Freetown
| Freetown | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
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| Koordinaten | 8° 29′ N, 13° 14′ W
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dim=21000 | globe= | name=Freetown | region=SL-W | type=city
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| Western Area | ||||||
| Symbole | ||||||
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| Basisdaten | ||||||
| Staat | Sierra Leone | |||||
| Vorlage:Info ISO-3166-2/admtypelink | Western | |||||
| Distrikt | Western Area Urban | |||||
| ISO 3166-2 | SL-W | |||||
| Chiefdom | keines | |||||
| Höhe | 0 m | |||||
| Fläche | 357 km² | |||||
| Einwohner | 609.174 (2021) | |||||
| Dichte | 1.706,4 Ew./km² | |||||
| Gründung | 1792 | |||||
| Website | www.fcc.gov.sl (englisch) | |||||
| Politik | ||||||
| Bürgermeister | Yvonne Aki-Sawyerr (2018) | |||||
| Partei | APC | |||||
Freetown ist die Hauptstadt des westafrikanischen Staates Sierra Leone und hat etwa 610.000 Einwohner (Stand 2021).<ref>Preliminary Report of the Final Results of the first digital census in Sierra Leone. Statistics Sierra Leone, September 2022.</ref> Freetown liegt an der Nordwestspitze der Freetown Peninsula, einer Halbinsel, die in den Atlantischen Ozean reicht und am Sierra Leone River liegt.
Geographie[Bearbeiten]
Landschaft[Bearbeiten]
Die Landschaft um Freetown ist gekennzeichnet von Hügeln mit tropischem Regenwald, die bis an die Sandstrände reichen. Ein Großteil des Primärwaldes ist durch Brandrodung und Logging zerstört worden. 2010 wurde das gesamte Gebiet der Peninsula als Western Area Peninsular-Nationalpark in seinem Schutzstatus erhöht, um den Erhalt der bestehenden Wälder sicherzustellen. Im südlichen Teil der Peninsula sowie an den Flussmündungen sind Mangroven und Sumpfland verbreitet. Diese sind vor allem um den Aberdeen Creek im Zentrum der Stadt bedroht.<ref>Disappearing Mangroves. In: lostfreetown.com. Lost Freetown, 13. Dezember 2016, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 26. Oktober 2017; abgerufen am 5. August 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Klima[Bearbeiten]
Das Klima in Freetown ist tropisch-feucht mit Niederschlägen nicht weniger als 3000 Millimeter pro Jahr.<ref name="climatemps">Freetown Climate & Temperature. ClimaTemps.com. Abgerufen am 16. Dezember 2015.</ref> Freetown gilt damit als eine der feuchtesten Hauptstädte der Erde.
Das Klima unterteilt sich in drei Jahreszeiten: eine Regen-, eine Trockenzeit und die Harmattanzeit. Die Regenzeit beginnt im Mai und endet im November. Der Höhepunkt zwischen Juni und Oktober wird durch tägliche Gewitter und Regenfälle gekennzeichnet, die nicht selten Wochen anhalten.<ref name="climatemps" /> Der Harmattan, ein trockener Saharawind, weht zwischen Dezember und Februar.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Geography. VisitSierraLeone.org. ( vom 22. Dezember 2015 im Internet Archive) Abgerufen am 16. Dezember 2015.</ref>
Mitte Oktober beginnt die Trockenzeit, Niederschläge werden seltener. Im Dezember und Januar ist das Klima durch den Harmattan geprägt, einem Wind aus der Sahara, der Staub und auch kühle Luft mit sich bringt. Februar, März, April sind die heißesten Monate mit seltenen Niederschlägen.
Die Temperaturen liegen ganzjährig am Tag bei 28 °C bis 31 °C, nachts zwischen 23 °C und 25 °C. Im Jahresdurchschnitt herrscht eine Tagestemperatur von 30 °C, nachts von 24 °C. Der Atlantik hat konstante 26 bis 27 °C. Die Luftfeuchtigkeit fällt selten unter 75 Prozent, liegt zwischen April und November meist bei deutlich über 90 Prozent.
Geschichte[Bearbeiten]
Die Gegend um das spätere Freetown lag ursprünglich im Gebiet der Koya-Temne.<ref name="Coulon">Mégane Coulon, Suzanne Schwarz: Slavery and Abolitionism in Sierra Leone. In: Oxford Research Encyclopedia of African History. Oxford University Press, 2025, doi:10.1093/acrefore/9780190277734.013.920.</ref> Bevor die Weißen an die Küste gelangten, hieß der Ort „Romarong“, die „Stadt der Wehklagen“. Dieser Name entsprang dem konstanten „Schreien“ und „Weinen“ der Verunglückten in den starken Stürmen an der Mündung des Sierra Leone River.<ref name="slave" />
Kolonialzeit[Bearbeiten]
1787 gründeten britische Abolitionisten dort die als „Province of Freedom“ konzipierte Siedlung „Granville Town“ für die sogenannten „Schwarzen Armen“ („Black Poor“) aus London, unter ihnen ehemalige Sklaven und farbige Veteranen des Amerikanischen Unabhängigkeitskriegs. 1789 wurde sie nach wachsenden Konflikten mit der örtlichen Bevölkerung zerstört. 1792 entstand an derselben Stelle „Freetown“; zunächst vor allem für farbige Loyalisten aus Nova Scotia, ab 1800 außerdem für deportierte jamaikanische Maroons, die von Nova-Scotia hierher gebracht wurden.<ref name="Coulon" />
Die Gründung von Freetown war zugleich ein abolitionistisches und koloniales Projekt; die als „Rückkehr“ nach Afrika verstandene Ansiedlung ging mit der Marginalisierung und Verdrängung der bereits ansässigen Bevölkerung einher.<ref name="Levin">Ayala Levin: Architecture and Development. Israeli Construction in Sub-Saharan Africa and the Settler Colonial Imagination, 1958–1973. Duke University Press, Durham, London 2022, ISBN 978-1-4780-1526-0, S. 28–30.</ref> Die Sierra Leone Company wollte in der Kolonie nicht nur ehemalige Sklaven ansiedeln, sondern auch landwirtschaftliche Rohstoffe und Plantagenprodukte erzeugen. Innerhalb von elf Jahren verloren die Herrscher der Koya-Temne ausgedehnte Gebiete. Ein von Briten ausgehandelter Vertrag wurde verwendet, um die Verdrängung der Koya-Temne aus ihrem Land zu rechtfertigen.<ref name="Coulon" /> Auch die farbigen Siedler besaßen keine volle politische Autonomie, sondern standen unter der Herrschaft der Company. Spannungen zwischen Siedlern und Company führten 1800 zu einer Rebellion.<ref name="Coulon" />
Bunce Island, eine Freetown vorgelagerte kleine Insel, war lange Zeit der größte Sklavenumschlagplatz Westafrikas gewesen.<ref name="slave">Rosalind Shaw: Memories of the Slave Trade, Ritual and the Historical Imagination in Sierra Leone. (Mohamed Sheriff), University of Chicago Press 2002, S. 37.</ref> Nach dem britischen Verbot des Sklavenhandels von 1807 wurde Freetown 1808 britische Kronkolonie, zeitweise auch Hauptstadt von Britisch-Westafrika und ein wichtiger Stützpunkt der Royal Navy West Africa Squadron, die vor allem dieses Verbot durchsetzen sollte.<ref name=Adderley>Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> In der Folge wurden im 19. Jahrhundert mehr als 100.000 Menschen von abgefangenen Sklavenschiffen in das Gebiet gebracht. Viele der Liberated Africans wurden zwangsweise zum Militärdienst verpflichtet oder über Jahre als unbezahlte Lehrlinge eingesetzt.<ref name="Coulon" />
Aus den aus London, Nova Scotia und Jamaika stammenden Siedlern und teilweise den „Liberated Africans“ bildete sich im Laufe des 19. Jahrhunderts eine Bevölkerungsgruppe heraus, deren Angehörige sich als „Krio“ identifizierten. Sie entwickelte gegenüber der indigenen Bevölkerung eine wirtschaftliche, kulturelle und religiöse Vorrangstellung und verstand sich als Träger christlicher und westlicher Zivilisation in Afrika. Mit der Gründung des Fourah Bay College durch die Church Missionary Society im Jahr 1827 entwickelte sich Freetown zu einem Bildungs- und Missionszentrum Britisch-Westafrikas. Wegen seiner Bildungseinrichtungen wurde die Stadt im 19. Jahrhundert auch als „Athen Afrikas“ bezeichnet.<ref name="Levin" /> Gleichzeitig entwickelte sich Freetown zum Zufluchtsort für Menschen, die in den umliegenden Gebieten aus der Sklaverei flohen, und bot ihnen Schutz und Asyl.<ref name="Coulon" />
1896 wurde auch das Hinterland von Freetown zum Protektorat erklärt, wodurch sich eine rechtlich und administrativ geteilte Kolonialordnung herausbildete: Die Halbinsel um Freetown wurde unmittelbar, das Hinterland über lokale Autoritäten indirekt regiert.<ref name="Levin" /> 1961 endete die britische Kolonialherrschaft über Sierra Leone inklusive Freetown.<ref>Sierra Leone (Constitutional Conference). In: UK Parliament. 5. Mai 1960, abgerufen am 26. Juli 2026.
Experience Sierra Leone. In: Ministry of Tourism & Cultural Affairs. Abgerufen am 26. Juli 2026.</ref>
Jüngere Geschichte[Bearbeiten]
Ende der 1990er Jahre fanden in der Stadt im Rahmen des Bürgerkriegs erbitterte Kämpfe zwischen Rebellen und den Regierungstruppen statt. Sie wurde 1998 von Truppen der ECOWAS eingenommen, die wieder Ahmad Tejan Kabbah als Präsidenten wollten. 1999 griffen Truppen der Revolutionary United Front die Stadt an, im Mai wurde ein Waffenstillstand vereinbart. Aber erst Anfang 2002 konnte der Bürgerkrieg mit Unterstützung der Vereinten Nationen (UNAMSIL) beendet werden. Im gleichen Jahr wurde Freetown Sitz des Sondergerichtshofs für Sierra Leone, der die für begangene Kriegsverbrechen Hauptverantwortlichen zur Rechenschaft ziehen soll.
Für das Jahr 2016 hat die ISESCO Freetown zur Hauptstadt der Islamischen Kultur der afrikanischen Region ernannt.
Bevölkerung[Bearbeiten]
Die Bevölkerung in Freetown setzt sich aus praktisch allen Volksgruppen des Landes zusammen. Aktuell (Stand 2019) verzeichnet die Stadt einen Bevölkerungszuwachs von mehr als vier Prozent im Jahr.<ref name="fcc" /> 2021 hatte Freetown 610.000 Einwohner und damit nahezu 400.000 weniger als beim Zensus 2015.<ref>Population By Region And Local Councils, Sierra Leone (2015 - 2021). In: 2021 Mid-Term Population and Housing Census, September 2022, S. 26. Abgerufen am 6. November 2023.</ref> Bis 2028 wird mit einer Verdopplung gerechnet.<ref name="fcc" />
Die Bevölkerungsentwicklung der Stadt:
| Jahr | Einwohner<ref>citypopulation.de - Sierra Leone: Provinzen, Städte & Orte, zugriff am 3. April 2026</ref> |
|---|---|
| 1974 | 276.247 |
| 1985 | 469.776 |
| 2004 | 772.873 |
| 2015 | 1.055.964 |
| 2021 | 609.174 |
Politik und Verwaltung[Bearbeiten]
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Freetown wird von einem Stadtrat (City Council) unter Vorsitz eines Bürgermeisters geführt. Dieses Amt nimmt seit 2012 Sam Franklyn Gibson wahr. Das historische Zentrum der Stadt ist die eigentliche City of Freetown (vgl. City of London). Der Bau eines neuen zentralen Verwaltungsgebäudes für den Stadtrat ist seit Ende 2017 geplant.<ref>Freetown City Council Complex Project. The Patriotic Vanguard, 14. Dezember 2017.</ref>
Politisch ist Greater Freetown in drei Bezirke untergliedert: East End, Central und West End, die sich wiederum in insgesamt 17 Wahlkreise (Liste der Wahlkreise in Sierra Leone) gliedern.
Die Stadt verfügt mit dem Zentralgefängnis Freetown über ein Hochsicherheitsgefängnis, das im Jahr 1914 erbaut wurde.
Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]
Wirtschaft[Bearbeiten]
Freetown ist das wirtschaftliche Zentrum des Landes. Die meisten großen Unternehmen haben einen Sitz oder ihren Hauptsitz in der Stadt. Der Hafen Freetown, einer der größten Naturhäfen der Erde, spielt eine wichtige Rolle. Industrien in Freetown sind die Getränkeabfüllung (unter anderem Sierra Leone Brewery), Fischverarbeitung, Reismühlen, Erdölraffinerien, Verarbeitungsunternehmen für Diamanten und Zigarettenherstellung.
Auch die nationale Wertpapierbörse, die Sierra Leone Stock Exchange, befindet sich hier.
Tourismus[Bearbeiten]
Einer der bekanntesten touristischen Anlaufstellen war der Cotton Tree. Der Baum stand mindestens seit 200 Jahren im Stadtzentrum von Freetown. Hier befindet sich auch das kleine Sierra Leone National Museum. Der Baum stürzte am 24. Mai 2023 während eines heftigen Sturms um.<ref>Agence France-Presse: Sierra Leone’s symbolic Cotton Tree falls during storm in Freetown. In: The Guardian. 25. Mai 2023, ISSN 0261-3077 (theguardian.com [abgerufen am 26. Mai 2023]).</ref>
Weitere Sehenswürdigkeiten sind das Gebäude des Obersten Gerichtshofes, die sog. „Portugiesischen Treppen“, das Tor zum Old Kings Yard und drei historischen Kanonen an der Stadtgrenze. Unter Kultzenten sind sehenswert die St. John’s Maroon (von 1820), St.-George’s-Kathedrale (1828), Jamiul-Salaam-Foulah-Town-Moschee (1830), Muammar-al-Gaddafi-Moschee, die römisch-katholische Sacred Heart Cathedral sowie die Zentralmoschee Freetown.
Im Nationalen Eisenbahn-Museum in Cline Town wird die größte und schwerste jemals gebaute Schmalspur-Lokomotive ausgestellt. In den Hügeln außerhalb von Freetown liegt das Schimpansenschutz- und -aufzugsgebiet Tacugama. Entlang der Halbinsel liegen viele kleine Inseln, u. a. Bunce Island mit den Ruinen einer Festung. Lumley Beach direkt in Freetown ist ein beliebter Anlaufpunkt.
Weitere Strände sind:
- River No. 2 Beach (30 Minuten von Freetown)
- Lakka Beach
- Toke Beach
- Mamma Beach
- Kent Beach
2017 wurde der Victoria Park im Stadtzentrum in den Freetown Amusement Park, einem kleinen Freizeitpark, umgewandelt.<ref>The Freetown Amusement Park is an added blessing to the tourism industry. National Tourist Board Sierra Leone, 29. Juni 2017.</ref>
Verkehr[Bearbeiten]
Vorlage:Hinweisbaustein Der Hafen Freetown spielt traditionell eine wichtige Rolle. Er ist der drittgrößte Naturhafen der Erde und wurde Ende 2013 erstmals wieder von großen Kreuzfahrtschiffen angefahren.
Freetown ist durch den Internationalen Flughafen Lungi, auf der anderen Seite des Sierra Leone Rivers, und den stadtnahen Flugplatz Hastings an das internationale Flugverkehrsnetz angeschlossen.
Freetown kämpft mit chaotischen Verkehrszuständen aufgrund schlechter Straßenverhältnisse – nur die wichtigsten Straßen sind asphaltiert –, hohen Verkehrsaufkommens und fehlender Straßenschilder. Freetown ist die größte Stadt der Erde ohne Ampelanlagen. Erste Ampelanlagen wurden in Betrieb genommen.
Energie[Bearbeiten]
Die Energieversorgung in Sierra Leone konnte zu keiner Zeit in den letzten 50 Jahren sichergestellt werden. Auch heute (Stand April 2019) gibt es keine durchgehende Stromversorgung in der Stadt. Durch den Bau eines Kraftwerkes am Bumbuna-Stausee (Bumbuna Hydroelectric Project)<ref>Jarrah Kawusu-Konte: Bumbuna Complete, His Excellency the President Dr. Ernest Bai Koroma Launches Test Phase. In: www.statehouse.gov.sl. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 4. März 2016; abgerufen am 9. November 2016.</ref> werden von der Stadtverwaltung seit 2009 vier Stunden öffentlicher Strom am Tag sichergestellt.
In der Nähe Freetowns sollte 2014 mit sechs Megawatt Leistung Westafrikas größter Solarpark entstehen.<ref>Solar lighting revolution underway in Sierra Leone. Voice of Africa, 12. November 2014, abgerufen am 12. November 2014.</ref>
Wasser, Abwasser und Abfall[Bearbeiten]
95 Prozent der Einwohner der Stadt verfügen über keinen Zugang zu Trinkwasser oder sind nicht an Abwassersysteme angeschlossen. Außerhalb des Stadtzentrums (Central Business District) gibt es keinerlei öffentliche Infrastruktur dieser Art. Es gibt zwei Abfallhalden in der Stadt. Monatlich wird ein Cleaning Day durchgeführt, bei dem die Bewohner die Straßen und Plätze säubern.<ref name="fcc">Our Freetown. Freetown City Council. Abgerufen am 5. April 2019.</ref><ref> David Signer: Das kreative Müll-Recycling von Kenema. Freetown, die Hauptstadt Sierra Leones, erstickt buchstäblich im Abfall. Dass es auch anders geht, macht eine Kleinstadt im Landesinnern vor. NZZ, Zürich 2. Juli 2019</ref>
Bildung und Sport[Bearbeiten]
Bildung[Bearbeiten]
Die tertiäre Bildung wird vor allem durch die University of Sierra Leone (USL) und die Njala University sichergestellt. Letztere hat einen Campus in Freetown, jedoch den Hauptsitz in der Stadt Njala.
Das Fourah Bay College (Teil der USL) ist die älteste Universität Schwarzafrikas und der Grund, warum Freetown auch als „Athen Westafrikas“ bezeichnet wird. Sie wurde bereits 1827 gegründet. Ursprünglich eine Missionarsschule, entwickelte sich Fourah Bay schnell zu einem Magneten für viele gebildete Menschen aus ganz Westafrika. Sie erlangte insbesondere Berühmtheit in den Bereichen Theologie und Pädagogik. Ein weiterer dem College zugehöriger Campus ist die Eastern Polytechnic in Kenema.
Das Njala University College ist sowohl in Freetown (temporär, ursprünglich in der Stadt Njala) als auch in der Provinzhauptstadt Bo mit einem Campus vertreten. Ähnlich einer deutschen Fachhochschule werden hier vor allem technisch-praktische Fächer wie Landwirtschaft und Technologie unterrichtet.
Neben den Universitäten gibt es einige Polytechniken sowie zahlreiche Grund- und Oberschulen sowie Berufsschulen, darunter u. a.:
- Methodist Boys High School<ref>mbhs.schools.edu.sl</ref>
- American International School<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.aisfreetown.org ( vom 23. Juni 2011 im Internet Archive)</ref>
- Ayoub International School<ref> Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.ayoubinternationalschool.webs.com ( vom 21. Mai 2014 im Internet Archive)</ref>
- Lebanese International School<ref>Lebanese International School Official Site. In: www.lebaneseinternationalschool.com. Abgerufen am 9. November 2016.</ref>
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Städtepartnerschaften[Bearbeiten]
- Datei:Flag of The Gambia.svg Banjul, Gambia
- Datei:Flag of Guinea.svg Conakry, Guinea
Ganzhou, Volksrepublik China, seit 2008
Hartford, Vereinigte Staaten<ref name="sistercities">Sister Cities: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Freetown. ( vom 22. Dezember 2004 im Internet Archive) auf: sister-cities.org, 9. Februar 2008.</ref>
Hefei, Volksrepublik China, seit 1984<ref name="ministerium">Außenministerium V.R. China: 外交部.cn (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Februar 2025. Suche im Internet Archive), 6. März 2008.</ref>
Kansas City, Vereinigte Staaten, seit 1974
Kingston upon Hull, Vereinigtes Königreich, seit 1982- Datei:Flag of Sierra Leone.svg Makeni, Sierra Leone, seit 2009
New Haven, Vereinigte Staaten, seit 1981
Quelle: Freetown City Council, 2009<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.News. ( vom 17. Dezember 2009 im Internet Archive) Freetown City Council, 21. März 2009.</ref>
Persönlichkeiten[Bearbeiten]
- in Freetown geboren (Auswahl)
- Charles Heddle (1812–1889), schottischstämmiger Unternehmer und Reeder
- Eldred Jones (1925–2020), Literaturwissenschaftler
- Bijou Peters (1927–2014), Journalistin, Menschenrechtsaktivistin und Krankenschwester
- Desmond Luke (1935–2021), Diplomat und Politiker
- Gaston Bart-Williams (1938–1990), Oppositioneller, Journalist, Regisseur, Schriftsteller und Künstler
- Nabih Berri (* 1938), libanesischer Politiker
- Jeillo Edwards (* 1942), Schauspieler
- Syl Cheney-Coker (* 1945), Schriftsteller
- Dele Charley (1948–1993), Autor
- Patricia Piccinini (* 1965), Künstlerin
- Yvonne Aki-Sawyerr (* 1968), Politikerin
- Issa Sesay (* 1970), Paramilitär und Kriegsverbrecher
- Eunice Barber (* 1974), Leichtathletin
- Chris Bart-Williams (1974–2023), englischer Fußballspieler
- Lamin Conteh (1976–2022), Fußballspieler
- Kewullay Conteh (* 1977), Fußballspieler
- Roda Antar (* 1980), Fußballspieler
- Ibrahim Kargbo (* 1982), Fußballspieler
- Gibril Sankoh (* 1983), Fußballspieler
- Fatmata Fofanah (* 1985), bahrainisch-guineische Hürdenläuferin
- Umaru Bangura (* 1987), Fußballspieler
- Kanu Abdul (* 1990), Fußballspieler
- Rodney Strasser (* 1990), Fußballspieler
- Alhassan Kamara (* 1993), Fußballspieler
- Nathaniel Chalobah (* 1994), Fußballspieler
- Alhaji Kamara (* 1994), Fußballspieler
- Joyce Mattagliano (* 1994), italienische Leichtathletin
- Mohamed Buya Turay (* 1995), Fußballspieler
- George Davies (* 1996), Fußballspieler
- Mustapha Bundu (* 1997), Fußballspieler
- Dixon Alusine (* 1998), Fußballspieler
- Trevoh Chalobah (* 1999), Fußballspieler
- John Sesay (* 2003), Fußballspieler
- Juma Bah (* 2006), Fußballspieler
- in Freetown verstorben
- Thomas Peters (1738–1792), faktischer Gründer Freetowns
- David George, baptistischer Geistlicher
- Dixon Denham (1786–1828), englischer Afrikaforscher
- Edward Wilmot Blyden (1832–1912), liberianischer Staatsmann
- Siaka Stevens (1905–1988), Staatspräsident Sierra Leones
Literatur[Bearbeiten]
- H. Reginald Jarrett: Some Aspects of the Urban Geography of Freetown, Sierra Leone, in: Geographical Review, Taylor & Francis, Ausgabe 46, Nr. 3, Juli 1956, S. 334–354.
Filmische Rezeption[Bearbeiten]
- Freetown, Spielfilm von Garrett Batty, 2015. (auf YouTube)
Weblinks[Bearbeiten]
- Offizielle Webpräsenz (englisch)
- Discover Freetown, touristische Seite (englisch)
- Lost Freetown, Schutzinitiative für die Stadt und Umwelt (englisch)
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references responsive />
Vorlage:Navigationsleiste Hauptstädte der Mitgliedsstaaten der Afrikanischen Union
- Wikipedia:Seite mit Skriptfehlern
- Seiten mit TemplateStyles-Fehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Literatur/Interner Fehler
- Wikipedia:Weblink offline
- Hauptstadt in Afrika
- Hauptstadt einer Provinz in Sierra Leone
- Ort in Sierra Leone
- Ort mit Seehafen
- Freetown
- Ort in Afrika
- Hochschul- oder Universitätsstadt
- Millionenstadt
- Hauptstadt eines Distrikts in Sierra Leone
- Geographie (Western Area, Sierra Leone)
- Gemeindegründung 1792