Goszczanowo
| Goszczanowo | ||
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| Vorlage:Platzhalterbild Hilfe zu Wappen |
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| Basisdaten | ||
| Staat: |
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| Woiwodschaft: | Lebus | |
| Powiat: | Strzelecko-Drezdenecki | |
| Gmina: | Drezdenko | |
| Geographische Lage: | Gradzahl-Fehler: NS: Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1703: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) EW: Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1703: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) | |
| Einwohner: | ||
Goszczanowo (deutsch: Guscht, früher auch Guschte) ist ein Dorf in der polnischen Woiwodschaft Lebus. Es ist der Stadt-und-Land-Gemeinde Drezdenko (Driesen) im Powiat Strzelecko-Drezdenecki angegliedert.
Geographische Lage[Bearbeiten]
Goszczanowo (Guscht) liegt in der historischen Neumark im Netzebruch an der linken Seite der Noteċ (Netze), etwa zwanzig Kilometer südwestlich der Stadt Drezdenko (Driesen), 19 Kilometer südlich der Stadt Strzelce Krajeńskie (Friedeberg) und 25 Kilometer östlich der Stadt Gorzów Wielkopolski (Landsberg an der Warthe).
Geschichte[Bearbeiten]
Guscht ist eine slawische Gründung, die wohl vor der deutschen Ostsiedlung entstand. Der Name kann von "Guschi" (=im Walde gelegen) kommen.<ref name="Mantau">Die Siedlungsentwicklung im Oberen- und Unteren Netzebruch, Rudolf Mantau, Manuskript 1935/36, Biblioteka Śląska, Katowice</ref>
In einer Aufzählung der Ortschaften, die zum Amt Driesen gehören, wird das Dorf im Jahr 1608 Guschow genannt; es hatte seinerzeit keinen Lehnschulzen.<ref name="RS">Riehl und Scheu (1861), S. 459.</ref><ref>Berghaus (1856), S. 468.</ref> Das Dorf gehörte 1718 zu einer Königlichen Domäne des Amts Driesen.<ref name="NG">Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Guscht, Kreis Friedeberg ( vom 14. Juli 2016 im Internet Archive)</ref> Zur Zeit des Siebenjährigen Kriegs befanden sich im Guschter Bruch noch 1560 Morgen Einöde und wüstes Land.<ref>Der Pommersche und Neumärkische Wirth (Karl Friedrich von Beneckendorff, Hrsg.), Band 1, Stettin 1778, S. 152–153, Nr. 10 und 11.</ref> Um solches Land urbar zu machen, ließ Friedrich der Große Kolonisten ansiedeln. Zu diesem Zweck wurde die Staatsdomäne Guscht abgebaut, parzelliert und in Erbzinspacht an Kolonisten vergeben. Für die Dorfbewohner von Guscht ergab sich daraus der Vorteil, dass sie von nun an ihrer Dienstpflicht gegenüber der Staatsdomäne entbunden und damit frei waren.<ref>Der Pommersche und Neumärkische Wirth (1778), S. 280.</ref>
Um 1804 war Guscht ein Kirchdorf mit einem Erbpacht-Vorwerk, zehn Bauern, sieben Kossäten, einem Pfarrbauern, einer Schmiede, einer Wassermühle und einer Schneide- und Mahlmühle: im Dorf saß ein Königl. Unterförster des Forstreviers Gottschimm.<ref name="FWAB">Friedrich Wilhelm August Bratring: Statistisch-topographische Beschreibung der gesammten Mark Brandenburg. Band 3, Berlin 1809, S. 184.</ref> Um 1858 gab es in Guscht eine Schneide- und Mahlmühle des Besitzers Reckling und eine Mahlmühle des Besitzers Rohr.<ref name="RS" /> Im Jahr 1907 gehörte das Rustikalgut in Guscht dem Amtsvorsteher Büttner, und das Vorwerk hatte der Major a. D. Johannes Copien in Besitz.<ref name="NG" />
Bis 1945 zählte Guscht zum Landkreis Friedeberg Nm., von 1816 bis 1938 im Regierungsbezirk Frankfurt der preußischen Provinz Brandenburg, von Oktober 1938 bis 1945 im Regierungsbezirk Grenzmark Posen-Westpreußen der Provinz Pommern.
Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Region im Frühjahr 1945 von der Roten Armee besetzt. Bald darauf wurde Guscht unter polnische Verwaltung gestellt. In der Folgezeit wurden die Einheimischen vertrieben. Guscht wurde in Goszczanowo umbenannt.
Einwohnerzahlen[Bearbeiten]
- 1804: 213<ref name="FWAB" />
- 1858: 753, darunter 14 Juden<ref name="RS" />
- 1925: 716, darunter fünf Katholiken, keine Juden<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Die Gemeinde Guscht im ehemaligen Kreis Friedeberg in Pommern ( vom 25. Januar 2016 im Internet Archive)</ref>
- 1933: 668<ref name="MR">Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>
- 1939: 558<ref name="MR" />
Söhne und Töchter des Orts[Bearbeiten]
- Edith von Sanden-Guja (1894–1979), deutsche Tierplastikerin und Malerin
Literatur[Bearbeiten]
- W. Riehl und J. Scheu (Hrsg.): Berlin und die Mark Brandenburg mit dem Markgrafenthum Nieder-Lausitz in ihrer Geschichte und in ihrem gegenwärtigen Bestande. Berlin 1861, S. 459.
- Heinrich Berghaus: Landbuch der Mark Brandenburg und des Markgrafthums Nieder-Lausitz. Band 3, Brandenburg 1856, S. 468–469.
Weblinks[Bearbeiten]
- Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschaft: Die Gemeinde Guscht im ehemaligen Kreis Friedeberg Nm. in Pommern (2011).
- Ostbrandenburg – Neumark in Bildern: Guscht
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
