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Douai

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Douai
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Douai (Frankreich)
Douai (Frankreich)
Staat Frankreich Frankreich
Region Hauts-de-France
Département (Nr.) Nord (59)
Arrondissement Douai
Kanton Douai
Gemeindeverband Douaisis Agglo
Koordinaten 50° 22′ N, 3° 5′ OKoordinaten: 50° 22′ N, 3° 5′ O
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Höhe 16–Vorlage:Höhe/Fmt m
Fläche –
Einwohner 40.250 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte – Einw./km²
Postleitzahl 59500
INSEE-Code 59178
Website www.douai.fr
Datei:Douai 2023.jpg
Douai von oben

Douai [<templatestyles src="IPA/styles.css" />dwɛ] (niederl. Dowaai, ältere Form Douay, lat. Duacum) ist eine nordfranzösische Stadt mit 40.250 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) im Département Nord, in der Region Hauts-de-France. Sie ist als Hauptstadt (frz. chef-lieu) des Arrondissements Douai Sitz einer Unterpräfektur des Départements und Teil von Französisch-Flandern. Die Bewohner werden Douaisiens und Douaisiennes genannt.

Die Gemeinde erhielt wie seit 2017 auch 2022 die Auszeichnung „Vier Blumen“, die vom Conseil national des villes et villages fleuris (CNVVF) im Rahmen des jährlichen Wettbewerbs der blumengeschmückten Städte und Dörfer verliehen wird.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden.] Conseil national des villes et villages fleuris, , archiviert vom Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 12. Juli 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Lage[Bearbeiten]

Die Stadt liegt am Fluss Scarpe, circa 200 Kilometer von Paris entfernt, circa 40 Kilometer südlich von Lille und circa 25 Kilometer ostnordöstlich von Arras.

Geschichte[Bearbeiten]

Datei:Bundesarchiv Bild 146-1998-008-02, Frankreich, Douai, Evakuierung.jpg
Evakuierung der Stadt 1916
Datei:Jean-Baptiste-Camille Corot 018.jpg
Glockenturm von Douai, Jean-Baptiste Camille Corot, 1871.

Douai entstand wohl auf dem Gebiet der spätantiken römischen Festung Castrum Duacense. Seit dem 9. Jahrhundert gehörte Douai den Grafen von Flandern. Es entwickelte sich bis zum 12. Jahrhundert zu einem Zentrum der flandrischen Tuchindustrie sowie zu einer bedeutenden Handelsstadt und erhielt Ende des 12. Jahrhunderts das Stadtrecht. 1312 fiel es (bis 1369) an die französische Krondomäne.

1384 wurde Flandern und mit ihm Douai durch Heirat Teil der Territorien Herzog Philipps des Kühnen von Burgund, die 1477 wiederum durch Heirat größtenteils zum Herrschaftsgebiet des damaligen Erzherzogs und späteren Kaisers Maximilian I. kamen, d. h. zum sog. Burgundischen Kreis des Heiligen Römischen Reiches. Als dieser nach dem Tod von Kaiser Karl V. (1558) an die spanische Krone ging, wurde Douai mit Flandern ein Teil der Spanischen Niederlande.

1562 gründete König Philipp II. eine Universität in Douai (Universitas Duacensis), zu deren Studenten unter anderem der spätere Präsident des Reichskammergerichts Moritz von Büren gehörte. Sie wurde 1888 nach Lille verlegt.

Nachdem Douai 1667 im sog. Devolutionskrieg von Ludwig XIV. erobert worden war, kam es im folgenden Jahr durch den Frieden von Aachen zu Frankreich. Während des Spanischen Erbfolgekriegs wurde es am 26. Juni 1710 durch die Alliierten unter Marlborough nach einer zweimonatigen Belagerung genommen. Villars versuchte zuerst vergeblich, Douai zu überrumpeln, nahm es aber am 7. September 1712 durch Kapitulation. So kam es von neuem an Frankreich, dem es durch den Utrechter Frieden 1713 dauerhaft zufiel. 1713–1789 war Douai Sitz des flandrischen Parlaments; nach dem Ausbruch der Französischen Revolution diente es von 1790 bis 1802 als Verwaltungssitz des Départements Nord.

Der Flugzeugkonstrukteur Breguet gründete hier 1911 seine Flugzeugfirma, sein Flugplatz wurde im Ersten Weltkrieg von der deutschen Fliegertruppe genutzt. Im Ersten und Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt stark bombardiert.

1990 wurde das letzte verbliebene Bergwerk geschlossen.

Wirtschaft und Verkehr[Bearbeiten]

Die Stadt liegt im nordfranzösischen „Kohlebecken“ und lebte lange vom Steinkohlebergbau, von der Metall- und Fahrzeugindustrie. Douai ist ein Zentrum der chemischen Industrie. Außerdem befindet sich in Douai ein Werk der Automarke Renault. Hier werden die Modelle Mégane und Scénic produziert. 2009 stellten 4.900 Mitarbeiter rund 165.000 Autos her;<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Dokument der Firma Renault; Zahlen für Douai auf S. 37 (Memento vom 21. August 2010 im Internet Archive) (PDF; 4,1 MB), abgerufen am 25. Dezember 2010</ref> 2022 wurden von 3.300 Mitarbeitern rund 55.000 Pkw gefertigt.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Renault, abgerufen am 7. März 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Seit 2024 wird in Douai der Renault 5 E-Tech und seit 2025 der Nissan Micra montiert.

Der Bahnhof Douai<ref>SNCF: Douai</ref> an der Bahnstrecke Paris–Lille wurde 1846 eröffnet. Diese Strecke wird von TGVs befahren; die Fahrzeit beträgt rund 75 Minuten.
Eine elektrische Straßenbahn verkehrte in Douai von 1898 bis 1950.

Der öffentliche Nahverkehr im Raum Douai ist seit 2022 kostenlos.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Mairie de Douai, abgerufen am 29. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Datei:FetesGayant1.jpg
Während der jährlichen Fêtes de Gayant, 1984
Datei:Dowaai reus.jpg
Marie Cagenon, die Frau des Riesen Gayant, bei einem Umzug im Jahr 2005

Wahrzeichen der Stadt ist der Belfried, ein 1380 erbauter Turm, der zunächst als Wachtturm diente. Seit 2005 gehört er zum UNESCO-Welterbe der Belfriede von Belgien und Frankreich. In seinem Innern befindet sich seit 1391 ein Carillon, der heute mit 62 Glocken einer der größten Europas ist.

Das frühere Kartäuserkloster aus dem 16. Jahrhundert diente während der Französischen Revolution militärischen Zwecken und wurde im Zweiten Weltkrieg während der Bombardierung der Stadt beschädigt. Seit 1958 ist hier das städtische Kunstmuseum, das Musée de la Chartreuse, untergebracht.

In der Jesuitenkirche wird das Haupt der heiligen Margareta von Schottland aufbewahrt.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>

Die Fêtes de Gayant, jährlich am Wochenende nach dem 5. Juli stattfindende Umzüge mit über acht Meter großen Figuren von Riesen wurden 2005 von der UNESCO als Teil der „Umzüge der Riesen und Drachen in Belgien und Frankreich“ in die Liste der Meisterwerke des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit aufgenommen.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. UNESCO Intangible Cultural Heritage, 2008, abgerufen am 2. Dezember 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Wissenschaft[Bearbeiten]

Seit 1878 hat Douai eine Hochschule für Ingenieurwissenschaften, die École des mines.

Die 1562 gegründete Universität wurde 1888 nach Lille verlegt.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Douai ist verschwistert mit

Weitere Partnerschaften[Bearbeiten]

  • Seit 1969 besteht ein jährlicher gegenseitiger Schüleraustausch zwischen dem Lycée Albert Chatelet, Douai und dem Gymnasium Petrinum, Recklinghausen.
  • Das Lycée Jean-Baptiste Corot unterhält eine Partnerschaft mit dem Marie-Curie-Gymnasium in Recklinghausen.
  • Das Collège André Streinger in Douai pflegt einen langjährigen Schüleraustausch mit dem Windthorst-Gymnasium in Meppen.
  • Seit vielen Jahren gibt es auch einen Schüleraustausch zwischen Douai und der Realschule Bad Gandersheim (Deutschland).
  • Außerdem besteht eine enge Partnerschaft des Lycées Saint Jean mit dem Gymnasium der Benediktiner in Meschede, die ein jährliches Austauschprogramm von Schülern und den Aufenthalt von deutschen Sprachassistenten (assistants allemands) in Frankreich ermöglicht.

Literatur[Bearbeiten]

  • Vorlage:MerianTopo
  • Le Patrimoine des Communes du Nord. Flohic Editions, Band 1, Paris 2001, ISBN 2-84234-119-8, S. 649–681.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Douai – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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