Zum Inhalt springen

Hauhecheln

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Die Seite Vorlage:Taxobox/styles.css hat keinen Inhalt.

Hauhecheln
Datei:Ononis spinosa 2005.07.03 12.14.09.jpg

Dornige Hauhechel (Ononis spinosa)

Systematik
Eurosiden I
Ordnung: Schmetterlingsblütenartige (Fabales)
Familie: Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
Unterfamilie: Schmetterlingsblütler (Faboideae)
Tribus: Trifolieae
Gattung: Hauhecheln
Wissenschaftlicher Name
Ononis
L.

Hauhecheln (Ononis) sind eine Pflanzengattung in der Unterfamilie Schmetterlingsblütler (Faboideae) innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Das Hauptverbreitungsgebiet der etwa 88 Arten ist der Mittelmeerraum.

Beschreibung[Bearbeiten]

Datei:The Botanical Magazine, Plate 317 (Volume 9, 1795).png
Illustration der Strauchigen Hauhechel (Ononis fruticosa)

Erscheinungsbild und Blätter[Bearbeiten]

Bei Ononis-Arten handelt es sich um selten einjährige oder meist ausdauernde krautige Pflanzen, manchmal auch kleine Sträucher. Oft sind die oberirdischen Pflanzenteile drüsig bis klebrig behaart, was bei den Hülsenfrüchtlern eher die Ausnahme ist.

Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind gestielt. Die Blattspreiten sind meist dreiteilig. Von den gezähnten Teilblättchen ist das mittlere meist gestielt und die seitlichen ungestielt. Selten besteht die Blattspreite aus nur einem Teilblatt oder es sind sogar mehr als nur ein Paar seitliche Teilblätter vorhanden. Die zwei Nebenblätter sind mit den Blattstielen verwachsen.

Blütenstände und Blüten[Bearbeiten]

Bei vielen Arten stehen die Blüten einzeln oder bis zu dritt in den Blattachseln, es können aber auch deutliche endständige, traubige oder rispige Blütenstände ausgebildet sein, die aber nicht so kompakt sind wie bei vielen Klee-Arten. Trag- und Deckblätter sind winzig oder fehlen. Die Blüten sind sitzend oder lang gestielt.

Die zwittrigen Blüten sind zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf ungleichen Kelchblätter sind verwachsen. Die Blütenkronblätter sind meist gelb, manchmal rot, rosa bis lila oder weißlich. Die Fahnen sind genagelt. Die Schiffchen sind schnabelartig verschmälert. Es sind zehn Staubblätter vorhanden. Alle Staubfäden sind röhrig verwachsen. Das einzelne lineal-längliche oder eiförmige Fruchtblatt enthält zwei bis viele Samenanlagen.<ref name="FoC" />

Früchte und Samen[Bearbeiten]

Die Hülsenfrucht enthält wenige oder viele Samen. Die nierenförmigen Samen besitzen eine glatte oder punktierte Oberfläche.<ref name="FoC" />

Standortbedingungen[Bearbeiten]

Vorlage:Hinweisbaustein Die mitteleuropäischen Ononis-Arten wachsen vor allem an trockenen Stellen wie Halbtrockenrasen oder Trockenrasen. Sie kommen auch mit mäßig nährstoffarmen Böden zurecht.

Verwendung[Bearbeiten]

Heuhechel wird als Bestandteil von harntreibenden Tees verwendet.

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Die Gattung Ononis wurde 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum<ref name="SpeciesPlantarum" /> aufgestellt. Zum Protolog gehört auch die Diagnose in Genera Plantarum.<ref name="GenPl" /> Typusart ist Ononis spinosa Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L.<ref name="tropicos" /> Der botanische Gattungsname Ononis ist aus dem griechischen Wort ónos für Esel abgeleitet. Synonyme für Ononis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L. sind Bugranopsis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Pomel und Passaea Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Adans.

Die Gattung Ononis gehört zur Tribus Trifolieae in der Unterfamilie Faboideae innerhalb der Familie der Fabaceae.<ref name="GRIN" />

Die Gattung Ononis ist im Mittelmeerraum von Europa über Nordafrika bis Kleinasien, im westlichen Asien und Äthiopien verbreitet. Das Mannigfaltigkeitszentrum liegt im westlichen Mittelmeerraum mit etwa 50 Arten, die in Marokko vorkommen, etwa 40 Arten in Spanien und etwa 31 Arten in Algerien und etwa 10 bis 20 Arten in den übrigen floristischen Territorien des Mittelmeerraums. Nur fünf Arten kommen im Alpenraum vor, weiter im Norden nur noch zwei bis drei Arten.<ref name="Strasburger" /> Nur die Dornige Hauhechel (Ononis spinosa subsp. spinosa) und die Kriechende Hauhechel (Ononis spinosa subsp. maritima) kommen in größeren Individuenzahlen auch in Mitteleuropa vor, aber auch Bocks-Hauhechel (Ononis spinosa subsp. hircina), Mont-Cenis-Hauhechel (Ononis cristata), Strauchige Hauhechel (Ononis fruticosa), Gelbe Hauhechel (Ononis natrix) und die Rundblättrige Hauhechel (Ononis rotundifolia).

Datei:Foxtail Rest Harrow (Ononis alopecuroides), Israel.JPG
Ononis alopecuroides
Datei:Ononis angustissima Sousse 2009.jpg
Ononis angustissima
Datei:ONONIS CRISTATA - BÒFIA - IB-515 (Gavó alpí).JPG
Mont-Cenis-Hauhechel (Ononis cristata)
Datei:LS Ononis Fruticosa.jpg
Strauchige Hauhechel (Ononis fruticosa)
Datei:Ononis minutissima 3.JPG
Ononis minutissima
Datei:Ononis natrix 1.jpg
Gelbe Hauhechel (Ononis natrix)
Datei:Ononis pubescens kz1.jpg
Ononis pubescens
Datei:Fabaceae - Ononis rotundifolia-1.JPG
Rundblättrige Hauhechel (Ononis rotundifolia)
Datei:Ononis spinosa subsp. australis Enfoque 2010-6-23 DehesaBoyaldePuertollano.jpg
Ononis spinosa subsp. australis
Datei:Ononis striata flowers-Calvisson-20140804.jpg
Ononis striata
Datei:Ononis tournefortii kz1.JPG
Ononis tournefortii
Datei:ONONIS TRIDENTATA - TORÀ-2.JPG
Ononis tridentata
Datei:Ononis variegata.jpg
Ononis variegata

Es gibt etwa 88 Ononis-Arten:<ref name="Turini+al 2010" /><ref name="Dobignard" /><ref name="Conti" /><ref name="FlMaroc" />

Nicht zur Gattung Ononis gehört:

Quellen[Bearbeiten]

  • Zhi Wei, Michael A. Vincent: Trifolieae: Ononis. In: (Abschnitte Beschreibung und Verbreitung).
  • Syed Irtifaq Ali: Flora of West Pakistan 100: Papilionaceae. Stewart Herbarium, Rawalpindi 1977, S. 282, online bei tropicos, efloras.
  • Florian G. Turini, Christian Bräuchler, Günther R. Heubl: Phylogenetic relationships and evolution of morphological characters in Ononis L. (Fabaceae). In: Taxon. Band 59, Nr. 4, 2010, S. 1077–1090 (Abstract).
  • Harald Förther, Dieter Podlech, Revision der Ononis natrix-Gruppe (Leguminosae) von Makaronesien, Nordafrika und dem angrenzenden Westasien. In: Mitteilungen der Botanischen Staatssammlung München. Band 30, 1991, S. 197–296, online (Abschnitt Systematik).
  • Robert Brian Ivimey-Cook: Ononis L. In: .
  • Wolfgang Blaschek, Rudolf Hänsel, Konstantin Keller: Hagers Handbuch der pharmazeutischen Praxis. Band 2, Springer, 1998, ISBN 3-5406-1619-5, S. 263–271, eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden..

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="FoC"> Zhi Wei, Michael A. Vincent: Trifolieae: Ononis. In: </ref> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland.</ref> <ref name="tropicos"> Ononis bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum</ref> <ref name="SpeciesPlantarum"> Carl von Linné: Species Plantarum. Band 2, Lars Salvius, Stockholm 1753, S. 716 (online).</ref> <ref name="GenPl"> Carl von Linné: Genera Plantarum. 5. Auflage. Lars Salvius, Stockholm 1754, S. 321 (online).</ref> <ref name="ILDIS"> Ononis. ILDIS = International Legume Database & Information Service - LegumeWeb von World Database of Legumes, Version 10.01. vom November 2005.</ref> <ref name="Förther1991"> Harald Förther, Dieter Podlech: Revision der Ononis natrix-Gruppe (Leguminosae) von Makaronesien, Nordafrika und dem angrenzenden Westasien. In: Mitteilungen der Botanischen Staatssammlung München. Band 30, 1991, S. 197–296, online.</ref> <ref name="Turini+al 2010">Florian G. Turini, Christian Bräuchler, Günther Heubl: Phylogenetic relationships and evolution of morphological characters in Ononis L. (Fabaceae). In: Taxon. Band 59, Nr. 4, 2010, S. 1077–1090 Modul:JSTOR * Modul:JSTOR:170: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Abstract;Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Ergänzende Daten (Memento des Vorlage:IconExternal vom 17. November 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ingentaconnect.com).</ref> <ref name="FT3"> Arthur Huber-Morath: Ononis. In: </ref> <ref name="MCh"> </ref> <ref name="FlIberica"> Juan Antonio Devesa: Ononideae Rouy. In: Santiago Castroviejo, Salvador Talavera, Carlos Aedo, Alberto Herrero, Carlos Romero Zarco, Francisco Javier Salgueiro, Mauricio Velayos (Hrsg.): Flora Ibérica. Plantas vasculares de la Península Ibérica e Islas Baleares. Vol. VII(2). Leguminosae (partim). Real Jardín Botánico, C.S.I.C., Madrid 2000, ISBN 84-00-07882-9, S. 589–646 ([1]).</ref> <ref name="Dobignard"> Alain Dobignard, Cyrille Chatelain: Index synonymique de la flore d'Afrique du Nord. Volume 4: Dicotyledoneae: Fabaceae – Nymphaeaceae. Conservatoire et jardin botaniques, Genève 2012, ISBN 978-2-8277-0126-1, S. 131–155 (online).</ref> <ref name="Arechavaleta 2011"> Manuel Arechavaleta, S. Rodríguez, Nieves Zurita, A. García (Hrsg.): Lista de especies silvestres de Canarias. Hongos, plantas y animales terrestres. 2009. Gobierno de Canarias 2010, ISBN 978-84-89729-21-6, S. 134 Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.(PDF-Datei, 12,5 MB). (Memento des Vorlage:IconExternal vom 15. November 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.gobcan.es</ref> <ref name="Devesa 1996"> Juan Antonio Devesa Alcaraz: Notas taxonómicas sobre el género Ononis L. (Fabaceae) para la flora de Marruecos. In: Acta Botanica Malacitana. Band 21, 1996, S. 191–198 (PDF-Datei).</ref> <ref name="Greuter-Pleger-Raus"> Werner Greuter, Regine Pleger, Thomas Raus: The vascular flora of the Karpathos island group (Dodecanesos, Greece). A preliminary checklist. In: Willdenowia. Band 13, Nr. 1, 1983, S. 43–78 Modul:JSTOR * Modul:JSTOR:170: attempt to index field 'wikibase' (a nil value).</ref> <ref name="Devesa"> Juan Antonio Devesa Alcaraz, Gines López González: Nótas taxonómicas y nomenclaturales sobre el género Ononis (Leguminosae) en la Península Ibérica e Islas Baleares. In: Anales del Jardín Botánico de Madrid. Band 55, Nr. 2, 1997, S. 245–260 (online).</ref> <ref name="Crespo-Serra1993"> Manuel B. Crespo, Luis Serra: A new Spanish species of the genus Ononis L. (Fabaceae). In: Botanical Journal of the Linnean Society. Band 111, Nr. 1, 1993, S. 37–46, DOI:10.1111/j.1095-8339.1993.tb01888.x.</ref> <ref name="Agullo et al 2013"> Jonás C. Agulló, Ana Juan, M. Ángeles Alonso, Alejandro Terrones, Manuel B. Crespo: Taxonomic status of Ononis tridentata (Fabaceae) from Morocco, resolved by multivariate morphometric analyses. In: Plant Biosystems. Band 147, Nr. 3, 2013, S. 645–653, DOI:10.1080/11263504.2013.776650.</ref> <ref name="Sirjaev 1932"> Grigorii Ivanovich Širjaew: Generis Ononis L. revisio critica. In: Beihefte zum Botanischen Centralblatt. Abt. II. Systematik, Pflanzengeographie, angewandte Botanik. Band 49, 1932, S. 381–665 (hier: S. 649) (online).</ref> <ref name="Conti">Fabio Conti, Giovanna Abbate, Alessandro Alessandrini, Carlo Blasi (Hrsg.): An annotated checklist of the Italian vascular flora. Palombi, Roma 2005, ISBN 88-7621-458-5, S. 134 Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.(PDF-Datei; 9 MB) (Memento des Vorlage:IconExternal vom 31. März 2022 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/lnx.ondeweb.net.</ref> <ref name="FlMaroc"> Mohammed Ibn Tattou: Ononis. In: Mohamed Fennane, Mohammed Ibn Tattou, Aïcha Ouyahya, Jalal El Oualidi (Hrsg.): Flore Pratique du Maroc. Manuel de détermination des plantes vasculaires. Volume 2: Angiospermae (Leguminosae–Lentibulariaceae) (= Travaux de l'Institut Scientifique, Série Botanique. Band 38). Institut Scientifique, Université Mohammed V, Agdal, Rabat 2007, ISBN 9954-8347-4-5, S. 113–132.</ref> <ref name="Strasburger">Christian Körner: Pflanzenareale. In: </ref> <ref name="Zander">Walter Erhardt u. a.: Der große Zander. Enzyklopädie der Pflanzennamen. Band 2, Seite 1586. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 2008. ISBN 978-3-8001-5406-7</ref> </references>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Hauhecheln (Ononis) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien