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Fraxetin

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Strukturformel
Struktur Fraxetins
Allgemeines
Name Fraxetin
Andere Namen
  • 8-Hydroxy-6-methoxycumarin
  • 7,8-Hydroxy-6-methoxy-2H-1-benzopyran-2-on (IUPAC)
Summenformel C10H8O5
Kurzbeschreibung

gelbes Pulver<ref name="Aldrich" />

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 209-376-2
ECHA-InfoCard 100.008.525
PubChem 5273569
ChemSpider 4437972
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1492: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1492: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 208,17 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt

230–231 °C<ref name="Aldrich" />

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="Aldrich">Datenblatt 7,8-Dihydroxy-6-methoxycoumarin bei Sigma-AldrichVorlage:Abrufdatum (PDF).</ref>
Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 302+312+332​‐​315​‐​319​‐​335
P: 261​‐​280​‐​305+351+338<ref name="Aldrich" />
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Fraxetin ist ein Cumarin-Derivat, das wie sein Glucosid Fraxin in den Rinden einiger Baumarten – z. B. der chinesischen Blumen-Esche – vorkommt.<ref name=":0"></ref> Genau wie die Cumarin-Derivate Esculetin oder Scopoletin, die ebenfalls in Eschenrinden zu finden sind, spielt es eine wichtige Rolle bei der Wirksamkeit einiger Anwendungen aus der traditionellen chinesischen Medizin.

Wirkung[Bearbeiten]

Fraxetin ist ein Antioxidans. Unter anderem konnte gezeigt werden, dass die antioxidative Wirkung Fraxetin eine neuroprotektive Wirkung verleiht. In Experimenten mit menschlichen Nervenzellen konnte z. B. gezeigt werden, dass Fraxetin die neurodegenerative Wirkung von Rotenon senkt.<ref>M. F. Molina-Jiménez, M. I. Sánchez-Reus., M. Cascales, D. Andrés, J. Benedí: Effect of fraxetin on antioxidant defense and stress proteins in human neuroblastoma cell model of rotenone neurotoxicity. Comparative study with myricetin and N-acetylcysteine. In: Toxicology and Applied Pharmacology. Band 209, Nummer 3, 2005, S. 214–225, PMID 15904944.</ref> In Fliegen-Experimenten konnte gezeigt werden, dass Fraxetin zur Senkung oxidativen Stresses führt. Diese Wirkung beruht zum einen auf der Reaktion des Fraxetin selbst mit reaktiven Sauerstoffspezies und zum anderen auf der durch Fraxetin induzierten vermehrten Bildung von Glutathion.<ref>B. Fernández-Puntero, I. Barroso, I. Iglesias, J. Benedí, A. Villar: Antioxidant Activity of Fraxetin: In Vivo and ex vivo Parameters in Normal Situation versus Induced Stress. In: Biological and Pharmaceutical Bulletin. Band 27, Nummer 7, 2001, S. 777–784, PMID 11456117.</ref>

Synthese[Bearbeiten]

Neben der Gewinnung von Fraxetin durch Extraktion aus natürlichen Quellen wie Eschenrinde kann Fraxetin auch durch eine Totalsynthese gewonnen werden.<ref>A. Cervi, P. Aillard, N. Hazeri†, L. Petit, C. L. L. Chai, A. C. Willis, M. G. Banwell: Total Syntheses of the Coumarin-Containing Natural Products Pimpinellin and Fraxetin Using Au(I)-Catalyzed Intramolecular Hydroarylation (IMHA) Chemistry In: Journal of Organic Chemistry. Band 78, Nummer 19, 2013, S. 9876–9882, doi:10.1021/jo401583q.</ref> Als Edukt dient dabei 2,3,4-Trimethoxybenzaldehyd. Dieser wird zunächst mit Bortrichlorid zu 2,3-Dihydroxy-4-methoxybenzaldehyd umgesetzt. Die dabei entstandenen freien Hydroxygruppen werden anschließend, durch Reaktion mit Isopropylbromid und Hünig-Base mit Isopropyl-Schutzgruppen versehen. Durch anschließende Baeyer-Villiger-Oxidation mit meta-Chlorperbenzoesäure wird das Benzaldehyd über den entsprechenden Methylester zu einem Phenol umgesetzt. Unter Verwendung von Kupplungsreagentien wie Dicyclohexylcarbodiimid wird das Phenol mit Propiolsäure zu einem Propiolsäureester umgesetzt. Die dadurch eingeführte Dreifachbindung kann, katalysiert durch Gold(I)-Verbindungen, mit dem C5-Kohlenstoff des ursprünglichen Edukts reagieren und man erhält (isopropyl-geschütztes) Fraxetin.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />