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Goldprimel

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Goldprimel
Datei:Androsace vitaliana 2.jpg

Goldprimel (Androsace vitaliana)

Systematik
Asteriden
Ordnung: Heidekrautartige (Ericales)
Familie: Primelgewächse (Primulaceae)
Unterfamilie: Primuloideae
Gattung: Mannsschild (Androsace)
Art: Goldprimel
Wissenschaftlicher Name
Androsace vitaliana
(L.) Lapeyr.

Die Goldprimel (Androsace vitaliana) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Mannsschild (Androsace) innerhalb der Familie der Primelgewächse (Primulaceae).<ref name="InfoFlora" />

Beschreibung[Bearbeiten]

Datei:Aretia vitaliana Atlas Alpenflora.jpg
Illustration aus Atlas der Alpenflora
Datei:Vitaliana primuliflora 001.JPG
Habitus, Laubblätter und Blüten
Datei:Vitaliana primuliflora 2016-04-22 8792.jpg
Habitus, Laubblätter und fünfzählige Blüten

Vegetative Merkmale[Bearbeiten]

Die Goldprimel ist eine ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 2 bis 5 Zentimetern.<ref name="FloraHelvetica1996" /> Sie bildet niedrige, lockere Rasen.<ref name="Hegi1966" />

Die Laubblätter sind rosettenartig gehäuft.<ref name="FloraHelvetica1996" /> Die einfachen Blattspreiten sind bei einer Länge von 3 bis 12 Millimetern sowie einer Breite etwa 1 Millimetern<ref name="FloraHelvetica1996" /> linealisch und ganzrandig.<ref name="Hegi1966" /> Sie sind unterseits und am Rand mit Sternhaaren besetzt.<ref name="FloraHelvetica1996" />

Generative Merkmale[Bearbeiten]

Die Blüten stehen an der Spitze der obersten Blattrosetten.<ref name="Hegi1966" /> Der Blütenstiel ist 1 bis 5 Millimeter lang<ref name="FloraHelvetica1996" /> und kürzer als die umgebenden Blätter.<ref name="Hegi1966" />

Die zwittrigen Blüten sind fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Der Kelch ist röhrig-glockenförmig, etwa 6 Millimeter lang, mehr oder weniger kantig und bis zur Mitte in linealisch-lanzettliche Zipfel geteilt.<ref name="Hegi1966" /> Die Blütenkrone ist gelb und wird beim Trocknen oft grünlich oder bläulich.<ref name="Hegi1966" /> Die Blütenkronröhre ist etwa 1 Zentimeter lang<ref name="FloraHelvetica1996" /> und 1,5- bis 2,5-mal so lang wie der Kelch.<ref name="Hegi1966" /> Die fünf Zipfel der Blütenkrone sind eiförmig-lanzettlich, stumpf<ref name="Hegi1966" /> und etwa 5 Millimeter lang.<ref name="FloraHelvetica1996" />

Die Kapselfrucht ist länglich-kugelig<ref name="Hegi1966" /> und etwa 5 Millimeter lang.<ref name="FloraHelvetica1996" /> Die 2 Millimeter langen Samen sind schwarz.<ref name="Hegi1966" />

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 40.<ref name="FloraHelvetica1996" /><ref name="Hegi-Nachtrag" />

Ökologie[Bearbeiten]

Die Blütezeit reicht von Mai bis Juli.<ref name="Hegi1966" /> Die Goldprimel ist heterostyl wie manche Primula-Arten und wird von Faltern bestäubt.<ref name="Hegi1966" /> Zur Keimung brauchen die Samen eine lang andauernde Frostbehandlung.<ref name="Hegi1966" />

Vorkommen[Bearbeiten]

Die Goldprimel kommt in den südwesteuropäischen Gebirgen von der spanischen Sierra Nevada und den Pyrenäen bis zu den Alpen und den Abruzzen vor.

Sie gedeiht auf steinigen Rasen besonders auf kalkarmem Untergrund. Sie wächst in der Schweiz in Pflanzengesellschaften des Verbands Alpine Silikatschuttflur (Androsacion alpinae).<ref name="InfoFlora" /> Sie steigt in Südtirol im Gebiet des Schlern auf Höhenlagen bis zu 2500 Metern und im Kanton Wallis auf Höhenlagen bis zu 3100 Metern.<ref name="Hegi1966" />

Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind nach InfoFlora in der Schweiz: Feuchtezahl F = 3+w+ (feucht aber stark wechselnd), Lichtzahl L = 5 (sehr hell), Reaktionszahl R = 2 (sauer), Temperaturzahl T = 1+ (unter-alpin, supra-subalpin und ober-subalpin), Nährstoffzahl N = 2 (nährstoffarm), Kontinentalitätszahl K = 2 (subozeanisch).<ref name="InfoFlora" />

Systematik[Bearbeiten]

Die Erstveröffentlichung erfolgte 1753 unter dem Namen (Basionym) Primula vitaliana durch Carl von Linné in Species Plantarum, Tomus I, S. 143. Die Neukombination zu Androsace vitaliana Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(L.) Lapeyr. wurde 1813 durch Philippe Picot de Lapeyrouse veröffentlicht. Weitere Synonyme für Androsace vitaliana Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(L.) Lapeyr. sind: Aretia vitaliana Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Lodd.,<ref name="Hegi1966" /> Vitaliana primuliflora Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Bertol., Gregoria vitaliana Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(L.) Duby, Douglasia vitaliana Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt. (L.) Pax, Vitaliana primuliflora subsp. canescens Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.O.Schwarz.<ref name="Euro+Med" />

Die Goldprimel wurde manchmal auch in andere Gattungen gestellt. Vitaliana primuliflora Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Bertol. bildete alleine die Gattung Vitaliana.

Christopher J. Dixon, Walter Gutermann, Peter Schönswetter, Gerald M. Schneeweiss zeigten 2016 in Taxonomy and nomenclature of the polymorphic European high mountain species Androsace vitaliana (L.) Lapeyr. (Primulaceae). In: PhytoKeys, Volume 75, S. 93–106, doi:10.3897/phytokeys.75.10731, dass diese Art in die Gattung Androsace gehört.

Je nach Autor gibt es etwa sechs Unterarten:<ref name="Euro+Med" />

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="InfoFlora"> Androsace vitaliana (L.) Lapeyr. In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="EFÖLS3"> </ref> <ref name="Hegi1966"> </ref> <ref name="Hegi-Nachtrag"> </ref> <ref name="FloraHelvetica1996"> Konrad Lauber, Gerhart Wagner: Flora Helvetica. Paul Haupt, Bern/Stuttgart/Wien 1996, ISBN 3-258-05405-3, S. 448. </ref> <ref name="Euro+Med"> Karol Marhold, 2011+: Primulaceae.: Datenblatt Androsace vitaliana In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. Berlin 2011. </ref> <ref name="FloraIberica1997"> Alarich Kress: Androsace L. In: Santiago Castroviejo, Carlos Aedo, Manuel Laínz, Ramón Morales, Félix Muñoz Garmendia, Gonzalo Nieto Feliner, Jorge Paiva (Hrsg.): Flora Ibérica. Plantas vasculares de la Península Ibérica e Islas Baleares. Vol. V. Ebenaceae – Saxifragaceae. Real Jardín Botánico, C.S.I.C., Madrid 1997, ISBN 84-00-07641-9, S. 36–40 (floraiberica.es [PDF]). </ref> <ref name="Tela Botanica"> Datenblatt Androsace vitaliana. mit Fotos und Verbreitung in Frankreich In: Tela Botanica. Le réseau de la botanique francophone. (franz.) </ref> <ref name="Conti2005"> Fabio Conti, Giovanna Abbate, Alessandro Alessandrini, Carlo Blasi (Hrsg.): An annotated checklist of the Italian vascular flora. Palombi, Roma 2005, ISBN 88-7621-458-5, S. 53 Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.(PDF-Datei; 9 MB) (Memento des Vorlage:IconExternal vom 31. März 2022 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/lnx.ondeweb.net. </ref> <ref name="Fl Alpina"> David Aeschimann, Konrad Lauber, Daniel Martin Moser, Jean-Paul Theurillat: Flora Alpina. Ein Atlas sämtlicher 4500 Gefäßpflanzen der Alpen. Band 1. Paul Haupt, Bern/Stuttgart/Wien 2004, ISBN 3-258-06600-0, S. 644. </ref> </references>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Goldprimel (Androsace vitaliana) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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