Zum Inhalt springen

Jungle World

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Jungle World

Datei:Logo Jungle World.svg
Beschreibung Linke Wochenzeitung
Sprache Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)
Verlag Jungle World Verlags GmbH (Deutschland)
Hauptsitz Berlin
Erstausgabe 4. Juni 1997
Erscheinungsweise wöchentlich/donnerstags
Verkaufte Auflage 11.585 Exemplare
(Verlagsangabe, Februar 2016)
Verbreitete Auflage 16.250 Exemplare
(Verlagsangabe, Februar 2016)
Chefredakteure Bernd Beier, Jörn Schulz
Geschäftsführer Alexandra Neuss, Janika Wersig
Weblink jungle.world
ISSN (Print)
Datei:Jungle world logo.png
Jungle-World-Online-Logo bis 2008

Die Jungle World, herausgegeben in Berlin, ist eine politisch linke Wochenzeitung, die in Deutschland und Österreich vertrieben wird.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Wochenzeitung Jungle World entstand im Jahr 1997 aus einem Arbeitskampf bei der marxistischen Tageszeitung Junge Welt. Nachdem zunächst der Geschäftsführer Dietmar Koschmieder den amtierenden Chefredakteur Klaus Behnken abgesetzt hatte, trat aus Protest gegen diese Entscheidung die große Mehrheit der Redaktionsmitglieder in einen Streik und besetzte die Redaktionsräume im MSP-Verlagshaus Am Treptower Park.<ref name="jw-2007-06-27">Ivo Bozic: Wie man einen Dschungel pflanzt. Jungle World, 27. Juni 2007, abgerufen am 20. Juni 2017.</ref> An dem Streik beteiligten sich unter anderem Jürgen Elsässer, Martin Krauß und Stefan Ripplinger. Hintergrund der Auseinandersetzung war ein Streit über den weiteren politischen Kurs der Zeitung.<ref name="jw-2007-06-27" /><ref name="zeit-1997-38">Adrienne Braun: Wie aus einer Revolte in der „Jungen Welt“ die neue Wochenzeitung „Jungle World“ wurde. In: Die Zeit. Nr. 38, 1997 (online [abgerufen am 3. März 2015]).</ref><ref name="taz-2004-09-08">Kristine Döll: Wenn Linke weinen. In: taz. Nr. 7456, 8. September 2004, S. 21 (online [abgerufen am 23. Februar 2018]).</ref> Die zunächst nur als Streikzeitung der Redaktionsmehrheit geplante Jungle World<ref name="zeit-1997-38" /> wurde in der Anfangszeit in der Wohnung Klaus Behnkens, der ehemaligen WG der Band Ton Steine Scherben, am Tempelhofer Ufer 32 in Berlin-Kreuzberg, mit geliehenen Computern produziert.<ref>Jungle World – Linke Wochenzeitung. In: kollektiv-betriebe.org. Abgerufen am 23. Februar 2018.</ref>

Laut Eigendarstellung der Jungle World ging sie am 4. Juni 1997<ref>18 Jahre ungezogen. In: jungle.world. 4. Juni 2015, abgerufen am 7. Oktober 2020.</ref> erstmals ohne Startkapital oder eigene Produktionsmittel, „getragen nur von der großen Unterstützung der Leserinnen und Leser und der Solidarität anderer Medien“, als regelmäßig erscheinende Wochenzeitung in den Handel.<ref>Jungle World abonnieren! In: groups.google.com. 20. Juni 1997, abgerufen am 10. September 2017.</ref><ref name="help">Henryk M. Broder: Help! Jungle World kämpft um Existenz. In: achgut.de. 2006, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 1. März 2014; abgerufen am 19. Mai 2018.</ref>

Von 2001 bis 2003 lagen der Jungle World monatlich die Subtropen bei, dem Nachfolger der Beute, der redaktionell unabhängig war.<ref>Harald Fricke: Beute-Relaunch. In: Die Tageszeitung: taz. 4. Mai 2001, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 13. April 2026]).</ref><ref>redaktion suptropen: Liebe Leserinnen und Leser. Abgerufen am 13. April 2026.</ref>

Am 7. Juni 2017 erschien die 1000. Ausgabe der Zeitung. Diese wurde zum 20-jährigen Jubiläum komplett von ehemaligen Mitarbeitern verantwortet.

Politische Ausrichtung[Bearbeiten]

Die Zeitung ist parteilich unabhängig.<ref>Schon drei Jahre Jungle World Die Zeit (33/2000), abgerufen am 15. Februar 2015.</ref> Ihrem Selbstverständnis nach will die Jungle World eine Plattform für unterschiedliche linke Positionen sein<ref name="taz-2004-09-08" /> und sieht sich als undogmatische linke Wochenzeitung<ref>Die Diskussion der deutschen Linken um die Haltung zum Nahostkonflikt am Beispiel der Wochenzeitung »Jungle World«, 22. Mai 2005.</ref> sowie als „wichtige Plattform für linke Debatten und subkulturelle Gegentrends“.<ref name="help" /> Insbesondere versteht sie sich als „dezidiert nicht antizionistisch, antisemitisch und antiamerikanisch“.<ref>Benjamin Weinthal: Freunde von links, Jüdische Allgemeine, 12. Juli 2007.</ref>

Einige Autoren ordnen die Jungle World als „antideutsch“ ein oder rechnen sie zur „Öffentlichkeit für antideutsche Themen“.<ref>Sven Lütticken: Counterpublics in Search of Infrastructures. In: October. Band 189, 2024, S. 144–168, hier 146, doi:10.1162/octo_a_00527: „The equation ‚anti-Zionism = antisemitism‘ has become the raison d’être of Anti-German publishing outfits like Edition Tiamat, Ça Ira Verlag, and Jungle World.“
Johannes Becke, Tom Khaled Würdemann: Von Mao zu Moshe Dayan: Vergleichende Perspektiven auf die Antideutschen. In: Münchener Beiträge zur jüdischen Geschichte und Kultur. Band 2, 2024, S. 57–68, hier 63, doi:10.5282/mb-jgk/346: „[Es] lässt sich eine klar erkennbare Öffentlichkeit für antideutsche Themen beschreiben: Eine Wochenzeitung (Jungle World), ein ideologisches Avantgarde-Magazin (Bahamas), eine Viertesjahreszeitschrift (Phase 2), eine Halbjahresschrift (Sans Phrase), mehrere Verlage (ça ira, Edition TIAMAT) […], Blogs (Ruhrbarone), Podcasts (A Distanza) […].“</ref> Nicht alle Flügel der Antideutschen waren und sind gleichermaßen in der Zeitschrift vertreten: Isabel Erdem rechnete sie 2006 zu den extremsten Stimmen des antideutschen Spektrums im Gegensatz zu anderen radikalen Linken, bei denen sich nur antideutsche Tendenzen fänden.<ref>Isabel Erdem: Anti-deutsche Linke oder anti-linke Deutsche. In: Utopie kreativ. Band 192, 2006, S. 926–939, hier 927 f. mit FN 4 (rosalux.de [PDF]): „Die krassesten antideutschen Zuspitzungen finden sich in der Zeitschrift ‚Bahamas‘ und ähnlichen Blättern. […] Z. B. ‚Phase 2‘, in Ansätzen ‚Jungle World‘ und die ‚Konkret‘.“</ref> Rudolf van Hüllen ordnete 2015 die Jungle World gemeinsam mit der Zeitschrift Bahamas in den „kompromisslos ‚israel-solidarischen‘ Flügel“ innerhalb der Antideutschen ein, bei dem die Parteinahme für Israel „zu einer gewissen Obsession geronnen“ sei und der als Gegenstück dazu „verfestigte Feindbilder über ‚muslimische Banden‘“ produziere.<ref>Rudolf van Hüllen: "Antiimperialistische" und "antideutsche" Strömungen im deutschen Linksextremismus | Linksextremismus. 5. Januar 2015, abgerufen am 23. Juli 2026.</ref> Juliette Monvoisin unterscheidet 2025 zwischen einem rechtsextremen und einem linksradikalen Flügel der Antideutschen; ersterer publizierte in der Bahamas, letzterer unter anderem in der Jungle World.<ref>Juliette Monvoisin: Antideutsch’ contre anti-impérialistes. Le devenir minoritaire de la gauche radicale allemande. In: La vie des idées. 20. Mai 2025, abgerufen am 15. Mai 2026.</ref>

In der politischen Ausrichtung galt die Zeitschrift in den 2000ern als „linksradikal“<ref>Lorenz Jäger: Die letzten Fortschrittsgläubigen, FAZ, 11. Dezember 2009 (abgerufen am 23. Februar 2014).
Alan Posener: Die polit-psychologische Matrix. In: Internationale Politik. Band 5/2008 (internationalepolitik.de).</ref> oder 2008 laut Lorenz Jäger als „linksextrem“.<ref>Lorenz Jäger: Der militärisch-ideologische Komplex. In: Internationale Politik. Band 5/2008 (internationalepolitik.de).</ref> In Verfassungsschutzberichten der Länder wurde Jungle World wiederholt als linksextremistisch eingestuft, zuletzt 2005.<ref>Vergleiche Verfassungsschutzbericht des Landes Nordrhein-Westfalen 1998. S. 121, 123 (verfassungsschutzberichte.de).
Verfassungsschutz Baden-Württemberg (Hrsg.): Verfassungsschutzbericht 2002. S. 97 FN 78 (verfassungsschutzberichte.de).
Verfassungsschutz Baden-Württemberg (Hrsg.): Verfassungsschutzbericht 2003. S. 241 (verfassungsschutzberichte.de).
Verfassungsschutz Brandenburg (Hrsg.): Verfassungsschutzbericht 2005. S. 90–92, bes. 92 (verfassungsschutzberichte.de).
Ähnlich Verfassungsschutz Niedersachsen (Hrsg.): Verfassungsschutzbericht 1998. (verfassungsschutzberichte.de): „[die] linksextremistisch beeinflusste[] Wochenzeitung Jungle World“</ref> 2011 wurde die Zeitung sowohl vom Expertenkreis Antisemitismus des Bundesinnenministeriums<ref>Bundesministerium des Innern (Hrsg.): Antisemitismus in Deutschland. Erscheinungsformen, Bedingungen, Präventionsansätze. Bericht des unabhängigen Expertenkreises Antisemitismus. Berlin 2011, S. 23 f., bes. 24 (bund.de [PDF]).</ref> als auch in einer vom Bundesfamilienministerium geförderten Broschüre für den Schulunterricht ebenso eingeordnet.<ref>Siehe Zeitbild Wissen (Hrsg.): Demokratie Stärken. Linksextremismus verhindern. Zeitbild Stiftung, München 2011, S. 21 (archive.org [PDF]).</ref> Auf eine anlässlich dieser Broschüre gestellte kleine Anfrage der Partei Die Linke, ob auch die Bundesregierung die Zeitung so bewerte, antwortete diese im Folgejahr, dass in Jungle World „regelmäßig unter anderem Fragestellungen des linksextremistischen antideutschen Spektrums aufgegriffen [werden]“ und „Hinweise auf Veranstaltungen aus dem linksextremistischen Spektrum“ publiziert würden.<ref>Antwort der Bundesregierung auf Kleine Anfrage von Abgeordneten der Fraktion Die Linke, Drucksache 17/8310, 9. Januar 2012; abgerufen am 11. September 2021.
Vergleiche Aert van Riel: Bundesregierung unterstellt „nd“ linksextremistische Bezüge. In: Neues Deutschland. 7. Januar 2012, abgerufen am 12. Mai 2026.</ref> Deniz Yücel, Mitherausgeber der Jungle World,<ref>Impressum. In: Jungle World. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 13. Januar 2012; abgerufen am 12. Mai 2026.</ref> kritisierte, dass das Ministerium nicht berücksichtigt habe, dass die Zeitung vom Verfassungsschutz nicht beobachtet werde.<ref>Deniz Yücel: Kristina Schröder und Linksextremismus – Die Ministerin weiß von nichts. In: taz.de. 9. Januar 2012, abgerufen am 30. August 2020.</ref>

Inhalt[Bearbeiten]

Das inhaltliche Spektrum der Zeitung deckt die klassischen Themengebiete der sozialen und linken Bewegungen ab. Dazu zählen unter anderem die Themen Antifaschismus<ref>Rubrik: antifa Rubrik (abgerufen am 20. Juni 2017)</ref>, Antirassismus, (materialistischer) Feminismus, Kapitalismuskritik, Ökologie und soziale Kämpfe sowie linke Theoriebildung. Darüber hinaus setzt die Jungle World weitere Schwerpunkte in ihrer Berichterstattung bei den Themen Antisemitismus und Islamismus. Auch die Themen Wirtschaft, Wissenschaft, Internet und Sport<ref>Ressort: Sport (abgerufen am 20. Juni 2017)</ref> werden regelmäßig behandelt. In der Rubrik Deutsches Haus werden zudem wöchentlich Vorfälle aus Deutschland mit rechtsextremem Hintergrund dokumentiert. 2018 rief der Literaturkritiker Magnus Klaue die Kolumne Lahme Literaten ins Leben, die Verrisse von Autoren oder Genres enthält.<ref>Lahme Literaten. Alle Artikel der Kolumne. In: jungle.world. Abgerufen am 24. März 2020.</ref>

Der Magazinteil der Jungle World heißt Dschungel<ref>Dschungel Magazinbeilage (abgerufen am 20. Juni 2017)</ref> und liegt jeder Ausgabe bei. Das Magazin enthält unter anderem das Feuilleton, die Sportseiten sowie ein Dossier, in dem wechselnde Autoren in einem längeren Text zumeist politische oder sozialphilosophische Themen behandeln oder Vorabdrucke aus literarischen Werken veröffentlicht werden. Anfang 2015 wurde das Dossier als eigenständiges Ressort aufgelöst und dem allgemeinen Feuilleton eingefügt. Außerdem erscheint im Dschungel die Kolumne Talmi von Leo Fischer, dem ehemaligen Chefredakteur des Satiremagazins Titanic. Die den Magazinteil abschließende Comicseite ist nur in der Printausgabe verfügbar und enthält unter anderem Comicstrips und Zeichnungen von Andreas Michalke, Wolfgang Buechs<ref>digirev: zuhause während der digitalen Revolution Comicstrip (abgerufen am 2. März 2015)</ref> und 18Metzger<ref>18Metzger: Totes Meer, Comic (abgerufen am 2. März 2015)</ref>.

Im Jungleblog<ref>JungleBlog (abgerufen am 2. März 2015)</ref> erscheinen unregelmäßig meist kürzere Beiträge zu tagesaktuellen Themen, die nur online veröffentlicht werden. In der Rubrik Von Tunis nach Teheran schreibt Thomas von der Osten-Sacken speziell über Themen des Nahen Ostens.<ref>Von Tunis nach Theran. In: jungle.world. Abgerufen am 17. August 2021.</ref>

Seit 1998 produziert die Redaktion der Zeitung einmal jährlich eine Sonderausgabe im meist europäischen Ausland.<ref>Jungle on the Road, Jungle World (26/2007), 27. Juni 2007.</ref> Den redaktionellen Schwerpunkt bildet dabei die politische und kulturelle Situation des entsprechenden Landes. Im Jahr 2004 unterstützte die Kulturstiftung des Bundes einen zweiwöchigen Aufenthalt in Israel,<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Kulturstiftung des Bundes: Reise nach Jerusalem (Memento vom 15. Februar 2015 im Internet Archive), abgerufen am 15. Februar 2015.</ref> bei dem die Redaktion eine Israel-Sonderausgabe produzierte, die unter dem Slogan „Reise nach Jerusalem“ beworben wurde.<ref>Reise nach Jerusalem – Die Jungle World in Israel. In: Jungle World. Nr. 2004/18, April 2004 (jungle.world [abgerufen am 4. Januar 2021]).</ref><ref>Jungle World in Israel Hagalil, 22. Juni 2004 (abgerufen am 8. März 2015)</ref> Im Jahr 2007 erschien anstelle einer Auslands- eine Geburtstagsausgabe zum zehnjährigen Bestehen der Zeitung.<ref>Jungle World – Der Dschungel lebt Artikel in den Blättern des IZ3W, Ausgabe Nr. 302, 2007(abgerufen am 3. März 2015)</ref><ref>Zehn Jahre sind genug! Die Jungle World hat Geburtstag. In: jungle.world. 27. Juni 2007, abgerufen am 10. März 2019.</ref> 2014 produzierte die Redaktion aus Wien eine Österreich-Ausgabe.<ref>Petra Sturm: Do Swidanja! In: Falter. Nr. 39/14, September 2014 (falter.at [abgerufen am 19. April 2020]).</ref><ref>Jungle World Österreich Ausgabe. Gesprächsrunde mit Redakteuren der Jungle World im WUK, Wien. In: cba.fro.at. 19. September 2014, abgerufen am 9. November 2021 (Audio, 52:32 Minuten).</ref><ref>Senf TV trifft Jungle World. Webseite zur Sendung vom 19. September 2014 mit Video (13:30 Minuten). In: okto.tv. Abgerufen am 13. Oktober 2021.</ref> Zum 20. Geburtstag produzierten Mischa Pfisterer und Malte Voß einen Film, in dem ehemalige und gegenwärtige Redaktionsmitglieder über die Geschichte der Jungle World referieren.<ref name="film20">20 Jahre sind nicht genug. »Jungle World« - der Film. In: Blog „20 Jahre jungle.world“. 18. Januar 2018, abgerufen am 18. Mai 2018.</ref>

Sämtliche Ausgaben sind auf der Webseite archiviert. Während die Artikel der jeweils aktuellen Ausgabe kostenpflichtig sind,<ref>Andrej Reisin: Wie "Jungle World", "Neues Deutschland" und andere darum kämpfen, nicht unterzugehen. In: Übermedien. 27. Dezember 2023, abgerufen am 15. Oktober 2025.</ref> sind ältere Ausgaben frei zugänglich.<ref>Ausgaben. In: jungle.world. Abgerufen am 26. November 2018.</ref>

Gestaltung[Bearbeiten]

Die Printausgabe ist unterteilt in einen 20 Seiten umfassenden Mantelteil im Berliner Format und einen 24 Seiten umfassenden Magazinteil im halben Berliner Format.<ref>Mediadaten Jungle World (abgerufen am 2. März 2015)</ref>

Als Schriftarten verwendet die Jungle World die von dem Typografen und Schriftentwerfer Lucas de Groot eigens für die Zeitung designten Schrifttypen Floris JW und Floris Text.<ref>Case Study: Jungle World Homepage Lucas de Groot (abgerufen am 3. Februar 2015)</ref>

Mit der 7. Ausgabe 2016 wurde ein neues Design eingeführt.<ref>Homestory. In: jungle.world. 18. Februar 2016, abgerufen am 7. Oktober 2020.</ref> Unter anderem wurde die Titelseite übersichtlicher gestaltet und der Mantelteil von drei auf fünf Spalten umgestellt. Als Logo der Printausgabe fungiert ein großes „J“.

Auflage und Vertrieb[Bearbeiten]

Nach Eigenangaben erschien die Zeitung im Jahr 2015 wöchentlich bundesweit mit einer Auflage von 16.000 Exemplaren, wobei die verkaufte Auflage 2011 bei 11.585 Exemplaren lag, davon etwa 6300 Abonnements.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Mediadaten Januar 2011 (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive) (PDF), jungle.world.</ref><ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Carnivova Verlagsservice über Jungle World (Memento vom 16. Februar 2015 im Internet Archive)</ref> Diese sind entscheidend für die Finanzierung der Zeitung.<ref name="help" /><ref>Finale Rettungskampagne gestartet: JUNGLE WORLD in Not. In: Hagalil. 20. Juli 2004, abgerufen am 8. März 2015.</ref> Online stehen aktuelle Ausgaben der Zeitung hinter einer Paywall, das Archiv ist hingegen frei zugänglich.<ref>Andrej Reisin: Wie "Jungle World", "Neues Deutschland" und andere darum kämpfen, nicht unterzugehen. In: Übermedien. 27. Dezember 2023, abgerufen am 5. Januar 2025.</ref>

Die Jungle World ist an zahlreichen Bahnhöfen sowie in ausgewählten Kiosken und Buchhandlungen in Deutschland und Österreich erhältlich.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Verkaufstellenübersicht Verlagsservice (Memento vom 16. Februar 2015 im Internet Archive), abgerufen am 15. Februar 2015.</ref>

Rezeption[Bearbeiten]

In der Feuilleton-Übersicht Heute in den Feuilletons von Perlentaucher und Spiegel Online werden in der Jungle World veröffentlichte Texte regelmäßig vorgestellt.<ref>Heute in den Feuilletons, spiegel.de, abgerufen am 20. Oktober 2015.</ref>

Als nach den Terroranschlägen des 11. September 2001 in der Jungle World auch Artikel veröffentlicht wurden, die ein militärisches Vorgehen von westlichen Staaten gegen al-Qaida oder die Taliban guthießen, wurde die Zeitung dafür von Antimilitaristen kritisiert.<ref>Alfred Schobert: Linke Bellizisten auf Gespensterjagd. In: graswurzel.net. 1. Februar 2002, abgerufen am 28. August 2020.</ref>

Autoren (Auswahl)[Bearbeiten]

Seit ihrer Gründung im Jahr 1997 erschienen in der Zeitung unter anderem Beiträge von:

Die Seite Vorlage:Column-multiple/styles.css hat keinen Inhalt.

Film[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references responsive />

Vorlage:Hinweisbaustein