Ersinger Springenhalde
Naturschutzgebiet Ersinger Springenhalde
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Naturschutzgebiet Ersinger Springenhalde | ||||||
| Lage | Kämpfelbach, Enzkreis, Baden-Württemberg, Deutschland | |||||
| Fläche | 38 ha | |||||
| Kennung | 2057 | |||||
| WDPA-ID | 81625 | |||||
| Natura-2000-ID | {{#property:p3425}} | |||||
| Geographische Lage | 48° 56′ N, 8° 37′ O
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| Einrichtungsdatum | 29. Juni 1982 | |||||
| Verwaltung | Regierungspräsidium Karlsruhe | |||||
Die Ersinger Springenhalde ist ein Naturschutzgebiet im Kraichgau in Baden-Württemberg.
Geographie[Bearbeiten]
Das Naturschutzgebiet liegt auf dem Gebiet der Gemarkung Ersingen in der Gemeinde Kämpfelbach im Enzkreis.
Steckbrief[Bearbeiten]
Die leicht abfallenden Hänge, der Gewannname setzt sich aus den Wörtern „Halde“ (Abhang) und „Spring“ (Quelle) zusammen, bieten ein kostbares Stück Natur. Zur Namensgebung trugen die Quelle des Keßlerbrunnens und andere kleine Quellen bei. Das Gebiet wurde per Verordnung am 29. Juni 1982 durch das Regierungspräsidium Karlsruhe als Naturschutzgebiet ausgewiesen und hat eine Fläche von knapp 40 Hektar. Es wird unter der Schutzgebietsnummer 2.057 geführt und ist in die IUCN-Kategorie IV, ein Biotop- und Artenschutzgebiet eingeordnet. Der CDDA-Code lautet 81625<ref name="DE_BFN-Karten">Karten und Daten des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise)</ref> und entspricht zugleich der WDPA-ID.
Der wesentliche Schutzzweck<ref>§ 3 Schutzzweck Verordnung des Regierungspräsidiums Karlsruhe vom 29. Juni 1982, abgerufen am 20. September 2015</ref> ist aus ökologischen sowie wissenschaftlichen Gründen die Erhaltung des Hanges, des anschließenden Wiesentales und von Teilen der Hochfläche in ihrer landschaftsprägenden Eigenart und biologischen Vielfalt.
Geologie[Bearbeiten]
Das Grundgestein in diesem Bereich ist Muschelkalk mit Lößauflage.
Geschichte[Bearbeiten]
Nach zunehmender Aufgabe der extensiven Nutzung stellte sich eine abwechslungsreiche Flora und Fauna ein, die durch Sukzession an vielen Stellen schon weit zu einer Waldgesellschaft hin fortgeschritten war.<ref> Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Dokumentation Landschaftspflegemaßnahmen NSG „Ersinger Springenhalde“ ( vom 6. Oktober 2015 im Internet Archive) abgerufen am 20. September 2015</ref> Inzwischen finden regelmäßige Pflegemaßnahmen statt, um den Charakter des Kalktrockenrasens zu erhalten.
Flora und Fauna[Bearbeiten]

Neben Vorkommen von Kreuz-Enzian, Nieswurz und Kalk-Aster zeichnen sich die Hangwiesen und angrenzenden naturnah bestockten Waldgebiete durch eine nur noch selten anzutreffende Vielfalt heimischer Orchideen aus. Darunter das in ganz Baden-Württemberg nur an wenigen Standorten vorkommende Affen-Knabenkraut, der Ohnsporn, die Große Spinnen-Ragwurz und alle bei uns heimischen Waldvögelein (Cephalanthera). Bei den erwähnten Vorkommen von Epipactis purpurata handelt es sich möglicherweise um eine Namensverwechslung mit Epipactis atrorubens, die hier früher nachgewiesen wurde. Beide Arten verbleiben aktuell nur noch in höher gelegenen Gefilden und haben viele Biotope aufgegeben. Es sind aber immer noch ein gutes Dutzend verschiedener Orchideenarten anzutreffen.<ref>Würdigung über das Naturschutzgebiet „Ersinger Springenhalde“ vom 29. Juni 1982, abgerufen am 20. September 2015</ref>
In den artenreichen Wiesen sind über 70 Schmetterlingsarten nachgewiesen, zu den auffälligeren gehören Schwalbenschwanz, Großer Schillerfalter, russischer Bär und Wolfsmilchschwärmer.

Ein Mosaik aus aufgelassenen Weinbergen, Gärten, Streuobstflächen, Halbtrockenrasen und verschiedenen Gehölzen bietet Wendehals, dem selten gewordenen Raubwürger, Dorngrasmücke und Mittelspecht ein letztes Rückzugsgebiet.
Siehe auch[Bearbeiten]
- Liste der Naturschutzgebiete in Baden-Württemberg
- Liste der Naturschutzgebiete im Enzkreis
- Liste der naturräumlichen Einheiten in Baden-Württemberg
Literatur[Bearbeiten]
- Bezirksstelle für Naturschutz und Landschaftspflege Karlsruhe (Hrsg.): Die Naturschutzgebiete im Regierungsbezirk Karlsruhe. Thorbecke, Stuttgart 2000, ISBN 3-7995-5172-7
Weblinks[Bearbeiten]
- Steckbrief des Naturschutzgebietes im Schutzgebietsverzeichnis der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg
- Beschreibung NABU Karlsbad / Waldbronn mit Abb.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
Aalkistensee | Albtal und Seitentäler | Bauschlotter Au | Bauschlotter Schlosspark | Beim Steiner Mittelberg | Betzenbuckel | Büchelberg | Diefenbacher Mettenberg | Ellmendinger Roggenschleh | Enztal zwischen Niefern und Mühlacker | Erlen-, Metten- und Gründelbachniederung | Ersinger Springenhalde | Essigberg | Eyach- und Rotenbachtal | Felsengärten Mühlhausen | Füllmenbacher Hofberg | Großglattbacher Riedberg | Kalkofen | Kammertenberg | Klebwald | Mistwiesen | Monbach, Maisgraben und St. Leonhardquelle | Neulinger Dolinen | Pfinzquellen | Roßweiher | Schützinger Spiegel | Silberberg | Tiefenbronner Seewiesen | Unteres Würmtal | Weissacher Tal | Ziegelhäule
