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Hemlocktannen

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Hemlocktannen
Datei:Tsuga chinensis formosana Zilupe.jpg

Tsuga chinensis var. formosana

Systematik
Unterabteilung: Samenpflanzen (Spermatophytina)
Klasse: Coniferopsida
Ordnung: Koniferen (Coniferales)
Familie: Kieferngewächse (Pinaceae)
Unterfamilie: Abietoideae
Gattung: Hemlocktannen
Wissenschaftlicher Name
Tsuga
(Endl.) Carrière

Die Hemlocktannen oder Schierlingstannen (Tsuga) bilden eine Pflanzengattung in der Familie der Kieferngewächse (Pinaceae).

Herkunft der Trivialnamen[Bearbeiten]

Schierling ist die Übersetzung vom englischen hemlock. Dieser Name stammt vom Geruch der zerriebenen Nadeln der Westamerikanischen Hemlocktanne, der dem Geruch des Gierschs, eines relativ nahen Verwandten des Schierlings, stark ähnelt.

Beschreibung[Bearbeiten]

Datei:Abies tsuja SZ106.png
Illustration der Südjapanischen Hemlocktanne (Tsuga sieboldii)
Datei:Canadian Hemlock Tsuga canadensis Bark Horizontal.jpg
Borke der Kanadischen Hemlocktanne (Tsuga canadensis)
Datei:Tsuga canadensis drawing.png
Illustration der Kanadischen Hemlocktanne (Tsuga canadensis)

Vegetative Merkmale[Bearbeiten]

Die Hemlocktannen-Arten sind immergrüne Bäume. Am ältesten werden wohl Tsuga mertensiana, von denen erzählt wird, es gebe 1400 Jahre alte Exemplare; nachweisbar sind indes 800 Jahre alte Exemplare in British Columbia. Als höchster Baum der Gattung gilt ein Exemplar von Tsuga heterophylla mit einer Wuchshöhe von 55 Metern, einem Stammdurchmesser (dbh) von 259 Zentimetern und einem Kronendurchmesser von 20 Metern bei Quisitis Point im Pacific Rim National Park in British Columbia (Bericht von Stoltmann 1987).

Die Borke ist grau bis braun, schuppig und oft tief gefurcht.

Die Baumkrone ist konisch bis unregelmäßig eiförmig (bei einigen asiatischen Arten). Die oberen Enden der Bäume und der ansonsten horizontalen Zweige hängen oft über.

Die mehr oder weniger zweizeilig oder rund um den Zweig angeordneten Nadeln überdauern einige Jahre, sind flach bis etwas kantig, mit einer Basis, die stielartig ist und einem stechenden bis abgerundeten Ende. Die Stomata befinden sich in zwei Reihen auf der Nadelunterseite; nur bei Tsuga mertensiana befinden sich auch Stomata auf der Oberseite. Jede Nadel besitzt einen Harzkanal. Die Knospen sind nicht harzig. Der Keimling besitzt vier bis sechs Keimblätter (Kotyledonen).

Generative Merkmale[Bearbeiten]

Tsuga-Arten sind einhäusig getrenntgeschlechtig (monözisch). Einzeln an einjährigen Zweigen stehen die männlichen Blütenzapfen, die bei Durchmessern von weniger 8 Millimetern kugelig und braun sind. Die weiblichen Zapfen befinden sich an einjährigen Zweigen; sie benötigen fünf bis sieben Monate zum Reifen und fallen bald nach dem Entlassen der Samen ab oder verbleiben einige Jahre am Baum. Der Zapfen fällt als Ganzes ab. Die höchstens an sehr kurzen Stielen hängenden weiblichen Zapfen sind eiförmig bis länglich, nur bei Tsuga mertensiana länglich-zylindrisch. Die Zapfenschuppen sind dünn, ledrig und in der Form variabel; sie sind meist glatt und nur bei Tsuga mertensiana behaart. Die Deckschuppen sind klein.

Die Samen weisen eine Länge von 3 bis 5 Millimetern und einen Durchmesser von 2 bis 3 Millimetern auf. Sie besitzen viele kleine Harzbehälter. Ihre dünnen Flügel sind 5 bis 10 Millimeter lang.

Bei allen Tsuga-Arten beträgt die Chromosomengrundzahl x = 12<ref name="FoNA" /> mit einer Chromosomenzahl von 2n = 24.<ref name="IPCN" />

Datei:Mountain Hemlock.jpg
Habitat in Emigrant Wilderness, Kalifornien von Tsuga mertensiana

Vorkommen[Bearbeiten]

Die Areale der Tsuga-Arten liegen in den gemäßigten Gebieten Nordamerikas und Ostasiens. Tsuga-Naturstandorte sind immer in relativ feuchten Klimaten, mit wenig Trockenstress. In ihren Habitaten sind sie meistens die dominanten Pflanzenarten.

Die Gattung Tsuga war im Tertiär auch in Europa heimisch, starb aber während der Eiszeiten aus.

Systematik[Bearbeiten]

Die Erstveröffentlichung erfolgte 1847 als Sektion Pinus sect. Tsuga Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Endl. durch Stephan Ladislaus Endlicher Synopsis Coniferarum, Seite 83 mit der Typusart Abies tsuga Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Siebold & Zucc.. Den Rang einer Gattung Tsuga Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Endl.) Carrière hat sie 1855 durch Élie Abel Carrière in Traité Général des Conifères ou description de toutes les espèces et variétés aujourd'hui connues, avec leur synonymie, l'indication des procédés de culture et de multiplication qu'il convient de leur appliquer, Seite 185 erhalten.<ref name="Tropicos" /> Die Typusart ist Tsuga sieboldii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Carrière. Der wissenschaftliche Name Tsuga ist der japanische Name (jap. {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) der Südjapanischen Hemlocktanne.<ref name="Loewer2004" />

Die Gattung der Hemlocktannen (Tsuga) ist in zwei Untergattungen gegliedert mit insgesamt etwa zehn Arten:

Datei:Hemlock.JPG
Holz der Hemlocktanne

Nutzung[Bearbeiten]

Wenige Arten werden forstlich in Europa angebaut. Manche Arten werden, teils als Kulturformen, als Zierpflanzen in Parks und Gärten verwendet.

Aufgrund seiner Unempfindlichkeit gegen Nässe wird Hemlockholz im traditionellen Bogensport als Pfeilschaftmaterial verwendet. Die Beständigkeit gegen Feuchtigkeit in Kombination mit der Harzarmut des Holzes macht Hemlock zu einem hochwertigen Material beim Saunabau.<ref>sauna-portal.com/sauna-selbstbau/sauna-holz. Abgerufen am 19. Dezember 2012.</ref>

Bilder[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="IPCN"> Tsuga bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="Tropicos"> Tsuga bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="GymnospermDb"> Christopher J. Earle: Informationen zur Gattung bei The Gymnosperm Database, 2019. </ref> <ref name="ulleungensis"> Garth Holman, Peter Del Tredici, Nathan Havill, Nam Sook Lee, Richard Cronn, Kevin Cushman, Sarah Mathews, Linda Raubeson, Christopher S. Campbell: A New Species and Introgression in Eastern Asian Hemlocks (Pinaceae: Tsuga). In: Systematic Botany, Volume 42, Issue 4, 2017, S. 1–15. DOI: 10.1600/036364417X696474 </ref> <ref name="FoNA"> Ronald J. Taylor: Tsuga (Endlicher) Carrière – textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico. Volume 2: Pteridophytes and Gymnosperms. Oxford University Press, New York und Oxford, 1993, ISBN 0-19-508242-7. </ref> <ref name="FoC"> Liguo Fu, Nan Li, Thomas S. Elias, Robert R. Mill: Pinaceae.: Tsuga (Endlicher) Carrière, S. 39 – textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven (Hrsg.): Flora of China. Volume 4: Cycadaceae through Fagaceae. Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 1999, ISBN 0-915279-70-3. </ref> <ref name="Loewer2004"> Peter Loewer: Jefferson’s Garden. Stackpole Books, 2004, ISBN 0-8117-0076-3, S. 233 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.). </ref> </references>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Hemlocktannen (Tsuga) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Hemlocktanne – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Weiterführende Literatur[Bearbeiten]

  • B. A. LePage: A new species of Tsuga (Pinaceae) from the middle Eocene of Axel Heiberg Island, Canada, and an assessment of the evolution and biogeographical history of the genus. In: Botanical Journal of the Linnean Society, Volume 141, 2003, S. 257–296.

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