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Govecs

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Govecs

colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Govecs logo.svg
Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung 9. Januar 2009
Sitz München, Deutschland Deutschland
Leitung
  • Thomas Grübel (CEO)
  • Philip Meichssner (Aufsichtsratsvorsitzender)
Mitarbeiterzahl 8 (2025)
Umsatz 4 Mio. EUR<ref name="JA2021">Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 im Bundesanzeiger, Ergänzt am 22.07.2024</ref>
Branche Elektroroller
Website www.govecsgroup.com
Stand: 2021
Datei:GOVECS GO! T24 right without box.jpg
Govecs Pro Cargo

Die Govecs AG mit Sitz in München ist ein 2009 gegründeter deutscher Hersteller von Elektrorollern und Elektro-Leichtkrafträdern. Am 24. November 2025 stellte das Unternehmen einen Antrag auf Insolvenz. Im Rahmen des Insolvenzverfahrens wurde Ende 2025 das operative Geschäft sowie Service- und Garantieleistungen für die Fahrzeuge von Govecs eingestellt.<ref>Aus für die eSchwalbe: Govecs insolvent</ref>

Geschichte[Bearbeiten]

GOVECS wurde am 9. Januar 2009 als GmbH gegründet und am 3. August 2018 in die heutige GOVECS Aktiengesellschaft umgewandelt.<ref>Govecs Wertpapier-Informationsblatt gemäß § 4 Wertpapierprospektgesetz</ref>

Im August 2013 eröffnete Govecs sein Werk in Breslau. Im Juli 2015 übernahm Govecs die kompletten Produktionsanlagen des ebenfalls in Breslau ansässigen und 2014 insolvent gewordenen Elektromotorrollerherstellers Vectrix.<ref name="IHK">Wirtschaft 10/2015: Govecs GmbH – Roller unter Strom. In: IHK Magazin München. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 4. März 2016; abgerufen am 17. Oktober 2015.</ref>

Im September 2016 stellte Govecs in Berlin ein Elektroroller-Modell vor, das äußerlich einer Simson KR 51 Schwalbe ähnelt und ursprünglich als E-Schwalbe am Standort Suhl von efw entwickelt wurde. Das Fahrzeug von Govecs wurde seit 2017 ausgeliefert.<ref>Jana Gioia Baurmann: Flieg, Schwalbe, flieg In: Zeit online, 11. April 2017.</ref><ref>Erik Baumgärtel: Kult-Zweirad: Eine Schwalbe bringt uns den Sommer der Jugend zurück. In: berliner-kurier.de. 27. September 2016, abgerufen am 28. September 2016.</ref>

Im Juli 2018 übernahm Govecs die Marke Elmoto von der ID-Bike GmbH aus Stuttgart und im April 2020 aus einer Insolvenz das Münchener Startup-Unternehmen LiveCycle.<ref>GOVECS übernimmt Fahrraddienstleister LiveCycle. In: Pedelecs und E-Bikes. 2. April 2020, abgerufen am 14. April 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Govecs übernimmt ELMOTO. (govecsgroup.com [abgerufen am 12. September 2018]).</ref>

Im November 2025 stellte Govecs einen Insolvenzantrag. In diesem Zusammenhang wurde bekannt, dass das Unternehmen in Deutschland acht und in Polen 35 Mitarbeiter hat.<ref>Govecs ist pleite</ref>

Umsatzentwicklung und Absatz[Bearbeiten]

Ein für 2018 geplanter Börsengang von Govecs wurde abgesagt, da sich nicht genug Käufer für die Aktien fanden.<ref>Geringe Nachfrage nach den Aktien Elektrorollerhersteller Govecs sagt Börsengang ab</ref><ref>Börsenzulassungsprospekt von September 2018, abgerufen am 13. Juni 2020</ref>

Der Umsatz von Govecs fiel deutlich von zunächst 29,3 Mio. EUR im Jahr 2018 auf etwa 4 Mio. EUR im Jahr 2021. Im gleichen Zeitraum verringerte sich der weltweite Absatz von Govecs-Rollern von zunächst 4797 Stück im Jahr 2019 auf 1443 Stück im Jahr 2021.<ref name="JA2019" /><ref name="JA2021" /> Zudem ist Govecs mit Stand Juli 2024 bilanziell überschuldet und weist in seiner Bilanz einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag aus.

Mit Stand 1. Januar 2023 liegt der Fahrzeugbestand aus der gesamten Produktpalette von Govecs in Deutschland, knapp 10 Jahre nach Produktionsbeginn in Breslau, bei lediglich 1491 Fahrzeugen.<ref>Fahrzeugzulassungen (FZ), Bestand an Personenkraftwagen und Krafträdern nach Marken oder Herstellern, 1. Januar 2023 des Kraftfahrt-Bundesamts, FZ 17.5</ref>

Produkte[Bearbeiten]

Elmoto[Bearbeiten]

Seit der Übernahme von Elmoto bot Govecs zwei von Elmoto bereits im Jahr 2010 entwickelte Fahrzeuge an, den 45 km/h schnellen Elmoto Loop, ein Mix aus Fahrrad und Motorroller sowie den 20 km/h schnellen Elmoto Kick mit 20 km Reichweite, angetrieben von zwei wechselbaren Einhell-Akkus.

Govecs Pro / Govecs Pro Cargo[Bearbeiten]

Auf dem Business-to-Business-Markt bot Govecs vier unterschiedliche Elektroroller für Vermieter und Sharing-Anbiete an. Die größten Kunden von Govecs waren der französische Anbieter Cityscoot, der seine gesamte Flotte mit Scootern von Govecs ausgestattet hatte sowie der in San Francisco ansässige E-Roller-Sharing-Anbieter Scoot Networks mit 150 Fahrzeugen.<ref>Sascha Brandenburg: Großauftrag: Govecs-Elektroroller stromern bald durch die USA. (emobilitaetonline.de [abgerufen am 10. November 2017]).</ref> 2019 machte das Geschäft mit diesen Kunden ca. 90 % des Umsatzes von Govecs aus.<ref name="JA2019">Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019 im Bundesanzeiger</ref>

E-Schwalbe[Bearbeiten]

Datei:Side Shot Schwalbe left.jpg
Govecs E-Schwalbe

Im September 2016 stellte Govecs die E-Schwalbe vor. Der Name sollte eine Anlehnung an den früheren Kleinroller 51 "Schwalbe" von Simson aus dem thüringischen Suhl darstellen.

Auf der EICMA 2017 präsentierte Govecs eine weitere Version der E-Schwalbe. Diese zählt zur EU-Fahrzeugklasse L3e und ist ein elektrisches Leichtkraftrad.<ref>Kultroller wird 2018 zum Leichtkraftrad: Elektro-Schwalbe bekommt mehr Leistung. (thueringer-allgemeine.de [abgerufen am 9. November 2017]).</ref><ref>Govecs biete E-Schwalbe als Leichtkraftroller an - electrive.net. In: electrive.net. 7. November 2017 (electrive.net [abgerufen am 10. November 2017]).</ref><ref>EICMA 2017: E-Schwalbe auch als Leichtkraftroller. In: Magazin von auto.de. 8. November 2017 (auto.de [abgerufen am 21. November 2017]).</ref>

Ein Berliner Unternehmen bot 2017 in München 50 Fahrzeuge zur Miete an.<ref name="SZ">Süddeutsche Zeitung. Abgerufen am 7. Oktober 2017.</ref>

Beim ADAC Test E-Roller 2019 wurde die Verarbeitungs- und Materialqualität, der Motor, der Scheinwerfer, die Fahreigenschaften sowie eine verfügbare Android-App positiv hervorgehoben. Negativ wurden die mangelhaften Verstaumöglichkeiten, der fest verbaute Akku sowie das hohe Gewicht, „das das Rangieren zur Schwerstarbeit macht“ und der hohe Preis bewertet.<ref>ADAC Test E-Roller 2019: Govecs Schwalbe</ref>

Im Frühjahr 2022 erwarben die Stadtwerke Bitterfeld-Wolfen 20 Fahrzeuge um sie über eine Sharing-Plattform von Govecs zu vermieten. Govecs verkaufte noch im selben Jahr die Software für das Flottenmanagement sowie für den Vermietungs- und Abrechnungsprozess und kündigte im Januar 2023 den Vertrag mit den Stadtwerken, die die E-Schwalben daraufhin verkauften.<ref>Aus für E-Schwalben - Warum die Stadtwerke Bitterfeld-Wolfen das Projekt beenden</ref>

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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