GEKA
| Gesellschaft zur Entsorgung von chemischen Kampfstoffen und Rüstungsaltlasten mbH (GEKA mbH) | |
|---|---|
| Rechtsform | GmbH |
| Gründung | 1997 |
| Sitz | Munster |
| Leitung |
|
| Mitarbeiterzahl | 170 (2026)<ref>Website der GEKA, abgerufen am 3. Juni 2026.</ref> |
| Umsatz | 20,8 Mio. Euro (2021)<ref>[1] Northdata, Gesellschaft zur Entsorgung von chemischen Kampfstoffen und Rüstungsaltlasten mbH (GEKA mbH)</ref> |
| Branche | Entsorgungswirtschaft |
| Website | www.geka-munster.de |
| Stand: 2021 | |
Die Gesellschaft zur Entsorgung von chemischen Kampfstoffen und Rüstungsaltlasten mbH (GEKA) im niedersächsischen Munster ist eine bundeseigene Gesellschaft im Geschäftsbereich des Bundesministeriums der Verteidigung.<ref name=":0">Bundesministerium für Verteidigung: Gesellschaft zur Entsorgung von chemischen Kampfstoffen und Rüstungsaltlasten. bmvg.de, 11. Januar 2018, abgerufen am 3. Juni 2026.</ref><ref>Aufsichtsgremien des BMVg. In: bmvg.de. Abgerufen am 3. Juni 2026.</ref>
Unternehmen[Bearbeiten]
Unternehmensgegenstand ist die Entsorgung chemischer Kampfstoffe und durch Rüstungsaltlasten kontaminierter Böden. Hauptauftraggeber ist ihr Alleingesellschafter, die Bundesrepublik Deutschland. Sie bietet im Rahmen freier Kapazitäten ihre Entsorgungsdienstleistungen auch den Ländern und der Privatwirtschaft an. Die GEKA ist in Deutschland das einzige Unternehmen, dem die Behandlung chemischer Munition mit dem Ziel der Vernichtung gestattet ist.
Die Gesellschaft wurde 1997 gegründet, um die Hinterlassenschaften beider Weltkriege zu entsorgen. Auf 67 ha Betriebsgelände, das an den Truppenübungsplatz Munster-Nord angrenzt, betreibt sie drei Verbrennungsanlagen, eine Bodenwaschanlage sowie Delaborieranlagen für konventionelle und chemische Munition bis zu zwei Tonnen TNT-Äquivalent.<ref name=":0" /><ref name=":1">Gabriele Vietze: Toxische Chemikalien und die Verfahren zu ihrer Vernichtung. In: https://www.bmvg.de/. BMVg, 12. Januar 2018, abgerufen am 3. Juni 2026.</ref>
Deutschland hat sich auf Anfrage der Organisation für das Verbot chemischer Waffen bereit erklärt, Reststoffe syrischer Chemiewaffen (Bürgerkrieg in Syrien) in Deutschland zu vernichten. Dabei handelt es sich um sogenanntes Hydrolysat, das im Zuge der irreversiblen Neutralisierung chemischer Kampfstoffe entsteht und Industrieabfällen ähnelt. 340 Tonnen Hydrolysat und 30 Tonnen sonstige kontaminierte Abfälle wurden ab September 2014 bei der GEKA vernichtet.<ref>Bundeswehr vernichtet Teile syrischer Chemiewaffen. Zeit online, abgerufen am 11. Januar 2014.</ref><ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Munster vernichtet Reste syrischer Kampfmittel. ( vom 21. August 2014 im Internet Archive) NDR, abgerufen am 19. August 2014.</ref><ref>Carolin George: Munster verbrennt Syriens Senfgas. Die Welt, 24. Oktober 2014.</ref> Im Jahr 2018 wurden zudem 500 Tonnen der giftigen Chemikalien 2-Chlorethanol, Tributylamin, Thionylchlorid und Phosphortrichlorid aus Libyen entsorgt.<ref name=":1" /><ref>Gabriele Vietze: Toxische Chemikalien aus Libyen erfolgreich vernichtet. In: bmvg.de. Bundesministerium der Verteidugung, 13. Januar 2018, abgerufen am 3. Juni 2026.</ref>
Im Jahr 2025 wurde mit Beschaffungskosten von 17 Mio. Euro bei der GEKA ein zweiter Sprengofen in Betrieb genommen, der die Entsorgungskapazitäten pro Jahr auf bis zu 1.500 Tonnen jährlich erweitern soll.<ref>BImA stärkt Vernichtungskapazitäten: Zweiter Sprengofen der GEKA nimmt Betrieb auf. In: bundesimmobilien.de. Abgerufen am 3. Juni 2026.</ref>
Das Umweltbundesamt (UBA) hat zu Altlasten eine umfangreiche Darstellung der vorhandenen Kampfstoffe vorgelegt.<ref>Bestandsaufnahme von Rüstungsaltlasten. In: umweltbundesamt.de, abgerufen am 30. Dezember 2022.</ref>
Siehe auch[Bearbeiten]
- Liste privatrechtlicher Unternehmen mit Bundesbeteiligung in Deutschland
- Aufsichtsgremien des BMVg
Einzelnachweise[Bearbeiten]
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