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Gottfried-Semper-Denkmal

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Datei:Dresden Semper-Statue 2.jpg
Gottfried-Semper-Denkmal

Das Gottfried-Semper-Denkmal am Brühlschen Garten in Dresden erinnert an den deutschen Architekten Gottfried Semper. Das klassizistische Standbild wurde im Jahr 1892 nach einem Entwurf von Johannes Schilling errichtet.

Beschreibung[Bearbeiten]

Das Gottfried-Semper-Denkmal steht im Nordosten des Stadtteils Innere Altstadt auf der Brühlschen Terrasse, einem Relikt der Dresdner Befestigungsanlagen. Direkt unter ihm liegt der Eingang zum Museum Festung Dresden. Es befindet sich an der Straße Brühlscher Garten, die nach der anliegenden gleichnamigen Grünfläche benannt ist. Eine doppelläufige Freitreppe, die von der Terrasse hinab zum benachbarten Georg-Treu-Platz führt, umrahmt die Fläche, auf der das Denkmal steht.

Das Kunstwerk besteht aus einer Bronze-Plastik, die auf einem Postament aus blassrotem Lysekil-Granit ruht.<ref>Heiner Siedel, Jan-Michael Lange, Ferdinand Heinz: Bau- und Dekorationsgesteine in Dresden (= Miniaturen zur Geologie Sachsens, GeoKommunen, 1), Dresden 2009, S. 20, 29.</ref> Die lebensgroße Semper-Statue steht mit dem Rücken zum Georg-Treu-Platz. Semper wendet seinen Blick nach halblinks unten, sein Gesicht zeigt also in nördliche Richtung. Gekleidet ist er im Anzug mit einem Mantel darüber. In seinen Händen hält er eine teils zusammengerollte Bauzeichnung. Mit seinem linken Fuß steht er auf einer mit zwei Löwenköpfen verzierten Konsole. Auf der Vorderseite des mehr als 1,50 Meter hohen Sockels ist eine Bronzetafel mit dem Namen des Dargestellten angebracht.

Geschichte[Bearbeiten]

Datei:Dresden Germany Sculpture-of-Gottfried-Semper-01.jpg
Umfeld des Denkmals mit Coselpalais, Frauenkirche und Kunstakademie

Gottfried Semper wirkte von 1834 bis 1849 in Dresden. Aus der Bürgerschaft kam nach seinem Tod 1879 der Wunsch, diesem großen Architekten ein Denkmal in der Stadt zu setzen. Das Königreich Sachsen und die Stadt Dresden stellten jedoch wegen Sempers Teilnahme am Maiaufstand 1848 kein Geld zur Verfügung. Schließlich stiftete der Verband Deutscher Architekten- und Ingenieurvereine das Denkmal.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.dresden-und-sachsen.de: Bronzestandbild Gottfried Sempers (Memento vom 7. Oktober 2011 im Internet Archive). Abgerufen am 9. März 2013.</ref> Den Auftrag zur Ausführung erhielt der renommierte Dresdner Bildhauer Johannes Schilling (1828–1910), der sich seinen Ruf seit den späten 1860er Jahren mit der Erschaffung der Figurengruppe Vier Tageszeiten und des Ernst-Rietschel-Denkmals errungen hatte. Ab 1889 schuf Schilling zunächst ein Tonmodell der Figur, das Vertreter des Verbandes Deutscher Architekten- und Ingenieurvereine im Dezember 1890 besichtigten und abnahmen. Bei der Besichtigung war auch Gottfried Sempers Sohn Manfred anwesend, der sich mit der Darstellung seines Vaters einverstanden erklärte. König Albert von Sachsen bestimmte den Platz an der Brühlschen Terrasse zum Standort des Denkmals.<ref>Verband Deutscher Architekten- und Ingenieur-Vereine. Verhandlungen der XX. Abgeordneten-Versammlung zu Nürnberg am 7. August 1891. In: Deutsche Bauzeitung, XXV. Jahrgang, 12. September 1891 (Digitalisat; PDF; 11,2 MB).</ref>

Im Frühjahr 1891 fertigte Schilling dann ein Gipsmodell an, nach dessen Vorbild die Kunst- und Glockengießerei Lauchhammer schließlich die Bronzestatue goss. Constantin Lipsius, von dem auch die Pläne für die benachbarte Kunstakademie stammen, lieferte den Entwurf für den Granitsockel. Außerdem steuerte Lipsius die Pläne für die sandsteinerne Freitreppe zum Georg-Treu-Platz bei, die direkt neben dem Denkmal beginnt. Eingeweiht wurde dieses letztendlich am 1. September 1892. Die verheerenden Luftangriffe auf Dresden im Februar 1945 überstand es unbeschadet. Als Kulturdenkmal steht das Gottfried-Semper-Denkmal heute unter Denkmalschutz (→ Kulturdenkmalliste der Inneren Altstadt). Der Dresdner Kunsthistoriker Fritz Löffler kritisierte das Denkmal im Vergleich zu Schillings vorangegangenen Dresdner Werken als „wesentlich oberflächlicher“.<ref>Fritz Löffler: Das alte Dresden. Geschichte seiner Bauten. E. A. Seemann, Leipzig 1981, ISBN 3-363-00007-3.</ref>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Gottfried-Semper-Denkmal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Koordinaten: 51° 3′ 9,7″ N, 13° 44′ 38,3″ O

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