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Hattstatt

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Hattstatt
Hattstatt (Frankreich)
Hattstatt (Frankreich)
Staat Frankreich Frankreich
Region Grand Est
Département (Nr.) Haut-Rhin (68)
Arrondissement Thann-Guebwiller
Kanton Wintzenheim
Gemeindeverband Pays de Rouffach, Vignobles et Châteaux
Koordinaten 48° 1′ N, 7° 18′ OKoordinaten: 48° 1′ N, 7° 18′ O
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Höhe 195–810 m
Fläche –
Einwohner 862 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte – Einw./km²
Postleitzahl 68420
INSEE-Code 68123
Website https://www.hattstatt.fr/
Datei:Hattstatt, Mairie 2.jpg
Mairie Hattstatt (Rathaus)

Hattstatt ist eine französische Gemeinde mit 862 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) im Arrondissement Thann-Guebwiller im Département Haut-Rhin in der Region Grand Est (bis 2015 Elsass). Sie ist Mitglied der Communauté de communes Pays de Rouffach, Vignobles et Châteaux, ihre Bewohner nennen sich Hattstattois oder Hattstattoises.

Geografie[Bearbeiten]

Hattstatt liegt am Fuß der Vogesen, etwa acht Kilometer südwestlich von Colmar. Hattstatt ist eine Gemeinde an der Elsässer Weinstraße, in der Lage Hatschbourg werden Grand-Cru-Weine angebaut. Das Gemeindegebiet gehört zum Regionalen Naturpark Ballons des Vosges.

Geologie[Bearbeiten]

Die Gemarkung Hattstatts, ein schmaler W-O-verlaufender Streifen, erstreckt sich von der Schotterebene des Rheins über einen allmählich ansteigenden lössbedeckten Hang, dessen Untergrund vorwiegend Schichten bilden, die erst in der Tertiärzeit (im Oligozän) im einsinkenden Oberrheingraben abgelagert wurden, und über eine westlich anschließende, stark zerbrochene Vorbergzone bis in das Grundgebirge der Vogesen. Diese Vorbergzone setzt mit dem bewaldeten Buntsandstein-Steilanstieg ein und besteht aus einem Mosaik von Muschelkalk und Keuperschollen. Diese sind im Grabenrandbereich abgesunkene Bruchstücke des Deckgebirges, das einst auch Vogesen und Schwarzwald bedeckte. Eine große NO-SW-streichende Verwerfung grenzt die Vorberge vom kristallinen, hier aus Granit bestehenden Grundgebirge der Vogesen ab.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Gegend um Hattstatt war seit der Jungsteinzeit besiedelt. Auf der Gemarkung wurden Reste einer vermutlich römischen Wasserleitung und einer Römervilla entdeckt. Eine erste Erwähnung der Siedlung als Hadestat stammt aus dem Jahr 1188. Damals wurde hier eine heute verschwundene Burg erbaut, zur Unterscheidung von Burg Hoh-Hattstatt seit dem 15. Jahrhundert auch Niederhattstatt genannt. Der Name Hattstatt wurde vom Geschlecht einer der dort ansässigen Adelsfamilien abgeleitet. Die Burg Niederhattstatt wurde 1635 durch französische Truppen zerstört.<ref>Charles-Laurent Salch, Dictionnaire des châteaux de l'alsace médiévale, Strasbourg 1976</ref>

Bis 1324 gehörte der Ort zur Grafschaft Pfirt und kam dann durch die Heirat der Johannna von Pfirt mit Herzog Albrecht II. von Österreich an Habsburg. Im Westfälischen Frieden 1648 ging der Ort mit dem ganzen elsässischen Besitz der Habsburger an die französische Krone.

Von 1871 bis zum Ende des Ersten Weltkrieges gehörte Hattstatt als Teil des Reichslandes Elsaß-Lothringen zum Deutschen Reich und war dem Kreis Gebweiler im Bezirk Oberelsaß zugeordnet.<ref name="Gemeindeverzeichnis">Kreis Gebweiler. Gemeindeverzeichnis 1900. In: gemeindeverzeichnis.de. Uli Schubert, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Juni 2024; abgerufen am 18. Februar 2026.</ref> Im Zweiten Weltkrieg erlebten die Einwohner nach dem Waffenstillstand im Juni 1940 die deutsche Besatzung mit all ihren Schikanen. Hattstatt wurde zum Ende des Zweiten Weltkriegs Anfang Februar 1945 durch Truppen der 1. französischen Armee unter General de Lattre de Tassigny, unterstützt von amerikanischer Infanterie, von der Naziherrschaft befreit. Dies geschah im Zuge der Endoffensive der Alliierten gegen den von den Deutschen noch immer hartnäckig verteidigten Brückenkopf Elsass (poche de Colmar).

1940 wurde die Synagoge von Hattstatt bei einem Bombenangriff zerstört. Unter deutscher Besatzung wurden die noch in Hattstatt lebenden jüdischen Einwohner nach Südfrankreich abgeschoben.<ref>Hattstadt - Herlisheim (Elsass). Aus der Geschichte der jüdischen Gemeinden im deutschen Sprachraum, aufgerufen am 21. Dezember 2024.</ref>

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1910 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2017
Einwohner 746<ref name="Gemeindeverzeichnis" /> 612 649 671 691 721 784 839 785

Bauwerke[Bearbeiten]

Der Baubestand der dreischiffigen Pfarrkirche Sainte Colombe geht im Kernbestand auf die zweite Hälfte des 11. Jahrhunderts zurück.<ref>POP, Plateforme ouverte du Patrimoine. Ministère de la Culture, abgerufen am 3. Juni 2025.</ref> Der Westturm, im Erdgeschoss mit Blendarkaden, wurde im zweiten Viertel des 12. Jahrhunderts angefügt, 1771 erhöht und 1882 mit einer Turmspitze versehen. Der Chor wurde im 15. Jahrhundert errichtet (spätgotisches Fischblasenmaßwerk im Chorstirnfenster). Der Innenraum barockisiert, stuckierte Decke von 1721. Barocke Innenausstattung. Im Chor ein Sakramentsschrein des 15. Jahrhunderts. Im nördlichen Seitenschiff eine Kreuzigungsgruppe des 16. Jahrhunderts. Altaraufsatz (16. Jahrhundert) aus dem ehemaligen Unterlinden-Kloster.<ref>W. Hotz: Handbuch der Kunstdenkmäler im Elsass und in Lothringen. Darmstadt 1965.</ref> Die Kirche steht seit 1984 als Monument historique unter Denkmalschutz.<ref>Beschreibung des Monument historique auf www.culture.gouv.fr (französisch)</ref> Orgel von 1723.

Mairie: Im Kern ein Bau des 16. Jahrhunderts (am Bau datiert 1554). Um 1926 Obergeschoss verändert und Anfügung einer doppelläufigen Treppe (Vorbild Mühlhausen). Im 19. Jahrhundert diente der Bau als Synagoge.


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Gemeindepartnerschaft[Bearbeiten]

Seit 1985 ist die deutsche Gemeinde Wiggensbach im bayerischen Allgäu Partnergemeinde von Hattstatt.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Rat der Gemeinden und Regionen Europas (Memento des Vorlage:IconExternal vom 26. Oktober 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.rgre.de</ref>

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Le Patrimoine des Communes du Haut-Rhin. Flohic Editions, Band 2, Paris 1998, ISBN 2-84234-036-1, S. 1007–1009.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Hattstatt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Nachweise[Bearbeiten]

<references/>

Vorlage:Klappleiste/Anfang Eguisheim | Gueberschwihr | Gundolsheim | Hattstatt | Husseren-les-Châteaux | Obermorschwihr | Osenbach | Pfaffenheim | Rouffach | Vœgtlinshoffen | Westhalten Vorlage:Klappleiste/Ende Vorlage:Klappleiste/Anfang Aspach-le-Bas | Aspach-Michelbach | Bergholtz | Bergholtzzell | Biltzheim | Bitschwiller-lès-Thann | Bourbach-le-Bas | Bourbach-le-Haut | Buhl | Burnhaupt-le-Bas | Burnhaupt-le-Haut | Cernay | Dolleren | Ensisheim | Fellering | Geishouse | Goldbach-Altenbach | Gueberschwihr | Guebwiller | Guewenheim | Gundolsheim | Hartmannswiller | Hattstatt | Husseren-Wesserling | Issenheim | Jungholtz | Kirchberg | Kruth | Lautenbach | Lautenbachzell | Lauw | Le Haut Soultzbach | Leimbach | Linthal | Malmerspach | Masevaux-Niederbruck | Merxheim | Meyenheim | Mitzach | Mollau | Moosch | Munwiller | Murbach | Niederentzen | Niederhergheim | Oberbruck | Oberentzen | Oberhergheim | Oderen | Orschwihr | Osenbach | Pfaffenheim | Raedersheim | Rammersmatt | Ranspach | Réguisheim | Rimbach-près-Guebwiller | Rimbach-près-Masevaux | Rimbachzell | Roderen | Rouffach | Saint-Amarin | Schweighouse-Thann | Sentheim | Sewen | Sickert | Soppe-le-Bas | Soultz-Haut-Rhin | Soultzmatt | Steinbach | Storckensohn | Thann | Uffholtz | Urbès | Vieux-Thann | Wattwiller | Wegscheid | Westhalten | Wildenstein | Willer-sur-Thur | Wuenheim Vorlage:Klappleiste/Ende

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