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Habranthus

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Habranthus
Datei:Habranthus tubispathus 1.jpg

Habranthus tubispathus

Systematik
Monokotyledonen
Ordnung: Spargelartige (Asparagales)
Familie: Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae)
Unterfamilie: Amaryllidoideae
Tribus: Hippeastreae
Gattung: Habranthus
Wissenschaftlicher Name
Habranthus
Herb.

Die Habranthus, wie auch verwandte Gattungen Regenlilien genannt, sind eine Pflanzengattung aus der Familie der Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae). Die etwa 82 Arten sind in der Neuen Welt verbreitet.

Beschreibung[Bearbeiten]

Datei:Habranthus tubispathus- Soriano, Palmar, Suelo rocoso superficial al margen de la Ruta 55 11.jpg
Zwiebeln von Habranthus tubispathus
Datei:Habranthus tubispathus- Soriano, Palmar, Suelo rocoso entre gramíneas al margen del Lago 23.jpg
Blüten von Habranthus tubispathus
Datei:The botanical cabinet (No 1677) (8612597765).jpg
Illustration aus The botanical cabinet, Nr. 1677 von Habranthus tubispathus
Datei:Habranthus tubispathus 2.jpg
Offene Kapselfrucht mit glänzenden, schwarzen, flachen, D-förmigen Samen von Habranthus tubispathus
Datei:2464 Habranthus gracilifolius.jpg
Illustration der Typusart Habranthus gracilifolius aus der Erstveröffentlichung in Curtis's Botanical Magazine, Volume 51, 1824, Tafel 2464

Vegetative Merkmale[Bearbeiten]

Habranthus-Arten sind laubabwerfende, ausdauernde krautige Pflanzen. Diese Geophyten bilden ei- bis kugelförmige Zwiebeln mit schwarzer bis brauner Umhüllung („Tunika“) als Überdauerungsorgane aus.

Die grundständigen, aufrechten oder herabgebogenen Laubblätter sind einfach, flach, linealisch, ungestielt, glatt und überschreiten selten die Breite von 2 Zentimetern. Die Blattbasen überlappen sich.

Generative Merkmale[Bearbeiten]

Meist nur eine oder selten bis zu vier Blüten stehen in einem doldigen Blütenstand mit einem einzigen, an seiner Basis röhrigem Hüllblatt zusammen an einem langen, hohlen Blütenstandsschaft. Manchmal sind auch Deckblätter vorhanden.

Die nickenden bis mehr oder weniger aufrechten, zwittrigen, etwas zygomorphen, dreizähligen Blüten sind trompetenförmig und weisen einen Durchmesser von 2 bis 8 Zentimetern auf. Die sechs fast gleichgestalteten, nur an ihrer Basis verwachsenen Blütenhüllblätter (Tepalen) sind meistens weiß. Es sind zwei Kreise mit je drei gebogenen, fertilen Staubblättern vorhanden; sie sind länger als die Blütenröhre. Die vier verschiedene Längen aufweisenden (Hauptunterscheidungsmerkmal zu den beiden verwandten Gattungen) Staubfäden sind kurz mit den Blütenhüllblättern und teilweise untereinander verwachsen. Drei Fruchtblätter sind zu einem unterständigen Fruchtknoten verwachsen, der viele Samenanlagen enthält. Der dünne Griffel endet in einer dreiästigen Narbe.

Es werden meist fast kugelige bis mehr oder weniger eiförmige, dreikammerige, dünnwandige Kapselfrüchte gebildet, die viele Samen enthalten. Die dunkel-braunen bis schwarzen, glänzenden Samen sind flach, D-förmig und quer geflügelt.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 24.<ref name="FoNA" />

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Datei:Habranthus coeruleus.jpg
Habranthus caeruleus
Datei:Habranthus robustus (4).jpg
Habranthus robustus
Datei:Habranthus robustus (1).jpg
Blüte im Detail von Habranthus robustus, deutlich zu erkennen ist die dreiästige Narbe
Datei:Habranthus versicolor.jpg
Habranthus versicolor

Die Gattung Habranthus wurde 1824 durch William Herbert in Botanical Magazine, Volume 51, Tafel 2464 aufgestellt. Typusart ist Habranthus gracilifolius Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Herb.<ref name="Tropicos" /> Der Gattungsname Habranthus setzt sich zusammen aus den altgriechischen Wörtern ἀβρος habros für „weich“, „zart“, „angenehm“ oder „zierlich“ und ἄνθος ánthos für „Blüte“ oder „Blume“. Ein Synonym für Habranthus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Herb. ist Zephyranthella Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Pax) Pax.<ref name="GRIN" />

Die Gattung Habranthus gehört zur Subtribus Zephyranthinea in der Tribus Hippeastreae innerhalb der Familie der Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae).<ref name="GRIN" /> Manchmal wird der Trivialname Regenlilien für diese Gattung benutzt; das ist aber auch der Trivialname der nah verwandten Gattungen Zephyranthes Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Herb. und Cooperia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Herb., man verwendet diesen Namen also für alle Gattungen der Subtribus Zephyranthinea. Flagg et al. hat 2010 einige Arten aus der Gattung Zephyranthes in die Gattung Habranthus gestellt.<ref name="Flagg2010" />

Habranthus-Arten sind in der Neuen Welt verbreitet. Areale gibt es in den südöstlichen und südlich-zentralen USA (zwei Arten), Mexiko (fünf Arten) und hauptsächlich in Südamerika. Einige Arten sind invasive Pflanzen in subtropischen und tropischen Ländern auch außerhalb der Neuen Welt.

Es gibt etwa 82 Habranthus-Arten (hier eine Auswahl):<ref name="GRIN" /><ref name="WCSP" /><ref name="FoNA" />

Hybride:

Nutzung[Bearbeiten]

Es gibt einige Sorten, die als Zierpflanzen in Parks und Gärten verwendet werden.

Quellen[Bearbeiten]

  • Raymond O. Flagg, Gerald L. Smith, Walter S. Flory: Habranthus, S. 296 - textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico. Volume 26: Magnoliophyta: Liliidae: Liliales and Orchidales, Oxford University Press, New York und Oxford, 2002, ISBN 0-19-515208-5.
  • A. W. Meerow, M. F. Fay, C. L. Guy, Q. B. Li, F. Q. Zaman, M. W. Chase: Systematic of Amaryllidaceae based on cladistic analysis of Plastid RBCL and TML-F sewuences of data. In: American Journal of Botany, Volume 86, 1999, S. 1325–1345.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland.</ref> <ref name="Tropicos"> Habranthus bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="WCSP">Vorlage:WCSP</ref> <ref name="FoNA"> Raymond O. Flagg, Gerald L. Smith, Walter S. Flory: Habranthus, S. 296 - textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico. Volume 26: Magnoliophyta: Liliidae: Liliales and Orchidales, Oxford University Press, New York und Oxford, 2002, ISBN 0-19-515208-5.</ref> <ref name="Flagg2010"> Raymond O. Flagg, Gerald L. Smith, Alan W. Meerow: New Combinations in Habranthus (Amaryllidaceae) in Mexico and Southwestern U.S.A. In: Novon, Volume 20, Issue 1, 2010, S. 33–34. eingescannt bei biodiversitylibrary.org doi:10.3417/2008049 </ref> <ref name="HabranthusSanavirone"> Germán Roitman, José A. Castillo, Graciela M. Tourn, Rolando Uria: A New Species, Habranthus sanavirone (Amaryllidaceae), from Argentina, 2007 (PDF; 500 kB) </ref> </references>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Habranthus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien