Haag bei Schwarzhofen
Haag bei Schwarzhofen Markt Schwarzhofen
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city&title=Haag+bei+Schwarzhofen 49° 24′ N, 12° 21′ O
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| Höhe: | 430 m | |||||
| Eingemeindung: | 1. Januar 1972 | |||||
| Postleitzahl: | 92447 | |||||
| Vorwahl: | 09672 | |||||
Lage von Haag bei Schwarzhofen in Bayern
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Haag bei Schwarzhofen ist ein Ortsteil des Marktes Schwarzhofen im Oberpfälzer Landkreis Schwandorf (Bayern). Haag bei Schwarzhofen hieß anfänglich nur Haag und erhielt erst 1926 den Zusatz bei Schwarzhofen.<ref>Wilhelm Nutzinger, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 52, Neunburg vorm Wald, München 1982, ISBN 3-7696-9928-9, S. 429</ref>
Geographische Lage[Bearbeiten]
Das Dorf Haag bei Schwarzhofen befindet sich ungefähr drei Kilometer nördlich von Schwarzhofen und 1,5 Kilometer nordöstlich der Staatsstraße 2040 zwischen dem See-Weiher-Bach und dem Hundsbach, die beide etwa einen Kilometer weiter westlich in die Schwarzach münden. Der Hundsbach entspringt westlich von Haag im Gemeindeholz, der See-Weiher-Bach östlich von Haag. Haag bildet die nördliche Grenze des Neunburger Granitmassivs, das sich auf einer Fläche von 70 Quadratkilometern bis Schellhof im Osten von Neunburg vorm Wald erstreckt. Außer Feldspat, Quarz, Biotit und Muskovit sind noch Flussspat, Uran und Thorium im Neunburger Granit enthalten.<ref>Wilhelm Nutzinger, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 52, Neunburg vorm Wald, München 1982, ISBN 3-7696-9928-9, S. 5</ref>
Geschichte[Bearbeiten]
Anfänge bis 18. Jahrhundert[Bearbeiten]
Haag (auch: Hag) wurde in den Musterungsregistern 1522 und 1572 mit 8 Mannschaften aufgeführt.<ref>Wilhelm Nutzinger, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 52, Neunburg vorm Wald, München 1982, ISBN 3-7696-9928-9, S. 111</ref>
1622 gab es in Haag vier Höfe, vier Güter und eine Sölde. 1631 gehörte Haag zum inneren Amt Neunburg vorm Wald und hatte vier Höfe, drei Güter, ein Häusel, einen Inwohner (Hütmann), 80 Rinder, 21 Schweine, 79 Schafe, 4 Ziegen und 2 Bienenstöcke.<ref>Wilhelm Nutzinger, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 52, Neunburg vorm Wald, München 1982, ISBN 3-7696-9928-9, S. 269</ref> 1661 nach Ende des Dreißigjährigen Krieges gehörten in Haag vier Höfe, drei Güter, ein Häusel, zwei Inwohner (ein Schäfer, ein Hüter), ein Pferd, 51 Rinder, 13 Schweine, 64 Schafe, 4 Ziegen und 4 Bienenstöcke zum inneren Amt Neunburg und ein Gut, ein Pferd, 11 Rinder, 3 Schweine und 18 Schafe zum Kloster Walderbach.<ref>Wilhelm Nutzinger, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 52, Neunburg vorm Wald, München 1982, ISBN 3-7696-9928-9, S. 269</ref>
Laut Herdstättenbescheid von 1762 hatte Haag 9 Anwesen, ein Nebenhäusel, ein Hüthaus, 7 Inwohner (darunter ein Hüter und ein Schweinehirt).<ref>Wilhelm Nutzinger, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 52, Neunburg vorm Wald, München 1982, ISBN 3-7696-9928-9, S. 269</ref>
Ende des 18. Jahrhunderts wurden für Haag 10 Anwesen und ein Gemeinde-Hüthaus aufgeführt.<ref>Wilhelm Nutzinger, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 52, Neunburg vorm Wald, München 1982, ISBN 3-7696-9928-9, S. 269</ref>
19. Jahrhundert bis Gegenwart[Bearbeiten]
Entsprechend einer Verordnung von 1808 wurde das Landgericht Neunburg vorm Wald in 55 Steuerdistrikte unterteilt. Dabei bildete Haag bei Schwarzhofen mit den Ortschaften Denglarn, Girnitz, Höfen bei Uckersdorf, Krimling, Laubenhof, Raggau und Uckersdorf einen Steuerdistrikt. Haag hatte zu dieser Zeit 11 Anwesen, 73 Einwohner, einen Schneider und einen Weber.<ref>Wilhelm Nutzinger, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 52, Neunburg vorm Wald, München 1982, ISBN 3-7696-9928-9, S. 332, 359, 443</ref>
1820 wurden Ruralgemeinden gebildet. Dabei entstand die Ruralgemeinde Haag, die aus der Ortschaft Haag mit 11 Familien, der Ortschaft Krimling mit 5 Familien und der Ortschaft Laubenhof mit einer Familie bestand.<ref>Wilhelm Nutzinger, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 52, Neunburg vorm Wald, München 1982, ISBN 3-7696-9928-9, S. 418</ref>
Von 1830 bis 1972 bildete Haag bei Schwarzhofen zusammen mit den Ortschaften Denglarn, Krimling, Laubenhof und Raggau eine selbständige Gemeinde.<ref>Wilhelm Nutzinger, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 52, Neunburg vorm Wald, München 1982, ISBN 3-7696-9928-9, S. 429</ref>
Zum Stichtag 23. März 1913 (Osterfest) wurde Haag als Teil der Pfarrei Schwarzhofen mit 10 Häusern und 87 Einwohnern aufgeführt.<ref>Antonius von Henle (Hrsg.): Matrikel der Diözese Regensburg. Verlag der Kanzlei des Bischöflichen Ordinariates Regensburg, 1916, S. 375</ref>
Am 1. Januar 1972 wurde die Gemeinde Haag bei Schwarzhofen in die Gemeinde Schwarzhofen eingegliedert.<ref>Wilhelm Nutzinger, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 52, Neunburg vorm Wald, München 1982, ISBN 3-7696-9928-9, S. 429</ref>
Am 31. Dezember 1990 hatte Haag 48 Einwohner und gehörte zur Pfarrei Schwarzhofen.<ref>Manfred Müller (Hrsg.): Matrikel des Bistums Regensburg. Verlag des Bischöflichen Ordinariats Regensburg, 1997, S. 668</ref>
Einwohnerentwicklung der ehemaligen Gemeinde Haag[Bearbeiten]
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<ref>Wilhelm Nutzinger, Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 52, Neunburg vorm Wald, München 1982, ISBN 3-7696-9928-9, S. 440</ref>
Literatur[Bearbeiten]
- Wilhelm Nutzinger: Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 52, Neunburg vorm Wald, München 1982, ISBN 3-7696-9928-9
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
Altenhammer | Baslmühle | Demeldorf | Denglarn | Geratshofen | Girnitz | Grasdorf | Haag bei Schwarzhofen | Häuslern | Höfen | Höfen bei Uckersdorf | Holzhof | Klosterhäuser | Krimling | Laubenhof | Mallersdorf | Meischendorf | Raggau | Schönau | Schwarzeneck | Schwarzhofen | Uckersdorf | Zangenstein | Ziegelhof