Drossenhausen
Drossenhausen Gemeinde Meeder
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(109)&title=Drossenhausen 50° 20′ N, 10° 56′ O
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| Höhe: | 438 m ü. NN | |||||
| Einwohner: | 109 (2025)<ref name="Heimatbote">Meederer Heimatbote, Jahrgang 55, Februar 2025, S. 5.</ref> | |||||
| Eingemeindung: | 1. Juli 1971 | |||||
| Postleitzahl: | 96484 | |||||
| Vorwahl: | 09566 | |||||
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Drossenhausen ist ein Gemeindeteil von Meeder im oberfränkischen Landkreis Coburg.
Geographie[Bearbeiten]
Das Dorf liegt etwa acht Kilometer nordwestlich von Coburg am Südhang der Langen Berge an der Hochstraße, die Ottowind mit Moggenbrunn verbindet. Weitere Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Tiefenlauter und Meeder. Östlich von Drossenhausen liegt die Bundesautobahn 73, an der die Tank- und Rastanlage Lange Berge entstehen soll. In der Drossenhauser Flur sind Dolinen, Einbrüche im Muschelkalk wie das Donnerloch von 1779, bemerkenswert.
Geschichte[Bearbeiten]
Drossenhausen wurde 1317 erstmals im Urbarium, einer Auflistung von Besitzungen der Henneberger beim Erwerb der Neuen Herrschaft, urkundlich als „Drosenhusen“ erwähnt.<ref>Horst Graßmuck: Die Ortsnamen des Landkreises Coburg. Inaugural-Dissertation der Universität Erlangen 1955, S. 17.</ref>
Anfang des 14. Jahrhunderts lag Drossenhausen im Herrschaftsbereich der Grafschaft Henneberg. 1353 kam der Ort mit dem Coburger Land im Erbgang zu den Wettinern und war somit ab 1485 Teil des Kurfürstentums Sachsen, aus dem später das Herzogtum Sachsen-Coburg hervorging. Durch Truppendurchzüge und Einquartierungen litt Drossenhausen im Dreißigjährigen Krieg. Nach einem Bericht über den Zustand der Dörfer im Amt Coburg vom Mai 1636 waren in Drossenhausen „noch vier Mann lebendig“, die ihre Nahrung in Thüringen suchten. Von den 14 Häusern im Dorf lagen die meisten wüst.<ref name="Leistner">Armin Leistner: Der Münzfund von Drossenhausen (Ldkr. Coburg). Jahrbuch der Coburger Landesstiftung 1964, S. 177–188</ref>
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erfolgte die Vereinigung mit dem benachbarten Weiler Einzelberg. In einer Volksbefragung am 30. November 1919 stimmten 8 Drossenhausener Bürger für den Beitritt des Freistaates Coburg zum thüringischen Staat und 68 dagegen. Somit gehörte ab dem 1. Juli 1920 Drossenhausen zum Freistaat Bayern.<ref>Coburger Zeitung, Ausgabe Nr. 281 vom 2. Dezember 1919</ref>
1963 wurde bei Arbeiten für einen Leitungsgraben ein Münzschatz mit 136 Silbermünzen gefunden. Dieser war wohl von einem Ortsansässigen im Dreißigjährigen Krieg vergraben worden.<ref name="Leistner" />
Am 1. Juli 1971 wurde Drossenhausen ein Gemeindeteil von Meeder.<ref name="Gemeindeverzeichnis1970bis1982"></ref> 1987 hatte der Gemeindeteil 107 Einwohner und 23 Wohnhäuser.<ref name="Vz1987">Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987, München, 1991</ref>
Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]
| Jahr | Einwohnerzahl |
|---|---|
| 1910 | 126<ref>Das Landratsamt Coburg im Gemeindeverzeichnis 1900. In: gemeindeverzeichnis.de. Uli Schubert, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 2. März 2023; abgerufen am 13. Februar 2026.</ref> |
| 1933 | 137<ref name="vg">Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref> |
| 1939 | 125<ref name="vg" /> |
| 1970 | 118 |
| 2004 | 99<ref name="mü">Müllers Großes Deutsches Ortsbuch. Saur, München 2007, ISBN 978-3-598-24663-0.</ref> |
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
Ahlstadt | Beuerfeld | Birkenmoor | Drossenhausen | Einzelberg | Großwalbur | Herbartsdorf | Kleinwalbur | Kösfeld | Mirsdorf | Moggenbrunn | Neida | Ottowind | Sulzdorf | Wiesenfeld