Zum Inhalt springen

Ponilala

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Ponilala
Kirche von Ponilala in der Aldeia Eroha
Daten
Fläche 8,54 km²<ref name="Cen2015">Direcção-Geral de Estatística: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Ergebnisse der Volkszählung von 2015 (Memento vom 23. September 2019 im Internet Archive).</ref>
Einwohnerzahl 4.055 (2022)<ref name="Cen2022">Institutu Nasionál Estatístika Timor-Leste: Final Main Report Census 2022, abgerufen am 18. Mai 2022.</ref>
Chefe de Suco Alberto Martins
(Wahl 2023)
Aldeias Einwohner (2015)<ref name="Cen2015" />
Cota Heu 897
Eroho 427
Hatuposi 452
Nunupu 501
Sacoco 1095
Nunupu (Osttimor)
Nunupu (Osttimor)
Nunupu
Koordinaten: 8° 43′ S, 125° 23′ O
 {{#coordinates:−8,7225|125,38111111111|primary
dim= globe= name= region=TL-ER type=city
  }}

Ponilala (Punilala) ist ein osttimoresischer Suco im Verwaltungsamt Ermera (Gemeinde Ermera).

Geographie[Bearbeiten]

Ponilala
Orte Position<ref name="Statistik">Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Atlanten der zwölf Gemeinden und der Sonderverwaltungsregion Osttimors, Stand 2019 (Memento vom 17. Januar 2021 im Internet Archive) (Direcção-Geral de Estatística DGE).</ref> Höhe
Aiphu 8° 44′ 35″ S, 125° 22′ 55″ O
 {{#coordinates:−8,742946|125,381882|
dim=300 globe= name=Aiphu region=TL-ER type=city
  }}
1268 m
Bazartete 8° 43′ 49″ S, 125° 22′ 55″ O
 {{#coordinates:−8,730145|125,381905|
dim=300 globe= name=Bazartete region=TL-ER type=city
  }}
1170 m
Eroho 8° 43′ 53″ S, 125° 22′ 52″ O
 {{#coordinates:−8,731375|125,381203|
dim=300 globe= name=Eroho region=TL-ER type=city
  }}
1162 m
Gurethe 8° 43′ 21″ S, 125° 22′ 52″ O
 {{#coordinates:−8,7225|125,381111|
dim=300 globe= name=Gurethe region=TL-ER type=city
  }}
1124 m
Hatuposi 8° 43′ 14″ S, 125° 23′ 20″ O
 {{#coordinates:−8,720491|125,38881|
dim=300 globe= name=Hatuposi region=TL-ER type=city
  }}
863 m
Hatuta 8° 43′ 23″ S, 125° 22′ 40″ O
 {{#coordinates:−8,723122|125,377671|
dim=300 globe= name=Hatuta region=TL-ER type=city
  }}
1057 m
Kotamata 8° 44′ 0″ S, 125° 22′ 54″ O
 {{#coordinates:−8,733469|125,381661|
dim=300 globe= name=Kotamata region=TL-ER type=city
  }}
1165 m
Moges 8° 43′ 48″ S, 125° 22′ 48″ O
 {{#coordinates:−8,729909|125,380014|
dim=300 globe= name=Moges region=TL-ER type=city
  }}
1147 m
Nunupu 8° 43′ 23″ S, 125° 23′ 9″ O
 {{#coordinates:−8,723082|125,385783|
dim=300 globe= name=Nunupu region=TL-ER type=city
  }}
983 m
Sacoco 8° 42′ 58″ S, 125° 22′ 29″ O
 {{#coordinates:−8,716187|125,374752|
dim=300 globe= name=Sacoco region=TL-ER type=city
  }}
866 m
Name unbekannt (1) 8° 42′ 15″ S, 125° 22′ 13″ O
 {{#coordinates:−8,704087|125,370253|
dim=300 globe= name=Name unbekannt (1) region=TL-ER type=city
  }}
694 m
Name unbekannt (2) 8° 42′ 31″ S, 125° 21′ 53″ O
 {{#coordinates:−8,708528|125,364667|
dim=300 globe= name=Name unbekannt (2) region=TL-ER type=city
  }}
633 m

Ponilala liegt im Nordwesten des Verwaltungsamts Ermera. Östlich liegt der Suco Poetete Vila und südöstlich der Suco Samatrae. Im Nordosten grenzt Ponilala an das Verwaltungsamt Railaco mit seinem Suco Matata und im Südwesten an das Verwaltungsamt Hatulia B mit seinen Sucos Lisapat und Fatubolo. Im Norden liegen die zur Gemeinde Liquiçá gehörenden Verwaltungsämter Liquiçá (mit dem Suco Açumanu) und Bazartete (mit dem Suco Leorema). Die Nordgrenze bildet der Fluss Gleno, in den auch der westliche Grenzfluss Lendeum fließt. Auch die Ostgrenze wird durch einen Zufluss des Glenos markiert. Die Gewässer gehören zum Flusssystem des Lóis.<ref name="AtlasErmera">Direcção-Geral de Estatística: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Atlas der Gemeinde Ermera (Memento vom 14. August 2022 im Internet Archive)</ref><ref name="GIS">Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Timor-Leste GIS-Portal (Memento vom 30. Juni 2007 im Internet Archive)</ref> Östlich des Tals des Lendeums liegt der Höhenzug des Foho Bazartete (1177 m, !491.2714335625.3808005Lage

 {{#coordinates:−8,728567|125,3808|
   |dim=
   |globe=
   |name=Foho Bazartete
   |region=TL-ER
   |type=mountain
  }}), der sich über den gesamten Suco ausdehnt.<ref name="PV">PeakVisor: Foho Bazartete, abgerufen am 25. April 2026.</ref> 

Ponilala hat eine Fläche von 8,54 km²<ref name="Cen2015" /> und teilt sich auf in die fünf Aldeias Cota Heu (Cotaheu, Kotaheo, Kotaheu), Eroho, Hatuposi (Hatoposi), Nunupu und Sacoco (Sakoko).<ref>Jornal da República: Diploma Ministerial n.° 16/2017, mit Korrekturen vom 9. Mai 2017, abgerufen am 12. März 2019.</ref>

Am Gipfel des Foho Bazartete liegen die Dörfer Moges und Bazartete. Auf dem Gipfel steht die Kirche von Ponilala. Daneben befindet sich die Prä-Sekundarschule Pe Hilario Madeira Ponilala und etwas unterhalb eine Station ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) der Sagrada Família. Südlich des Gipfels liegen die Dörfer Eroho, Kotamata und an der Südspitze des Sucos Aiphu. Nördlich folgen auf einem Nebengipfel das Dorf Gurethe und unterhalb Hatuta, Nunupu und Hatuposi. Im Norden liegt das langgezogene Dorf Sacoco und zwei weitere, kleinere Siedlungen.<ref name="AtlasErmera" />

In Gurethe steht eine weitere Kapelle der Sagrada Familia und in Sacoco die Kapelle Sagrada Coração de Maria. Grundschulen gibt es außer in Bazartete noch in Eroho und in Sacoco. Der Sitz des Sucos befindet sich in Eroho.<ref name="AtlasErmera" />

Einwohner[Bearbeiten]

Datei:2021-10-15 Sacoco, Suco Ponilala.jpg
Infokampagne zur COVID-19-Impfung an der Kapelle in Sacoco (2021)

Im Suco leben 4.055 Einwohner (2022), davon sind 2.052 Männer und 2.003 Frauen. Im Suco gibt es 766 Haushalte.<ref name="Cen2022" /> Fast 63 % der Einwohner geben Mambai als ihre Muttersprache an. Über 36 % sprechen Tetum Prasa.<ref>Ergebnisse des Zensus 2010 für den Suco Ponilala (tetum; PDF; 8,5 MB)</ref>

Geschichte[Bearbeiten]

Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.

Am 1. September 1975 kam es im Verlauf des Bürgerkrieges zwischen UDT und FRETILIN in Aiphu zu Gefechten und Hinrichtungen. Bei einem Massaker an Gefangenen richteten UDT-Kämpfer in Aiphu 26 Mitglieder der FRETILIN hin.<ref name="CAVR7.2" details="S. 26.">„Chapter 7.2 Unlawful Killings and Enforced Disappearances“ (PDF; 2,3 MB) aus dem „Chega!“-Report der CAVR (englisch)</ref>

Am 8. September töteten Kämpfer des Team Susi, zu dem indonesische Soldaten und osttimoresische Partisanen gehörten, in Aiphu dutzende Zivilisten. Tomás Gonçalves gab an, dass mindestens 70 Zivilisten ermordet wurden. Unter den Toten war auch Helder Varela, Sohn des Administrators des Subdistrikts Ermera.<ref name="CAVR7.2" details="S. 30–31." />

An die Opfer der Hinrichtungen und Kämpfe erinnert seit 2016 ein Denkmal.<ref>Regierung Osttimors: Government builds Reconciliation Monument of Aifu’s massacre, 8. April 2016, abgerufen am 20. Juni 2017.</ref>

Anfang 1979 wurden etwa hundert Männer aus Ponilala und der bisherigen Distriktshauptstadt Ermera von der indonesischen Besatzungsmacht an den Ort gebracht, wo heute die Stadt Gleno steht. Das indonesische Militär zwang die Männer, das bisher unbewohnte Gebiet zu roden und von der Vegetation zu befreien, damit hier die neue Stadt gebaut werden konnte. Erfüllten die Zwangsarbeiter ihr Tagespensum nicht, wurden sie zur Bestrafung gefoltert. Drei Männer, die zu krank zum Arbeiten waren, wurden von den Soldaten umgebracht. Da man in der Zeit keine Gärten anlegen konnte, erfolgte die Versorgung mit Nahrungsmitteln durch das Militär. Als die Arbeiten an der neuen Distriktshauptstadt Gleno 1983 beendet waren, stellte das Militär die Versorgung ein. Die Familien der Zwangsarbeiter wurden nun ebenfalls nach Gleno zwangsumgesiedelt. Weil immer noch keine Gärten zur Grundversorgung angelegt worden waren, kam es zu Todesfällen durch Verhungern. Erst ab 1985 durften sich die Bewohner Glenos frei bewegen.<ref name="CAVR7.3">„Chapter 7.3 Forced Displacement and Famine“ (PDF; 1,3 MB) aus dem „Chega!“-Report der CAVR (englisch)</ref>

Politik[Bearbeiten]

1952 wurde Joaquim da Costa Babo Chefe de Suco von Ponilala.<ref>Belo, Dom Carlos Filipe Ximenes (2011) Os antigos reinos de Timor-Leste (Reys de Lorosay e Reys de Lorotoba, Coronéis e Datos), S. 120. Baucau: Tipografia Diocesana Baucau.</ref>

Bei den Wahlen von 2004/2005 wurde Amaro Silverio dos Santos zum Chefe de Suco gewählt.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2004/2005 - Resultados (Memento vom 4. August 2010 im Internet Archive)</ref> Bei den Wahlen 2009 gewann Jacinto de Jesus Madeira<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2009 - Resultados (Memento vom 4. August 2010 im Internet Archive)</ref> und 2016 Amaro Silveiro dos Santos.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Lista Naran Xefe Suku Eleito 2016, 2. Dezember 2016. (Memento vom 14. August 2021 im Internet Archive)</ref> Bei den Wahlen 2023 wurde Alberto Martins gewählt.<ref name="ER-ER">Gemeinde Ermera: POSTO ADMINISTRATIVO ERMERA, abgerufen am 9. Mai 2026.</ref>

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Ponilala – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references responsive />

Vorlage:Hinweis Seiten-Koordinaten

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende