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EUREF

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EUREF

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Rechtsform AG
Gründung 2007
Sitz Berlin-Schöneberg, Deutschland
Leitung Reinhard Müller, Vorstand

Karin Teichmann, Sprecherin des Vorstands, Kevin Hauert, Vorstand Sarah Ameler, Vorstand

Mitarbeiterzahl 100
Branche Technologie, Wissenschaft
Website EUREF AG
Datei:200312 Luftfoto EC kleine Datigröße.jpg
Photomontage des geplanten EUREF-Campus mit dem Gasometer im Zentrum

Das ca. 5,5 Hektar große Stadtquartier EUREF-Campus Berlin (Abkürzung für Europäisches Energieforum) liegt im Berliner Ortsteil Schöneberg im Bezirk Tempelhof-Schöneberg. Der Campus um den Gasometer Schöneberg vereint Unternehmen aus den Bereichen Energie und Mobilität. Seit Beginn der Standortentwicklung durch den Berliner Architekten Reinhard Müller im Jahr 2007 haben sich auf dem Gelände internationale Firmen und Forschungseinrichtungen angesiedelt.<ref>Total elektrisiert | bizz-energy.com. Abgerufen am 23. Juni 2017.</ref>

Der EUREF-Campus ist ein Referenzort für das Konzept Intelligente Stadt des Landes Berlin und hat die Umsetzung einer nachhaltigen Stadtentwicklung zum Ziel. Im Jahr 2014 konnte der EUREF-Campus das damalige CO2-Klimaschutzziel der Bundesregierung für das Jahr 2050 erreichen.<ref>Berliner Morgenpost vom 21. Mai 2017</ref> Mit einer bilanziell klimaneutralen Energieversorgung durch Nutzung von Biogas, einem intelligenten Energienetz, den energieeffizienten Gebäuden, der Erprobungsplattform für Elektromobilität und den zahlreichen Forschungsprojekten soll der Campus beweisen, dass die Energiewende machbar und finanzierbar ist.<ref>Der Tagesspiegel vom 11. Juni 2017</ref>

Seit 2020 entsteht als zweiter Standort der EUREF-Campus Düsseldorf am Bahnhof Düsseldorf Flughafen. Mieter sind unter anderem der Technologiekonzern Schneider Electric und die Energieagentur des Landes Nordrhein-Westfalen.<ref>Home - EUREF-Campus Düsseldorf. In: duesseldorf.euref.de. 30. Mai 2022, abgerufen am 11. Juli 2022.</ref>

Geschichte[Bearbeiten]

2007: Beginn der Einrichtung[Bearbeiten]

  • Der Architekt Reinhard Müller plante am ehemaligen Standort eines Gaswerks in Schöneberg den EUREF-Campus, der zu einer Smart City für Arbeiten, Forschen, Bilden und Wohnen entwickelt werden soll. Im Mittelpunkt der Entwicklung standen energetisch optimierte Gebäude, ein lokales Micro Smart Grid, Mobilitätssharing sowie die Nutzung regenerativer Energien wie Biomethan.

2009 bis 2015[Bearbeiten]

  • Sanierungsbeginn der denkmalgeschützten Gebäude Schmiede und Messelbau
  • 2011: Baubeginn für den ersten Neubau EUREF-Campus 12–13
  • 2001: Sanierung des denkmalgeschützten Wasserturms für die TU Berlin
  • 2012: Eröffnung der Masterstudiengänge der TU Berlin im Wasserturm
  • Der EUREF-Campus erreichte nach eigenen Angaben bereits im Jahr 2014 die Klimaschutzziele der Bundesregierung für 2050 bzw. 2045, da er durch den Bezug von zertifiziertem Biomethan bilanziell CO2-neutral ist. Die Energiebereitstellung für den Campus erfolgt durch die von der GASAG betriebene EUREF-Energiewerkstatt, wo in zwei Gas-Blockheizkraftwerken (400 kWel und 50 kWel) Wärme und Strom für den Eigenbedarf und die Einspeisung ins Berliner Stromnetz erzeugt werden. Die im Prozess entstehende Wärme erhitzt Wasser auf bis zu 90 °C, womit auf dem Campus über ein unterirdisch verlaufendes Rohrsystem die Büros geheizt (oder im Sommer gekühlt) werden. Zudem stehen zwei zuschaltbare Gaskessel (je 2.100 kWth) bereit. Durch eine 500-kW Power-to-Heat-Anlage kann Überschuss-Strom zum Heizen verwendet werden.<ref>Berliner Paradebeispiel. In: Berliner Zeitung, 4./5. Januar 2020, Immobilienbeilage, S. 5f.</ref><ref>EUREF-Campus. In: EUREF AG. Abgerufen am 12. Oktober 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Projektdetail - BLS Energieplan GmbH. Abgerufen am 12. Oktober 2021.</ref>
  • Sternekoch Thomas Kammeier wurde 2015 gastronomischer Leiter des EUREF-Campus<ref>Alexandra Kilian: Sternekoch Thomas Kammeier hat neuen Job in Berlin. (morgenpost.de [abgerufen am 30. Juli 2017]).</ref>

2016 bis 2025[Bearbeiten]

Carbon Clock
Die Carbon Clock am Gasometer

Wirtschaft und Wissenschaft[Bearbeiten]

Datei:Eventlocation EUREF-Campus.jpg
Eventlocation EUREF-Campus

Im Jahr 2024 arbeiteten und forschten am EUREF-Campus Berlin rund 150 Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Hochschulinstitute mit 7000 Beschäftigten, darunter

  • vier Masterstudiengänge der TU Berlin
  • das Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC)
  • und Fraunhofer ENIQ, Repräsentanz der Fraunhofer-Energieforschung in Berlin
  • Das hier im Jahr 2006 gegründete Innovationszentrum (InnoZ) musste ab Ende 2018 seine Aktivitäten einstellen. Es galt lange als führendes Zentrum für neue Mobilitätskonzepte in Deutschland. Der unter seiner Regie auf dem Gelände agierende fahrerloser Elektrobus (Olli; siehe oben) und ein ganzer Fuhrpark neuartiger Fahrzeuge wurden für Studien genutzt. Die Deutsche Bahn, als Hauptgesellschafter des InnoZ, gab folgende Begründung ab: „Als das InnoZ 2006 gegründet wurde, waren die von ihm bearbeiteten Fragen in der deutschen angewandten Forschung nicht in dem Ausmaß vertreten, wie sie es mittlerweile sind“, das Alleinstellungsmerkmal ging verloren und die finanzielle Grundlage reichte nicht mehr.<ref>Berlin gehen die Innovationen aus. Die Tageszeitung, 6. Dezember 2018, abgerufen am 21. Januar 2020.</ref>

Der EUREF-Campus Berlin ist Forschungscampus der Bundesregierung für das Projekt Mobility2Grid.<ref>Mobility2Grid. Abgerufen am 26. Juni 2017.</ref> Hier wird erforscht, wie eine Versorgung mit Strom, Wärme und Verkehr langfristig bezahlbar, sicher und vollständig auf Basis Erneuerbarer Energien zu gewährleisten ist.

Unternehmen, wie die Deutsche Bahn, Schneider Electric, GASAG oder Arcadis und Startups aus dem Kompetenzfeldern Energie, Nachhaltigkeit und Mobilität, beispielsweise Ubitricity, SirPlus oder MINT haben sich auf dem EUREF-Campus angesiedelt und kooperieren dort.

Organisation der EUREF AG[Bearbeiten]

Datei:Reinhard Müller, EUREF AG.jpg
Reinhard Müller, Vorstandsmitglied

Die EUREF AG ist ein privatwirtschaftlicher Entwickler energie- und umweltoptimierter Immobilien. Sie wurde im Zusammenhang mit dem Erwerb des 5,5 Hektar großen Areals rings um den Gasometer in Berlin-Schöneberg im Jahr 2007 gegründet.

Aufsichtsrat[Bearbeiten]

Vorstand[Bearbeiten]

  • Reinhard Müller
  • Karin Teichmann (Sprecherin des Vorstands)
  • Kevin Hauert
  • Sarah Ameler

Verkehrsanbindung[Bearbeiten]

Straßen[Bearbeiten]

Südlich des Geländes verläuft die A 100.

Öffentlicher Verkehr[Bearbeiten]

Es besteht ein direkter Zugang zum S-Bahnhof Schöneberg (vier S-Bahn-Linien) sowie zur S-Bahn-Station Julius-Leber-Brücke. Der ICE-Bahnhof Südkreuz befindet sich in fußläufiger Entfernung von etwa einem Kilometer.

Sharingangebote[Bearbeiten]

Auf dem Gelände befinden sich eine Elektro-Carsharing-Station (Flinkster, DriveNow, car2go), Leihfahrräder und Pedelecs, Elektroroller-Sharing (emmy) sowie weitere Mobilitätsangebote.

Veranstaltungen[Bearbeiten]

Über Veranstaltungen zu den Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit, geführte Campustouren und Unternehmensbesuche sowie informative Projekte wie die Werkstatt der Energiewende baut das Stadtquartier seine Funktion als Forum und Informationshub aus.<ref>Website der EUREF AG; abgerufen am 22. Juni 2017.</ref>

Denkmalpflege[Bearbeiten]

Denkmalgeschützte Klinker- und Backsteinbauten des Architekten Alfred Messel prägen heute neben den energieeffizienten Neubauten weiter den Charakter des Geländes.<ref>Gaswerk Schöneberg in der Berliner Landesdenkmalliste</ref>

Mit Beschluss vom 24. Februar 1994 wurden die signifikanten Gebäude des ehemaligen Gaswerks als Gesamtanlage unter Denkmalschutz gestellt. Dazu gehören heute das Reglerhaus, Magazin-/Revierbüro, Kessel- & Maschinenhaus mit Wasserturm, das Schleusenhaus, der Niederdruckgasbehälter (Gasometer), die Schmiede sowie der einstige Ostflügel des ehemaligen Retortenhauses. Diese vorhandenen Backsteingebäude wurden durch die EUREF AG unter den Aspekten des Denkmalschutzes, des Denkmalrechts und der Energieeffizienz saniert.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: EUREF-Campus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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Koordinaten: 52° 28′ 54,3″ N, 13° 21′ 23,7″ O

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