Funny van Money
Funny van Money (* 20. Jahrhundert) ist eine deutsche Kulturwissenschaftlerin und Autorin.
Leben und Werk[Bearbeiten]
Funny van Money (Künstlername)<ref name=buchjournal>Sabine Schmidt: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Das ist wie hinter dem Postschalter. ( vom 12. März 2015 im Webarchiv archive.today) In: Buchjournal. 10. September 2012.</ref><ref name=freitag>Noemi Mihalovici: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Nackt und klug unter Plastikpalmen. ( vom 4. Dezember 2021 im Internet Archive) In: Der Freitag. 10. Oktober 2012.</ref> studierte „Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis“ an der Universität Hildesheim.<ref name=buchjournal></ref> Aufgrund der ausbleibenden Bafög-Förderung arbeitete Money während des Studiums als Tabledancerin.<ref name=freitag></ref>
Die Erfahrungen mit diesem Nebenjob verarbeitete Money in ihrem ersten und autobiografischen Roman This is Niedersachsen und nicht Las Vegas, Honey. Sie ging mit der ethnologischen Methode der teilnehmenden Beobachtung vor, um die Regeln zu verstehen, nach denen Tabledance kulturtechnisch funktioniert. Dabei schreibt Money über das Tabledancen aus einer feministischen bzw. postfeministischen und sexpositiven Perspektive.<ref name=freitag /> Money analysierte während der Tabledance-Arbeit das Publikum und ihre Mittänzerinnen sowie die dortigen Hierarchien und Strukturen. Sie beschreibt, inwiefern Tabledancerinnen reflektiert sind und stereotype Figuren beim Tanz brechen.<ref name=potsdam>Julia Prosinger: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Ich verurteile niemanden. ( vom 30. September 2015 im Internet Archive) In: Der Tagesspiegel. 26. August 2012.</ref> Bei der Beschreibung des Tabledance spielt sie auch mit dem Voyeurismus des Lesepublikums. Ergänzt wird das Ganze durch eine Liebesgeschichte ihrer Figur mit einem Mann aus ihrem Herkunftsdorf, der ihrer Arbeit skeptisch gegenübersteht. Money bewertet Tabledance in ihrem Roman – da es kein richtiges Leben im Falschen gäbe – als das „Falsche im Falschen“<ref name="taz">Margarete Stokowski: Funny, wie sie tanzt und analysiert. In: taz. 10. Oktober 2012, abgerufen am 19. April 2026.</ref> – „das Nicht-Authentische ist angenehm offensichtlich.“<ref name=potsdam /> Immer wieder schiebt sie Fakten aus der Musikbranche ein, beispielsweise die Information, dass Jennifer Lopez und Courtney Love einst als Tabletänzerinnen gearbeitet haben.<ref name="literaturkritik">Thomas Neumann: Stangentanz als Kulturkonzept - Über Funny van Moneys Roman „This is Niedersachsen und nicht Las Vegas, Honey“ oder warum es auch Trash Literatur sein könnte. In: literaturkritik.de. 5. Dezember 2012, abgerufen am 19. April 2026.</ref>
Money verfasste das Buch in einer Sprache, die sich an Gonzo-Journalismus anlehnt.<ref name=buchjournal />
Margarete Stokowski lobte an Moneys Werk, dass sie „zwei Gefahren der Rotlichtliteratur“ umgangen habe: Sie beschreibe ihre Figur weder als Opfer noch romantisiere sie Sexarbeit als Selbstbefreiung und Triebauslebung.<ref name=taz /> Laut Thomas Neumann ermöglicht dieser Roman der Popliteratur mit seinem ironischen Humor eine kritische Perspektive auf die Gesellschaft und lässt sich mit Werken von Irvine Welsh und Charles Bukowski vergleichen.<ref name=literaturkritik />
Ihren Debütroman reichte Money erfolgreich als Abschlussarbeit für ihr Studium ein. Den Klappentext für die Veröffentlichung verfasste der Hildesheimer Professor für Kulturjournalismus Stephan Porombka.<ref>Jan Füchtjohann: Kalte Stange, zarte Seele. In: Süddeutsche Zeitung. 28. August 2012, abgerufen am 19. April 2026.</ref>
Der Fotograf und Filmregisseur Bruce LaBruce erstellte 2012 eine Fotoserie, für die er Money auf öffentlichen Wegen inszenierte, wie sie an Laternen und Masten von Straßenschildern in Berliner Vorstadtvierteln tanzt bzw. wie sie in schummrig beleuchteten Räumen Plastikpalmen hält.<ref>Bruce LaBruce: Inappropriate Dressing and Undressing. In: VICE. 29. August 2012, abgerufen am 19. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Bruce LaBruce: Back in Berlin. In: VICE. 12. April 2012, abgerufen am 19. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Im Jahr 2013 verarbeitete sie im Wechsel mit Jannis von Oy in der Kolumne Neue Liebe: Funny van Money entdeckt die Stadt Anekdoten aus ihrem Leben als Zugezogene im Berliner Stadtmagazin Zitty.
Funny van Money lebt in Berlin und im Voralpenland.<ref>Andreas Merkel: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.You Better Read That Fucking Book – Autorin und Tabledancerin Funny van Money über ihr Leben mit Büchern. ( vom 11. März 2015 im Webarchiv archive.today) In: Andy Warhol's Interview. 2. Juni 2014.</ref>
Werke[Bearbeiten]
- This is Niedersachsen und nicht Las Vegas, Honey: Auf Tabledance-Tour durch die Republik. Hanser, Berlin 2012, ISBN 978-3-446-24033-9 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).
- als Hörbuch: This is Niedersachsen und nicht Las Vegas, Honey, gekürzte Lesung, Regie: Gabriele Kreis, gelesen von Julia Nachtmann, 4 CDs, 300 Minuten, Hörbuch, Hamburg, ISBN 978-3-89903-392-2.
- Funny van Florets (Pseudonym): Benjamin Blümchen. In: Andrea Baron, Kai Splittgerber (Hrsg.): Helden der Kindheit: aus Comic, Film und Fernsehen. Büchergilde Gutenberg, Frankfurt 2013, ISBN 978-3-86406-031-1, S. 110–113 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).
- Gentrifikator-Man. In: Zitty. Nr. 06, 2013, ISSN 0179-9606, S. 12.
- Blutsbrüderschaft in Friedrichsfelde. In: Zitty. Nr. 08, 2013, ISSN 0179-9606, S. 12.
- Haifischkapitalismus. In: Zitty. Nr. 10, 2013, ISSN 0179-9606, S. 12.
- Zur Transzendenzkraft am Berghain. In: Zitty. Nr. 12, 2013, ISSN 0179-9606, S. 12.
- Streetdance mit den Ghettokids. In: Zitty. Nr. 14, 2013, ISSN 0179-9606, S. 12.
- Der Fame-Faktor. In: Zitty. Nr. 16, 2013, ISSN 0179-9606, S. 12.
- Die Poesie des Müggelsees. In: Zitty. Nr. 18, 2013, ISSN 0179-9606, S. 12.
- Wie ich auszog, mich auszuziehen: auf Tabledance-Tour durch die Republik. Piper, München/Zürich 2014, ISBN 978-3-492-30369-9 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).
Weblinks[Bearbeiten]
- Literatur von und über Funny van Money im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Funny van Money bei Perlentaucher
- Kanal von Funny van Money auf YouTube
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Money, Funny van |
| ALTERNATIVNAMEN | Florets, Funny van |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Kulturwissenschaftlerin und Autorin |
| GEBURTSDATUM | 20. Jahrhundert |
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