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Gabriel Bach

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Datei:36. שופט בית המשפט העליון.JPG
Gabriel Bach (2012)
Datei:Gavriel Bach at Eichman trial.jpg
Gabriel Bach (stehend) während des Eichmann-Prozesses (1961)

Gabriel Bach ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value); geboren 13. März 1927 in Halberstadt; gestorben 18. Februar 2022 in Jerusalem) war ein deutsch-israelischer Jurist und stellvertretender Ankläger im Prozess gegen Adolf Eichmann.

Leben[Bearbeiten]

Als Sohn des Generaldirektors der Hirsch Kupfer- und Messingwerke Victor Bach und dessen Frau Erna wuchs er ab seinem zweiten Lebensmonat<ref>UWK-BMJ: 6. Gabriel Bach, "Das Strafverfahren gegen Adolf Eichmann in Jerusalem". 12. März 2013, abgerufen am 31. Oktober 2024.</ref> in Berlin-Wilmersdorf in der Konstanzer Straße auf und besuchte die Theodor-Herzl-Schule, die damals von Paula Fürst geleitet wurde.

Im Oktober 1938 emigrierte Bachs Familie aus dem nationalsozialistischen Deutschen Reich nach Amsterdam, wo er weiter die Schule besuchte. Er war der einzige Überlebende seiner jüdischen Mitschüler aus dieser Schulzeit. 1940, einen Monat vor der Invasion der Niederlande durch deutsche Truppen, buchte die Familie eine Passage auf der Patria nach Palästina und wohnte dort in Jerusalem.<ref>Ron Ulrich: Gabriel Bach: „Er war so besessen, dass er sich sogar über Hitler hinwegsetzte“. In: Zeit Online. 11. April 2019, abgerufen am 7. April 2021 (Interview mit Gabriel Bach).</ref>

Nach dem Krieg ging Bach nach London und studierte am University College Jura. Den Abschluss erlangte er im Jahre 1949 mit einer Auszeichnung. Seit 1953 arbeitete er für die israelische Staatsanwaltschaft. Im Jahre 1961 wurde er als stellvertretender Generalstaatsanwalt zum zweiten der drei Ankläger im Eichmann-Prozess, was sein Leben veränderte. Sein Ziel war es zu beweisen, dass Adolf Eichmann weder ein Befehlsempfänger noch ein Schreibtischtäter war, sondern als SS-Obersturmbannführer die Verfolgung, Deportation und Ermordung der Juden organisiert hatte.<ref>Alexandra Föderl-Schmid: Eichmann-Ankläger Gabriel Bach ist tot. Abgerufen am 25. April 2022.</ref>

Im Jahre 1969 wurde Bach Generalstaatsanwalt.<ref>Norbert Kampe: Stellvertretender Ankläger im Prozess gegen Adolf Eichmann: Ein Gespräch mit Gabriel Bach. In: schoah.org. 18. Januar 2007, abgerufen am 19. Februar 2022 (sechsteiliges Video; zusammen 62:15 Minuten, 28,5 MB).</ref> Nach der Berufung an den Obersten Gerichtshof Israels als Richter im Jahre 1982 wirkte er dort bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1997.

2003 leitete Bach den Ausschuss zur Auswahl des Generalstaatsanwalts.<ref>Daniel Friedmann: The purse and the sword. The trials of Israel’s legal revolution. Aus dem Hebräischen übersetzt von Haim Watzman. Oxford University Press, Oxford und New York 2016, ISBN 978-0-19-027850-2, S. 246–247.</ref> 2005 leitete er den Ausschuss, der den Rechtsberater der Knesset auswählte.

Bach vertrat Israel bei vielen internationalen Konferenzen. Mit seiner Frau Ruth lebte er in Jerusalem. Er starb am 18. Februar 2022 im Alter von 94 Jahren.<ref>Former High Court judge Gabriel Bach dies at 94. In: The Jerusalem Post. 18. Februar 2022, abgerufen am 18. Februar 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Staatsanwalt im Prozess gegen NS-Verbrecher: Eichmann-Ankläger Gabriel Bach stirbt im Alter von 94 Jahren. Der Spiegel, 20. Februar 2022, abgerufen am 9. September 2026.</ref>

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • Buchnan-Preis (1949)
  • Großes Bundesverdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland (10. Oktober 1997)
  • Freund der Stadt Jerusalem
  • Ehrenmitglied der Londoner Universität
  • Lemkin Award, Los Angeles (2011)
  • Preis der Jülicher Gesellschaft gegen das Vergessen und für die Toleranz (2014)

Schriften[Bearbeiten]

  • Genocide trials in Israel, in: Jacob D. Fuchsberger (Hrsg.): Die Nürnberger Prozesse. Völkerstrafrecht seit 1945. Internationale Konferenz zum 60. Jahrestag – The Nuremberg Trials: International Criminal Law Since 1945. 60th Anniversary International Conference. K. G. Saur, München 2005 ISBN 3-598-11756-6, zweisprachig, Beitrag: S. 216–223, in Englisch, deutsches Resümee.

Film[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Peter Kasza: Geläutert gab er sich erst vor dem Galgen. In: Süddeutsche Zeitung. 27. Januar 2007.
  • Bach, Gabriel, in: Werner Röder, Herbert A. Strauss (Hrsg.): Biographisches Handbuch der deutschsprachigen Emigration nach 1933. Band 1: Politik, Wirtschaft, Öffentliches Leben. München: Saur, 1980, S. 30

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Gabriel Bach – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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