Henry Kielmann
Henry Kielmann (* 11. Februar 1929 in Hamburg; † 27. März 2003 ebenda) war ein deutscher Schauspieler, Regisseur und Synchronsprecher.
Leben[Bearbeiten]
Henry Kielmann begann seine Bühnenlaufbahn in der Spielzeit 1951/52 an den Städtischen Bühnen Kiel.<ref>Henry Kielmann. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1952. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 60. Jg., Hamburg 1952, S. 209 und S. 400 (Register).</ref> Es folgten Theaterengagements am Stadttheater Bremerhaven (1955–1957) und am Theater Basel (1958–1961).<ref>Henry Kielmann. Kurzbiografie bei der TV-Serie Ein Kapitel für sich.</ref> Ab der Spielzeit 1961/62 war er als Schauspieler am Deutschen Theater Göttingen verpflichtet.<ref>Henry Kielmann. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1962. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 70. Jg., Hamburg 1962, S. 237 und S. 542 (Register).</ref> Ab der Spielzeit 1964/65 hatte er zusätzlich ein Engagement als Schauspieler mit Regieverpflichtung und Spielleiter an den Städtischen Bühnen Lübeck.<ref>Henry Kielmann. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1965. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 73. Jg., Hamburg 1965, S. 335 und S. 593 (Register).</ref><ref>Henry Kielmann. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1966. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 74. Jg., Hamburg 1966, S. 352 und S. 620 (Register).</ref> Zur Spielzeit 1966/67 wechselte Kielmann fest als Schauspieler und Spielleiter an das Theater Lübeck.<ref>Henry Kielmann. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1967. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 75. Jg., Hamburg 1967, S. 352 und S. 624 (Register).</ref> Ab der Spielzeit 1971/72 war er bis zum Ende der Spielzeit 1975/76 Künstlerischer Leiter des St.-Pauli-Theaters in Hamburg.<ref>Henry Kielmann. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1972. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 80. Jg., Hamburg 1972, S. 349 und S. 751 (Register).</ref><ref>Henry Kielmann. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1976. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 84. Jg., Hamburg 1976, S. 173 und S. 709 (Register).</ref> Ab der Spielzeit 1972/73 war er zusätzlich für zwei Spielzeiten als Gastregisseur am Theater im Zimmer in Hamburg verpflichtet.<ref>Henry Kielmann. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1973. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 81. Jg., Hamburg 1973, S. 306 und S. 716 (Register).</ref>
1973 trat er am Hamburger Operettenhaus in dem Musical Helden, Helden von Udo Jürgens, an der Seite von Paul Hubschmid, Julia Migenes und Gabriele Jacoby auf; mit der Hamburger Besetzung wurde auch eine Schallplattenaufnahme produziert, bei der Kielmann mitwirkte.<ref>Helden, Helden. Diskografie</ref> Für das Theater arbeitete er häufig auch als Regisseur. 1974 inszenierte er am St.-Pauli-Theater das Volksstück Zitronenjette von Paul Möhring, in dem Henry Vahl seine letzte Bühnenrolle spielte; die Aufführung wurde auch für das Fernsehen aufgezeichnet.<ref>Zitronenjette (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive). Besetzung beim ZDFtheaterkanal</ref> Ab der Spielzeit 1973/74 war er bis 1978 als Schauspieler an der Landesbühne Hannover engagiert.<ref>Henry Kielmann. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1974. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 82. Jg., Hamburg 1974, S. 355 und S. 749 (Register).</ref><ref>Henry Kielmann. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1978. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 86. Jg., Hamburg 1978, S. 199 und S. 905 (Register).</ref> Ab der Spielzeit 1978/79 war er mehrfach mit dem Euro-Studio Landgraf auf Tournee.<ref>Henry Kielmann. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1979. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 87. Jg., Hamburg 1979, S. 328 und S. 875 (Register).</ref><ref>Henry Kielmann. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1980. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 88. Jg., Hamburg 1980, S. 346 und S. 900 (Register).</ref> In der Spielzeit 1988/89 führte er an der Kleinen Komödie am Max II in München und an der Komödie Winterhuder Fährhaus Regie bei dem Lustspiel Plaza Suite von Neil Simon mit Nadja Tiller und Walter Giller.<ref>Henry Kielmann. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1989. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 97. Jg., Hamburg 1989, S. 307 und S. 786 (Register).</ref><ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Plaza Suite ( vom 14. Juli 2014 im Internet Archive) Komödie Winterhuder Fährhaus</ref> In der Spielzeit 1990/91 führte er bei dieser Produktion auch am Fritz-Rémond-Theater die Regie.<ref>Henry Kielmann. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1991. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 99. Jg., Hamburg 1991, S. 192 und S. 955 (Register).</ref>
Kielmann arbeitete neben seiner Theaterlaufbahn insbesondere intensiv als Sprecher für Hörspiele.<ref>Henry Kielmann. Ausführliches Rollenverzeichnis bei Hörspielland</ref> Er wirkte bei dem Label Europa in zahlreichen, mittlerweile Kultstatus besitzenden Hörspielproduktionen mit.
In der Hörspielreihe Die Funk-Füchse übernahm er 1981–1983 die Rolle des Vater Becker.<ref>Die Funk-Füchse. Hörspielhelden.de</ref> 1981 sprach er verschiedene Rollen in der Gruselserie mit Hörspielen von H. G. Francis (Der Pakt mit dem Teufel, Die Nacht der Todes-Ratte, Die tödliche Begegnung mit dem Werwolf).<ref>H.G. Francis – Gruselserie (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive) Geisterspiegel.de</ref> 1982 wirkte er beim Label Maritim in den Edgar-Wallace-Hörspielen Die Bande des Schreckens, Neues vom Hexer, Das Gasthaus an der Themse und Der unheimliche Mönch als Polizeiinspektor mit.<ref>Der große Edgar-Wallace-Hörspiele-Thread. Besetzungen im Edgar-Wallace-Forum.</ref> Außerdem war er in mehreren Folgen der Hörspielreihe Die drei ??? zu hören.<ref>Henry Kielmann. Besetzungen Die drei ???.</ref> Mehrfach wirkte er auch in der TKKG-Hörspielserie mit, unter anderem in den Hörspielen Nachts, wenn der Feuerteufel kommt (1982), Das Geiseldrama (1982) und Duell im Morgengrauen (1985).<ref>Henry Kielmann. Sprecherdatenbank bei TKKG-Site.de</ref><ref>Nachts, wenn der Feuerteufel kommt. Besetzung bei Hoernews.de</ref><ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Das Geiseldrama ( des Vorlage:IconExternal vom 14. Juli 2014 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref><ref>Duell im Morgengrauen. Besetzung bei Hoernews.de</ref> In den Perry-Rhodan-Hörspielen Die dritte Macht und Unternehmen STARDUST übernahm er die Rolle des Dr. Manoli.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Die dritte Macht ( vom 6. Oktober 2010 im Internet Archive). Besetzung der Perry-Rhodan-Hörspiele.</ref><ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Unternehmen STARDUST ( vom 24. September 2010 im Internet Archive). Besetzung der Perry-Rhodan-Hörspiele.</ref> In der Hörspielreihe Schubiduu...uh das Schlossgespenst sprach er in 12 Folgen die Rolle des Schubiduu...uh.
1999 sprach er die Rolle des Vorgesetzten Hirsch in dem Hörspiel Magdalena von Jürgen Fuchs in einer Rundfunkaufnahme des Norddeutschen Rundfunks.<ref>Magdalena. HÖRDAT, die Hörspieldatenbank (Nr. 13)</ref>
Kielmann spielte ab Ende der 1960er Jahre auch zahlreiche Rollen in Fernsehfilmen und Fernsehserien. Kielmann wurde dabei überwiegend als Charakterdarsteller, häufig in prägnanten Nebenrollen eingesetzt. In der Literaturverfilmung Bauern, Bonzen und Bomben spielte er 1973 den Gemeindevorsteher und Landvolkführer Reimers. 1979 verkörperte er den deutschnational eingestellten Onkel Richard in dem Fernsehmehrteiler Ein Kapitel für sich. Außerdem wirkte er in mehreren Folgen der Krimireihe Tatort mit. 1977 spielte er in der Tatort-Episode Reifezeugnis den Vater der Schülerin Sina Wolf (Nastassja Kinski).
1981 war er in der ARD-Fernsehshow Einer wird gewinnen aus Kiel als Darsteller und Schauspieler zu sehen.
Kielmann, der auch regelmäßig als Synchronsprecher tätig war, lieh seine Stimme unter anderem Nino Manfredi, Jean Rochefort, Vincent Price und Christopher Lee. Kielmann arbeitete auch als Synchronregisseur, unter anderem bei der Serie Golden Girls.
Henry Kielmann war seit 1962 mit der Synchronsprecherin, Dialogbuchregisseurin und -autorin Annemarie Kielmann (geb. Röttger) verheiratet.<ref>August Ludwig Degener, Walter Habel (Hrsg.): Wer ist Wer? Das deutsche Who’s Who. Band 38. Schmidt-Römhild, Lübeck 1999, S. 718.</ref>
Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]
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- 1967: Das Attentat – Schleicher: General der letzten Stunde
- 1972: Dem Täter auf der Spur
- 1972; 1973: Hamburg Transit
- 1973: Sonderdezernat K1 – Ganoven-Rallye
- 1973: Bauern, Bonzen und Bomben
- 1975: Tadellöser & Wolff
- 1975: Tatort – Kurzschluss
- 1976: Schaurige Geschichten: Der Traum vom Fliegen (TV-Serie)
- 1977: Tatort – Reifezeugnis
- 1978: Tatort – Himmelfahrt
- 1978: Geschichten aus der Zukunft (Fernsehserie)
- 1979: Ein Kapitel für sich
- 1979: St. Pauli-Landungsbrücken
- 1981: Tatort – Slalom
- 1982: Tatort – Trimmel und Isolde
- 1984–1986: Eigener Herd ist Goldes wert (Fernsehserie, Regie)
- 1985: Backfischliebe (Fernsehfilm, Literaturverfilmung)
- 1985: Tatort – Baranskis Geschäft
- 1986: Tante Tilly (Fernsehserie)
- 1992: Freunde fürs Leben
- 1996: Die Männer vom K3
- 1999: Ärzte (Folge: Dr. Vogt – Verhängnisvolle Diagnose)
Weblinks[Bearbeiten]
- Vorlage:IMDb/1
- Henry Kielmann bei filmportal.de
- Henry Kielmann im Kabeleins Serienlexikon
- Henry Kielmann in der Deutschen Synchronkartei
- Henry Kielmann, Kurzbiografie beim Filmmuseum Hamburg
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Kielmann, Henry |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Schauspieler, Regisseur und Synchronsprecher |
| GEBURTSDATUM | 11. Februar 1929 |
| GEBURTSORT | Hamburg |
| STERBEDATUM | 27. März 2003 |
| STERBEORT | Hamburg |
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