Hillsfar
| Entwickler | Westwood Associates Marionette (NES) |
|---|---|
| Publisher | SSI U.S. Gold (Amiga) Pony Canyon (Famicom) FCI (NES) |
| Veröffentlichung | 1989 4. November 1993 (NES) |
| Plattform | Commodore Amiga, Atari ST, Commodore 64, Nintendo Entertainment System/Famicom, MS-DOS |
| Genre | Computer-Rollenspiel |
| Spielmodus | Einzelspieler |
| Medium | Cartridge, Diskette |
| Sprache | Englisch |
Hillsfar ist ein von Westwood Associates im Auftrag von SSI entwickeltes Computer-Rollenspiel, das 1989 für MS-DOS, Amiga, Atari ST und Commodore 64 veröffentlicht wurde. Es kombiniert Echtzeit-Action mit zufällig generierten Quests. Es beinhaltet weiterhin Standard-Gameplayelemente des Rollenspielregelwerks Advanced Dungeons & Dragons, auf dem das Spiel aufbaut. 1993 wurde Hillsfar vom japanischen Entwicklerstudio Marionette auf die Spielkonsole Nintendo Entertainment System (NES) portiert.
Spielprinzip[Bearbeiten]
Das Spiel beginnt mit der Charaktererstellung, für die drei Optionen zur Verfügung stehen: Die Wahl eines vorgenerierten Charakters, die Erstellung eines neuen Charakters<ref name="Orr1989">Lucinda Orr: The bitterest hill is hard to take. In: Amiga Computing. 1. Dezember 1989, S. 42–43.</ref> oder der Import eines existierenden Charakters aus einem früheren AD&D-Computerspiel von SSI, beispielsweise Pool of Radiance und Curse of the Azure Bonds.<ref name="Lynch1989">Dennis Lynch: CES Gems Not Here Yet, But These Titles Will Tide You Over. In: Chicago Tribune. 2. Juni 1989, S. 58.</ref> Bei der Neuerstellung kann der Spieler die Rasse (Zwerg, Elf, Mensch, Gnom), die Klasse (Kleriker, Kämpfer, Magieanwender, Schurke) und die Gesinnung (rechtschaffen, chaotisch, neutral, gut, böse) festlegen. Statistische Charakterwerte wie Stärke und Intelligenz werden vom Computer durch Zufallswerte bestimmt.<ref name="Guerra1998">Bob Guerra: Hillsfar. In: COMPUTE! 1. September 1998, S. 67.</ref>
Es gibt zwei Spielaspekte. Zum einen Arcade-Action, in der der Spieler in Form von Minispielen verschiedene Aufgaben wie die Suche nach einem Schatz und die Reise zwischen den Schauplätzen ausführt. Zum anderen der Adventure-Aspekt, wenn der Spieler Quests löst.<ref name="Smith1998">Andy Smith: Hillsfar. In: Amiga Format. 1. Dezember 1989, S. 41.</ref> Die Wahl der Charakterklasse hat dabei Einfluss auf die verfügbaren Quests, jeweils drei für jede Klasse. Während Quests in einer vorgegebenen Reihenfolge erfüllt werden müssen, „bleibt es dir selbst überlassen, was du in deiner restlichen Zeit tust“ und der Spieler hat somit die Freiheit, die anderen Aspekte des Spiels zu erkunden.<ref name="Orr1989" />
Das Spiel wird aus drei unterschiedlichen Perspektiven präsentiert. Während der Überlandreise werden die Szenen in einer Seitenperspektive dargestellt. Innerhalb der Stadt Hillsfar wechselt das Spiel in eine Vogelperspektive. Höhlen dagegen werden aus einer First-Person-Ansicht gezeigt. Die Interaktion der Spielfigur mit der Spielwelt wird ermöglicht durch ein von Leslie Fiser vom Spielemagazin COMPUTE! als „bump interface“ (von englisch: to bump = anstoßen) bezeichneten Triggersystem, das Aktionen auslöst, sobald die Spielfigur das entsprechende Spielobjekte anrempelt.<ref name="Fiser1990">Leslie Fiser: Games Kids Love to Read. In: COMPUTE! Band 12, Nr. 8, November 1990, S. 80.</ref>
Rezeption[Bearbeiten]
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Die Kritiken zu Hillsfar waren durchmischt. Generell wurde die Kombination aus Arcade-Action und Adventure gut aufgenommen. Andy Smith vom Spielemagazin Amiga Format vergab eine Wertung von 72 % und hielt fest, dass es SSI erfolgreich gelungen sei, „ein gutes Spiel, das einen eigenständigen Mix zweier sehr unterschiedlicher Stile vereint“ zu produzieren.<ref name="Smith1998" /> Bob Guerra vom Spielemagazin COMPUTE! lobte die Arcade-artigen Sequenzen, indem er schrieb, dass Hillsfar „bei der Integration dieser hochqualitativen Sequenzen in die Handlung einen weitaus besseren Job erledigt als die meisten anderen“.<ref name="Guerra1998" /> Roe Adams von Computer Gaming World lobte vor allem die Schlösser-knacken-Sequenz des Schurken, hielt ansonsten aber fest, dass das Spiel ansonsten nicht die Erwartungen erfüllen könne. Insbesondere kritisierte Adams sowohl die repetitive Reisesequenz zu Pferd als auch die Tatsache, dass Magieanwender und Kleriker während des Spiels keine Zaubersprüche wirken.<ref name = "CGW">Roe Adams: The Dark Arena. In: Computer Gaming World. September 1989, S. 16.</ref>
Andere Rezensenten waren wenig beeindruckt vom Gesamteindruck. Sowohl Andy Slaven, Autor der Video Game Bible, 1985-2002, als auch Lucinda Orr von Amiga Computing kritisierten das Gesamt-Gameplay. Slaven befand, dass das Spiel einen Leitfaden vermissen lasse, und beschrieb es als eine „Sammlung von sinnlosen Aufgaben und Herausforderungen“.<ref name="Slaven2002p107">Andy Slaven: Video Game Bible, 1985-2002. Trafford Publishing, 2002, ISBN 1-55369-731-6, S. 107.</ref> Dies entsprach auch der Kritik Orrs, die, obwohl sie von einigen der Minispiele beeindruckt war und diese als „ziemlich unterhaltsam und grafisch effektiv“ beschrieb, das Spiel als generell langweilig befand und schrieb, „es gibt nicht sehr viel, um das Interesse oberhalb des kritischen Langeweileniveaus zu halten“.<ref name="Orr1989" /> Noch ablehnender war die Wertung der NES-Fassung durch John Cooper für die Website Console Classix, der Hillsfar als das „Schlechteste Rollenspiel aller Zeiten bezeichnete“.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig AD&D Hillsfar.] In: Console Classix. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 30. November 2008.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Der Amiga Joker hielt fest, dass Hillsfar „mit einem richtigen Rollenspiel (...) nicht viel gemein“ habe und maximal für ein kurzes Anspielen genug Unterhaltungswert böte.<ref name="AJ" />
Das Spiel wurde 1989 in Ausgabe 147 des offiziellen D&D-Magazins Dragon von Hartley, Patricia und Kirk Lesser in ihrer Kolumne The Role of Computers rezensiert, wo das Spiel drei von fünf Sternen erhielt. Sie verglichen Hillsfar dabei mit Pool of Radiance. Gemäß ihrem Test lasse es das Abenteuer von Hillsfar an Tiefgang missen und sei weniger fesselnd als Pool of Radiance, dennoch bezeichneten sie es als „ein nettes Abenteuer, um sich die Wartezeit zu verkürzen bis SSI Azure Bonds veröffentlicht“ [Anm.: gemeint ist Curse of the Azure Bonds]. Die Tester schlossen mit der Aussage, dass „Wenn ihr Pool of Radiance mochtet, werdet ihr Hillsfar ebenfalls mögen“.<ref name="Dragon147">Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref>
Gemäß einer Retrospektive von Allen Rausch für das Online-Spielemagazin GameSpy wurde das Spiel von vielen Spielern als „ein gescheitertes Experiment“ betrachtet, die „gute Nachricht“ sei aber gewesen, dass „Westwood Studios fortfuhr, einige weitaus bessere Spiele zu entwickeln“.<ref name="rausch04">Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig A History of D&D Video Games.] In: GameSpy. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 23. Dezember 2009 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
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