Hauslach
Hauslach Gemeinde Georgensgmünd
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(59)&title=Hauslach 49° 11′ N, 11° 0′ O
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| Höhe: | 375–391 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 59 (25. Mai 1987)<ref name="OV 1987" /> | |||||
| Postleitzahl: | 91166 | |||||
| Vorwahl: | 09172 | |||||
Hauslach (fränkisch: Hausla<ref>E. Wagner: Land- und Stadtkreis Schwabach, S. 28. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „háuslɒ“.</ref>) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Georgensgmünd im Landkreis Roth (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Hauslach liegt in der Gemarkung Georgensgmünd.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 10. Oktober 2024.</ref>
Geografische Lage[Bearbeiten]
Das Dorf liegt in Hanglage des Steinbachtals. 0,25 km südlich liegt das Waldgebiet „Sumpf“, 0,5 km nordwestlich das Waldgebiet „Lustenau“. Die Kreisstraße RH 6 führt nach Mosbach (2,2 km westlich) bzw. nach Georgensgmünd (1,2 km östlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 3. August 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte[Bearbeiten]
Der Ort wurde 1316 als „Hausloch“ erstmals urkundlich erwähnt.<ref>E. Wagner: Land- und Stadtkreis Schwabach, S. 28 = F. Eigler: Schwabach, S. 176.
Nach W. Ulsamer (Hrsg.): 100 Jahre Landkreis Schwabach, S. 281, wurde der Ort 1322 erstmals namentlich erwähnt.</ref> Der Ortsname bedeutet Hauswald (s. Loch (Flurname)).<ref>E. Wagner: Stadt und Landkreis Schwabach, S. 28.</ref> Ursprünglich gehörte er dem ansässigen Adelsgeschlecht der Herren von Hausen.<ref name="U281">W. Ulsamer (Hrsg.): 100 Jahre Landkreis Schwabach, S. 281.</ref> 1403 schenkte Volther von Seckendorf von Stopfenheim dem Kloster Heilsbronn eine Hube in Hauslach.<ref>G. Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit, Bd. 2, S. 446.</ref>
Nach dem Aussterben des Adelsgeschlechts erwarben die Ansbacher Markgrafen und Nürnberger Patrizier (Holzschuher, Kreß, Tucher, Böhm) die Höfe. Im 16-Punkte-Bericht des Oberamts Roth des Jahres 1608 gab es in Hauslach 13 Anwesen, darunter acht Höfe und vier Güter. In der Folge Dreißigjährigen Krieges verödete der Ort im Jahr 1633. Erst 1654 wurde Hauslach durch Exulanten wieder bevölkert.<ref name="U281"/>
Hauslach bildete mit Georgensgmünd eine Realgemeinde (1671 bezeugt). Zu dieser Zeit hatte das Pflegamt Abenberg in beiden Orten 8 Untertanen.<ref>F. Eigler: Schwabach, S. 143.</ref> 1732 gab es laut den Oberamtsbeschreibungen von Johann Georg Vetter in Hauslach 11 Anwesen. Ein Hof, ein Halbhof und zwei Gütlein unterstanden Brandenburg-Ansbach. Die übrigen Anwesen, sieben Ganzhöfe, unterstanden unterschiedlichen Grundherren (Nürnberger Eigenherren, Crailsheim und Ellwangen).<ref>F. Eigler: Schwabach, S. 176.</ref> Von 1730 an kam es zu einem 100 Jahre lang andauernden Streit mit Mosbach um das Waldgebiet Lustenau.<ref name="U281"/>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Hauslach 14 Anwesen und ein Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Oberamt Roth aus, die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das brandenburg-ansbachische Richteramt Georgensgmünd inne. Grundherren waren das Fürstentum Ansbach (Richteramt Georgensgmünd: 1 Ganzhof, 2 Köblergüter, 1 Gütlein; Kirche Georgensgmünd: 1 Halbhof; Verwalteramt Merkendorf: 1 Ganzhof), das eichstättische Kastenamt Abenberg (2 Ganzhöfe), das Landesalmosenamt der Reichsstadt Nürnberg (1 Ganzhof, 1 Köblergut) und Nürnberger Eigenherren (von Fürer: 1 Ganzhof; von Pömer: 1 Ganzhof; von Welser: 1 Halbhof; Dr. Lorsch: 1 Ganzhof).<ref name="E396">F. Eigler: Schwabach, S. 396.</ref> 1800 soll es im Ort 18 Anwesen gegeben haben, von denen drei dem eichstättischen Pflegamt Abenberg angehörten.<ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 5, Sp. 536.</ref>
Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Roth. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Hauslach dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Georgensgmünd<ref name="OV 1818"/><ref>F. Eigler: Schwabach, S. 472, ordnete Hauslach fälschlicherweise dem Steuerdistrikt Mäbenberg zu.</ref> und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Georgensgmünd zugeordnet.<ref>Georgensgmünd > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 6. Juli 2025.</ref>
Baudenkmäler[Bearbeiten]
In Hauslach gibt es sieben Baudenkmäler:<ref>Denkmalliste für Georgensgmünd (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
- Haus Nr. 5, 6, 12, 13: Bauernhäuser
- Haus Nr. 8, 10: zugehörige Scheunen
- Haus Nr. 4: Türgewände
- Haus Nr. 16: Steilgiebelvorbau
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Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]
Religion[Bearbeiten]
Hauslach ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Georg (Georgensgmünd) gepfarrt.<ref name="E396"/> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Wunibald (Georgensgmünd) gepfarrt.<ref name="OV 1961"/><ref>Pfarrverband Georgensgmünd-Röttenbach. In: bistum-eichstaett.de. Abgerufen am 29. Mai 2023.</ref>
Wirtschaft[Bearbeiten]
Von besonderer Bedeutung für den Ort ist der Hopfenanbau. Seit der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts ist der Anbau belegt.<ref Name="Hauslach">Hauslach auf der Website georgensgmuend.de</ref> 1827 wurde eine Hopfenwaage aufgerichtet und eine Siegelordnung verfasst.<ref Name="U281"/> 1900 erhielt der Hauslacher Hopfen eine internationale Auszeichnung auf der Weltausstellung in Paris.<ref Name="Hauslach"/>
Persönlichkeiten[Bearbeiten]
- Johann Michael Merkenschlager (1857–1924), Gutsbesitzer und Landtagsabgeordneter (Bauernbund)
Literatur[Bearbeiten]
- Johann Kaspar Bundschuh: Hauslach. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 2: El–H. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1800, DNB 790364298, OCLC 833753081, Sp. 536 (Digitalisat).
- Friedrich Eigler: Schwabach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 28). Michael Laßleben, Kallmünz 1990, ISBN 3-7696-9941-6.
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Georg Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit. Band 2. Verl. für Kunstreprod. Schmidt, Neustadt an der Aisch 1993, ISBN 3-923006-90-X, S. 446 (Volltext [Wikisource] – Erstausgabe: Beck, Nördlingen 1879).
- Willi Ulsamer (Hrsg.): 100 Jahre Landkreis Schwabach (1862–1962). Ein Heimatbuch. Schwabach 1964, DNB 984880232, OCLC 632541189, S. 281.
- Vorlage:Wagner Land- und Stadtkreis Schwabach
Weblinks[Bearbeiten]
- Ortsteile > Hauslach. In: georgensgmuend.de. Abgerufen am 3. August 2023.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Hauslach in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Hauslach im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten[Bearbeiten]
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