerwehrkapelle Dittwar : Jubiläumsfest 16.–20. Juni 1983 verbunden mit dem Verbandsmusikfest Odenwald-Bauland.</ref><ref>Fränkische Nachrichten: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Gelungenes Konzert mit vielen Nuancen ( vom 4. März 2016 im Internet Archive). 26. April 2012. online auf www.fnweb.de.</ref> Diese stellt eine eigene Abteilung der Freiwilligen Feuerwehr Tauberbischofsheim dar.<ref name="FWF-Dittwar" />
Museen[Bearbeiten]
In Dittwar gibt es ein Dorfmuseum.<ref name="Museum">Heimat- und Kulturverein Dittwar e. V.: Dorfmuseum. online auf hkvdittwar.de. Abgerufen am 14. Oktober 2014.</ref> Dabei handelt es sich um ein ehemaliges Bauernhaus.<ref name="OrtsteileTBB" /> In diesem Anwesen sind Wohnung, Scheune, Keller und Stall in einem Gebäude untergebracht. Neben Exponaten aus der Zeit nach 1900 wird in einem Raum eine historische Schuhmacherwerkstatt ausgestellt.<ref name="Museum" />
Naherholung[Bearbeiten]
Dittwarer See[Bearbeiten]
Der Dittwarer See wurde 1978 als Naherholungsgebiet angelegt. Der See liegt im Muckbachtal, das von Heckfeld in Richtung Dittwar führt. Er wird hauptsächlich durch den Sportfischerverein Dittwar genutzt.<ref name="FischerDittwarFacebook">facebook.com: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Sportfischerverein Dittwar 1978 e. V. ( vom 29. Mai 2015 im Webarchiv archive.today)</ref><ref name="FleckFischerDittwar">Fleck: Sportfischerverein Dittwar e. V.. online auf esox-fleck.de. Abgerufen am 23. Dezember 2014.</ref> Der See wird unter anderem durch den Muckbach mit Wasser gespeist.
Daneben wurde em Rahmen der Flurbereinigung im Bereich Dittwar-Oberlauda von 1969 bis 1989 am Ortseingang aus Richtung Tauberbischofsheim ein kleines Biotop zur Verschönerung des Ortsbildes angelegt.<ref>Heimat- und Kulturverein Dittwar e. V.: Teich am Ortseingang. online auf hkvdittwar.de. Abgerufen am 21. März 2016.</ref>
Rad- und Wanderwege[Bearbeiten]
Um Dittwar sind drei Wanderwege ausgeschildert.<ref>Stadt Tauberbischofsheim: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Informationen zum Stadtteil Dittwar ( vom 16. Oktober 2014 im Internet Archive). online auf www.tauberbischofsheim.de. Abgerufen am 11. Oktober 2014.</ref> Diese haben eine Länge von 5, 10 und 15 Kilometern und starten jeweils in der Ortsmitte/am Friedhof.<ref>Heimat- und Kulturverein Dittwar e. V.: Wanderwege. online auf hkvdittwar.de. Abgerufen am 19. Oktober 2014.</ref> Die umliegenden Waldungen bieten dabei ein für Wanderer attraktives Naherholungsgebiet. Die etwa 40 Kilometer lange und ausgeschilderte Mountainbiketour Links der Tauber führt ebenfalls durch Dittwar.<ref name="MTB">Stadt Tauberbischofsheim: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Mountainbiketour „Links der Tauber“ ( vom 29. August 2016 im Internet Archive). online auf www.tauberbischofsheim.de. Abgerufen am 26. Mai 2015.</ref> Daneben ist Dittwar mit dem Muckbachtalradweg über den Bahnhof Dittwar an den Brehmbachtalradweg und über Tauberbischofsheim an den Taubertalradweg angeschlossen.
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Radwegekreuzung beim Wohnplatz Bahnhof Dittwar
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Der Muckbachtalradweg bei Dittwar
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Trail der Mountainbiketour „Links der Tauber“ bei Dittwar
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Wanderwegekarte am Dittwarer Friedhof
Grillplatz[Bearbeiten]
Es gibt „am Kreuz“ einen Grillplatz mit gemauerter Feuerstelle, einem Pavillon und einem Volleyballfeld. Er wird von der Dittwarer Jugend bzw. dem Jugendclub Carawanse Dittwar verwaltet.
Zeltplatz[Bearbeiten]
Auf dem Gewann Osterberg liegt etwa 1,5 km von Dittwar entfernt ein Zeltplatz, welcher überregional von Jugend- und Familienfreizeiten genutzt wird. Der Zeltplatz mit dem Pfarrer-Heinrich-Weber-Haus ist Eigentum der Katholischen Pfarrgemeinde Neckarelz/Diedesheim. Die 11.600 m² große Anlage ist von Wald umgeben und verfügt über einen kleinen Sportplatz, Spielflächen und eine Lagerfeuerstelle.<ref>cvjm-kleinaspach.de: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Jugendzeltplatz Dittwar / Pfarrer-Heinrich-Weber-Haus ( vom 1. November 2014 im Internet Archive)</ref><ref>Jugendzeltplatz Dittwar: Jugendzeltplatz Dittwar / Pfarrer-Heinrich-Weber-Haus. Online auf jugendzeltplatz-dittwar.de, abgerufen am 27. Februar 2016.</ref>
Kulinarische Spezialitäten[Bearbeiten]
Der Ort ist bei Weinliebhabern für seine Schwarzriesling-Weine der Lage „Dittwarer Ölkuchen“ bekannt.<ref name="OrtsteileTBB" /><ref name="Dittwarer_Ölkuchen" /> Unmittelbar an den Dittwarer Weinbergen befindet sich der Winzerhof Wille, der eine saisonal geöffnete Besenwirtschaft betreibt.<ref>Winzerhof Wille: Besenwirtschaft. Online unter www.winzerhof-wille.de. Abgerufen am 7. Oktober 2019.</ref> In den Sommermonaten übernimmt der Winzerhof Wille auch die Bewirtung eines Stadtstrands, den sogenannten Tauber Terrassen am Tauberbischofsheimer Wörtplatz.<ref>Stadt Tauberbischofsheim: Tauber Terrassen. Online unter www.tauberbischofsheim.de. Abgerufen am 7. Oktober 2019.</ref>
Das Muckbachstüble bietet der Bevölkerung bei Bedarf eine Bewirtung mit traditionell deutscher Küche für verschiedene Anlässe. Eine Reservierung erfolgt über den Turn- und Sportverein.<ref>tsvdittwar.de: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Vereinsheim Muckbachstüble ( vom 7. Oktober 2019 im Internet Archive)</ref>
Beim Dittwarer Dorffest bieten die Vereine zum Teil regionale Spezialitäten an, beispielsweise Dittwarer Weine durch den Winzerhof Wille oder frische Forellen aus dem Dittwarer See durch den Angelsportverein Dittwar.
Seit es in Dittwar keine regelmäßig geöffnete Gaststätte mehr gibt, finden wöchentlich Montagsstammtische beim Museumskeller am Dorfplatz statt. Bei diesen Stammtischen können sich die Mitbürger zwanglos treffen und bringen auch eigene Speisen und Getränke mit.<ref>Fränkische Nachrichten: Montagsstammtisch wichtig für das Dorf. 2. Juni 2017. Online unter www.fnweb.de. Abgerufen am 7. Oktober 2019.</ref>
Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]
(jeweils jährlich)
- Kinderfasching und der traditionelle „Kappenabend“ in der Laurentiushalle Dittwar des TSV Dittwar 1931 e.V.
- Maibaumfest zum 30. April ausgerichtet durch die Feuerwehr
- „Dittwarer Vatertagsfest“ der Musik- und Feuerwehrkapelle Dittwar; früher wurde es auf dem Dittwarer Festplatz abgehalten nun in der Laurentiushalle Dittwar.<ref name="Feste">Stadt Tauberbischofsheim: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Wiederkehrende Feste in den Ortsteilen ( vom 22. Juli 2015 im Internet Archive). online auf www.tauberbischofsheim.de. Abgerufen am 16. Mai 2015.</ref><ref>Stadt Tauberbischofsheim: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Vatertagsfest – Stadtteil Dittwar ( vom 9. November 2014 im Internet Archive). online auf www.tauberbischofsheim.de. Abgerufen am 9. November 2014.</ref>
- Am dritten Wochenende im Juli wird von den Vereinen im Mittelort das „Dittwarer Dorffest“ veranstaltet.<ref name="Feste" /><ref name="OrtsteileTBB" /> 2011 fand es zum 25. Mal statt.<ref>swp.de: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Dittwar feiert zum 25. Mal ( vom 20. Oktober 2014 im Webarchiv archive.today)</ref>
Persönlichkeiten[Bearbeiten]
Vereine[Bearbeiten]
Aktive Vereine und sonstige Gruppen[Bearbeiten]
In Dittwar gibt es die folgenden aktiven Vereine und sonstigen Gruppen (sortiert nach deren Gründungsdatum):
- Gesangverein Liederkranz Dittwar 1864 e. V.
- Gründung: 1864.<ref name="Gesangverein_Liederkranz_Dittwar" />
- Mitgliederzahl: 30 Aktive (Stand: April 2014)<ref name="150-Jahre">mainpost.de/: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Seit 150 Jahren ein wichtiges Kulturgut der Stadt ( vom 8. Januar 2015 im Internet Archive)</ref>
- Zweck: Es ist ein Männergesangsverein.
- Sonstiges: 1989 feierte der Verein sein 125-jähriges<ref>Hammerich, Reinhold: Festschrift und Chronik : 125 Jahre Gesangverein Liederkranz Dittwar 1864 e. V., Jubiläumsfest vom 25. bis 29. Mai 1989. Dittwar, 1989.</ref> und 2014 sein 150-jähriges Bestehen. Die aktiven Mitglieder stammen aus Dittwar, Gissigheim, Gerlachsheim und Tauberbischofsheim.<ref name="150-Jahre" />
- Katholischen Kirchenchor Dittwar
- Gründung: 1890 oder früher. Der Kirchenchor besteht mindestens seit dem Jahre 1890, da einzelne Chorsänger am 25. Oktober 1926 für ihre Mitgliedschaft seit diesem Jahr genannt wurden. Möglicherweise bestand der Chor schon vor dem Jahre 1890.<ref name="Abschrift2004">Katholischer Kirchenchor Dittwar: Teil-Abschrift vom 25. August 2004 von Elvira Schmitt, Schriftführerin, Kirchenchor Dittwar: Teil 1.) Zweiter Aufruf von Dompräbander W. Weitzel, Domorganist, an sämtliche katholische Organisten von Baden und Hohenzollern (Fragen und Antworten), Freiburg, vom 25. Oktober 1926; Teil 2.) Vereinsstatistik vom 1. Januar 1922. (fs5.directupload.net, JPG) 25. August 2004, abgerufen am 9. Januar 2016.</ref>
- Mitgliederzahl: Die Zahl der Chormitglieder entwickelte sich im 20. und 21. Jahrhundert wie folgt: 1922 (ca. 25 Mitglieder),<ref name="Abschrift2004" /> 1926 (27, davon 12 Herren und 15 Damen),<ref name="Abschrift2004" /> 1980 (ca. 25),<ref name="EhrendirigentLinusHönninger">Aufzeichnungen und Informationen des Ehrendirigenten Linus Hönninger, Chorleiter von 1980–2010 und 2012–2014, Kirchenchor Dittwar.</ref> 1990 (ca. 35),<ref name="EhrendirigentLinusHönninger" /> 2016 (18).<ref name="EhrendirigentLinusHönninger" />
- Zweck: Die katholische Kirchengemeinde St. Laurentius betreibt im Rahmen der Liturgie den Katholischen Kirchenchor Dittwar.
- Musik- und Feuerwehrkapelle Dittwar
- Gründung: 1923.<ref name="Musikkapelle" /> 1937 wieder aufgelöst. Am 18. Dezember 1962 wurde die Gründung einer Feuerwehrkapelle beschlossen. Die Musiker wurde als gleichwertige Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr angegliedert und mit Uniformen ausgestattet.<ref>Feuerwehrgerätehaus-Einweihung in Dittwar, 1969, S. 14–17.</ref>
- TSV Dittwar 1931 e. V.
- Gründung: 1931.
- Mitgliederzahl: 386 (Stand: 1. Januar 2013)<ref>Fränkische Nachrichten: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Sportlich geht es deutlich aufwärts ( vom 4. März 2016 im Internet Archive). 19. März 2013. online auf www.fnweb.de.</ref>
- Zweck: Es handelt sich beim Turn- und Sportverein Dittwar überwiegend um einen Fußballverein.<ref>TSV Dittwar 1931 e. V.: Startseite. online auf www.tsvdittwar.de. Abgerufen am 19. Oktober 2014.</ref> Es gibt seit 1987 auch eine Tennisabteilung<ref>TSV Dittwar 1931 e. V.: Der TSV Dittwar 1931 e. V. im Internet online auf www.facebook.com. Abgerufen am 19. Oktober 2014.</ref> und eine Turnerinnengruppe. Vereinsgaststätte ist das „Muckbachstüble“ mit eigener Kegelbahn.
- Sonstiges: Anfangs wurden die Sportarten Handball und Leichtathletik ausgeübt. 1953 wechselte man vom Handballsport zur Sportart Fußball.<ref name="Chronik" /> 1991 feierte man das 60-jährige Vereinsjubiläum.<ref>TSV Dittwar 1931 e. V.: Info. online auf www.facebook.com. Abgerufen am 19. Oktober 2014.</ref>
- Freiwillige Feuerwehr Dittwar
- Gründung: 1948.
- Mitglieder: 30 Aktive.<ref>Freiwillige Feuerwehr Dittwar: Freiwillige Feuerwehr Dittwar. online auf facebook.com. Abgerufen am 23. Dezember 2014.</ref>
- Sonstiges: Erste Bestrebungen zur Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr in Dittwar reichen zurück bis in das Jahr 1891. Im Jahre 1948 wurde die Freiwillige Feuerwehr Dittwar auf Betreiben des damaligen Kreisbrandmeisters gegründet. Vom 14. bis 16. Juni 1969 fand die Einweihung des Feuerwehrgerätehauses statt, das seit dem Frühjahr 1967 errichtet wurde.<ref>Feuerwehrgerätehaus-Einweihung in Dittwar, 1969, S. 11–25.</ref> Am 1. Januar 1975 wurde sie als Abteilung Dittwar der Freiwilligen Feuerwehr Tauberbischofsheim eingegliedert. 1998 feierte sie ihr 50-jähriges Bestehen.
- Sportfischerverein Dittwar e. V.
- Gründung: 1978<ref name="FischerDittwarFacebook" />
- Zweck: Zum Zwecke des Sportfischens betreibt er den Dittwarer See mit angrenzenden Aufzuchtbecken für Jungfische.<ref name="FleckFischerDittwar" />
- KJC (Katholischer Jugendclub) Carawanse Dittwar
- Gründung: 25. Oktober 1979<ref name="Chronik">KJC Carawanse Dittwar: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Chronik ( vom 24. Oktober 2014 im Internet Archive). online auf www.kjc-carawanse.de. Abgerufen am 24. Oktober 2014.</ref>
- Mitgliederzahl: 40 (Stand: 1997)<ref name="Chronik" />
- Träger: Kirchengemeinde St. Laurentius Dittwar
- Zweck: Zur Jugendpflege unterhält die Carawanse das offene Jugendhaus unterhalb des Kindergartens. Ihre Arbeit ist parteipolitisch unabhängig, neutral und überkonfessionell.<ref>KJC Carawanse Dittwar: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Satzung ( vom 24. Oktober 2014 im Internet Archive). 17. März 2002. online auf www.kjc-carawanse.de. Abgerufen am 24. Oktober 2014.</ref>
- Heimat- und Kulturverein Dittwar e. V.
- Gründung: 8. Dezember 1986.
- Mitgliederzahl: 60 (Stand: 2014)<ref name="Aktuelles2014">hkvdittwar.de: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Flyer für die Wanderwege ( vom 21. Juli 2015 im Internet Archive)</ref>
- Zweck: Der Verein setzt sich gemäß Satzung dafür ein, „das Verständnis für Geschichte, Kunst, Volks- und Heimatkunde zu wecken, die geschichtlichen, religiösen oder künstlerisch wertvollen Denkmäler aller Art vor Untergang, Verunstaltung oder Abwanderung zu bewahren und zu pflegen sowie die kulturelle Entwicklung zu fördern, zur Verschönerung beizutragen sowie Anregungen und Hilfen zu geben“.<ref>Heimat- und Kulturverein Dittwar e. V.: Satzung des „Heimat- und Kulturverein Dittwar e. V.“. online auf www.hkvdittwar.de. Abgerufen am 19. Oktober 2014.</ref>
- Sonstiges: 2011 bestand der Verein seit 25 Jahren.
- Bayern Fanclub Süssbrücke Dittwar e. V.
- Gründung: 1997.
- Junge Union Ortsverband Dittwar
- Gründung: 2012<ref name="JU">Fränkische Nachrichten: Junge Union: Neuer Ortsverband in Dittwar gegründet / Eintreten für die Interessen der Bürgerinnen und Bürger / Patrick Hauke zum ersten Vorsitzenden gewählt. online auf www.fnweb.de. Abgerufen am 20. Mai 2015.</ref>
- Träger: Junge Union Kreisverband Main-Tauber<ref name="JU" />
- Zweck: Politische Bildung und Eintreten für die Interessen der Dittwarer Bürger.<ref name="JU" />
Ehemalige Vereine[Bearbeiten]
Zu Vereinen, die ihre Auflösung bekanntgeben mussten, zählt in Dittwar der Kriegerverein, der Draisinenverein, ein Motorsportclub und eine DLRG Ortsgruppe.<ref name="Chronik" />
Literatur[Bearbeiten]
- Manfred Maninger: Chronik der Gemeinde Dittwar. Heimat- und Kulturverein Dittwar e. V., abgerufen am 19. Oktober 2014 (veröffentlicht 1968, 74 Seiten, schwarz-weiß, online verfügbar gemacht durch den Heimat- und Kulturverein Dittwar e. V.).
- Richard Zegowitz, Arnold Stephan, Manfred Maninger: Feuerwehrgerätehaus-Einweihung in Dittwar vom 14. Juni bis 16. Juni 1969. Festschrift. 48 Seiten. Mit einer Chronik der Gemeinde Dittwar (S. 27–34 von Manfred Maninger). Tauberbischofsheim: Fränkische Nachrichten 1969.
- Franz Gehrig: Das Kreuzhölzle: Kapelle – Kreuzweg – Wallfahrt zu Dittwar; heute: Tauberbischofsheim-Dittwar. Katholische Pfarrgemeinde St. Laurentius Dittwar, Dittwar 1982.
- Rudi Walz: Wallfahrt zum Kreuzhölzle Dittwar. Katholische Pfarrgemeinde St. Laurentius Dittwar, Dittwar 1984.
- Pfarrer Kleemann: Festschrift – Heimatbuch zum Jubiläum 300 Jahre Kreuzkapelle Dittwar, Pfarrgemeinde St. Laurentius Dittwar. 169 Seiten, schwarz-weiß. StieberDruck, Lauda 1983 (veröffentlicht im Rahmen des Dittwarer Heimatfestes am 9., 10. und 11. September 1983).
- Wolfgang Link, Erwin Lotter, Rudi Walz: 1923–1983. 60 Jahre Musik- und Feuerwehrkapelle Dittwar: Jubiläumsfest 16.–20. Juni 1983 verbunden mit dem Verbandsmusikfest Odenwald-Bauland. Dittwar 1983.
- Armin Hauenstein: Örtliches Entwicklungskonzept Tauberbischofsheim-Dittwar: Fortschreibung und Dokumentation der 1. Phase der Dorfentwicklung. Stadt Tauberbischofsheim, Tauberbischofsheim 1987.
- Reinhold Hammerich: Festschrift und Chronik : 125 Jahre Gesangverein Liederkranz Dittwar 1864 e. V., Jubiläumsfest vom 25. bis 29. Mai 1989. Dittwar 1989.
- 75 Jahre Musik- und Feuerwehrkapelle Dittwar und 50 Jahre Freiwillige Feuerwehr Dittwar, Musik- und Feuerwehrkapelle Dittwar. Freiwillige Feuerwehr Dittwar, Dittwar 1998.
- Manela Trumfheller, Stefan Reiß: Geologische Kartierung des Bereiches Gissigheim – Dittwar – Heckfeld. (Teilausschnitt der GK 25 Blatt Ahorn 6423), 1999.
- Corinna Egerer, Michael Latzel: Tauberbischofsheim. Fränkische Nachrichten, Tauberbischofsheim 2005, ISBN 3-924780-48-X, S. 148–161 (Kapitel: „Stadtteile“ Tauberbischofsheims).
- Manfred Maninger: Chronik der Gemeinde Dittwar. Neuauflage. 74 Seiten, schwarz-weiß. Dittwar 2019.
- Heimat- und Kulturverein Dittwar (Hrsg.): Dittwar im Wandel. Ein Buch des Heimat- und Kulturvereins Dittwar e. V. 78 Seiten, farbig. Dittwar 2019.
- Heimat- und Kulturverein Dittwar (Hrsg.): Dittwar. Eine Gemeinde im Wandel. 133 Seiten, farbig. Dittwar 2019.
Weblinks[Bearbeiten]
- Dittwar, Altgemeinde/Teilort auf der Website leo-bw.de
- Fotoalbum von Dittwar auf der Website hkvdittwar.de
- Dittwar – Wohnort & Sonstiges, Ortschronik und Infosammlung
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references responsive />
- Wikipedia:Seite mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Seiten mit TemplateStyles-Fehlern
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Literatur/Interner Fehler
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Zitat
- Stadtteil von Tauberbischofsheim
- Ort im Main-Tauber-Kreis
- Ehemalige Gemeinde (Main-Tauber-Kreis)
- Ersterwähnung 1100
- Gemeindeauflösung 1975