Fransenenziane
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| Fransenenziane | ||||||||||||
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| Datei:Gentiane-DSCN8623.JPG
Gewöhnlicher Fransenenzian (Gentianopsis ciliata) | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Gentianopsis | ||||||||||||
| Ma |
Die Fransenenziane (Gentianopsis) bilden eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Enziangewächse (Gentianaceae). Die etwa 15 Arten sind auf der Nordhalbkugel weitverbreitet.<ref name="FoNA2023" />
Beschreibung[Bearbeiten]
Vegetative Merkmale[Bearbeiten]
Gentianopsis-Arten sind ein-, zweijährige bis ausdauernde krautige Pflanzen.<ref name="FoNA2023" /> Die meist Pflanzenteile sind kahl.<ref name="FoNA2023" />
Die einfachen Laubblätter sind kreuzgegenständig angeordnet. Meist ist eine grundständige Blattrosette, deren Laubblätter aber bis zur Anthese verwelken, vorhanden.<ref name="FoNA2023" />
Generative Merkmale[Bearbeiten]
Die Blütenstandsschäfte sind meist kürzer als die Stängel und sie sind manchmal papillös-beschuppt.<ref name="FoNA2023" /> Meist stehen die Blüten endständig einzeln oder selten zu zweit an einem Pflanzenexemplar oder endständig an den Verzweigungen der Stängel.<ref name="FoNA2023" />
Die zwittrigen Blüten sind vierzählig mit doppelter Blütenhülle.<ref name="FoNA2023" /> Die Kelchblätter sind verwachsen. Bei den meisten Arten sind die zwei äußeren Kelchlappen lanzettlich und länger sowie schmaler, spitzer oder zugespitzter als die beiden inneren.<ref name="FoNA2023" /> Die blauen oder bei den meisten Arten manchmal rosafarben-violetter oder weißen selten hell-gelben Kronblätter sind je nach Art auf mindestens der Hälfte ihrer Länge weit-röhrig oder röhrig-glockenförmig verwachsen. Ihre Innenseite ist Nahe dem Bereich an dem die Staubblätter inseriert sind kahl oder mit winzigen Trichomen behaart. Die Kronlappen sind während der Anthese ausgebreitet und oft am Ende der Anthese zurückgekrümmt. Die Ränder der Kronlappen sind meist deutlich gezähnt oder gefranst, selten sind sie glatt oder fast glatt.<ref name="FoNA2023" /> Es sind keine Faltenlappen (Plicae) zwischen den Kronzipfeln vorhanden.<ref name="FoNA2023" /> Unter jedem Kronlappen befindet sich an der Kronröhre ein Nektarium.<ref name="FoNA2023" /> Es ist nur ein Kreis mit vier Staubblätter vorhanden, sie sind an der oberen Hälfte der Kronröhre inseriert<ref name="FoNA2023" /> und ragen nicht aus der Kronröhre heraus. Die Staubbeutel sind deutlich ausgebildet.<ref name="FoNA2023" /> Der Fruchtknoten kaum bis deutlich gestielt.<ref name="FoNA2023" /> Der haltbare, aufrechte Griffel ist kaum erkennbar und nur kurz, selten ist er gut ausgebildet und schlank.<ref name="FoNA2023" /> Die Narbe ist zweilappig.<ref name="FoNA2023" />
Die zweifächerigen Kapselfrüchte sind abgeflacht-einförmig und enthalten viele Samen.<ref name="FoNA2023" />
Die Chromosomengrundzahl ist x = selten 11 oder meist 13.<ref name="FoNA2023" />
Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]
Die Gattung Gentianopsis wurde 1951 durch Yu Chuan Ma in Acta Phytotaxonomica Sinica, Volume 1, Issue 1, Seite 7–19, Tafel 1–4, 5 aufgestellt. Synonyme für Gentianopsis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Ma sind: Crossopetalum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Roth, Gentiana sect. Crossopetalae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Froel. ex Griseb., Gentiana subgen. Eublephis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Raf. Vor 1951 wurden diese Arten in die Gattung der Enziane (Gentiana) eingeordnet.
Die Gattung Gentianopsis gehört zur Untertribus Swertiinae aus der Tribus Gentianeae innerhalb der Familie Gentianaceae.<ref name="GRIN" />
Die Gattung Gentianopsis umfasst je nach Autor 15<ref name="FoNA2023" /> bis 24 Arten:
- Gentianopsis barbata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Froel.) Ma (Syn.: Gentiana barbata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Froel., Gentianella barbata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Froel.) Bercht. & J.Presl, Gentianopsis stricta Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Klotzsch) Ikonn.): Sie ist in China, Japan, Kasachstan, Kirgisistan, Russland und der Mongolei verbreitet.<ref name="FoC1995" />
- Gentianopsis barbellata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Engelm.) Iltis: Sie gedeiht in Höhenlagen von 1000 bis 3800 Metern in den westlich-zentralen US-Bundesstaaten Arizona, Colorado, Utah, Wyoming sowie New Mexico.<ref name="FoNA2023" />
- Gewöhnlicher Fransenenzian (Gentianopsis ciliata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(L.) Ma):<ref name="ExFloraÖLS2005" /> Sie ist von Marokko über Europa bis Sibirien verbreitet.
- Gentianopsis crinita Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Froel.) Ma (Syn.: Gentiana crinita Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Froel.): Sie gedeiht in Höhenlagen von 0 bis 1400 Metern in Kanada und in den USA.<ref name="FoNA2023" />
- Gentianopsis contorta Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Royle) Ma: Sie kommt in Nepal, Japan, Tibet und in den chinesischen Provinzen Guizhou, Liaoning, Qinghai, Sichuan sowie Yunnan vor.<ref name="FoC1995" />
- Gentianopsis detonsa Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Rottb.) Ma (Syn.: Gentiana detonsa Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Rottb., Gentianella detonsa Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Rottb.) G.Don): Sie ist auf der Nordhalbkugel weitverbreitet. Es gibt seit 2004 etwa vier Unterarten:<ref name="GRIN" /><ref name="FoNA2023" />
- Gentianopsis detonsa Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Rottb.) Ma subsp. detonsa: Sie kommt in Island, Norwegen, im europäischen Russland, in Grönland, Alaska und Kanada vor.<ref name="GRIN" /><ref name="FoNA2023" />
- Gentianopsis detonsa subsp. nesophila Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Holm) J.S.Pringle: Sie gedeiht in Höhenlagen von 0 bis 20 Metern in Kanada.<ref name="FoNA2023" />
- Gentianopsis detonsa subsp. raupii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(A.E.Porsild) Á.Löve & D.Löve: Sie gedeiht in Höhenlagen von 100 bis 300 Metern nur im kanadischen Alberta sowie Nordwest-Territorien.<ref name="FoNA2023" />
- Gentianopsis detonsa subsp. yukonensis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(J.M.Gillett) J.M.Gillett: Sie gedeiht in Höhenlagen von 100 bis 500 Metern in Alaska und im kanadischen Yukon-Territorium.<ref name="GRIN" /><ref name="FoNA2023" />
- Gentianopsis doluchanovii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Grossh.) Tsvelev: Sie kommt vom östlichen und nördlichen europäischen Russland bis Sibirien vor.
- Gentianopsis grandis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Harry Smith) Ma: Sie gedeiht in Höhenlagen von 2000 bis 4100 Metern in den chinesischen Provinzen südwestliches Sichuan sowie nordwestliches Yunnan.<ref name="FoC1995" />
- Gentianopsis holopetala Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(A.Gray) Iltis (Syn.: Gentiana holopetala Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(A.Gray) Holm, Gentiana serrata var. holopetala Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.A.Gray):<ref name="GRIN" /> Sie gedeiht in Höhenlagen von 1800 bis 4000 Metern in den US-Bundesstaaten Kalifornien sowie Nevada.<ref name="FoNA2023" />
- Gentianopsis komarovii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Grossh.) Toyok.: Sie kommt in Russlands Fernem Osten vor.<ref name="Olennikov2024" />
- Gentianopsis lutea Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Burkill) Ma (Syn.: Gentiana detonsa Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Rottbøll var. lutea Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Burkill): Dieser Endemit gedeiht an steinigen Hängen in Höhenlagen von etwa 2300 Metern nur in Kunming Shi in Yunnan.<ref name="FoC1995" />
- Gentianopsis macrantha Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(D.Don ex G.Don) Iltis: Sie kommt von Arizona und in den nördlichen bis westlichen mexikanischen Bundesstaaten Chihuahua, Durango, Sonora sowie Zacatecas vor.<ref name="FoNA2023" />
- Gentianopsis paludosa Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Munro ex Hook.) Ma: Sie ist in drei Varietäten in Bhutan, Indien, Nepal, Sikkim, Tibet in der Inneren Mongolei, und in den chinesischen Provinzen Gansu, Hebei, westliches Hubei, Ningxia, Qinghai, Shaanxi, Shanxi, Sichuan sowie Yunnan verbreitet.<ref name="FoC1995" />
- Gentianopsis simplex Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(A.Gray) Iltis: Sie gedeiht in Höhenlagen von 1200 bis 3400 Metern in den US-Bundesstaaten Oregon, Idaho, Nevada und Kalifornien vor.<ref name="GRIN" /><ref name="FoNA2023" />
- Gentianopsis thermalis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Kuntze) Iltis (Syn.: Gentiana elegans Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.A.Nelson, Gentiana thermalis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Kuntze, Gentianella detonsa subsp. elegans Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.J.M.Gillett, Gentianopsis elegans Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(A.Nelson) Ma, Gentianopsis detonsa var. elegans Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(A.Nelson) N.H.Holmgren): Sie kommt in den US-Bundesstaaten Colorado, Wyoming, Idaho, Montana, Utah, Nevada und New Mexico vor.<ref name="GRIN" /><ref name="FoNA2023" />
- Gentianopsis virgata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Raf.) Holub: Die drei Unterarten kommen vom östlichen bis südlichen Kanada bis zu den nördlich-zentralen und den nordöstlichen Vereinigten Staaten vor:<ref name="FoNA2023" />
- Gentianopsis virgata subsp. macounii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Holm) J.S.Pringle (Syn.: Gentianopsis macounii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Holm) Iltis): Sie kommt vom subarktischen Amerika bis zu den nördlichen Vereinigten Staaten vor.<ref name="FoNA2023" />
- Gentianopsis virgatasubsp. victorinii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Fernald) Lammers (Syn.: Gentianopsis victorinii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Fern.) Iltis): Dieser gefährdete Endemit kommt nur in der Tidenzone des St. Lawrence Strom auf Meeresniveau in der kanadischen Provinz Quebec vor.<ref name="FoNA2023" />
- Gentianopsis virgata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Raf.) Holub subsp. virgata
- Gentianopsis yabei Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Takeda & Hara) Ma ex Hid.Takah.: Sie kommt in Japan vor.
Quellen[Bearbeiten]
Literatur[Bearbeiten]
- Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America, North of Mexico, Volume 14: Magnoliophyta: Gentianaceae to Hydroleaceae, Oxford University Press, New York, 2023, ISBN 978-0-19-769146-5. Gentianopsis Ma., S. 62–72 – textgleich online wie gedrucktes Werk.
- Ting-nung Ho, James S. Pringle: Gentianaceae. In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven (Hrsg.): Flora of China, Volume 16 – Gentianaceae through Boraginaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 1995, ISBN 0-915279-33-9. Gentianopsis, S. 130–131 – textgleich online wie gedrucktes Werk.
- Daniil Olennikov, Nina Kashchenko: Gentianopsis metabolites and bioactivity: HPLC-PDA-ESI-tQ-MS/MS profiles, HPLC-UV quantification of Gentianopsis komarovii and Gentianopsis stricta, and choleretic potential. In: Natural Product Research, Volume 38, Januar 2024, S. 158–163. doi:10.1080/14786419.2022.2107640
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. </ref> <ref name="ExFloraÖLS2005"> </ref> <ref name="FoC1995"> Ting-nung Ho, James S. Pringle: Gentianaceae. In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven (Hrsg.): Flora of China, Volume 16 – Gentianaceae through Boraginaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 1995, ISBN 0-915279-33-9. Gentianopsis, S. 130 – textgleich online wie gedrucktes Werk. </ref> <ref name="FoNA2023"> Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America, North of Mexico, Volume 14: Magnoliophyta: Gentianaceae to Hydroleaceae, Oxford University Press, New York, 2023, ISBN 978-0-19-769146-5. Gentianopsis Ma., S. 62–72 – textgleich online wie gedrucktes Werk. </ref> <ref name="Olennikov2024"> Daniil Olennikov, Nina Kashchenko: Gentianopsis metabolites and bioactivity: HPLC-PDA-ESI-tQ-MS/MS profiles, HPLC-UV quantification of Gentianopsis komarovii and Gentianopsis stricta, and choleretic potential. In: Natural Product Research, Volume 38, Januar 2024, S. 158–163. doi:10.1080/14786419.2022.2107640 </ref> </references>
Weblinks[Bearbeiten]
- James S. Pringle, 2012: Datenblatt Gentianopsis bei Jepson Flora Project (Hrsg.): Jepson eFlora
- Die Tribus Gentianeae bei Lena Struwe: Gentian Research Network, 2002–2011. (engl.)