Fleisnitz
Fleisnitz Markt Stammbach
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|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(60)&title=Fleisnitz 50° 8′ N, 11° 44′ O
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| Höhe: | 571 (560–576) m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 60 (25. Mai 1987)<ref name="OV 1987"/> | |||||
| Eingemeindung: | 1938 | |||||
| Postleitzahl: | 95236 | |||||
| Vorwahl: | 09256 | |||||
Lage von Fleisnitz in Stammbach
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Fleisnitz ist ein Gemeindeteil des Marktes Stammbach im Landkreis Hof (Oberfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Die Gemarkung Fleisnitz hat eine Fläche von 6,196 km². Sie ist in 484 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 12802,51 m² haben.<ref>Gemarkung Fleisnitz (091944). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 14. März 2025.</ref> In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Altpoppenreuth, Bucheckeinzel, Bucheckmühle, Bugeinzel b.Tennersreuth, Fleisnitzmühle, Hampelshof, Höflein, Lindenhof, Obertennersreuth, Sickenreuth und Tennersreuth.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 14. März 2025.</ref>
Geografie[Bearbeiten]
Das Dorf liegt auf freier Flur auf einem Höhenrücken des Frankenwaldes. Die Kreisstraße HO 20 führt die Bundesautobahn 9 unterquerend nach Friedmannsdorf (2 km östlich) bzw. an der Fleisnitzmühle vorbei nach Metzlesdorf (1,8 km westlich). Eine Gemeindeverbindungsstraßen führt an Höflein vorbei nach Tennersreuth (2 km südwestlich). Ein Wirtschaftsweg führt nach Altpoppenreuth (0,9 km südlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 14. März 2025 (Die gemessenen Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref> Geologisch liegt Fleisnitz im Südwesten des naturräumlichen Gebietes der Münchberger Gneismasse.<ref>O. Knopf: Lexikon Frankenwald, Sp. 127.</ref>
Geschichte[Bearbeiten]
Nach dem Landbuch von Stammbach aus der Zeit um 1535 waren mehrere Familien Ott und eine Familie Mulnner in Fleisnitz ansässig. Aus der Mitte des 15. Jahrhunderts ist der Einfluss der von Sparneck und der Wallenrode überliefert, unter den Sieglern waren Friedrich von Sparneck, sein Bruder Rüdiger und Hans auf Burg Stein.<ref>Peter Braun u. a. (Hg.): Alban Freiherr von Dobeneck - Geschichte des ausgestorbenen Geschlechtes der von Sparneck. Bearbeiteter Nachdruck der Arbeiten von 1905/1906. Norderstedt 2009. S. 124. ISBN 978-3-8370-8717-8.</ref> Zwei umfangreiche Belehnungsurkunden König Sigismunds von 1417 und 1437 mit dem Stammgebiet für Rüdiger und 1437 auch für seinen Bruder Friedrich von Sparneck nennen auch Anteile an Fleisnitz.<ref>Reinhardt Schmalz: Geschichte der Adelsfamilie von Sparneck. Krumbach 2013. S. 59f.</ref>
Zur Realgemeinde Fleisnitz gehörte Altpoppenreuth, Fleisnitzmühle und Hampelshof. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Fleisnitz mit Fleisnitzmühle aus 17 Anwesen. Die Hochgerichtsbarkeit sowie die Dorf- und Gemeindeherrschaft stand dem bayreuthischen Vogteiamt Stammbach zu. Grundherren waren
- das bayreuthische Kastenamt Kulmbach: 2 Halbhöfe, 1 Viertelhof, 1 Viertelhof mit Mühle;
- die Hofkanzlei Bayreuth: 1 Hof;
- das Gotteshaus Stammbach: 1 Sölde, 1 Drittelhof, 1 Viertelhof, 1 Achtelhof, 2 Dreiachtelhöfe;
- die Rittergüter Ebnath und Schwarzenreuth: 1 Hof, 5 Halbhöfe (Diese Bewohner waren pfalz-neuburgische Landsassen).<ref name="H407">A. Haberlah-Pohl: Münchberg, S. 407.</ref>
Von 1797 bis 1810 unterstand Fleisnitz dem Justiz- und Kammeramt Gefrees. Nachdem im Jahr 1810 das Königreich Bayern das Fürstentum Bayreuth käuflich erworben hatte, wurde der Ort bayerisch. Infolge des Ersten Gemeindeedikts wurde Fleisnitz dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Streitau zugewiesen. Zugleich entstand die Ruralgemeinde Fleisnitz. Zu dieser gehörten Altpoppenreuth, Bucheckeinzel, Bucheckmühle, Bugeinzel b.Tennersreuth, Fleisnitzmühle, Hampelshof, Höflein, Lindenhof, Obertennersreuth und Tennersreuth. Sie unterstand in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Münchberg und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Münchberg (1919 in das Finanzamt Münchberg umgewandelt). In der freiwilligen Gerichtsbarkeit unterstanden einige Anwesen dem Patrimonialgericht Grossenau. Etwas später wurde auf dem Gemeindegebiet Sickenreuth angelegt. Am 1. Oktober 1840 erfolgte die Überweisung der Gemeinde Fleisnitz an das Landgericht Berneck und dem Rentamt Marktschorgast, die bereits 1857 revertiert wurde. Ab 1862 gehörte Fleisnitz zum Bezirksamt Münchberg (1939 in Landkreis Münchberg umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Münchberg (1879 in Amtsgericht Münchberg umgewandelt).<ref name="H499">A. Haberlah-Pohl: Münchberg, S. 499f.</ref> Die Gemeinde hatte 1928 eine Gebietsfläche von 6,190 km².<ref name="OV 1925"/> 1938 wurde die Gemeinde Fleisnitz nach Stammbach eingemeindet.<ref name="H499"/><ref>Stammbach > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 14. März 2025.</ref>
Baudenkmäler[Bearbeiten]
- Haus Nr. 5: Wohnstallhaus<ref name="Denkmalliste">Denkmalliste für Stammbach (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
- Haus Nr. 15: Wohnhaus<ref name="Denkmalliste"/>
-
Wohnstallhaus, bezeichnet mit „1793“
-
Wohnhaus aus der Mitte des 19. Jahrhunderts
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- ehemalige Baudenkmäler
- Haus Nr. 11: Eingeschossiger Wohnstallbau mit Satteldach, Wohnungs- und Stalltür gedrückt korbbogig mit geohrter Rahmung, der Scheitelstein der Wohnungstür bezeichnet „JL 1802“ (=Johann Lochner). Eckquaderung; Giebel zum Teil verschiefert.<ref name="B11">T. Breuer: Münchberg, S. 11. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen.</ref>
- Haus Nr. 12: Eingeschossiger Wohnstallbau, der Scheitelstein der Wohnungstür bezeichnet „JL 1855“.<ref name="B11"/>
- Haus Nr. 26: Zweigeschossiges Satteldachhaus, der Türsturz am Scheitelstein bezeichnet „1828“. Giebel verschiefert.<ref name="B11"/>
Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]
Gemeinde Fleisnitz
| Jahr | 1812 | 1840 | 1852 | 1855 | 1861 | 1867 | 1871 | 1875 | 1880 | 1885 | 1890 | 1895 | 1900 | 1905 | 1910 | 1919 | 1925 | 1933 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 188 | 265 | 304 | 318 | 293 | 301 | 312 | 312 | 315 | 291 | 284 | 273 | 236 | 212 | 220 | 212 | 207 | 205 |
| Häuser<ref name="Häuser">Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet.</ref> | 36 | 43 | 46 | 46 | 45 | 44 | ||||||||||||
| Quelle | <ref name="H499"/> | <ref name="HGV">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis : Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192). München 1954, DNB 451478568, OCLC 311071516, S. 152, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).</ref> | <ref name="HGV" /> | <ref name="HGV" /> | <ref name="OV 1861">Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 911, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).</ref> | <ref>
Kgl. statistisches Bureau (Hrsg.): Verzeichniß der Gemeinden des Königreichs Bayern nach dem Stande der Bevölkerung im Dezember 1867. XXI. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Ackermann, München 1869, S. 142 (Digitalisat). </ref> || <ref name="OV 1875">Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1083–1084, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1879</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1882</ref> || <ref name="OV 1885">K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 1031 (Digitalisat).</ref> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1892</ref> || <ref name="HGV" /> || <ref name="OV 1900">K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1081 (Digitalisat).</ref> || <ref name="HGV" /> || <ref>Vorlage:Gemeindeverzeichnis Bayern 1911</ref> || <ref name="HGV" /> || <ref name="OV 1925">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1115 (Digitalisat). </ref> || <ref name="HGV"/> |
Ort Fleisnitz
| Jahr | 1812 | 1819 | 1861 | 1871 | 1885 | 1900 | 1925 | 1950 | 1961 | 1970 | 1987 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | Die Seite Vorlage:FN/styles.css hat keinen Inhalt. *80 | Die Seite Vorlage:FN/styles.css hat keinen Inhalt. †117 | Die Seite Vorlage:FN/styles.css hat keinen Inhalt. °139 | Die Seite Vorlage:FN/styles.css hat keinen Inhalt. °148 | Die Seite Vorlage:FN/styles.css hat keinen Inhalt. °137 | 97 | 69 | 98 | 63 | 61 | 60 |
| Häuser<ref name="Häuser" /> | Die Seite Vorlage:FN/styles.css hat keinen Inhalt. *14 | Die Seite Vorlage:FN/styles.css hat keinen Inhalt. °21 | 20 | 19 | 15 | 16 | 15 | ||||
| Quelle | <ref name="H499"/> | <ref>Vorlage:Ober-Mainkreis 1820 </ref> | <ref name="OV 1861" /> | <ref name="OV 1875" /> | <ref name="OV 1885" /> | <ref name="OV 1900" /> | <ref name="OV 1925" /> | <ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 967 (Digitalisat).</ref> | <ref name="OV 1961">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 712 (Digitalisat).</ref> | <ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 157 (Digitalisat).</ref> | <ref name="OV 1987">Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 309 (Digitalisat).</ref> |
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Religion[Bearbeiten]
Fleisnitz ist bis heute nach St. Maria (Stammbach) gepfarrt und seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt.<ref name="H407"/><ref name="OV 1961"/>
Literatur[Bearbeiten]
- Vorlage:Breuer Landkreis Münchberg
- Johann Kaspar Bundschuh: Fleußnitz. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 2: El–H. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1800, DNB 790364298, OCLC 833753081, Sp. 154 (Digitalisat).
- Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783769665567 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/3929364085 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
Weblinks[Bearbeiten]
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Fleisnitz in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Fleisnitz im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten[Bearbeiten]
<references responsive />
Vorlage:Navigationsleiste Gemeindeteile des Marktes Stammbach
- Wikipedia:Seite mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Seiten mit TemplateStyles-Fehlern
- MediaWiki:Gadget/annotationPair
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:BibISBN
- Geographie (Stammbach)
- Ort im Landkreis Hof
- Ehemalige Gemeinde (Landkreis Hof)
- Gemeindegründung 1812
- Gemeindeauflösung 1938
- Gemarkung im Landkreis Hof