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Farfetch

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Farfetch Limited

colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Farfetch Black Logo.svg
Rechtsform Limited
ISIN KY30744W1070
Gründung 2008<ref>Jose Neves - Founder & CEO @ Farfetch. In: crunchbase. Abgerufen am 3. Februar 2017.</ref>
Sitz London, Vereinigtes Königreich
Leitung José Neves<ref>Farfetch Impressum. Abgerufen am 3. Juni 2020.</ref>
Mitarbeiterzahl 4.532 (2019)<ref name="AR2019">Farfetch Annual Report 2019. (PDF) Abgerufen am 3. Juni 2020.</ref>
Umsatz 2,257 Mrd. USD (2021)<ref name="AR2021">Farfetch Earnings Release 2021. (PDF) Abgerufen am 9. Dezember 2022.</ref>
Branche Designermode
Website farfetch.com
Stand: 9. Dezember 2022

Farfetch ist ein internationales E-Commerce-Unternehmen, das Designermode von Boutiquen aus der ganzen Welt verkauft. Es wurde 2008 von dem Portugiesen José Neves gegründet.

Geschichte[Bearbeiten]

Farfetch wurde 2008 vom portugiesischen Entrepreneur José Neves<ref>Jose Neves - Founder & CEO @ Farfetch | crunchbase. Abgerufen am 3. Februar 2017.</ref> ins Leben gerufen, der bereits seit Gründung seiner Schuh-Designfirma SWEAR, Mitte der 1990er Jahre im Bereich Fashion-Start-ups tätig war. 2001 folgte der erste Vorstoß in den Handel mit der Eröffnung des Londoner B Store. Das Unternehmen fungierte als Einzelhandel, Großhandel und Mode-Lizenzierungsunternehmen in einem und vermittelte aufstrebende Nachwuchslabels an Boutiquen.<ref>José Neves. In: Drapers. (drapersonline.com [abgerufen am 3. Februar 2017]).</ref> Während der Pariser Fashion Week entwickelte Neves seine Idee eines virtuellen Handelsplatzes für Boutiquen. Er hatte viele Boutiquenbesitzern kennengelernt, die alle darüber klagten, dass die Geschäfte schlecht liefen, weil die Kundschaft vor Ort nicht mehr ausreichte, die Boutiquen aber keine Erfahrung mit Online-Handel hatten. Im Jahr 2013 erinnerte sich Neves im Daily Telegraph: They had amazing taste levels but they were having to play it increasingly safe. (Deutsch: „Diese Leute hatten ein unglaubliches Gespür für Mode, waren beim Einkauf aber mehr und mehr gezwungen, vorsichtig zu sein.“)<ref>What if the internet turns out to be the saviour of the high street? - Telegraph. Abgerufen am 3. Februar 2017.</ref> Aus diesem Grund entschied sich Neves, die Webseite Farfetch zu gründen, um es unabhängigen Boutiquen zu ermöglichen, im Wettbewerb zu bestehen und gleichzeitig ihre Ladengeschäfte und ihre visuelle Identität zu behalten.<ref>Heinemann, Gerrit,: Digitalisierung des Handels mit ePace : innovative E-Commerce-Geschäftsmodelle und digitale Zeitvorteile. Springer Gabler, 2013, ISBN 978-3-658-01299-1.</ref> 2017 wurde Natalie Massenet, die Gründerin von Net-a-Porter, für das Unternehmen gewonnen.<ref>Farfetch Partners with JD.com to Boost Chinese Business. In: The Business of Fashion. 22. Juni 2017 (businessoffashion.com [abgerufen am 17. August 2018]).</ref> Im selben Jahr investierte JD.com im Rahmen einer strategischen Partnerschaft 397 Mil. US-Dollar in Farfetch.<ref>Zusammen eröffnen JD.com und Farfetch einen Gateway, um Luxuslabels nach China zu bringen. In: Der Tagesspiegel Online. 22. Juni 2017, ISSN 1865-2263 (archive.org [abgerufen am 17. August 2018]).</ref>

2019 kaufte Farfetch das italienische Unternehmen New Guards Group für 675 Millionen US-Dollar auf.<ref>Farfetch Acquires Brand Platform New Guards Group, Advancing its Strategy to be the Global Technology Platform for the Luxury Fashion Industry. Business Wire, 8. August 2019, abgerufen am 5. September 2022 (englisch).</ref> Die New Guards Group ist Inhaber der Lizenzrechte von Marken wie Off-White, Palm Angels, Marcelo Burlon County of Milan, Heron Preston, Alanui, Unravel Project und Kirin Peggy Gou. Mit dem Kauf gehen die Rechte in den Besitz von Farfetch über.

Unternehmen[Bearbeiten]

Das Geschäftsmodell unterscheidet sich von anderen Internet-Versandhändlern dadurch, dass die Website von Farfetch als virtueller Marktplatz funktioniert, auf dem kleinere Boutiquen aus der ganzen Welt auf Kommissionsbasis ihre Waren anbieten.<ref>UK leads world's ecommerce exports as fashion brands travel well. (campaignlive.co.uk [abgerufen am 3. Februar 2017]).</ref> Neben der Firmenzentrale in London unterhält Farfetch zusätzlich Büros in New York City, Los Angeles, Guimarães, Porto, Lissabon, São Paulo, Moskau, Shanghai, Hongkong und Tokio. Im Januar 2017 beschäftigte Farfetch mehr als 1000 Mitarbeiter weltweit.<ref>Simone Preuss: Farfetch erreicht einmillionsten Kunden. (fashionunited.de [abgerufen am 3. Februar 2017]).</ref>

Farfetch unterteilt seine Labels in zwei Kategorien: hochpreisige „luxe“ Labels sowie Newcomer- und experimentelle Labels, die unter „lab“ zusammengefasst werden. Eine dritte Kategorie mit moderner Alltagsmode wurde im September 2014 in „lab“ aufgenommen, um den Kunden das Navigieren auf der Webseite und Shoppen zu erleichtern.

Farfetchs Haupteinnahmequelle sind Luxusmarken wie Valentino, Saint Laurent, Givenchy und Comme des Garçons, doch auch weniger bekannte Labels gelten als wichtig für das Geschäftsmodell von Farfetch, dessen Marketing die Position des Unternehmens „einen Schritt links der Mitte“ sieht, weil Farfetch eine große Bandbreite an Ware anbiete und für ein „breites Spektrum an Kunden“ interessant sei.<ref>Suzy Menkes: Condé Nast Invests in e-Commerce. In: The New York Times. 3. März 2013, ISSN 0362-4331 (nytimes.com [abgerufen am 3. Februar 2017]).</ref>

Indem es die „London Showrooms“ des British Fashion Council sponsert, unterstützt Farfetch Labels jenseits des Mainstreams und hilft dabei, britische Designer international bekannt zu machen.<ref>Scarlett Kilcooley-O'Halloran: Farfetch.com Signs Sponsorship Deal With BFC. In: British Vogue. (vogue.co.uk [abgerufen am 3. Februar 2017]).</ref> Außerdem hat Farfetch 15 Labels aus seinen brasilianischen Partner-Boutiquen mit seinem Projekt „Destination Brasil“ promotet,<ref>Top Partnershop | Farfetch auf Sneakersnob.de. In: Sneakersnob. (sneakersnob.de [abgerufen am 3. Februar 2017]). Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Top Partnershop | Farfetch auf Sneakersnob.de (Memento des Vorlage:IconExternal vom 3. Februar 2017 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.sneakersnob.de</ref> um unbekannte lokale Designer einer globalen Kundschaft zuzuführen.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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