Zum Inhalt springen

Fransenenziane

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Die Seite Vorlage:Taxobox/styles.css hat keinen Inhalt.

Fransenenziane
Datei:Gentiane-DSCN8623.JPG

Gewöhnlicher Fransenenzian (Gentianopsis ciliata)

Systematik
Euasteriden I
Ordnung: Enzianartige (Gentianales)
Familie: Enziangewächse (Gentianaceae)
Tribus: Gentianeae
Untertribus: Swertiinae
Gattung: Fransenenziane
Wissenschaftlicher Name
Gentianopsis
Ma

Die Fransenenziane (Gentianopsis) bilden eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Enziangewächse (Gentianaceae). Die etwa 15 Arten sind auf der Nordhalbkugel weitverbreitet.<ref name="FoNA2023" />

Beschreibung[Bearbeiten]

Datei:Gentianella ciliata Sturm7.jpg
Illustration aus Sturm des Gewöhnlichen Fransenenzian (Gentianopsis ciliata)
Datei:Gentianopsis virgata 15-p.bot-genti.victo-02.jpg
Blick ins Innere einer Blüte von Gentianopsis virgata
Datei:Fringed Gentian 0001.jpg
Blüten von Gentianopsis crinita
Datei:Gentianella detonsa (b8a308a2-7bbf-4dd9-a170-c0b0e21f018a).jpg
Blüten von Gentianopsis detonsa im Habitat
Datei:Gentianopsis holopetala Sierra gentian flower detail.jpg
Blüten von Gentianopsis holopetala
Datei:Gentianopsis thermalis.jpg
Vierzählige Blüte von Gentianopsis thermalis
Datei:Gentianopsis yabei (flower).JPG
Vierzählige Blüte von Gentianopsis yabei

Vegetative Merkmale[Bearbeiten]

Gentianopsis-Arten sind ein-, zweijährige bis ausdauernde krautige Pflanzen.<ref name="FoNA2023" /> Die meist Pflanzenteile sind kahl.<ref name="FoNA2023" />

Die einfachen Laubblätter sind kreuzgegenständig angeordnet. Meist ist eine grundständige Blattrosette, deren Laubblätter aber bis zur Anthese verwelken, vorhanden.<ref name="FoNA2023" />

Generative Merkmale[Bearbeiten]

Die Blütenstandsschäfte sind meist kürzer als die Stängel und sie sind manchmal papillös-beschuppt.<ref name="FoNA2023" /> Meist stehen die Blüten endständig einzeln oder selten zu zweit an einem Pflanzenexemplar oder endständig an den Verzweigungen der Stängel.<ref name="FoNA2023" />

Die zwittrigen Blüten sind vierzählig mit doppelter Blütenhülle.<ref name="FoNA2023" /> Die Kelchblätter sind verwachsen. Bei den meisten Arten sind die zwei äußeren Kelchlappen lanzettlich und länger sowie schmaler, spitzer oder zugespitzter als die beiden inneren.<ref name="FoNA2023" /> Die blauen oder bei den meisten Arten manchmal rosafarben-violetter oder weißen selten hell-gelben Kronblätter sind je nach Art auf mindestens der Hälfte ihrer Länge weit-röhrig oder röhrig-glockenförmig verwachsen. Ihre Innenseite ist Nahe dem Bereich an dem die Staubblätter inseriert sind kahl oder mit winzigen Trichomen behaart. Die Kronlappen sind während der Anthese ausgebreitet und oft am Ende der Anthese zurückgekrümmt. Die Ränder der Kronlappen sind meist deutlich gezähnt oder gefranst, selten sind sie glatt oder fast glatt.<ref name="FoNA2023" /> Es sind keine Faltenlappen (Plicae) zwischen den Kronzipfeln vorhanden.<ref name="FoNA2023" /> Unter jedem Kronlappen befindet sich an der Kronröhre ein Nektarium.<ref name="FoNA2023" /> Es ist nur ein Kreis mit vier Staubblätter vorhanden, sie sind an der oberen Hälfte der Kronröhre inseriert<ref name="FoNA2023" /> und ragen nicht aus der Kronröhre heraus. Die Staubbeutel sind deutlich ausgebildet.<ref name="FoNA2023" /> Der Fruchtknoten kaum bis deutlich gestielt.<ref name="FoNA2023" /> Der haltbare, aufrechte Griffel ist kaum erkennbar und nur kurz, selten ist er gut ausgebildet und schlank.<ref name="FoNA2023" /> Die Narbe ist zweilappig.<ref name="FoNA2023" />

Die zweifächerigen Kapselfrüchte sind abgeflacht-einförmig und enthalten viele Samen.<ref name="FoNA2023" />

Die Chromosomengrundzahl ist x = selten 11 oder meist 13.<ref name="FoNA2023" />

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Die Gattung Gentianopsis wurde 1951 durch Yu Chuan Ma in Acta Phytotaxonomica Sinica, Volume 1, Issue 1, Seite 7–19, Tafel 1–4, 5 aufgestellt. Synonyme für Gentianopsis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Ma sind: Crossopetalum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Roth, Gentiana sect. Crossopetalae Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Froel. ex Griseb., Gentiana subgen. Eublephis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Raf. Vor 1951 wurden diese Arten in die Gattung der Enziane (Gentiana) eingeordnet.

Die Gattung Gentianopsis gehört zur Untertribus Swertiinae aus der Tribus Gentianeae innerhalb der Familie Gentianaceae.<ref name="GRIN" />

Die Gattung Gentianopsis umfasst je nach Autor 15<ref name="FoNA2023" /> bis 24 Arten:

Quellen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America, North of Mexico, Volume 14: Magnoliophyta: Gentianaceae to Hydroleaceae, Oxford University Press, New York, 2023, ISBN 978-0-19-769146-5. Gentianopsis Ma., S. 62–72 – textgleich online wie gedrucktes Werk.
  • Ting-nung Ho, James S. Pringle: Gentianaceae. In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven (Hrsg.): Flora of China, Volume 16 – Gentianaceae through Boraginaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 1995, ISBN 0-915279-33-9. Gentianopsis, S. 130–131 – textgleich online wie gedrucktes Werk.
  • Daniil Olennikov, Nina Kashchenko: Gentianopsis metabolites and bioactivity: HPLC-PDA-ESI-tQ-MS/MS profiles, HPLC-UV quantification of Gentianopsis komarovii and Gentianopsis stricta, and choleretic potential. In: Natural Product Research, Volume 38, Januar 2024, S. 158–163. doi:10.1080/14786419.2022.2107640

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. </ref> <ref name="ExFloraÖLS2005"> </ref> <ref name="FoC1995"> Ting-nung Ho, James S. Pringle: Gentianaceae. In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven (Hrsg.): Flora of China, Volume 16 – Gentianaceae through Boraginaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 1995, ISBN 0-915279-33-9. Gentianopsis, S. 130 – textgleich online wie gedrucktes Werk. </ref> <ref name="FoNA2023"> Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America, North of Mexico, Volume 14: Magnoliophyta: Gentianaceae to Hydroleaceae, Oxford University Press, New York, 2023, ISBN 978-0-19-769146-5. Gentianopsis Ma., S. 62–72 – textgleich online wie gedrucktes Werk. </ref> <ref name="Olennikov2024"> Daniil Olennikov, Nina Kashchenko: Gentianopsis metabolites and bioactivity: HPLC-PDA-ESI-tQ-MS/MS profiles, HPLC-UV quantification of Gentianopsis komarovii and Gentianopsis stricta, and choleretic potential. In: Natural Product Research, Volume 38, Januar 2024, S. 158–163. doi:10.1080/14786419.2022.2107640 </ref> </references>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Fransenenziane (Gentianopsis) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien