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Hasan Ismaik

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Datei:Hasan Abdullah Ismaik.jpg
Hasan Ismaik, 2025

Hasan Abdullah Mohamed Ismaik (arabisch حسن عبد الله إسميك, DMG {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value); * 14. August 1977<ref>TSV 1860 München: Happy Birthday, Hasan Ismaik & Peter Cassalette. 14. August 2016, abgerufen am 17. August 2016: „Einen Tag später, am Sonntag, wird Mehrheitsgesellschafter Hasan Ismaik 39 Jahre alt.“</ref> in Kuwait) ist ein jordanischer Geschäftsmann und Sportinvestor.

Karriere[Bearbeiten]

Nach dem Schulbesuch in Saudi-Arabien studierte der aus einfachen Verhältnissen stammende Ismaik in Amman Betriebswirtschaftslehre.<ref>Ludwig Krammer: Ismaik: "Sollten den FC Bayern als Vorbild sehen". auf: tz, 7. Juni 2011.</ref> Nach dem Studium handelte er in Abu Dhabi mit Öl und Immobilien<ref name="bildinterview">Thomas Ernstberger, Moritz Leihkamm: „Ich will ein Zeichen für andere Investoren setzen“ In: Bild, 23. Juli 2011 (Interview).</ref> und profitierte vom Immobilienboom 2007 im Nahen Osten.<ref>Filippo Cataldo, Marco Plein: Ismaik: So hat er seine Millionen gemacht. In: Abendzeitung München, 25. Juli 2011.</ref> 2014 wurde er vom US-Wirtschaftsmagazin Forbes als erster Milliardär Jordaniens sowie drittjüngster Milliardär des Nahen Ostens (Middle East) aufgeführt.<ref name="frbs">Arabtec CEO Hasan Ismaik Becomes First Jordanian Billionaire. In: Forbes, 2. Juni 2014, abgerufen am 17. April 2016.</ref><ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Chairman's Message (Memento vom 31. Juli 2016 im Internet Archive). Website der HAMG.</ref>

Investor beim TSV 1860 München[Bearbeiten]

Über Ismaiks Münchner Geschäftspartner Hamada Iraki entstand im März 2011 Kontakt zu dem damals vor einer Insolvenz stehenden Fußball-Zweitligisten TSV 1860 München.<ref>Filippo Cataldo: Der wahre Architekt. In: Abendzeitung München, 4. Juni 2011.</ref> In den folgenden Wochen wurde über den Einstieg Ismaiks als Investor verhandelt. Ein Vertragsentwurf wurde nach Vorgaben der DFL mehrmals abgeändert. Am 30. Mai 2011 wurde ein Kooperationsvertrag zwischen Ismaik und dem TSV 1860 München e. V. unterzeichnet.<ref> Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Hasan Ismaik unterschreibt Kooperationsvertrag. (Memento vom 20. November 2015 im Internet Archive) auf: tsv1860.de, 31. Mai 2011, abgerufen am 17. August 2011</ref> Für 18 Mio. Euro erhielt er 60 % der Aktien.<ref>Mark Beyer: Ismaik unterschreibt, Lauth soll folgen. In: Münchner Merkur, 31. Mai 2011.</ref>

Über sein Unternehmen HAM International Limited hält Ismaik seitdem 3,9 Mio. der 6,5 Mio. Aktien der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA, wobei 1.401.980 Vorzugsaktien sind.<ref>Handelsregister München HRB 143565</ref> Er war von 2011 bis 2018 Vorsitzender des sechsköpfigen Aufsichtsrats der 1860 München KGaA und gehörte auch dem vierköpfigen Beirat der Geschäftsführungs-GmbH an.<ref>Investor Ismaik zieht sich aus Aufsichtsrat zurück. spiegel.de, 30. Januar 2018, abgerufen am 20. Februar 2023.</ref> Ismaik hält zudem 90 % der Vermarktungsfirma H. I. Squared International, die seit 2011 für die Vermarktung des TSV 1860 zuständig ist.<ref>Neuer 1860-Vermarkter: Wer ist Mohamed Ahmed Badawy Al-Husseiny? In: dieblaue24.de, 24. Juni 2011, abgerufen am 7. September 2011</ref> Die übrigen 10 % hält der frühere Aabar-CEO Mohamed Badawy Al-Husseiny.<ref>Schattenmann aus Abu Dhabi. In: Spiegel Online, 25. Juli 2011.</ref>

Am 2. Juni 2017, nach dem Abstieg der Mannschaft aus der 2. Bundesliga, lehnte es Ismaik ab, die für eine Lizenz für die 3. Liga vom DFB geforderten erforderlichen Zahlungen in Höhe von 11 Mio. Euro zu erbringen.<ref>Markus Schäflein und Philipp Schneider: 1860 München wird vom Investor versenkt. (sueddeutsche.de [abgerufen am 4. Januar 2024]).</ref> Daher musste die erste Mannschaft in der Spielzeit 2017/18 in der viertklassigen Regionalliga Bayern antreten. Als Begründung wurde von Ismaik angeführt, dass der e. V. sich weigert, notwendige Änderungen vorzunehmen, um die vielen Themen, mit denen der Verein konfrontiert ist, zu lösen, und er deshalb die Zahlung nicht bereitstellen könne. Dennoch wollte Ismaik weiterhin Anteilseigner an der Fußballgesellschaft des Traditionsvereins bleiben<ref>Perform Media Deutschland GmbH: Die verheerendste Botschaft ist Ismaiks Verbleib. 2. Juni 2017 (spox.com [abgerufen am 3. Juni 2017]).</ref> und kündigte an, gegen die 50+1-Regel zu klagen, um mehr Mitbestimmung zu erreichen.<ref>TSV 1860 München: Hasan Ismaik kündigt Klage gegen 50+1-Regel an. In: welt.de. Abgerufen am 3. Juni 2017.</ref>

Im Mai 2018 gelang 1860 der Aufstieg in die 3. Liga. In den folgenden Spielzeiten etablierte sich die Mannschaft in der 3. Liga, ohne den angestrebten Aufstieg in die 2. Bundesliga zu erreichen. In der Saison 2018/19 belegte 1860 den 12. Platz, in der Saison 2024/25 den 11. Platz.

Im Mai bzw. Juni 2024 hielt sich Ismaik drei Wochen in München auf, um für die Wahl des Bündnis Zukunft bei der Mitgliederversammlung am 16. Juni zu werben.<ref>1860-Investor Ismaik: "In Wirklichkeit bin ich der Gewinner". BR24 Sport, 23. Juni 2024, abgerufen am 23. Juni 2024.</ref> Keiner der von ihm unterstützten Kandidaten wurde in den Verwaltungsrat gewählt.<ref>br.de: TSV 1860 München: Ismaik bei Mitgliederversammlung "abgewatscht" (17. Juni 2024), abgerufen am 4. Juli 2024</ref>

Geplatzter Anteilsverkauf 2025[Bearbeiten]

Am 5. Juli 2025 gab der Verein bekannt, dass Ismaik eine Einigung über den Verkauf seiner Anteile an eine Schweizer Familienholding erzielt habe.<ref>1860 München: Ismaik trifft sich mit Präsident Gernot Mang. liga3-online.de, 28. Juli 2025, abgerufen am 1. Juni 2026.</ref> Der Deal platzte jedoch kurz darauf. Ismaik erklärte, in zentralen Punkten getäuscht worden zu sein, und blieb dem Verein als Gesellschafter erhalten. Am 6. Juli 2025 wurde bei der Mitgliederversammlung des TSV München von 1860 e. V. der Österreicher Gernot Mang als Nachfolger von Vereinspräsident Robert Reisinger gewählt, der den Verein seit dem Absturz in die Regionalliga 2017 geführt hatte.<ref>Ismaik, Thoma und der Traum-Investor: So steht es um den 1860-Verkauf. Abendzeitung München, 20. November 2025, abgerufen am 1. Juni 2026.</ref> Ende Juli 2025 reiste Ismaik nach München und traf sich mit dem neuen Präsidenten Mang. In der Folge kam es zu personellen Veränderungen im Aufsichtsrat der KGaA: Ismaiks bisherige Vertreter Saki Stimoniaris, Andrew Livingston und Yahya Ismaik traten zurück und wurden unter anderem durch Herbert Bergmaier ersetzt.<ref>TSV 1860 München: Ismaik will Anteile weiterhin verkaufen. liga3-online.de, 28. Juli 2025, abgerufen am 1. Juni 2026.</ref> Ismaik bekundete weiterhin die grundsätzliche Absicht, seine Anteile zu veräußern.

Lizenzkrise 2026[Bearbeiten]

In der Saison 2025/26 belegte 1860 den 8. Platz in der 3. Liga. Am 21. Mai 2026 kündigte Ismaik über seine Firma HAM International die bestehenden Darlehensverträge mit der KGaA wegen angeblicher Verstöße gegen Berichtspflichten.<ref>Ismaik bestätigt Darlehenskündigung und fordert "finanzielle Disziplin" bei 1860. kicker.de, 29. Mai 2026, abgerufen am 1. Juni 2026.</ref> Dadurch entstand eine Finanzierungslücke von rund 2,7 Millionen Euro, die der Verein bis zum 3. Juni 2026 beim DFB als Liquiditätsnachweis für die Drittliga-Lizenz erbringen musste. Geschäftsführer Manfred Paula leitete daraufhin die Notgeschäftsführung ein und konnte vorübergehend keine Gehaltszahlungen mehr leisten.<ref>1860 München: Hasan Ismaik kündigt ein Darlehen – Verein stoppt Zahlungen. t-online.de, 28. Mai 2026, abgerufen am 1. Juni 2026.</ref> Ismaik knüpfte eine erneute Finanzierung an sieben Bedingungen, darunter den Aufbau eines Compliance- und Finanzkontrollsystems, die Beauftragung eines externen Finanzexperten sowie eine Umstrukturierung der KGaA.<ref>1860 kämpft um die Lizenz: Das sind die Forderungen von Ismaik. liga3-online.de, 29. Mai 2026, abgerufen am 1. Juni 2026.</ref> In seinem öffentlichen Statement erklärte der Investor, er habe den Verein in fünfzehn Jahren mit rund 80 Millionen Euro unterstützt und forderte einen grundlegenden Neuanfang.<ref>Abstieg droht: Ismaik stellt im 1860-Lizenz-Chaos Forderungen. sportschau.de, 28. Mai 2026, abgerufen am 1. Juni 2026.</ref> Am 30. Mai 2026 ruderte Ismaik bei der umstrittensten Forderung zurück und erklärte, er verlange nicht den Verzicht auf das Vorkaufsrecht des e. V. bei einem möglichen Anteilsverkauf.<ref>Hasan Ismaik bestätigt Verzicht auf Wegfall des Vorkaufsrechts. sechzger.de, 30. Mai 2026, abgerufen am 1. Juni 2026.</ref> Am 3. Juni 2026 wurde bekanntgegeben, dass keine Einigung erzielt werden konnte. 1860 konnte somit den für die Lizenz notwendigen Liquiditätsnachweis nicht erbringen und wurde hierdurch gezwungen zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte in den Amateurfußball abzusteigen.

Am 4. Juni 2026 löste der TSV 1860 München e. V. den Kooperationsvertrag mit der von Ismaik geführten HAM International Limited mit sofortiger Wirkung auf.<ref>1860 München kündigt Investor Hasan Ismaik mit sofortiger Wirkung. 4. Juni 2026, abgerufen am 4. Juni 2026.</ref>

Religiöses[Bearbeiten]

Ismaik hat in den Vereinigten Arabischen Emiraten und Jordanien mehrere Moscheen finanziert, darunter die Al-Aziz-Moschee auf der ar-Rim-Insel und die Al-Kareem-Moschee gegenüber dem Emirates Palace Hotel in Abu Dhabi.<ref> Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Nahyan bin Mubarak opens Al Aziz Mosque on Al Reem Island, Abu Dhabi (Memento vom 25. April 2016 im Internet Archive). Emirates News Agency (26. Juni 2015). Abgerufen am 17. April 2016.</ref>

Privates[Bearbeiten]

Ismaik heiratete im Alter von 20 Jahren und ist Vater von drei Töchtern, die zwischen 1999 und 2008 geboren wurden.<ref name="bildinterview" /> Sein Vermögen wurde 2014 vom US-Magazin Forbes auf ca. 1,6 Milliarden US-Dollar geschätzt.<ref>Ismaik ist erster jordanischer Milliardär. tz, abgerufen am 13. Februar 2017.</ref> In den folgenden Jahren verlor er jedoch erheblich an Vermögen, unter anderem durch den Verfall der Arabtec-Aktie. Laut Forbes betrug sein Vermögen 2017 341 Millionen Dollar.<ref>1860-Investor Ismaik büßt eine Milliarde Dollar ein. Abgerufen am 18. Juni 2017.</ref>

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />