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Escallonia resinosa

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Escallonia resinosa
Datei:Flor de Chachacomo.jpg

Blühender Zweig von Escallonia resinosa

Systematik
Asteriden
Euasteriden II
Ordnung: Escalloniales
Familie: Escalloniaceae
Gattung: Escallonia
Art: Escallonia resinosa
Wissenschaftlicher Name
Escallonia resinosa
(Ruiz & Pav.) Pers.

Escallonia resinosa ist eine Pflanzenart der Gattung Escallonia in der Familie Escalloniaceae. Sie ist in den zentralen Anden, insbesondere in Peru heimisch.

Beschreibung[Bearbeiten]

Escallonia resinosa wächst als Strauch<ref name="ruizpavon">Systema vegetabilium florae peruvianae et chilensis, anno 1798, auctoribus Hippolyto Ruiz et Josepho Pavon. Tomus primus. S. 389.</ref> oder auch als Baum, der Wuchshöhen von zwei bis zu zehn Metern erreicht.<ref name="mcbride">J. Francis McBride: Flora of Peru. 1935, S. 1025.</ref><ref name="loja">Berta Loja Herrera: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Contribución al estudio florístico de la provincia de Concepción (Junín), Resultados. S. 10: 8. Familia Saxifragaceae: Escallonia Mutis ex L. f., Escallonia resinosa (R. & P.) Pers. (Memento des Vorlage:IconExternal vom 4. März 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/sisbib.unmsm.edu.pe (PDF-Datei; 196 kB)</ref> Seine blütentragenden Zweige sind rutenförmig, gewinkelt und glänzend. Sie tragen kurze, dicht wechselständig belaubte Seitenzweige. Die etwa 2–4 cm langen und 7–13 mm breiten einnervigen Spreiten der Laubblätter sind länglich, verkehrt eiförmig und leicht gezähnt. Unterseits durch Behaarung gräulich und oberseits glänzend, tragen sie am Rande hinfällige Drüsen. Der Blattstiel ist 5–6 mm lang.<ref name="ruizpavon" /><ref name="mcbride" /><ref name="loja" />

Die zwittrigen, radiärsymmetrisch fünfzähligen Blüten stehen in dichten traubenartigen Rispen. Der glatte, 5 mm lange verwachsene Kelch trägt fünf kurze Zähne und ist beständig. Die fünf (bisweilen auch vier<ref name="loja" />) weißen, spatelförmigen Kronblätter und die fünf mit je zwei Staubbeuteln versehenen Staubblätter sind mit 5 mm etwa gleich lang. Der etwa 4 mm lange Griffel ist mit einer lappigen Narbe versehen. Die Blütezeit dauert von Januar bis März. Die Früchte sind zweikammerige Kapseln.<ref name="ruizpavon" /><ref name="mcbride" /><ref name="loja" />

Trivialnamen[Bearbeiten]

Auf Quechua heißt diese Art chachakuma,<ref name="amlq">Qheswa simi hamut’ana kuraq suntur: Simi Taqe Qheswa – Español – Qheswa. Qosqo, Piruw 2006. S. 40.</ref><ref>Teofilo Laime Ajacopa: Iskay simipi yuyayk’ancha. La Paz – Bolivia, 2007. S. 18.</ref> chachaquma,<ref name="franquemont">Christine Franquemont, Timothy Plowman, Edward Franquemont, Steven R. King, Christine Niezgoda, Wade Davis, Calvin R. Sperling (1990): The Ethnobotany of Chinchero, an Andean Community in Southern Peru. Fieldiana Botany, New Series No. 24, 1–126, (PDF-Datei; 9,3 MB) S. 96.</ref> urqu chachakuma<ref name="arica">Denis Arica S.: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Algunas Especies Forestales Nativas Para la Zona Altoandina (Memento vom 5. Juli 2010 im Internet Archive; PDF; 210 kB, S. 4, spanisch)</ref> (zur Unterscheidung von china chachakuma, Escallonia tucumanensis und t'asta, Escallonia myrtilloides) oder auch kuti kiswara<ref>Susana Arrázola Rivero et al.: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Diversidad floristica medicinal y potencial etnofarmacológico de las plantas de los valles secos de Cochabamba – Bolivia (Memento vom 16. August 2011 im Internet Archive; PDF; 723 kB, S. 70–76, spanisch)</ref>, auf Spanisch chachacoma (so auch bei Ruiz und Pavón)<ref name="ruizpavon" /> oder chachacomo.<ref name="gade">Daniel W. Gade: Nature and culture in the Andes. 1999, S. 42–48: Deforestation and reforestation of the central andean highlands.</ref><ref>naturwissenschaft-ktn.at: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Südamerika–Reise der Fachgruppe Botanik des NWV 2001 (Memento vom 30. Mai 2009 im Internet Archive; PDF; 2,7 MB)</ref> In Bolivien und Chile wird dagegen der sehr ähnliche Aymara-Name chachaq'uma bzw. die hispanisierte Form chachacoma für einige Arten der nicht verwandten Gattung Senecio (Compositae, darunter Senecio nutans, Senecio graveolens und Senecio eriophyton) verwendet.<ref>Senecio eriophyton, chachacoma | Tesauro Regional Patrimonial. Abgerufen am 17. August 2020.</ref>

Verbreitung[Bearbeiten]

Escallonia resinosa hat ursprüngliche Vorkommen in Ecuador, Bolivien und Peru. Sie wächst in den Anden Perus in einer Höhenlage von 2600 bis 4000 Metern, bevorzugt auf 3200–3700 Metern.<ref name="franquemont" /><ref name="arica" />

Chachakuma bildete einen wichtigen Bestandteil der natürlichen Vegetation der peruanischen Anden. Die Inka bauten Chachakuma in der Zeit ab ca. 1400 wegen seines harten Holzes, das ihnen zu Bauzwecken diente, als Forstbaum an (mallki im Gegensatz zu wild wachsenden Bäumen sach’a). Seitdem ist sein Bestand durch Nutzung für Feuerholz, Bauholz und Überweidung stark zurückgegangen.<ref name="gade" /><ref>Alex Chepstow-Lusty, Mark Winfield (2000): Inca Agroforestry: Lessons from the Past. In: Ambio. Vol. 29 No. 6, Sept. 2000. S. 325. online pdf</ref>

Escallonia resinosa ist zusammen mit ebenfalls einheimischen Polylepis-Arten, Escallonia myrtilloides, Schinus molle, Buddleja incana und Buddleja coriacea für Wiederaufforstungsmaßnahmen im Andenraum vorgesehen.<ref>yachaywasi-ngo.org: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Million Native Trees Campaign in the Peruvian Andes (Memento vom 5. April 2009 im Internet Archive) (englisch)</ref>

Verwendung[Bearbeiten]

Escallonia resinosa besitzt sehr hartes Holz, aus dem traditionell Werkzeuge wie Webschwerter sowie Möbel hergestellt werden. Aus jungen Trieben werden Körbe geflochten, die z. B. zum Trocknen von Kartoffeln dienen. Außerdem wird die Pflanze als Brennholzlieferant genutzt. In der Volksmedizin dienen sein wohlriechendes Harz bzw. seine Extrakte der Stärkung des Organismus und bei der Mundpflege.<ref name="ruizpavon" /><ref name="amlq" /><ref name="franquemont" />

Die Larven des Schmetterlings Metardaris cosinga (Familie Hesperiidae), auf Quechua wayt'ampu genannt, ernähren sich von den Blättern des Chachakuma-Baumes, werden gegrillt gegessen und auf den Märkten von Cusco verkauft.<ref name="mcbride" /><ref name="herr">Fortunato L. Herrera: Contribución a la flora del departamento del Cuzco. 1921, S. 143.</ref><ref>Qheswa simi hamut’ana kuraq suntur: Simi Taqe Qheswa – Español – Qheswa. Qosqo, Piruw 2006. S. 737.</ref>

Taxonomie und Systematik[Bearbeiten]

Die Art wurde erstmals von den spanischen Botanikern Hipólito Ruiz López und José Antonio Pavón y Jiménez beschrieben und 1798 unter dem Namen Stereoxylon resinosum veröffentlicht.<ref name="ruizpavon" /> Christiaan Hendrik Persoon stellte sie 1805 ebenso wie die anderen von Ruiz und Pavón beschriebenen Stereoxylon-Arten zur Gattung Escallonia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L. f. 1782 ("1781")<ref>Carl von Linné (Sohn): Supplementum plantarum systematis vegetabilium editionis decimae tertiae, generum plantarum editionis sectae, et specierum plantarum editionis secundae. Brunsviga 1781.</ref>, so dass die Art den Namen Escallonia resinosa Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Ruiz & Pav.) Pers. erhielt.<ref>Christiaan Hendrik Persoon: Synopsis plantarum. Pars prima. Parisii Lutetiorum, 1805. S. 234., n. 522. Escallonia.[1]</ref> Ein weiteres Synonym ist Escallonia multiflora Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Presl.<ref>Reliquiae Haenkeanae Band 2 Seite 48 Tafel 57, 1831.[2]</ref>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Escallonia resinosa – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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