Zum Inhalt springen

Han Kang

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Han Kang, 2024
Han Kang, 2024
Han Kang, 2024

Vorlage:Koreanischer Name/NamenVorlage:Koreanischer Name/NamenVorlage:Koreanischer Name/NamenVorlage:Koreanischer Name/NamenVorlage:Koreanischer Name/NamenVorlage:Koreanischer Name/NamenVorlage:Koreanischer Name/NamenVorlage:Koreanischer Name/NamenVorlage:Koreanischer Name/NamenVorlage:Koreanischer Name/Namen

Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.
Man Booker International Prize 2016

Han Kang (Vorlage:KoS; * 27. November 1970 in Gwangju, Provinz Süd-Jeolla, Südkorea) ist eine südkoreanische Schriftstellerin. Im Jahr 2024 erhielt sie den Nobelpreis für Literatur.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Han Kang ist die Tochter des Schriftstellers Han Seung-won (Han Sŭngwon) und wurde 1970 in Gwangju geboren; ab ihrem elften Lebensjahr wuchs sie in Seoul auf. Sie studierte an der Yonsei University in Seoul Koreanische Literatur und graduierte dort im Jahr 1993. Han debütierte mit Gedichten, die in der Zeitschrift „Literatur und Gesellschaft“ (Munhak-kwa sahoe) erschienen, bekannt wurde sie kurz darauf jedoch als Prosaschriftstellerin.<ref name=":7">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 27. Mai 2019, abgerufen am 2. September 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

1994 gewann Han mit der Kurzgeschichte Rotes Segel (Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden. Bulgeun Dat) den Literaturpreis der Zeitung Seoul Shinmun. In den Jahren nach 1994 begann Han Kang, kontinuierlich literarische Werke zu veröffentlichen, die ihre spätere Karriere stark prägten. Mit ihrer ersten Kurzgeschichtensammlung Liebe in Yŏsu im Jahr 1995 etablierte sie sich als aufstrebende Autorin in der südkoreanischen Literaturszene. Fünf Jahre später folgte ihre nächste Sammlung Die Früchte meiner Frau, in der sie ihre symbolhafte und poetische Erzählweise weiterentwickelte. Diese frühen Werke zeigen bereits die Themen von Transformation und Identität, die auch in ihren späteren international bekannten Werken wie Die Vegetarierin eine zentrale Rolle spielen.

Im Jahre 1999 gewann Han einen Preis für den besten koreanischen Roman, 2000 den „Preis für junge Künstler von heute“ des Ministeriums für Kultur und Tourismus und schließlich 2005 den Yi-Sang-Literaturpreis.<ref>Dong-a Ilbo: Human as Plants abgerufen am 6. August 2013 (englisch).</ref>

Außerdem arbeitete Han als Journalistin für die Zeitschriften „Wasser der tiefen Quelle“, „Journal der Publikationen“ und „Quelle“.<ref>Han Kang(한강). In: library.ltikorea.or.kr, Digital Library of Korean Literature, Writers & Media, abgerufen am 10. Oktober 2024 (mehrsprachig).</ref> Ihr Roman Die Vegetarierin wurde 2010 verfilmt und der Kurzroman Baby Buddha diente als Grundlage für den Film Scar. Von 2007 bis 2018 lehrte Han Kreatives Schreiben am Seoul Institute of the Arts, seitdem ist sie freie Schriftstellerin.<ref>Han Kang. In: rcwlitagency.com, RCW Literary Agency, abgerufen am 10. Oktober 2024 (englisch) –
Han Kang. In: literaturfestival.com, internationales literaturfestival berlin, abgerufen am 10. Oktober 2024 –
siehe auch: Biogramm Han Kang, Ho-Am Prize, 2024 Laureates, The Arts, abgerufen am 10. Oktober 2024 (englisch)</ref>

2016 erhielt Han zusammen mit ihrer Übersetzerin Deborah Smith für ihren 2015 ins Englische übersetzten Roman Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden. The Vegetarian aus dem Jahr 2007 den mit 50.000 Pfund Sterling dotierten Man Booker International Prize. Der Roman stellt die südkoreanische Hausfrau Yeong-hye in den Mittelpunkt, die eines Tages beschließt, sich nur noch vegetarisch zu ernähren und alle tierischen Produkte aus dem Haushalt entfernt. Ihre Verweigerung richtet sich gegen Gewalt und Sexismus in ihrem Leben; zugleich versucht sie, die Kontrolle über ihren eigenen Körper zu behaupten und entwickelt den Wunsch, sich in eine Pflanze zu verwandeln.<ref name="taz2026">Katrin Ullmann: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 14. September 2026, abgerufen am 15. September 2026.</ref> Ihre Rebellion nimmt immer groteskere Ausmaße an, als sie sich in der Öffentlichkeit zu entblößen beginnt und von einem Leben als Pflanze träumt, was auf Unverständnis und Gegenwehr ihrer Familie stößt. 2009 wurde das Werk von Im U-seong verfilmt. Der Roman erschien im August 2016 unter dem Titel Die Vegetarierin auch auf Deutsch.<ref>Man Booker Prize für südkoreanische Autorin Han Kang. boersenblatt.net, 17. Mai 2016, abgerufen am 17. Mai 2016</ref> Die Protagonistin gilt als erste Frau in der Byronic-Hero-Rolle.<ref>Felix Stephan: Lady Byron. Wie junge, außereuropäische Autorinnen die universalistische Literatur wiederbeleben. In: Süddeutsche Zeitung, 12./13. Mai 2018, S. 20.</ref> Im September 2026 brachte die Regisseurin Lilja Rupprecht Die Vegetarierin am Hamburger Thalia Theater in der Gaußstraße auf die Bühne; wie die Romanvorlage gliederte sich die Inszenierung in drei Teile und erzählte aus den Perspektiven von Yeong-hyes Ehemann, ihrem Schwager und ihrer Schwester.<ref name="taz2026" />

2014 wurde in ihrer Heimat der Roman Der Junge kommt (Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden. Sonyŏn i onda) veröffentlicht, in dem Han sich thematisch der gewaltsamen Zerschlagung des Gwangju-Aufstands (1980) annimmt.<ref>„Was Menschen zur Gewalt treibt, hat mich schon als Kind interessiert“ – Interview bei faz.net (abgerufen am 15. September 2017).</ref> Eine deutsche Übersetzung des Buchs erschien 2017 unter dem Titel Menschenwerk.<ref>Siehe die Rezension mit neueren historischen Hintergrundanalysen von Konstantin Kountouroyanis: Die Ethik des Erinnerns! Trauma, Zeugenschaft und Würde in Han Kangs „Menschenwerk“. In: DaF-Szene Korea - nachgeDACHt. Berlin/Seoul: FALK e.V. - LVK, 2025, vol. 60, No 1, p. 103–119. ISSN 1860-4463. Online verfügbar</ref>

2018 schrieb Han einen Beitrag für das Kunstprojekt Future Library der schottischen Künstlerin Katie Paterson. Es soll im Jahr 2114 in einer 100 Texte umfassenden Anthologie veröffentlicht werden. Bis dahin wird das Manuskript unveröffentlicht und ungelesen in der Deichmanske bibliotek in Oslo verwahrt. Hans Beitrag trägt den Titel Dear Son, My Beloved.<ref name=":7" />

2021 veröffentlichte Han den Roman Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden. (Jakbyeolhaji Anneunda), in welchem sie die Traumata der koreanischen Zivilbevölkerung während der Massaker zu Zeiten des Koreakrieges thematisiert. Ihre Protagonistin schildert eigene Erlebnisse und Erfahrungen einer Freundin im Rahmen der Aufarbeitung der Gräueltaten. Die deutsche Übersetzung des Romans über das koreanische Jeju-Massaker erschien unter dem Titel Unmöglicher Abschied im Dezember 2024 im Berliner Aufbau Verlag, die englische Übersetzung unter dem Titel We do not part (übersetzt von E. Yaewon und Paige Aniyah Morris).<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>

2024 wurde Han mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet. Die Jury begründete den Preis mit “for her intense poetic prose that confronts historical traumas and exposes the fragility of human life” (für ihre intensive Prosa, die sich historischen Traumata stellt und die Zerbrechlichkeit des menschlichen Lebens aufzeigt).<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Abgerufen am 10. Oktober 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Damit wurde erstmals ein Literaturnobelpreis nach Südkorea vergeben. Hans Rede anlässlich ihrer Auszeichnung mit dem Literaturnobelpreis wurde im Jahr 2026 in deutscher Übersetzung im Sammelband Der goldene Faden veröffentlicht. Sie führte in ihrer Rede aus, wie tief ihr Grundvertrauen in die Menschheit erschüttert ist. Die Menschen in ihren Geschichten sind so wie die Menschen auf dieser realen Erde miteinander verbunden, suchen nach einem Sinn im Leben und fragen sich, was der Grund für die Existenz von sowohl Leid als auch Liebe ist, schrieb der Literaturkritiker Thorsten Schulte über die Nobelpreisrede von Han Kang.

Werke[Bearbeiten]

Koreanisch[Bearbeiten]

  • Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden. Liebe in Yŏsu, Munhak-kwa chisŏngsa (1995), ISBN 89-320-0750-0
  • Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden. Schwarzer Hirsch, Munhakdongne (1998), ISBN 89-8281-133-8
  • Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden. Die Früchte meiner Frau, Ch'angbi (2000), ISBN 89-364-3657-0
  • Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden. Deine kalte Hand, Munhak-kwa chisŏngsa (2002), ISBN 978-89-320-1304-6
  • Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden. Die Geschichte der purpurnen Blume, Yŏllimwŏn (2003), ISBN 89-7063-333-2
  • Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden. Das sanft gesungene Lied, Pich'ae (2007), ISBN 978-89-92036-27-6
  • Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden. Die Vegetarierin, Ch'angbi (2007), ISBN 978-89-364-3359-8
  • Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden. Liebe und das was Liebe umfasst, Yŏllimwŏn (2009), ISBN 978-89-7063-369-5
  • Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden. Der Wind weht, geh, Munhak-kwa chisŏngsa (2010), ISBN 978-89-320-2000-6
  • Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden. Zeit für Griechisch, Munhakdongne (2011), ISBN 978-89-546-1651-5
  • Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden. Ewiges gelbes Muster, Munhak-kwa chisŏngsa (2012), ISBN 978-89-320-2353-3
  • Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden. Genesende Menschheit, Asia (2013), ISBN 978-89-94006-82-6
  • Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden. Den Abend in die Schublade gelegt, Munhak-kwa chisŏngsa (2013), ISBN 978-89-320-2463-9
  • Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden. Der Junge kommt, Changbi (2014), ISBN 978-89-364-3412-0
  • Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden. Weiß (2016), ISBN 978-89-546-5113-4
  • Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden. Unmöglicher Abschied, Munhakdongne (2021), ISBN 978-89-546-8215-2

Bilderbücher (Text)[Bearbeiten]

  • Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden. Mein Name ist Sonnenblume, Munhakdogne (2002), ISBN 978-89-8281-479-2
  • Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden. Die kleine Donnerfee und die kleine Blitzfee, Munhakdogne Ŏrini (2007), ISBN 978-89-546-0279-2
  • Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden. Die Tränenkiste (2008), ISBN 978-89-546-0581-6

Übersetzungen ins Deutsche[Bearbeiten]

Griechischstunden (2024)

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Han Kang – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Vorlage:Wikidata-Registrierung

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Prudhomme (1901) | Mommsen (1902) | Bjørnson (1903) | F. Mistral/Echegaray (1904) | Sienkiewicz (1905) | Carducci (1906) | Kipling (1907) | Eucken (1908) | Lagerlöf (1909) | Heyse (1910) | Maeterlinck (1911) | Hauptmann (1912) | Tagore (1913) | nicht verliehen (1914) | Rolland (1915) | Heidenstam (1916) | Gjellerup/Pontoppidan (1917) | nicht verliehen (1918) | Spitteler (1919) | Hamsun (1920) | France (1921) | Benavente (1922) | Yeats (1923) | Reymont (1924) | Shaw (1925) | Deledda (1926) | Bergson (1927) | Undset (1928) | Mann (1929) | Lewis (1930) | Karlfeldt (1931) | Galsworthy (1932) | Bunin (1933) | Pirandello (1934) | nicht verliehen (1935) | O’Neill (1936) | Martin du Gard (1937) | Buck (1938) | Sillanpää (1939) | nicht verliehen (1940–1943) | Jensen (1944) | G. Mistral (1945) | Hesse (1946) | Gide (1947) | Eliot (1948) | Faulkner (1949) | Russell (1950) | Lagerkvist (1951) | Mauriac (1952) | Churchill (1953) | Hemingway (1954) | Laxness (1955) | Jiménez (1956) | Camus (1957) | Pasternak (1958) | Quasimodo (1959) | Perse (1960) | Andrić (1961) | Steinbeck (1962) | Seferis (1963) | Sartre (1964) | Scholochow (1965) | Agnon/Sachs (1966) | Asturias (1967) | Kawabata (1968) | Beckett (1969) | Solschenizyn (1970) | Neruda (1971) | Böll (1972) | White (1973) | Johnson/Martinson (1974) | Montale (1975) | Bellow (1976) | Aleixandre (1977) | Singer (1978) | Elytis (1979) | Miłosz (1980) | Canetti (1981) | García Márquez (1982) | Golding (1983) | Seifert (1984) | Simon (1985) | Soyinka (1986) | Brodsky (1987) | Mahfuz (1988) | Cela (1989) | Paz (1990) | Gordimer (1991) | Walcott (1992) | Morrison (1993) | Ōe (1994) | Heaney (1995) | Szymborska (1996) | Fo (1997) | Saramago (1998) | Grass (1999) | Gao (2000) | Naipaul (2001) | Kertész (2002) | Coetzee (2003) | Jelinek (2004) | Pinter (2005) | Pamuk (2006) | Lessing (2007) | Le Clézio (2008) | Müller (2009) | Vargas Llosa (2010) | Tranströmer (2011) | Mo (2012) | Munro (2013) | Modiano (2014) | Alexijewitsch (2015) | Dylan (2016) | Ishiguro (2017) | Tokarczuk (2018) | Handke (2019) | Glück (2020) | Gurnah (2021) | Ernaux (2022) | Fosse (2023) | Han (2024) | Krasznahorkai (2025)

Vorlage:Klappleiste/Ende

Vorlage:HinweisbausteinVorlage:Wikidata-Registrierung

Vorlage:Wikidata-Registrierung