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Ermera

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Ermera
Ermera (Osttimor)
Ermera (Osttimor)
Ermera
Koordinaten 8° 45′ S, 125° 24′ OKoordinaten: 8° 45′ S, 125° 24′ O
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Der Suco Poetete Vila mit Ermera im südlichen Teil
Basisdaten
Staat Osttimor
Vorlage:Info ISO-3166-2/admtypelink Ermera
Verwaltungsamt Ermera
Suco Poetete Vila
Höhe 1178 m
Einwohner 2761 (2015)
Hauptstraße in Ermera mit Blick auf die Pfarrkirche
Hauptstraße in Ermera mit Blick auf die Pfarrkirche
Hauptstraße in Ermera mit Blick auf die Pfarrkirche

Ermera (Vila Ermera, bis 1936: Hermera, auch Framera)<ref name="Belo">Carlos Filipe Ximenes Belo: Os antigos reinos de Timor-Leste (Reys de Lorosay e Reys de Lorotoba, Coronéis e Datos), S. 133, Baucau: Tipografia Diocesana Baucau 2011.</ref> ist die ehemalige Hauptstadt der osttimoresischen Gemeinde Ermera.<ref>estatal.gov.tl: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ministry of State Administration – Ermera (Memento vom 5. September 2014 im Internet Archive) (englisch)</ref>

Name[Bearbeiten]

„Ermera“ bedeutet auf Mambai „rotes Wasser“.<ref name="placenames">Geoffrey Hull: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />The placenames of East Timor (Memento vom 14. Februar 2017 im Internet Archive; PDF; 2,32 MB, englisch, S. 6–7). In: Placenames Australia (ANPS): Newsletter of the Australian National Placenames Survey, Juni 2006.</ref> Die Vorfahren der heutigen Einwohner der Region fanden als sie in das Land kamen hier eine Quelle mit blutrotem Wasser.<ref name="ErmMP">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 6. September 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).@1@2Vorlage:Toter Link/www.portalmunicipal.gov.tl (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref>

Geographie und Einwohner[Bearbeiten]

Datei:Main Street, Ermera, Timor-Leste - panoramio.jpg
Hauptstraße in Ermera mit Blick auf die Villa des ehemaligen Großgrundbesitzers der Region

Ermera nimmt fast die gesamte Aldeia Aldeia Vila (Suco Poetete Vila, Verwaltungsamt Ermera) ein.<ref name="AtlasErmera2">Direcção-Geral de Estatística: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Atlas der Gemeinde Ermera (Memento vom 14. August 2022 im Internet Archive)</ref> Südlich fließt der Buri, der zum Flusssystem des Loís gehört.<ref name="GIS"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Timor-Leste GIS-Portal (Memento vom 30. Juni 2007 im Internet Archive)</ref> Ermera liegt Vorlage:Höhe/Fmt m über dem Meer. Zur Landeshauptstadt Dili sind es in Luftlinie etwa 30 km nach Nordosten, auf der Straße durch das Bergland 58 km. Die Gemeindehauptstadt Gleno liegt 5 km entfernt in derselben Richtung.

2015 lebten in Aldeia Vila 2761 Menschen.<ref name="Cen2015">Direcção-Geral de Estatística: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ergebnisse der Volkszählung von 2015 (Memento vom 23. September 2019 im Internet Archive).</ref>

Die Durchschnittstemperatur beträgt über das Jahr 22,2 °C, die höchste Monatsdurchschnittstemperatur 26,8 °C und die niedrigste 17,6 °C. Gerade nachts kann es unangenehm kühl werden.<ref name="ADB">Asian Development Bank: TIM: District Capitals Water Supply Project – Rehabilitation of Lake Lehumo, September 2011, abgerufen am 23. Februar 2014.</ref>

Geschichte[Bearbeiten]

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Während der Schlacht um Timor im Zweiten Weltkrieg war Ermera der einzige portugiesische Militärposten, der nicht von den Japanern erobert wurde. Stattdessen besetzte die Sparrow Force der Alliierten Ermera 1942 mehrmals. Die Kirche, der Militärposten und andere Gebäude wurden im Krieg zerstört.<ref>Australia War Memorial: ERMERA, PORTUGUESE TIMOR. 1946-01-26, abgerufen am 4. Februar 2024.</ref>

Datei:A Igreja da Ermera.jpg
Die Kirche von Ermera nach ihrer Zerstörung im Zweiten Weltkrieg (Okt. 1945) und nach dem Wiederaufbau (Jun. 1970)

Anfang 1976 erreichten die indonesischen Invasionstruppen Ermera. Ein Teil der Bevölkerung floh aus Angst in die Berge. Nach der Eroberung von Samara (Verwaltungsamt Hatulia) am 24. April wurden 500 seiner Einwohner für die spätere Umsiedlung im Ort Ermera interniert. Aufgrund der fehlenden Nahrungsmittelversorgung in dem sogenannten Transit Camp litten die Menschen an Hunger. Das Camp bestand bis Ende 1979.<ref name="CAVR7.32">„Chapter 7.3 Forced Displacement and Famine“ (PDF; 1,3 MB) aus dem „Chega!“-Report der CAVR (englisch)</ref>

Anfang 1979 wurden etwa hundert Männer aus dem Suco Ponilala und der bisherigen Distriktshauptstadt Ermera von der indonesischen Besatzungsmacht an den Ort gebracht, wo heute die Stadt Gleno steht. Das indonesische Militär zwang die Männer das bisher unbewohnte Gebiet zu roden und von der Vegetation zu befreien, damit hier die neue Stadt gebaut werden konnte. Erfüllten die Zwangsarbeiter ihr Tagespensum nicht, wurden sie zur Bestrafung gefoltert. Drei Männer, die zu krank zum Arbeiten waren, wurden von den Soldaten umgebracht. Da man in der Zeit keine Gärten anlegen konnte, erfolgte die Versorgung mit Nahrungsmitteln durch das Militär. Als die Arbeiten an der neuen Distriktshauptstadt Gleno 1983 beendet waren, stellte das Militär die Versorgung ein. Die Familien der Zwangsarbeiter wurden nun ebenfalls nach Gleno zwangsumgesiedelt. Weil immer noch keine Gärten zur Grundversorgung angelegt worden waren, verhungerten Einwohner. Erst ab 1985 durften sich die Bewohner Glenos frei bewegen.<ref name="CAVR7.32" />

Am 10. April 1999 brannten indonesische Soldaten gemeinsam mit Darah-Merah-Milizionären dutzende Häuser in der Stadt Ermera nieder.<ref name="CAVR7.32" />

Einrichtungen[Bearbeiten]

Datei:Statue, Ermera, Timor-Leste - panoramio.jpg
Jesusstatue in Ermera

Neben dem Sitz des Sucos Poetete Vila befinden sich im Ort Ermera die Sekundärschule Escola Secundaria Katolik Imaculada Conçeição Ermera, das kommunale Gesundheitszentrum Ermera Lama, die Zentrale Primarschule (Escola Primaria Central EPC) Poetete Vila und die Zentralgrundschule (Escola Básica Central EBC).<ref name="AtlasErmera">Direcção-Geral de Estatística: Atlas der Gemeinde Ermera.</ref> Die Pfarrkirche (Igreja Matriz) Imaculada Conceição stammt aus der portugiesischen Kolonialzeit. Ihr gegenüber steht am anderen Ende der Hauptstraße die Villa des ehemaligen Großgrundbesitzers. An der Straße findet freitags ein Markt statt.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ermera Municipal Authority, abgerufen am 5. August 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Ermera – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Vorlage:Wikidata-Registrierung

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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