Zum Inhalt springen

Fischsiefen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Fischsiefen
Gemeinde Lindlar
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city&title=Fischsiefen 50° 59′ N, 7° 19′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 50° 59′ 30″ N, 7° 18′ 59″ O
 {{#coordinates:50,9916|7,3163|primary
dim=10000 globe= name=Fischsiefen region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code type=city
  }}
Postleitzahl: 51789
Fischsiefen (Lindlar)
Fischsiefen (Lindlar)
Lage von Fischsiefen in Lindlar

Fischsiefen ist ein Ortsteil der Gemeinde Lindlar, Oberbergischer Kreis im Regierungsbezirk Köln in Nordrhein-Westfalen (Deutschland).

Lage und Beschreibung[Bearbeiten]

Fischsiefen liegt südwestlich von Lindlar in Nähe der Landesstraße 299, die zwischen Lindlar und Hohkeppel verläuft. Nachbarorte sind Unterbergscheid und Vellingen.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Topographia Ducatus Montani des Erich Philipp Ploennies, Blatt Amt Steinbach, belegt, dass der Wohnplatz bereits 1715 eine Hofstelle besaß, die als Wischsiefen beschriftet ist. Aus der Charte des Herzogthums Berg des Carl Friedrich von Wiebeking von 1789 geht hervor, dass der Ortsbereich zu dieser Zeit Teil der Honschaft Vellingen im Kirchspiel Hohkeppel war.<ref name="Fabricius">Wilhelm Fabricius: Erläuterungen zum Geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz; Zweiter Band: Die Karte von 1789. Einteilung und Entwicklung der Territorien von 1600 bis 1794; Bonn; 1898</ref>

Der Ort ist auf der Topographischen Aufnahme der Rheinlande von 1817 nicht verzeichnet. Die Preußische Uraufnahme von 1845 zeigt den Wohnplatz unter dem Namen Fischsiefen. Auf der Preußischen Neuaufnahme von 1895 ist der Ort ebenfalls als Fischsiefen verzeichnet.

1822 lebten sechs Menschen im als Hof kategorisierten Ort, der nach dem Zusammenbruch der napoleonischen Administration und deren Ablösung zur Bürgermeisterei Engelskirchen im Kreis Wipperfürth gehörte.<ref>Alexander A. Mützell: Neues topographisch-statistisch-geographisches Wörterbuch des preussischen Staats. Band 1. Karl August Künnel, Halle 1821.</ref> Für das Jahr 1830 werden für den als Fischsiefen bezeichneten Ort acht Einwohner angegeben.<ref name="restorff">Friedrich von Restorff: Topographisch-statistische Beschreibung der Königlich Preußischen Rheinprovinz, Nicolai, Berlin und Stettin 1830</ref> Der 1845 laut der Uebersicht des Regierungs-Bezirks Cöln als Hof kategorisierte Ort besaß zu dieser Zeit ein Wohngebäude mit sieben Einwohnern, alle katholischen Bekenntnisses.<ref name="Uebersicht">Uebersicht der Bestandtheile und Verzeichniß sämmtlicher Ortschaften und einzeln liegenden benannten Grundstücke des Regierungs-Bezirks Cöln : nach Kreisen, Bürgermeistereien und Pfarreien, mit Angabe der Seelenzahl und der Wohngebäude, sowie der Confessions-, Jurisdictions-, Militair- und frühern Landes-Verhältnisse. / hrsg. von der Königlichen Regierung zu Cöln [Köln], [1845]</ref> Die Gemeinde- und Gutbezirksstatistik der Rheinprovinz führt Fischsiefen 1871 mit zwei Wohnhäusern und elf Einwohnern auf.<ref>Königliches Statistisches Bureau Preußen (Hrsg.): Die Gemeinden und Gutsbezirke des Preussischen Staats und ihre Bevölkerung. Die Rheinprovinz, Nr. XI. Berlin 1874.</ref> Im Gemeindelexikon für die Provinz Rheinland von 1888 werden für Fischsiefen zwei Wohnhäuser mit acht Einwohnern angegeben.<ref name="Gemeindelexikon1888">Königliches Statistisches Bureau (Preußen) (Hrsg.): Gemeindelexikon für die Provinz Rheinland, Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1885 und andere amtlicher Quellen, (Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Band XII), Berlin 1888.</ref> 1895 besitzt der Ort zwei Wohnhäuser mit acht Einwohnern,<ref name="Gemeindelexikon1897">Königliches Statistisches Bureau (Preußen) (Hrsg.): Gemeindelexikon für die Provinz Rheinland, Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1895 und andere amtlicher Quellen, (Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Band XII), Berlin 1897.</ref> 1905 werden zwei Wohnhäuser und elf Einwohner angegeben.<ref name="Gemeindelexikon1909">Königliches Statistisches Bureau (Preußen) (Hrsg.): Gemeindelexikon für die Provinz Rheinland, Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1905 und andere amtlicher Quellen, (Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Band XII), Berlin 1909.</ref>

Aufgrund § 10 und § 14 des Köln-Gesetzes wurde 1975 die Gemeinde Hohkeppel aufgelöst und in Lindlar eingemeindet, damit auch der Ortsteil Fischsiefen.<ref>Das Köln-Gesetz im Wortlaut. Abgerufen am 7. Juni 2016.</ref>

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Abrahamstal | Altenhof | Altenlinde | Altenrath | Berg | Berghäuschen | Berghausen | Böhl | Bolzenbach | Bomerich | Bonnersüng | Brandsheide | Breun | Brochhagen (Ober-, Mittel- und Unterbrochhagen) | Bruch | Brückerhof | Buchholz | Burg | Dassiefen | Diepenbach | Dörl | Dutztal | Ebbinghausen | Eibach | Eibachhof | Eichholz | Ellersbach | Ente | Eremitage | Fahn | Falkenhof (Vorder- und Hinterfalkenhof) | Fenke | Fischsiefen | Frangenberg | Frauenhäuschen | Frielingsdorf | Georghausen | Hammen | Hartegasse | Hausgrund | Heibach | Heiligenhoven (Ober-, Mittel- und Unterheiligenhoven) | Helle | Herkenhähn | Hinterrübach | Hönighausen | Hoffstadt | Hohbusch | Hohkeppel | Holl | Holz | Hommerich | Horpe | Kaiserau | Kalkofen | Kaltenborn | Kapellensüng | Karlsthal | Kaufmannsommer | Kemmerich | Kepplermühle | Kirschbaum | Klause | Klespe | Kleuelshöhe | Köttingen | Krähenhof | Krähsiefen | Kuhlbach | Kurtenbach | Lehmshof | Leienhöhe | Lenneferberg | Lennefermühle | Linde | Lingenbach | Löhe | Löhsüng | Loxsteeg | Merlenbach | Mittelbreidenbach | Mittelsteinbach | Müllemich | Müllerhof | Müllersommer | Neuenfeld | Niederhabbach | Oberbergscheid | Oberbilstein | Oberbreidenbach | Oberbüschem | Oberfeld | Oberfrielinghausen | Oberhabbach | Oberhürholz | Oberkotten | Oberleppe | Oberlichtinghagen | Oberschümmerich | Obersülze | Obersteinbach | Ohl | Orbach | Pothoff | Quabach (Ober- und Unterquabach) | Rehbach | Remshagen | Reudenbach | Roderwiese | Rölenommer | Schätzmühle | Scheel | Scheelermühle | Scheller | Scheurenhof | Schlürscheid | Schlüsselberg | Schmitzhöhe | Schmitzhöhe-Holl | Schneppensiefen | Schönenborn | Schwarzenbach (Ober- und Unterschwarzenbach) | Siebensiefen | Sieferhof | Spich | Steinenbrache | Steinenbrücke | Steinscheid | Stelberg | Stolzenbach | Stoppenbach | Süttenbach | Tannenhof | Tüschen | Ufer | Unterbergscheid | Unterbüschem | Unterbreidenbach | Unterfeld | Unterfrielinghausen | Unterhürholz | Unterkotten | Unterlichtinghagen | Unterommer | Unterschümmerich | Unterschümmerich II | Untersteinbach | Untersülze | Vellingen | Vorderrübach | Voßbruch | Waldbruch | Waldheim | Wallerscheid | Weiersbach | Weißenpferdchen | Welzen | Welzerberg | Weyer | Wiedfeld | Wilhelmshöhe | Wurtscheid | Wüstenhof | Zäunchen


Wüstungen: Dillstein | Eibacherhammer | Felsenthal | Hupe | Josefsthal | Luttersiefen | Meisewinkel | Schätzsiefen

Vorlage:Klappleiste/Ende