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Gütz

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Gütz
Stadt Landsberg
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Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city&title=G%C3%BCtz 51° 32′ N, 12° 9′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 51° 32′ 3″ N, 12° 9′ 6″ O
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Eingemeindung: 20. Juli 1950
Postleitzahl: 06188
Vorwahl: 034602
Gütz (Sachsen-Anhalt)
Gütz (Sachsen-Anhalt)
Lage von Gütz in Sachsen-Anhalt
Datei:GützKirche.jpg
Dorfkirche St. Anna und St. Katharina in Gütz
Datei:Teufelsstein-Piltitz.JPG
Der Menhir, sogenannter Teufelsstein von Piltitz

Gütz ist ein Ortsteil der Ortschaft und der Stadt Landsberg im Saalekreis in Sachsen-Anhalt, Deutschland. Zu Gütz gehören die Wohnplätze Roitzschgen, Düringsdorf, Heiligendorf und Piltitz.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Gütz und seine Ortsteile auf der Webpräsenz der Gützer Kirche (Memento vom 24. September 2015 im Internet Archive)</ref>

Geografie[Bearbeiten]

Gütz schließt sich im Westen an das Stadtgebiet von Landsberg an. Der Ort liegt am Strengbach, einem Zufluss der Fuhne.

Geschichte[Bearbeiten]

Der 1287 erstmals als „Chutiz“ erwähnte Ort Gütz ist eine slawische Gründung, dessen Wasserburg von sieben durch Wälle verbundene Teiche umgeben war. Für die umliegenden Orte im Tal des Strengbachs sind folgende Daten der Ersterwähnung überliefert: Wölls: 1156, Heiligendorf: um 1270, Düringsdorf: 1349/50 als „Duringsdorf“, Petersdorf: 1380 als „Cleinen Boecz“, Piltitz: 1442 als „Biltcz“. 1445/1448 besaßen Thime, Hans und Martin von Schenkenberg die Dörfer Rödgen, Gütz, Nöselwitz und Beuden.

Während Roitzschgen bis 1815 als Exklave zum Amt Bitterfeld<ref>Karlheinz Blaschke, Uwe Ulrich Jäschke: Kursächsischer Ämteratlas 1790. Verlag Klaus Gumnior, Chemnitz 2009, ISBN 978-3-937386-14-0, S. 22–23.</ref><ref>Roitzschgen im Buch „Geographie für alle Stände“, S. 359</ref> im kursächsischen bzw. königlich-sächsischen Kurkreis gehörte, standen Gütz, Düringsdorf, Heiligendorf, Petersdorf, Piltitz, Wölls und Zschiesdorf unter der Verwaltung des kursächsischen Amts Delitzsch im Leipziger Kreis.<ref>Karlheinz Blaschke, Uwe Ulrich Jäschke: Kursächsischer Ämteratlas 1790. Verlag Klaus Gumnior, Chemnitz 2009, S. 56–57.</ref><ref>Gütz und seine Nachbarorte im Buch „Geographie für alle Stände“, S. 514f.</ref>

Durch die Beschlüsse des Wiener Kongresses kamen Gütz, Düringsdorf, Heiligendorf, Petersdorf, Piltitz, Wölls, Zschiesdorf und Roitzschgen im Jahr 1815 zu Preußen und wurden 1816 dem Kreis Delitzsch im Regierungsbezirk Merseburg der Provinz Sachsen zugeteilt,<ref>Der Landkreis Delitzsch im Gemeindeverzeichnis 1900. Uli Schubert, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 7. September 2024; abgerufen am 16. August 2025.</ref> zu dem sie bis 1950 gehörten.

Im 19. Jahrhundert erfolgte der Zusammenschluss von Roitzschgen, Düringsdorf und Heiligendorf. Letzteres bestand aus einer Häuserzeile zwischen Strengbach und der Kirche von Gütz. 1888 erfolgte die Vereinigung von Wölls und Petersdorf zu Wölls-Petersdorf. Dadurch bestand der neu gegründete Ort aus Petersdorf, Wölls und den zu Wölls gehörigen Orten Piltitz<ref name="kirche"/> und Zschiesdorf.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Zschiesdorf im Landsberger Echo, Jahrgang 24, Nr. 11 vom 5. Juni 2013, S. 14 (Memento vom 24. September 2015 im Internet Archive)</ref> Am 1. April 1936 wurden Gütz, Roitzschgen (mit Düringsdorf und Heiligendorf) und Wölls-Petersdorf (mit Piltitz und Zschiesdorf) zur Gemeinde Gütz zusammengeschlossen.<ref>Gütz im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie</ref><ref>Roitzschgen im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie</ref><ref>Wölls-Petersdorf im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie</ref>

Im Zuge der ersten Kreisreform in der DDR wurde Gütz wie die Stadt Landsberg am 15. Juni dem neu zugeschnittenen Saalkreis zugeordnet, der 1952 zum neuen Saalkreis im Bezirk Halle kam. Kurz nach der Zuordnung zum Saalkreis wurde Gütz mit seinen Ortsteilen Roitzschgen, Düringsdorf, Heiligendorf und Piltitz am 20. Juli 1950 nach Landsberg eingemeindet. Der Ortsteil Wölls-Petersdorf wurde dabei mit Zschiesdorf, aber ohne Piltitz nach Spickendorf umgegliedert.<ref name="2VO-LSA-1950" /><ref>Spickendorf auf der Homepage der Stadt Landsberg. Abgerufen am 20. April 2025.</ref><ref name="kirche">Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Geschichte von Gütz auf der Webseite der Gützer Kirche (Memento vom 28. August 2017 im Internet Archive)</ref>

Durch die 1950 erfolgte Eingemeindung nach Landsberg bildet Gütz heute einen Ortsteil der Ortschaft Landsberg innerhalb der Stadt Landsberg.

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen wurde am 15. September 1937 durch den Oberpräsidenten der Provinz Sachsen verliehen. Es wurde von dem Magdeburger Staatsarchivrat Otto Korn gestaltet. Blasonierung: „In Blau ein goldener Hammer, dessen roter Stiel mit einer quergelegten, goldenen, altgermanischen Schmuckspange (Fibel) belegt ist.“

Im Dorf befindet sich bei Piltitz der Teufelsstein, ein altgermanischer Opferstein (Menhir), der ursprünglich wohl dem Donar heilig war, daher der Hammer. Hammer und Spange befinden sich so auf einem neben dem Teufelsstein stehenden Gedenkstein und gelten als Wahrzeichen der ehemaligen Gemeinde, auf deren besonderen Wunsch sie ins Wappen aufgenommen wurden.

Verkehr und Infrastruktur[Bearbeiten]

Gütz liegt südlich der Bundesstraße 100, welche von Halle in Richtung Bitterfeld führt und die A 14 mit der A 9 verbindet. Der nächstgelegene Bahnhof befindet sich in Landsberg an der Bahnstrecke Berlin–Halle. Das größte der Landsberger Gewerbegebiete befindet sich bei Gütz.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die Gützer Kirche St. Anna und St. Katharina entstand Ende des 12. Jahrhunderts. Später wurde sie mit spätgotischen Elementen ergänzt und im 18. Jahrhundert im barocken Stil überformt. Anfang des 20. Jahrhunderts legte der Lehrer Bernhard Brühl ein Rasenlabyrinth auf dem Gützer Berg an und eröffnete ein Heimatmuseum. Heute betreibt der Tauchclub „Delphin“ aus Halle am Gützer Berg eine Tauchbasis.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="2VO-LSA-1950">Zweite Verordnung zum Gesetz zur Änderung der Kreis- und Gemeindegrenzen zum 27. April 1950 (GuABl. S. 161). In: Landesregierung Sachsen-Anhalt (Hrsg.): Gesetz- und Amtsblatt des Landes Sachsen-Anhalt. Nr. 18, 5. August 1950, ZDB-ID 511105-5, S. 278 (PDF).</ref> </references>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Gütz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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