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Feder-Nelke

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Feder-Nelke
Datei:Moedlinger federnelke 05 005.jpg

Mödlinger Feder-Nelke (Dianthus plumarius subsp. neilreichii)

Systematik
Ordnung: Nelkenartige (Caryophyllales)
Familie: Nelkengewächse (Caryophyllaceae)
Unterfamilie: Caryophylloideae
Tribus: Caryophylleae
Gattung: Nelken (Dianthus)
Art: Feder-Nelke
Wissenschaftlicher Name
Dianthus plumarius
L.

Die Feder-Nelke<ref name="FloraWeb" /> (Dianthus plumarius) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Nelken (Dianthus) innerhalb der Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae).

Beschreibung[Bearbeiten]

Datei:Dianthus.jpg
Radiärsymmetrische Blüte im Detail
Datei:Favourite flowers of garden and greenhouse (Pl. 38) (7789069328).jpg
Illustration aus Favourite flowers of garden and greenhouse, Tafel 38

Vegetative Merkmale[Bearbeiten]

Die Feder-Nelke ist eine krautige, ausdauernde Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 20 bis 30, selten 40 Zentimetern. Sie ist polsterbildend. Die Stängel sind annähernd vierkantig und blau-grün bereift.

Die Laubblätter sind gegenständig angeordnet. Die Blattscheide ist etwa 2 Millimeter lang. Die einfache Blattspreite ist bei einer Breite von 1 bis 3,5 Millimetern linealisch-lanzettlich mit spitzem oder stumpfem oberen Ende und dreinervig. Das oberste Blattpaar ist schuppenförmig, kann aber auch kurz und starr aufrecht sein.

Generative Merkmale[Bearbeiten]

Die Blütezeit reicht von April bis Juli. Die Blüten stehen einzeln oder zu zweit, selten stehen bis zu fünft an einem Stängel. Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch. Es sind meist vier, selten zwei bis sechs Außenkelchblätter vorhanden; diese sind kurz stachelspitzig, verkehrt-eiförmig, hautrandig und ein Viertel bis halb so lang wie der Kelch. Der Kelch ist 17 bis 30 Millimeter lang, dabei vier- bis fünfmal so lang wie breit und annähernd von zylindrischer Form. Die Kelchzähne sind lanzettlich bis eiförmig mit stumpfem oder zugespitztem Ende und haben einen breiten Hautrand. Die Kronblätter sind weiß oder rosafarben bis rot und ungefleckt. Die 12 bis 18 Millimeter lange Platte ist bis zur Mitte unregelmäßig zerschlitzt und am Grund die Platte etwas gebärtet. Der Nagel trägt drei angedrückte Leisten.

Die Chromosomengrundzahl beträgt x = 15; es liegt bei der Nominatform meist Diploidie mit einer Chromosomenzahl von 2n = 30 vor.<ref name="FloraWeb" /><ref name="Oberdorfer2001" />

Ökologie[Bearbeiten]

Bei der Feder-Nelke handelt es sich um einen Chamaephyten bis Hemikryptophyten.

Es liegt Proterandrie vor. Blütenökologisch handelt es sich um nektarführende Stieltellerblumen. Die Bestäubung erfolgt durch Schmetterlinge (Lepidopterophilie).

Vorkommen[Bearbeiten]

In Österreich und Ungarn ist sie heimisch, in Deutschland, wo sie als Zierpflanze gehalten wird, kommt sie nur aus Gärten verwildert vor. Standorte der Feder-Nelke gibt es in den Ostalpen, vor allem in den Nördlichen Kalkalpen, seltener in den kristallinen Zentralalpen. In Ungarn ist ihr Lebensraum auf die Dolomitmagerrasen in den Bergen nordwestlich von Budapest beschränkt.

Die Feder-Nelke gedeiht nur über Kalk, ist also kalkstet. Sie kommt in der montanen bis subalpinen Höhenstufe bis zu einer Höhenlage von 2200 Metern vor. Sie ist vor allem in Alpen-Pestwurz-Fluren zu finden.<ref name="Heß2001">Dieter Heß: Alpenblumen. Ulmer, Stuttgart 2001, ISBN 3-8001-3243-5, S. 226f.</ref>

Datei:Dianthus plumarius regis-stephani (1).JPG
König-Stephan-Feder-Nelke (Dianthus plumarius subsp. regis-stephani)

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Taxonomie[Bearbeiten]

Die Erstveröffentlichung von Dianthus plumarius erfolgte 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, Tomus I, Seite 411.

Unterarten und ihre Verbreitung[Bearbeiten]

Je nach Autor gibt es innerhalb der Art Dianthus plumarius mehrere Unterarten. Diese sind geographisch deutlich differenziert, jedoch nur durch wenige Merkmale unterschieden und weisen zudem auch breite Übergangsbereiche auf, sodass der Status als Unterart möglicherweise zu hoch ist:<ref>nach Fischer et al. 2008, S. 343.</ref> Nach Euro+Med werden Dianthus plumarius subsp. blandus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Rchb.) Hegi, Dianthus plumarius subsp. neilreichii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Hayek) Hegi und Dianthus plumarius subsp. hoppei Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Port.) Hegi als Synonyme zu Dianthus plumarius gestellt.<ref name="Euro+Med" />

In Österreich findet man<ref name="Schmeil und Fitschen2024" />:

Datei:Dianthus plumarius 'Marieberg', Visby Botanical Gardens, 2022.jpg
Sorte ‘Marieberg’

Nutzung[Bearbeiten]

Viele Sorten werden in den Gemäßigten Gebieten als Zierpflanze verwendet.<ref name="RHS" />

Sonstiges[Bearbeiten]

In der Briefmarkenserie Blumen gibt die Deutsche Post AG eine Marke mit einem Federnelkenmotiv im Wert von 85 Eurocent heraus. Der Entwurf stammt von den Grafikern Stefan Klein und Olaf Neumann in Iserlohn. Erstausgabetag ist der 4. Dezember 2014.

Trivialnamen[Bearbeiten]

Für die Feder-Nelke bestehen bzw. bestanden auch die weiteren deutschsprachigen Trivialnamen: Friesli (Luzern), das zottlichte Gretl (Österreich) und Stinagelbleamen (Siebenbürgen).<ref name="Pritzel1882">Georg August Pritzel, Carl Jessen: Die deutschen Volksnamen der Pflanzen. Neuer Beitrag zum deutschen Sprachschatze. Philipp Cohen, Hannover 1882, S. 134.(eingescannt).</ref>

Quellen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Manfred A. Fischer, Karl Oswald, Wolfgang Adler: Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol. 3., verbesserte Auflage. Land Oberösterreich, Biologiezentrum der Oberösterreichischen Landesmuseen, Linz 2008, ISBN 978-3-85474-187-9.
  • Siegmund Seybold (Hrsg.): Schmeil-Fitschen interaktiv (CD-Rom), Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2001/2002, ISBN 3-494-01327-6.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="IPCN"> Dianthus plumarius bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="IPCN2"> Dianthus lumnitzeri bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="FloraWeb"> Dianthus plumarius L., Feder-Nelke auf FloraWeb.deVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="Oberdorfer2001"> Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. 8. Auflage. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 2001, ISBN 3-8001-3131-5. S. 370. </ref> <ref name="Euro+Med"> Karol Marhold (2011+): Caryophyllaceae. Datenblatt Dianthus plumarius In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. </ref> <ref name="RHS"> Datenblatt bei RHS - The Royal Horticultural Society. </ref> <ref name="Schmeil und Fitschen2024">Gerald Parolly: Caryophyllaceae. In: Schmeil-Fitschen: Die Flora Deutschlands und angrenzender Länder. 98. Auflage. Verlag Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2024. ISBN 978-3-494-01943-7. S. 578.</ref> </references>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Feder-Nelke (Dianthus plumarius) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien