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Friederikeneiche

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Koordinaten: 53° 4′ 15″ N, 8° 28′ 40″ O

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Die Friederikeneiche ist ein Naturdenkmal in der niedersächsischen Gemeinde Hude im Landkreis Oldenburg.

Beschreibung[Bearbeiten]

Die Stieleiche befindet sich im etwa 20 Kilometer östlich von Oldenburg gelegenen Hasbruch, einem unter Naturschutz stehenden Eichen- und Hainbuchenwald. Hier befindet sie sich im westlichen Teil am Friederikenpadd, der zwischen dem Hohenbökener Weg und der Liebesallee liegt. Ihr Stamm hat einen Umfang von 8,11 Meter, in etwa 1 Meter Höhe verzweigt sie sich. Der Brusthöhenumfang beträgt 7,81 m (2014).<ref>Eintrag im Verzeichnis Monumentaler Eichen.Vorlage:Abrufdatum</ref>

Datei:Die "Friederikeneiche" im Hasbruch-202405725-P7257888.jpg
Die Friederikeneiche im Juli 2024

Geschichte[Bearbeiten]

Für die Friederikeneiche liegen stark voneinander abweichende Altersangaben vor. Einige Quellen geben ein geschätztes Alter von 1200 Jahren an, was den Baum zur ältesten heute lebenden Eiche im Hasbruch und einer der ältesten Eichen in Deutschland machen würde.<ref>Friederiken-Eiche. hasbruch.de, abgerufen am 17. November 2022.</ref> Andere Fachleute schätzen das Alter jedoch auf lediglich 600–700 Jahre.<ref>Friederiken-Eiche im Hasbruch bei Hude. baumkunde de, 21. April 2022, abgerufen am 17. November 2022.</ref>

Ihr eigenartiger Wuchs ist auf eine alte Form der Viehhaltung, die Waldweide, zurückzuführen, in das Laub der Bäume durch Schneitelung als Viehfutter diente. Das im Mittelalter in den Hasbruch getriebene Vieh ernährte sich dort unter anderem vom Laub im Sommer heruntergeschnittener Äste und auch von den Trieben und Knospen der nachwachsenden Bäume.

Im August 2026 wurde die Eiche durch die Deutsche Dendrologische Gesellschaft (DDG) als Nationalerbe-Baum ausgerufen, was sie unter besonderen Schutz stellt.<ref>Andreas Roloff: Friederiken-Eiche im Hasbruch bei Bremen (Kreis Oldenburg, Niedersachsen). DDG, abgerufen am 30. August 2026.</ref>

Namensgebung[Bearbeiten]

Die Friederikeneiche und auch die 1982 umgestürzte Amalieneiche dürften in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ihre Namen bekommen haben. Beide wurden nach den Töchtern Friederike und Amalie des Großherzogs Paul Friedrich August (1783–1853) benannt.

Projekt Nachkommen der Friederikeneiche[Bearbeiten]

Ziel des Projektes der Umweltstiftung Weser-Ems in Kooperation mit den Niedersächsischen Landesforsten ist es, aus den Eicheln der Friederikeneiche junge Eichen heranzuziehen. Die jungen Bäume sollen dann im ehemaligen Gebiet des Großherzogtum Oldenburg an ausgewählten Standorten gepflanzt werden. Die Nachkömmlinge der alten Eiche stehen als sichtbare Botschafter für den Umwelt- und Klimaschutz.<ref>Nachkommen der Friederikeneiche für das Oldenburger Land. Umweltstiftung Weser-Ems, abgerufen am 11. Oktober 2024.</ref>

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Friederikeneiche im Hasbruch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />