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Neida

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Neida
Gemeinde Meeder
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(170)&title=Neida 50° 19′ N, 10° 52′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(170) 50° 18′ 39″ N, 10° 51′ 54″ O
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Höhe: 312 m ü. NHN
Fläche: 5,61 km²<ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 664 (Digitalisat).</ref>
Einwohner: 170 (2025)<ref name="Heimatbote">Meederer Heimatbote, Jahrgang 55, Februar 2025, S. 5.</ref>
Bevölkerungsdichte: 30 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1976
Postleitzahl: 96484
Vorwahl: 09566
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Neida ist ein Gemeindeteil von Meeder im oberfränkischen Landkreis Coburg.

Geographie[Bearbeiten]

Das Haufendorf liegt etwa zehn Kilometer nordwestlich von Coburg. Die Staatsstraße St 2205 von Coburg nach Bad Rodach führt durch den Ort. Außerdem gibt es Gemeindeverbindungsstraßen nach Birkenmoor und Herbartsdorf. Der Sulzbach fließt durch Neida. Die höchste Erhebung ist der südwestlich liegende Hahnberg mit 394 Metern.

Geschichte[Bearbeiten]

Neida wurde 1317 erstmals im Urbarium, einer Auflistung von Besitzungen der Henneberger beim Erwerb der Neuen Herrschaft, als „Nydauwe“ urkundlich erwähnt.<ref> Horst Graßmuck:Die Ortsnamen des Landkreises Coburg. Inaugural-Dissertation der Universität Erlangen 1955, S. 69</ref>

Anfang des 14. Jahrhunderts lag Neida im Herrschaftsbereich der Henneberger. 1353 kam der Ort mit dem Coburger Land im Erbgang zu den Wettinern und war somit ab 1485 Teil des Kurfürstentums Sachsen, aus dem später das Herzogtum Sachsen-Coburg hervorging.

Im Jahr 1508 lebten in Neida 15 wehrfähige Männer. Neunzig Jahre später, 1618 zu Beginn des Dreißigjährigen Krieges, waren es 21. Bis 1650 sank die Zahl der Mannschaft auf 10. Die Anzahl der Häuser verminderte sich im gleichen Zeitraum von 21 auf 10.<ref>Egon Resch: Neida 675 Jahre. S. 89</ref> Die Gemeindegemarkung umfasst auch die Gebiete der Wüstungen Burkersdorf und Kirchberg, die südlich von Neida am Callenberger Forst lagen und deren Untergänge nicht dokumentiert sind.

Neida gehört seit Jahrhunderten zum Kirchensprengel Meeder. Im Jahr 1783 lebten 128 Einwohner in 26 Häusern. Ein Gemeindehaus entstand wohl 1566. Im Jahr 1785 wurde ein neues Gemeindehaus mit Schmiede errichtet und mit einem Dachreiter als Glockenturm versehen, in dem seit 1786 eine Bronzeglocke mit 45 Zentimeter Durchmesser hängt und seit 1836 eine Uhr installiert ist. 1983 wurde das Gemeindehaus verkauft und in den folgenden Jahren umgebaut.<ref>Egon Resch: Neida 675 Jahre. S. 219</ref>

Im Jahr 1851 wurden die Grundlasten abgelöst. 1836 erfolgte der Bau einer steinernen Brücke über den Sulzbach und 1849 der Chausseebau nach Wiesenfeld bei Coburg. Die Kinder besuchten ab 1839 die Schule in dem benachbarten Breitenau. Ein eigenes Schulhaus wurde am 8. November 1953 eingeweiht. Die Kosten betrugen einschließlich Lehrerwohnhaus rund 110.000 Deutsche Mark. Ab 1970 gehörte die Gemeinde zum Schulverband Meeder und die Schule wurde geschlossen.

Den ersten Telefonanschluss gab es 1907. Eine Flurbereinigung wurde von 1912 bis 1916 durchgeführt. Stromlieferant war ab 1921 das Coburger Überlandwerk.

Im Ersten Weltkrieg verloren neun und im Zweiten Weltkrieg zwölf Neidaer Soldaten ihr Leben. Gedenktafeln befinden sich vor der Kirche in Meeder.<ref> Egon Resch: Neida 675 Jahre. S. 20</ref> In einer Volksbefragung am 30. November 1919 stimmten 3 Neidaer Bürger für den Beitritt des Freistaates Coburg zum thüringischen Staat und 49 dagegen. Am 1. Juli 1920 wurde der Freistaat Coburg mit dem Freistaat Bayern vereinigt.<ref>Ergebnisse der Volksbefragung im Freistaat Coburg. In: Coburger Zeitung, Ausgabe Nr. 280, 1. Dezember 1919.</ref>

Am 1. Januar 1976 erfolgte die freiwillige Eingemeindung Neidas nach Meeder.<ref> Egon Resch: Neida 675 Jahre. S. 198</ref> 1987 hatte das Dorf 167 Einwohner und 40 Wohnhäuser.<ref name="Vz1987">Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987, München, 1991</ref>

Ende Oktober 2014 wurde beim Luftamt Nordbayern in Ansbach der Antrag auf Planfeststellung für den Neubau eines Verkehrslandeplatzes bei Neida, als Ersatz für den Flugplatz Coburg-Brandensteinsebene, eingereicht.<ref>Coburg: Start für neuen Flugplatz. In: Neue Presse. 29. Oktober 2014, abgerufen am 28. März 2021.</ref> Der Antrag auf Einleitung des Planfeststellungsverfahrens wurde 2019 zurückgenommen, da das Luftamt Nordbayern den Instrumentenflugbetrieb am Flugplatz Bamberg-Breitenau genehmigte.<ref>Aus für Flugplatz-Projekt im Coburger Land? In: flieger.news. 4. Oktober 2019, abgerufen am 28. März 2021.</ref>

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Jahr Einwohnerzahl<ref> Egon Resch: Neida 675 Jahre. S. 204</ref>
1672 11
1693 94
1783 128
1840 158
1867 149
1895 160
Jahr Einwohnerzahl
1910 148
1933 156
1950 250
1970 191
1992 183
2004 197<ref name="mü">Müllers Großes Deutsches Ortsbuch 2007. Verlag de Gruyter, ISBN 978-3-00-042206-5.</ref>

Baudenkmäler[Bearbeiten]

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Literatur[Bearbeiten]

  • Egon Resch: Neida 675 Jahre, 1317 - 1992 ; Festtage, 23. – 26. 7. 1992.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Neida (Meeder) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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