Ghoti
Ghoti ist ein fiktives Wort aus der englischen Sprache. Das Wort soll die fehlende Logik der englischen Schreibung bzw. deren verstümmelte Phonem-Graphem-Korrespondenz persiflieren, denn es wird angegeben, dass „Ghoti“ wie das englische Wort {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) [Die Seite Vorlage:IPA/styles.css hat keinen Inhalt.] (deutsch: „Fisch“) auszusprechen sei.
Zusammensetzung[Bearbeiten]
- gh soll wie in enough, rough, laugh oder cough als Die Seite Vorlage:IPA/styles.css hat keinen Inhalt.[f] ausgesprochen werden
- o wie in women (Plural) entspräche einem Die Seite Vorlage:IPA/styles.css hat keinen Inhalt.[ɪ]
- ti würde als Die Seite Vorlage:IPA/styles.css hat keinen Inhalt.[ʃ] wie in den Wörtern nation oder martial ausgesprochen
Kritik[Bearbeiten]
Obwohl dieses Konstrukt als beliebtes Argument für eine englische Rechtschreibreform gilt, so hat es doch seine Haken:
- <gh> wird am Anfang eines Wortes immer als [Die Seite Vorlage:IPA/styles.css hat keinen Inhalt.],
- <o> wird ausschließlich beim Wort „women“ (Plural von „woman“) als [Die Seite Vorlage:IPA/styles.css hat keinen Inhalt.] und
- <ti> wird am Ende eines Wortes nie, sonst nur bei nachfolgendem Vokal, meist in lateinischen Lehnwörtern als [Die Seite Vorlage:IPA/styles.css hat keinen Inhalt.] ausgesprochen.
Durch eine Rechtschreibreform in Richtung einer Lautschrift würde außerdem viel etymologische Information verloren gehen.<ref>Ben Zimmer: On Language: Ghoti. In: The New York Times. Arthur Gregg Sulzberger, 25. Juni 2010, abgerufen am 15. September 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Mark Rosenfelder: Hou tu pranownse Inglish. In: Zompist.com. Mark Rosenfelder, 2000, abgerufen am 15. September 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Hingegen wäre physche sehr wohl eine Schreibweise von fish, die mit den Regeln der englischen Aussprache kompatibel ist.
Neuere Lesart[Bearbeiten]
Eine andere Lesart, die bekannt geworden ist, setzt sich folgendermaßen zusammen:
- gh wird hier wie in night oder fight ausgesprochen,
- o wie in people,
- t wie in ballet, gourmet oder mortgage,
- i schließlich wird wie in business ausgesprochen.
Demnach dürfte man das Wort also überhaupt nicht aussprechen, da keines der genannten Grapheme im jeweiligen Wort einen eigentlichen Laut repräsentiert, sie sind stumm.
Weitere Persiflagen[Bearbeiten]
Neben Ghoti gibt es noch andere Persiflagen, deren Ursprung unbekannt ist:
Wenn
- gh wie Die Seite Vorlage:IPA/styles.css hat keinen Inhalt.[p] in hiccough,
- ough wie [Die Seite Vorlage:IPA/styles.css hat keinen Inhalt.] in dough,
- phth wie Die Seite Vorlage:IPA/styles.css hat keinen Inhalt.[t] in phthisis,
- eigh wie [Die Seite Vorlage:IPA/styles.css hat keinen Inhalt.] in neighbour,
- tte wie Die Seite Vorlage:IPA/styles.css hat keinen Inhalt.[t] in gazette,
- eau wie [Die Seite Vorlage:IPA/styles.css hat keinen Inhalt.] in plateau ausgesprochen wird,
dann sollte es möglich sein, das englische Wort potato (deutsch: „Kartoffel“) ghoughphtheightteeau zu schreiben.
Wenn
- ti wie Die Seite Vorlage:IPA/styles.css hat keinen Inhalt.[ʃ] in nation,
- o wie Die Seite Vorlage:IPA/styles.css hat keinen Inhalt.[ɪ] in women,
- gh wie Die Seite Vorlage:IPA/styles.css hat keinen Inhalt.[p] in hiccough ausgesprochen wird,
dann sollte es möglich sein, das Wort ship (deutsch: „Schiff“) tiogh zu schreiben.
Trivia[Bearbeiten]
- Die Erfindung wird fälschlich dem irischen Schriftsteller George Bernard Shaw zugeschrieben.
- Der Entwickler der Sprache Klingonisch, Marc Okrand, hat bewusst für Fisch das Wort ghotI [Die Seite Vorlage:IPA/styles.css hat keinen Inhalt.] gewählt.
Siehe auch[Bearbeiten]
- Aussprache der englischen Sprache
- Orthographische Konferenz von 1901 – mit einigen Anpassungen [auch in Fremdwörtern] an die deutsche Aussprache, u. a. die „C“-, „K“ und „Z“-Schreibung betreffend
- Shaw-Alphabet, Unifon-Alphabet, Quikscript, Ewellsches Alphabet, Deseret-Alphabet – Versuche eines englischen phonologischen Alphabets
- Internationales Phonetisches Alphabet, Teuthonista (Lautschrift), Rheinische Dokumenta – Praktisch verwendete phonologische Alphabete
Literatur[Bearbeiten]
- Holroyd, Michael, Bernard Shaw: Volume III: 1918-1950: The Lure of Fantasy, Random House, 1994. ISBN 0-517-13035-1
Weblinks[Bearbeiten]
- „How to pronounce ‚ghoti‘“ (englisch)
- „Hau tu pranownse Inglish“ (englisch) – Mark Rosenfelder; eine kurze Untersuchung zur Aussprache der englischen Schriftsprache
- „What is ghoti?“ (englisch) – Jim Scobbie
- Informationen zum Shaw-Alphabet (englisch)
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references/>