Georg Ewald von Blumenthal
Georg Ewald von Blumenthal (* 20. April 1722 in Quackenburg; † 4. September 1784 in Mewe) war ein preußischer Generalmajor, Chef des Infanterieregiments Nr. 55 sowie Ritter des Pour le Mérite und Erbherr auf Eysow und Kummerzin.
Leben[Bearbeiten]
Herkunft[Bearbeiten]
Georg Ewald entstammte dem alten märkischen Adelsgeschlecht derer von Blumenthal. Seine Eltern waren Heinrich Albrecht von Blumenthal (* 27. Mai 1693; † 17. Juli 1767), Erbherr auf Quackenburg in Pommern und dessen Ehefrau Katharina Elisabeth von Lettow (* 1. Oktober 1702; † 14. Mai 1743) aus dem Haus Machmin. Ein Bruder war der preußische Minister Joachim Christian (1720–1800) sowie der preußische Oberst Werner Heinrich (1725–1804).
Militärkarriere[Bearbeiten]
Blumenthal wurde zunächst im Infanterieregiment „Billerbeck“ Nr. 17 der Preußischen Armee angestellt und 1738 zum Fahnenjunker befördert. Er stieg dort weiter bis zum Major auf. Im Mai 1769 ernannte ihn König Friedrich II. zum Oberstleutnant. Am 8. Juni 1772 wurde er Oberst. Im Jahr 1780 erhielt er das Infanterieregiment „Hessen-Philippsburg“ Nr. 55 und am 15. August 1781 wurde Blumenthal zum Generalmajor ernannt.
Er starb im September 1784 in Mewe, wo seine Einheit stationiert war.
Blumenthal kämpfte in den Schlachten von Chotusitz, Hohenfriedberg, Soor, Lobositz, Prag, Kolin, Hochkirch, Torgau und Freiberg. Dazu bei den Gefechten von Kuttenberg, Görlitz, Holitz, Neustadt und Jauernick; sowie bei den Belagerungen von Ramklau, Brieg, Neisse und Prag. In der Schlacht bei Soor und im Gefecht von Görlitz wurde er verwundet. Nach der Schlacht bei Prag erhielt er den Pour le Mérite.
Familie[Bearbeiten]
Blumenthal war seit 7. Februar 1766 mit Barbara Helene von Zitzewitz (* 8. Februar 1745; † 22. März 1810) aus dem Haus Goschen verheiratet. Das Paar hatte Nachkommen, darunter:
- Werner Constantin (* 28. Oktober 1773; † 17. Juni 1844) Hauptmann ⚭ 19. Februar 1805 Auguste Ottilie Anna Charlotte von Podewils (* 15. September 1784) aus dem Hause Varzin<ref>Gothaisches genealogisches Taschenbuch der gräflichen Häuser auf das Jahr 1859. Jahrgang 32, Justus Perthes, Gotha 1858, S. 106, Digitalisat – Sohn</ref> Tochter von Graf Adam Heinrich August von Podewils (1747–1808)
- Heinrich Gustav Franz Ferdinand (* 4. Dezember 1766; † 27. Mai 1806) ⚭ Henriette von Tiedemann (* 29. April 1772; † 30. April 1856), Tochter von Generalmajor Karl Eduard von Tiedemann
Literatur[Bearbeiten]
- Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Der in Deutschland eingeborene Adel (Uradel). 1905. Jahrgang 6, Justus Perthes, Gotha 1904, S. 88. Digitalisat G. E. v. Blumenthal.
- Anton Balthasar König: Georg Ewald von Blumenthal. In: Biographisches Lexikon aller Helden und Militairpersonen, welche sich in Preußischen Diensten berühmt gemacht haben. Band 1. Arnold Wever, Berlin 1788, S. 148 (Georg Ewald von Blumenthal bei Wikisource [PDF]).
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Blumenthal, Georg Ewald von |
| KURZBESCHREIBUNG | preußischer Generalmajor, Chef des Infanterieregiments Nr. 55, Erbherr auf Eysow und Kummerzin |
| GEBURTSDATUM | 20. April 1722 |
| GEBURTSORT | Quackenburg |
| STERBEDATUM | 4. September 1784 |
| STERBEORT | Mewe |
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- Regimentsinhaber der Frühen Neuzeit
- Träger des Pour le Mérite (Militärorden)
- Person in den Schlesischen Kriegen (Preußen)
- Person im Siebenjährigen Krieg (Preußen)
- General der Frühen Neuzeit (Brandenburg-Preußen)
- Familienmitglied des Adelsgeschlechts Blumenthal
- Deutscher
- Geboren 1722
- Gestorben 1784
- Mann