Hirschneuses
Hirschneuses Markt Neuhof an der Zenn
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(184)&title=Hirschneuses 49° 27′ N, 10° 41′ O
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| Höhe: | 366–380 m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 5,61 km²<ref name="OV 1961"/> | |||||
| Einwohner: | 184 (2017)<ref name="Neuhof">Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.www.neuhof-zenn.de ( des Vorlage:IconExternal vom 1. Dezember 2020 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 33 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. Januar 1972 | |||||
| Postleitzahl: | 90616 | |||||
| Vorwahl: | 09107 | |||||
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Hirschneuses ist ein Gemeindeteil des Marktes Neuhof an der Zenn im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Die Gemarkung Hirschneuses hat eine Fläche von 7,135 km². Sie ist in 653 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Flurstücksfläche von 10926,73 m² haben.<ref>Gemarkung Hirschneuses (093320). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 19. April 2025.</ref> In ihr liegt neben dem namensgebenden Ort der Gemeindeteil Neukatterbach.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 19. April 2025.</ref>
Geografie[Bearbeiten]
Durch das Kirchdorf fließt der Weihergraben, ein indirekter rechter Zufluss der Zenn. Im Südwesten liegt die Steinleite, im Nordosten der Heubuck. 1 km östlich liegt die Weiherleite, 0,5 km südöstlich das Reitstück. Die Kreisstraße NEA 18/AN 11 führt nach Neukatterbach (1,8 km nordöstlich) bzw. zur Staatsstraße 2245 bei Neudorf (2,5 km südlich). Die Kreisstraße NEA 10 führt an der Straußmühle und Ziegelhütte vorbei nach Neuhof zur Staatsstraße 2255 (2,7 km nordwestlich) bzw. nach Kreben (2,5 km östlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 15. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte[Bearbeiten]
Der Ort wurde 1169 als „Niusezze“ in einer Urkunde erstmals erwähnt. In dieser wurde der Tausch von Gütern zwischen Bischof Konrad von Eichstätt und dem Abt Konrad des Klosters Heilsbronn besiegelt. Das Kloster erwarb in der Gegend Güter und Gefälle, für Hirschneuses waren es zwei Morgen Land.<ref>G. Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit. Bd. 1, S. 51.
Nach H. Sponholz (Hrsg.): Landkreis Neustadt an der Aisch. S. 103, wurde der Ort 1132 in der Gründungsurkunde des Heilsbronner Klosters als „Niusaze“ erstmals schriftlich erwähnt.</ref> Erst später erhielt der Ortsname von dem in der Nähe gelegenen Hirschberg den Zusatz „Hirsch–“ zur besseren Unterscheidung von dem 12 Kilometer nördlich gelegenen Herrnneuses, das ursprünglich ebenfalls nur Neuses hieß.<ref>H. Sponholz (Hrsg.): Landkreis Neustadt an der Aisch. S. 103.</ref> Im Jahre 1246 überließen die Burggrafen Konrad I. und Friedrich III. die Gefälle von ihrem Hof zu „Nuisese“ dem 9. Abt Edelwinus als Sühne und Ersatz für Schädigungen, die sie dem Kloster zugefügt hatten. Im Jahre 1305 kaufte das Kloster weitere Güter. Insgesamt erwarb das Kloster 25 Anwesen. Während des Dreißigjährigen Krieges verödete der Ort ganz.<ref>G. Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit. Bd. 2, S. 356.</ref> Mit Annahme der Reformation im Jahr 1528 zählt Hirschneuses mit Kirchfarrnbach zu den ältesten evangelischen Gemeinden Frankens.<ref>Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/3877070132 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an. </ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Hirschneuses 26 Anwesen (2 Höfe, 3 Höflein, 15 Güter, 1 Schmiede, 4 Häuser). Das Hochgericht übte das brandenburg-bayreuthische Stadtvogteiamt Markt Erlbach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft und die Grundherrschaft über alle Anwesen hatte das Kastenamt Neuhof.<ref name="H101">H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim. S. 101.</ref>
Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justizamt Markt Erlbach und Kammeramt Neuhof. Im Jahre 1810 kam Hirschneuses an das Königreich Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde 1811 der Steuerdistrikt Hirschneuses gebildet. Zu diesem gehörten neben dem Hauptort Altkatterbach, Dietenholz, Dippoldsberg, Kreben, Lösleinshäuslein, Meiersberg, Neudorf, Neudietenholz, Neukatterbach, Oberndorf, Riedelshäuslein und Walburgswinden. 1813 entstand die Ruralgemeinde Hirschneuses, zu der Dietenholz, Neudietenholz, Neudorf und Walburgswinden gehörten. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurden zwei Ruralgemeinden gebildet:
- Ruralgemeinde Hirschneuses;
- Ruralgemeinde Neudorf mit Dietenholz, Neudietenholz und Walburgswinden.<ref>Adreß- und statistisches Handbuch für den Rezatkreis im Königreich Baiern. Kanzlei Buchdruckerei, Ansbach 1820, OCLC 869860423, S. 33–34 (Digitalisat).</ref><ref>H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim. S. 224.</ref>
Die Gemeinde Hirschneuses war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Markt Erlbach zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Ipsheim.<ref>H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim. S. 201.</ref> Ab 1862 gehörte Hirschneuses zum Bezirksamt Neustadt an der Aisch (1939 in Landkreis Neustadt an der Aisch umbenannt) und ab 1856 zum Rentamt Markt Erlbach (1919–1929: Finanzamt Markt Erlbach, 1929–1972: Finanzamt Fürth, seit 1972: Finanzamt Uffenheim). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Markt Erlbach (1879 im Amtsgericht Markt Erlbach umbenannt), von 1959 bis 1972 war das Amtsgericht Fürth zuständig, seitdem ist es das Amtsgericht Neustadt an der Aisch. Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 5,605 km².<ref name="OV 1961"/>
Am 1. Januar 1972 wurde Hirschneuses im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Neuhof an der Zenn eingemeindet.<ref> </ref><ref>Neuhof an der Zenn > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 19. April 2025.</ref>
Baudenkmäler[Bearbeiten]
- evangelisch-lutherische Filialkirche St. Johannes<ref name="Denkmalliste">Denkmalliste für Neuhof an der Zenn (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
- Friedhofsmauer<ref name="Denkmalliste"/>
- Steinkreuz<ref name="Denkmalliste"/>
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Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]
Religion[Bearbeiten]
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Peter und Paul gepfarrt.<ref name="H101"/> Die Katholiken gehören zur Kirchengemeinde Maria Namen, die ursprünglich eine Filiale von St. Michael war<ref name="OV 1961"/><ref>Struktur. In: ssb-clw.kirche-bamberg.de. Abgerufen am 22. März 2023.</ref> und seit 2019 eine Filiale von St. Johannis Enthauptung ist.<ref>Gemeinden. In: ssb-westmittelfranken.kirche-bamberg.de. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 22. März 2023; abgerufen am 22. März 2023. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>
Wanderwege[Bearbeiten]
Durch Hirschneuses führt der Fernwanderweg Jean-Haagen-Weg.
Literatur[Bearbeiten]
- Johann Kaspar Bundschuh: Hirschneuses. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 2: El–H. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1800, DNB 790364298, OCLC 833753081, Sp. 686 (Digitalisat).
- Hanns Hubert Hofmann: Neustadt-Windsheim (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 2). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1953, DNB 452071216, S. 101 (Digitalisat). Ebd. S. 201 (Digitalisat).
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Georg Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn von der Urzeit bis zur Neuzeit. Band 2. Verl. für Kunstreprod. Schmidt, Neustadt an der Aisch 1993, ISBN 3-923006-90-X, S. 356 (Volltext [Wikisource] – Erstausgabe: Beck, Nördlingen 1879).
- Hans Sponholz u. a. (Hrsg.): Landkreis Neustadt an der Aisch. Verl. f. Behörden u. Wirtschaft Hoeppner, Aßling-Pörsdorf/Obb. 1972, DNB 720137675, S. 103.
- Richard Strobel: Landkreis Neustadt an der Aisch (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 32). Deutscher Kunstverlag, München 1972, S. 88–89.
Weblinks[Bearbeiten]
- Ortsportrait > Hirschneuses. In: neuhof-zenn.de. Abgerufen am 8. Juli 2023.
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Hirschneuses in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Hirschneuses im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten[Bearbeiten]
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Adelsdorf | Dietrichshof | Eichenmühle | Hirschneuses | Neuhof an der Zenn | Neukatterbach | Neuselingsbach | Neuziegenrück | Oberfeldbrecht | Rothenhof | Straußmühle | Unterfeldbrecht | Vockenroth | Ziegelhütte
Sonstiger Wohnplatz: Hammermühle
- Seiten mit TemplateStyles-Fehlern
- Wikipedia:Seite mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Archivlinks 2022-11
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:BibISBN
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Literatur/Interner Fehler
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Archivlinks 2025-06
- Ortsteil von Neuhof an der Zenn
- Ort im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim
- Ehemalige Gemeinde (Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim)
- Ersterwähnung 1169
- Gemeindegründung 1813
- Gemeindeauflösung 1971
- Kirchdorf (Siedlungstyp)
- Gemarkung im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim